Kundenmeinungen
Laues Mana-Lüftchen, 7. Juni 2007
Wieder einmal haben wir es mit einem hervorragenden Beispiel zu tun, wie schwer sich die sogenannten Fachmedien mit der genauen Bezeichnung des Spielgenres bei einem Titel tun, so zweifellos geschehen im Fall von Sword of Mana für den Gameboy Advance von Nintendo. Nein, weit entfernt ist die Behauptung von jeglicher Klugscheixxerei oder ähnlichen Profilierungsgelüsten, es entspricht einfach der Wahrheit, dass man dieses Fantasy-Abenteuer definitiv nicht als Rollenspiel bezeichnen kann. Basta. Aus die Maus. Oder was auch immer. Lediglich das Aufleveln der Charaktere durch die in Kämpfen gewonnene Erfahrung kann doch nicht wirklich ein 100%ig überzeugender Indikator im Hinblick darauf sein, dass es sich um ein RPG handele. Mitnichten. Ein weiteres gutes Beispiel (gehen wir einmal ein gutes Stück zurück in der Videospielhistorie) liefert Secret of Mana, was nur ansatzweise, aber nicht wirklich einem Rollenspiel entsprach, sondern vielmehr einem mit zarten RPG-Elementen versehenen Actionadventure. Zudem ist die Story an sich viel zu dünn, deutlich zu oberflächlich gestrickt und spielt insgesamt eine eher nebensächliche Rolle, vielmehr das Niederknüppeln der Feinde eindeutig den Schwerpunkt bildet: ein weiteres klares Anzeichen für ein Actionadventure. Nein, dies ist keine Haarspalterei, sondern einfach Fakt.Blick zurück nicht(!) im ZornNein, falsch gedacht! Sword of Mana ist definitiv kein Nachfolger des ebengenannten berühmten SNES-Hits Secret of Mana von 1993, aber fast. Seiken Densetsu (so die japanische Fassung) ist das Vorbild und nicht etwas Seiken Densetsu 2 (das war nämlich Secret of Mana!): die europäische Pal-Fassung von SD2 heißt im Übrigen Mystic Quest und kam 1991 als Spiel für den alten Ur-Gameboy auf unseren Markt. Kenner der Szene erinnern sich dann auch noch an Legend of Mana für die alte Playstation aus dem Jahre 1999, welches uns allerdings lediglich als Importversion erreichte und mit einem ungewöhnlichen Grafikstil in Aquarell und einer erstaunlich zerhackstückten Story aufwartete. Egal. Ordentlich verwirrt? Sehr schön. Square Enix, sozusagen die Rollenspiel-Päpste des Videospiel-Universums, nahmen sich dieses Abenteuers an, welches schließlich (das schreibe ich nun aber wirklich zum letzten Mal!) zu einem Actionadventure mutierte. Wie so oft in diesem Genre kommen Freunde des gepflegten Multiplayerspaßes nicht zum Zuge, wir haben es ausschließlich mit einem Soloabenteuer zu tun. Typisch auch, dass wir es mit einem Videospiel in Kulleraugenoptik zu tun, eher süß als furchterregend bzw. wenig erwachsen sehen Freund und Feind aus. Knallbunt ist es dafür allemal und ganz objektiv gesehen nett anzuschauen ist es auf jeden Fall. Eines gleich an dieser Stelle vorweg: mit einem echten Meilenstein haben wir es bei Sword of Mana leider nicht zu tun, noch nicht einmal mit einem Hit, ein allenfalls leicht überdurchschnittliches Spielvergnügen bietet sich uns letztlich hier... und das ist dann doch (mindestens) etwas ernüchternd. Von der Klasse eines Secret of Mana beispielsweise meilenweit, ja möglicherweise sogar Lichtjahre entfernt. Aber trotzdem ist dieser GBA-Titel nicht direkt schlecht, nein, aber eben nur ganz ordentlich.Mana ist allesOder so ähnlich. Ein mächtiger Baum, der in Wahrheit die Managöttin darstellen soll und über unsere Welt wacht. Für gute Dinge kreiert und (natürlich) für böse Zwecke missbraucht, wie so oft. Ein böser Herrscher wollte einst ganz schrecklich böse Dinge mit der Macht der Manakräfte anstellen, aber drei tapfere Ritter stellten sich diesem entgegen und konnten ihn netterweise noch rechtzeitig entsorgen. Der Sohn eines jener drei Ritter war leider Gottes vom Bösen besessen und trat somit ironischerweise in die Fußstapfen jenes finsteren Herrschers und brachte in der Folgezeit Schrecken über das Land. Er erlangte Kenntnis davon, dass eine Angehörige des legendären Manavolkes