Kundenmeinungen
schwere Kost, 13. September 2007
Ich habe mir den Film "Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly" angesehen, ohne mehr über die historische Geschichte dieses Mannes zu kennen. Es ist ein guter Film, der aber erschreckend realitätsnah ist. Was ich damit meine, ist, dass er sehr düster und voller Ungerechtigkeiten gegenüber der geplagten Charakteren ist, also keinesfalls ein Film für zwischendurch. Wer mehr für zumindest etwas Heiterkeit, oder Hoffnung in Filmen ist, ist mit diesem Film nicht gut beraten. Wer aber auf gute, realitätsnahe Melodramen steht, sollte sich den Film zumindest einmal ausleihen.
Fazit: guter, aber düsterer und hoffnungsloser Film. Da ich selbst gerne etwas Hoffnung und Heiterkeit in einem Film sehe, 3 Sterne.
Solide, 27. Juli 2007
Die Geschichte um den australischen Volkshelden Ned Kelly wird hier kurz, dennoch sehenswert inszeniert. Die Schauspieler überzeugen und wem der Streifen beim Anschauen zu langweilig wirkt, der sollte bis zum Schluss warten, weil dieser sehenswert ist und über die zugegebenermaßen doch etwas langweiligen Phasen hinwegtröstet.
Alles in allem ist der Film gehobener Durchschnitt mit einem tollen Schluss.
Allerdings hat man nichts gorßartiges verpasst, wenn man ihn nicht gesehen hat...
Durchschnittlich...
Schöne Bilder, schöner Film, 27. Juli 2007
Okay - die Handlung ist vorhersehbar, und auch wer die Geschichte des Ned Kelly nicht kennt, weiß bereits am Anfang, wie es endet. Aber ich glaube, genau darum gehts im Film: Die Helden kennen Ihr Schicksal auch schon ziemlich früh, und der Zuschauer erlebt mit, wie Ned Kelly, seine Freunde und seine Familie in ein Verhängnis geschleift werden, aus dem es sicher kein Entkommen gibt.
Dennoch hat mir der Film wirklich gut gefallen: Schöne stimmungsvolle Bilder, eine dichte Atmosphäre und überzeugende Schauspielerleistungen. Man muss halt auch mal zwischen den Zeilen lesen.
Wer sich an der "Jugendlichkeit" der Schauspieler und den Bärten stört, verkennt vielleicht, dass die Handlung in einem anderen Jahrhundert angesiedelt ist.
Ein optisch gelungener und unterhaltsamer Kurzweilwestern!, 9. April 2007
Die englisch-australische Neuinterpretation "Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly" erreicht zwar keinesfalls die inhaltliche oder darstellerische Tiefe von modernen Western wie "Erbarmungslos" oder "Open Range", wartet allerdings in seiner unterhaltsamen Gesamtkomposition mit einigen visuellen Highlights auf. In einer fulminant-bildhaften Sprache versteht es der Film (im 2.35:1-Format) tatsächlich, dem Genre die eine oder andere neue optische oder auch handlunsbezogene Fascette abzugewinnen. Das Drehbuch ist durchaus gelungen, die Kameraführung ansprechend und die Synchronisation gut. Es gab unter den bisherigen Rezensionen Kritiken hinsichtlich der zu 'jungenhaft' besetzten Darsteller (u.a. Heath Ledger und Orlando Bloom) zu lesen. Dazu sollte man sich vor Augen führen, dass die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Australien angesiedelte Geschichte um den irischstämmigen Ned Kelly, der in diesem Remake durch eine Aneinanderreihung von unglücklichen Zufällen zu einem der meistgesuchtesten Verbrecher durch die englischen Krone wird, dessen Lebenszeit von etwa achtzehn bis fünfundzwanzig Jahren betrachtet. Das "Gesetzlos" hierbei reellen Zusammenhängen partiell den Rücken zuwendet, dürfte für Filmfreunde irrelevant sein, da es sich um keinen Dokumentarfilm handelt. Fazit: Ein unterhaltsames und hervorragend bebildertes Western-Drama, das zwar keine höheren Ansprüche formuliert, aber zu Gefallen weiß. Für DVD-Sammler und Genre-Fans durchaus empfehlenswert!
Grober Unfug, 12. September 2006
"Gesetzlos - Ned Kelly" gehört zu den Filmen, die man durchaus unvoreingenommen konsumieren kann. Wenig Werbung im Voraus verbunden mit einem namhaften Darstelleresemble bereiten den Weg hierfür. Die geschichtliche Grundlage, ungerechtes Verhalten der Staatsmacht in den Kolonien des britischen Empire und ein "Mann aus dem Volk", der sich auflehnt, ist substanzversprechend. Das Produkt hieraus gehört allerdings zum gröbsten Unfug, den ich seit langem gesehen habe.
Dem geübten Auge fallen besonders im ersten Drittel des Films eklatante und unverzeihliche Mängel in Drehbuch und Regie auf. So wird der Zuschauer in ein Drama geleitet, dessen dramaturgische Voraussetzungen mit dem Holzhammer zurecht gehauen wurden. Einige Momente im mittleren Teil können überzeugen, Ledger und Bloom leisten ordentliche Arbeit (auch wenn es mitunter lächerlich wirkt, sie mit langen Bärten zu "Männern" zu machen), Nebenfiguren (Watts, Rush etc.) gehen dagegen völlig unter. Die Kommentare der Hauptfigur aus dem Off sind z.T. schrecklich hanebüchen. Zudem ist die Charakterisierung des Ned Kelly (Outlaw - Befreier?) leider unvollständig.
Gegen Ende schafft es der Film dann doch, ein gewisses Potential aufzubauen. Dies wird jedoch im sog. "Show Down" verschenkt. Wer an anspruchsvollen Filmen interessiert ist, sollte sich insbesondere bei diesem "Ende" die Augen fest zu halten und sich an die vielen schönen Fotografien des Films erinnern, die ihm schlußendlich 2 Sterne sichern und sehenswert sind. Ansonsten kann das Ansehen des Films zum abendfüllenden Wagnis geraten.
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