existierte, brachte den Konsul des Reiches nebst Gattin um, konnte dies aber zum Glück im Hinblick auf die Kinder nicht in die Tat umsetzen. Die beiden Kinder wurden getrennt und richtig: es handelt sich um die beiden Protagonisten dieses Abenteuers, die wir in der Folgezeit kennen lernen dürfen, vorausgesetzt, dass wir dieses Spiel auch wirklich zweimal durchspielen. Feinde zum KnuddelnOder etwa nicht? Schwabbelige Geisterwesen, umherhüpfende Pflanzen oder durch die Gegend eiernde Ritter: nicht wirklich angsteinflößend, denke ich. Dafür gibt es immerhin die zwei eben genannten Hauptcharaktere (Männlein oder Weiblein), so dass sich für den eingefleischten Fan ein zweimaliges Durchspielen tatsächlich lohnen könnte. Die Handlungen der beiden Protagonisten sind nicht identisch, sondern ergänzen sich vielmehr gegenseitig, so dass Ihr die Story aus teils grundverschiedenen Blickwinkeln verfolgen könnt. Selbstverständlich existiert wieder einmal ein oberböser Megafiesling, obengenannter Scherge, der Angst und Schrecken über das ganze Land verbreiten will bzw. damit bereits angefangen hat und wir sind es natürlich, welche diesem Treiben schnellstmöglich Einhalt gebieten müssen, wollen wir unsere Welt vor dem Untergang bewahren. Nach unzähligen Kämpfen mit den Monstern greifen wir schließlich auf das mächtige Mana-Schwert zurück und dürfen im Lauf der Zeit eine bemerkenswerte Anzahl an Nebenmissionen absolvieren, welche zweifelsohne in der Lage sind, für Abwechslung zu sorgen. Als Hobbyhandwerker oder auch Mixer legen wir zudem auf Wunsch Hand an die unterschiedlichsten Gegenstände und Ausrüstungsgegenstände (inklusive Waffen) an und werten diese im Erfolgsfall nicht unerheblich auf. Erfahrung durch PraxisEchtzeit ist hier das Zauberwort und dies dürfte nicht jedem von uns schmecken. Demzufolge hektisch laufen die Aufeinandertreffen mit den Gegnern ab und unübersichtlich wird es dabei leider auch. Was angesichts der (nach dem ersten Viertel des Abenteuers) voraussichtlichen Harmlosigkeit der Monster nicht weiter tragisch ist, doch dazu später mehr. Typisch für die Mana-Reihe ist, dass Schwert, Speer, Bogen, Axt, Handschuh etc. manchen Monstern ganz und gar nicht schmecken und andere wiederum fast völlig kalt lassen, soll heißen: jede Monsterart und gegen ganz bestimmte Waffen besonders empfindlich oder eben nicht, was auch ziemlich schnell herausgefunden sein dürfte. Durch die gewohnt elegante Benutzerführung lassen sich die Waffen in Windeseile wechseln, Gleiches gilt hinsichtlich der im Laufe der Zeit stattlichen Anzahl an Magiezauber, die primär den Elementarkräften (Wind, Wasser, Feuer, Erde) zuzuordnen sind. Wichtig dabei: nur stete Übung macht den Meister und dies ist hier bei Sword of Mana keineswegs ein hohler Spruch oder eine 08/15-Phrase, sondern Tatsache: ambitionierte Genre-Veteranen verbringen eine halbe Ewigkeit damit, sämtliche Fertigkeiten in punkto Waffen und Zaubersprüche der Geister bis an das Maximum zu bringen... um dann erstaunt ja fast schon entsetzt festzustellen, dass der Schwierigkeitsgrad anscheinend viel zu niedrig angesetzt worden ist! Ein Punkt, der ausschließlich Genre-Anfängern zugute kommt, denke ich. Fakt ist: die viel zu geringen Anforderungen führen nach wenigen Spielstunden zu einem chronischen (und berechtigten!) Unterschätzen der Gegner und früher oder später vermehrt zu ausgiebigen Gähnattacken. Ausnahmen bestätigen praktisch die Regel und auf diese treffen wir oft bei den Bossen: diese sind häufig extrem robust, verfügen über mächtige Attacken und verhalten sich unfair. Gut ist wenigstens, dass wir fast nie alleine unterwegs sind, unsere Hauptfigur trifft auf einige Weggefährten, die des Öfteren mit in den Kampf ziehen. Schlecht ist, dass diese Gefährten wenig intelligent agieren und dies ist eigentlich noch geschmeichelt. Selten dämlich trifft es da schon deutlich eher. Womit sie mit der überwiegenden Mehrheit der CPU-Gegner dann auch gleich etwas gemeinsam haben...Lohnt sich die Mühe?Interessant ist zum Glück wenigstens die Möglichkeiten der Entwicklung des Charakters: sechs unterschiedliche Gattungen sind es, die uns zur Auswahl stehen bzw. drei zu Beginn (Dieb, Weiser, Krieger), die sich zum Waffenmeister, Erzmagier oder Paladin weiterbilden lassen. Verdeckt werden kann dadurch aber nur schwerlich, dass sich unser Held bzw. unsere Heldin nur einmal einem Klassenwechsel unterziehen dürfen, ansonsten heißt es einzig und allein, sein Hauptaugenmerk auf das Ausbauen der Fähigkeiten im Umgang mit den Waffen und Geistermagien zu richten. Letztlich sind es die Erkundungstouren im Hinblick auf das Aufspüren wichtiger Spezialgegenstände, das Absolvieren von Nebenaufträgen und das Hochleveln des Charakters, was uns beider Stange hält. Die Story an sich ist relativ flach und dazu auch noch zuweilen nicht nachvollziehbar, die Dialoge nicht immer besonders tiefgängig und die Identifikation mit der Heldenfigur auch nicht gerade extrem hoch. Die Frage taucht aber immer wieder (und dies zum ersten Mal leider auch schon recht früh!) auf, ob die mehrstündige Mühe denn wirklich den Output bewirkt, den man sich anfänglich versprach? Eher nicht. Warum ewig nach wichtigen Items suchen, den Umgang mit Schwert oder Bogen bzw. die Erdzaubersprüche bis zur Perfektion bringen, wenn sich praktisch sämtliche Gegner auch mit halber Kraft von der Bildfläche fegen ließen? Warum die dollsten Tötungswerkzeuge kreieren, wenn auch die Normalversion für den Grossteil der Feinde ausreichen würde? Weswegen unbedingt die x-te Expedition unternehmen, um an zusätzlicher Erfahrung zu gewinnen, wenn auch das Erreichen eines wesentlich geringeren Level letztlich völlig ausreichen würde? Ein bisschen erinnerte mich Sword of Mana (zumindest in diesem Punkt!) an die GBA-Version von Shining Force, welches ich auch mit hochgesteckten Erwartungen anspielte, das gesamte Abenteuer aber schließlich leider viel zu leicht ausfiel und ich eigentlich nur noch aus eigenem Ehrgeiz meine Charaktere pushte, aber nicht, weil dies unbedingt erforderlich gewesen wäre. So gilt für beide GBA-Spiele, dass ich über die größtenteils chronische Unterforderung heftig stolperte und mein anfängliche Euphorie blitzartig verflog. Ein netter Spielspaß ja, doch ein faszinierendes Spielerlebnis? Nein.Kleine Macken obendraufAls wenn diese enttäuschenden Aspekte nicht schon genug gewesen wären (die allerdings erst nach cirka drei bis fünf Spielstunden endgültig ersichtlich werden!), so entdeckt auch das ungeübte Auge den ein oder anderen mehr oder weniger heftigen Ruckler und eine auf Dauer nervig ungenaue Steuerung. Insbesondere die Kollisionsabfrage lässt hierbei zu wünschen übrig, was dazu führt, dass wir des Öfteren fünf- oder sechsmal auf das feindliche (Knuddel-)Monster eindreschen, um es dann erst zu erwischen. Das ist zwar grundsätzlich egal, da wir ohnehin Herr (oder Frau) der Lage sind und uns die Feinde in der Regel hoffnungslos unterlegen sind und sich unsere Blessuren schnell wieder heilen lassen, doch Sinn der Sache kann dies natürlich nicht sein. Mängel sowohl bei der Story, der Spieltechnik als auch im Gameplay können folglich nicht zu einer Spitzenwertung führen.Dichte Atmosphäre?Jein. Ein knallbuntes Design, niedliche Kulleraugenfiguren, leuchtende Farben bei der Gestaltung der Spielumgebung und nette Spezialeffekte beim Zaubern sind ja völlig in Ordnung, doch mehr Grafikpower als die bei einem sehr guten Supernintendo-Spiel dürfen wir nicht erwarten. Die Ruckler zwischendurch sprach ich bereits an und das Leveldesign könnte ab und an einen Schuss Abwechslung ruhig vertragen. Schließlich sind mir die Gegner oft zu klein ausgefallen und herausragende Animationen sind eher eine Seltenheit. Für ein Gameboy-Advance-Spiel aber noch alles im grünen Bereich. Der Sound ist einen Tick besser und gefällt durch teils beschwingte, teils melancholische Melodien und auch die Kampfgeräusche gehen in Ordnung, gemessen an dem, was wir von einem GBA-Titel in dieser Hinsicht erwarten dürfen. Besonders die etwas schwereren Stücke mit düsteren Klängen sind mir angenehm in Erinnerung geblieben, das ein oder andere Highlight konnte ich tatsächlich ausmachen. UrteilAnfangs in freudiger Erwartung, dann angesichts der knallbunten Optik und der akustischen Untermalung in anfänglicher Euphorie und schließlich von Stunde zu Stunde mit einem deutlichen Rückgang an Spielfreude, so oder so ähnlich lässt sich die Gefühlskurve beschreiben, die ich beim Durchspielen von Sword of Mana durchlebte. Am Meisten nervte der total unausgewogene Schwierigkeitsgrad mit 95% selten dämlichen Feinden (Weggefährten inklusive!) und 5% unfairen Bossen, die völlig unverhältnismäßig agierten. Dazu die merkwürdig verschachtelte Story, die zu uninspiriert wirkenden Figuren mit ihren wenig tiefgängigen Dialogen und die Macken bei der Steuerung... ich hatte mir definitiv mehr erhofft. 20 bis 40 Stunden Spielzeit (je nach Interesse an den Nebenaufträgen) sind auch nicht wahnsinnig viel. Summa summarum bleibt zu konstatieren, dass Sword of Mana ein nettes Actionadventure darstellt, was aber noch nicht einmal ansatzweise die Klasse von Secret of Mana (SNES) oder Legend of Mana (PS) erreicht, wohl aber das uralte Mystic Quest (GB) toppen kann. Trotz meiner Empfehlung, zu der ich mich letztlich durchringen konnte, bleibt ein unbefriedigendes Gefühl zurück: beim Erblicken des Abspanns war ich somit eher erleichtert, dass ich es schließlich brav zu Ende gebracht hatte. Viel mehr nicht.Story: 5,5 /10 Spielverlauf: 5,5 / 10 Spielumfang: 6 / 10 Schwierigkeitsgrad: 3,0 / 10 Grafik: 6,5 / 10 Akustik: 7,5 / 10 Steuerung: 6,5 / 10 Multiplayer: - Spielspaß gesamt: 64%+: Großer Name + Fantasyatmosphäre + Kulleraugenoptik + Soundtrack. Hochleveln bis zum Abwinken + etliche Nebenaufträge + Sammeltrieb.-:Verworrene Story + teils unlogische Dialoge + keine enge Bindung zu Handlung u. Hauptfigur. Probleme bei Kollisionsabfrage + unübersichtliche Echtzeitkämpfe. Größtenteils kinderleicht + unfaire Bossgegner.
Einigermaßen guter Nachfolger., 12. Februar 2006
Viele sagen das es ein SoM 2 gibt, das stimmt aber vollkommen nicht. Das Spiel, das viele für SoM 2 halten ist in wirklichkeit Saiken Densetsu 3 und hat überhaupt nichts mit Secret of Mana zu tun. Nun zu Sword of Mana, ist eigentlich ein ganz guter Nachfolger(bzw. Vorgänger, von der Story her gesehen). 3 Sterne nur wegen der verkorkten Kampfphysik, die von SoM wäre da um einiges besser gewesen, man hätte theoretisch einfach alles so lassen können wie bei SoM nur eine neue Story und ein paar neue Missionen und vielleicht ein bisschen mehr Handlungsfreiheit, da immer alles so linear abgelaufen ist.
Kurze Aufklärung, 17. Dezember 2004
ich möchte nun einmal die vermutung widerlegen, dass es sich bei diesem spiel um eine fortsetzung von "Mystic Quest" handelt. Dieses spiel hat zwar gemeinsamkeiten, jedoch geht die geschichte auf einen anderen SNES-Klassiker zurück. Es ist nämlich die vorgeschichte von dem bekannten spiel "Secret of Mana", wo die drei hauptfiguren verhindern, dass das böse wieder an die macht kommt und alles auf der Welt zerstört.ich habe "Sword of Mana" zwar noch nicht gespielt, aber ich kann aus den Bildern erschließen, dass das spielprinzip erhalten geblieben ist und auch viel gegner kommen einem spieler von "Secret of Mana" sehr bekannt vor. ich würde diesem spiel jedem empfehlen, der an dem original viel freude hatte und darauf gespannt war, wie es zu der entstehung des schwertes und des baumes kam. aber ich möchte nicht zu viel verraten.ich denke, dass ich mir dieses spiel auch demnächst kaufen werde, um auch diesen SNES-Klassiker wieder in meiner Reihe zu habe. Genau so zu empfehlen wie dieses spiel sind ausserdem "Zelda - A Link to the Pass", "Super Mario Advance 2: Super Mario World" und "Donkey Kong Country".
Super cool!, 14. November 2004
Ich kann dieses Spiel nur wärmstens empfehlen. Ich habe das Spiel jetzt seit einer Woche und kann es kaum noch aus der Hand legen. Rätsel, Aufgaben und kämpfe gegen Monster und die Grafik ist auch sehr gut und der Vorteil ist, man kann das Spiel aus zwei Sichten sehen! Das macht echt viel Fun.
Nicht schlecht, aber andere Square-Titel sind besser!, 24. September 2004
Sword of Mana scheint ein Remake des ersten Seiken Densetsu Teils zu sein, den es auch bei uns vor Jahren unter dem Namen "Mystic Quest" für den Game Boy gab. Leider kenne ich diesen Titel nicht, er scheint aber doch sehr beliebt gewesen zu sein.
An sich keine schlechte Idee, einen solchen Titel neu aufzulegen... Nur finde ich Sword of Mana stellenweise nicht ganz so gut wie andere Square-Titel. Zu Beginn stehen zwei verschiedene Charaktere zur Auswahl. Hier muss man sich für das ganze Spiel gleich für die Hauptfigur festlegen (entweder Kämpfer oder Magierin). Stellenweise wird man im laufenden Spiel noch von vorgegebenen NPCs (non-playable character) begleitet, denen es aber leider stark an KI mangelt. Was ich ein Bisschen vermisst habe, ist die Vielfältigkeit, die man aus Secret of Mana gewohnt ist. So bringt einem jedes Zauber-Element nur einen einzigen weißen und schwarzen Zauber. Da waren die fetten Ringmenüs mit einigen Zaubern je Element irgendwie spaßiger. Ganz nett ist die Idee mit der Weiterentwicklung der Waffen: Deren Eigenschaften lassen sich nämlich verändern, indem man bestimmte Früchte bzw. Materialien, die man auf seinem Weg so findet, in die Waffen einarbeiten lassen kann. Das Orb-System, mit dem man seine Waffen in Secret of Mana kontinuierlich verbessern konnte, gibt es leider nicht. Die Waffen-Levels steigen nach und nach auf, durch stetige Benutzung. Für die Weiterentwicklung der Zauberelemente gilt dies analog. Die Story ist meiner Meinung nach etwas eintönig, bzw. anders gesagt: Secret of Mana hat eine packendere Story. Die Dialoge sind zum Teil extrem nervtötend, weil manche schier gar kein Ende nehmen wollen und inhaltlich auch nicht gerade immer brennend interessant sind. So habe ich nach einer gewissen Spielzeit einfach die Geduld verloren und mir nicht mehr jeden einzelnen Text durchgelesen. Sidequests gibt es natürlich auch in diesem Spiel. Nur leider auch nicht so tiefgründig, wie man es aus anderen Square-Titeln gewohnt ist. So laufen die meisten nach der Masche, dass man für eine bestimmte Person einen bestimmten Gegenstand suchen muss und dafür belohnt wird. Oder man muss einer bestimmten Person eine Nachricht bringen etc. Das Spiel bietet zwei Speicherplätze, und speichern kann man an bestimmten Statuen, die sich im Laufe des Spiels immer mal wieder auf dem Weg befinden. Die Streuung ist hier ganz gut gelungen, wobei man manchmal schon sehr weite Wege wiederholen muss, wenn man mal stirbt oder das Spiel unterbricht. Die Grafik ist gut gelungen, der Sound ist auch nicht schlecht, auch wenn sich manche Stücke etwas einfallslos anhören. Den gigantisch guten Soundtrack von Secret of Mana sollte man allerdings nicht erwarten! Von der Spiellänge und dem Schwierigkeitsgrad her würde ich Sword of Mana als leicht bis mittel einstufen. Ideal auch für Einsteiger! Hart gesottene RPG-Fans werden es aber ein wenig kurz und fast schon zu leicht finden... Langzeitmotivation bringt dieses Spiel für mich persönlich keine. Mir fehlt sogar der Reiz, es mit dem zweiten Charakter nochmal durchzuspielen... Fazit: Kein schlechtes Spiel, aber es gibt Besseres, gerade von Square. Deshalb 3 / 5 Sternen.
|