Kundenmeinungen
Lang Langweilig?, 18. März 2007
Langweilig wird es einem hierbei nicht, da ja doch recht sportlich gespielt wird. Aber ähnlich wie bei manch Volodos-Aufnahme mag dies zwar naive Gemüter erfreuen, aber die teuflische Komponente, wie man sie in Cziffras Spiel erfahren durfte, fehlt hier und man weiß nicht, was diese bare Zurschaustellung außergewöhnlicher Virtuosität, die mitunter an einen Pudel im Handstand auf dem Trapez erinnert, mit dem Gehalt der Musik zu tun haben soll. Wenn Carnegie-Hall-Concert, dann mit Pletnew oder Horowitz. Übrigens gab es vor Jahren im Zirkus eine Sensation: 10 Chinesen fuhren auf einem Fahrrad und spannten dann auch noch gleichzeitig einen Schirm auf.
Ein Rausch der Sinne, 25. Dezember 2005
Mag man auch hinsichtlich der Natürlichkeit seines Spiels geteilter Meinung sein, so stellt sich Einigkeit spätestens dann ein, wenn die technische Brillanz zur Sprache kommt, die Lang Lang hier an den Tag legt. Unbestritten auch die Leidenschaft, mit der dieser junge Künstler zu Werke geht; so spielt er sich in den Sätzen 3 und 4 von Schuberts "Wanderer-Fantasie" geradezu in einen Rausch. Wer jedoch glaubt, eine Steigerung sei nun nicht mehr möglich, wird in Liszts "Réminiscences du Don Juan de Mozart" zweifellos eines Besseren belehrt: Lang Lang spielt sich derart in Extase, dass auch der letzte Zuhörer sich - ohne zu wissen, wie ihm geschieht - inmitten eines der aufregendsten Abenteuer des Don Juan wähnt.
Lang Lang ist ein Wunder, 24. September 2004
Wer Lang Lang einmal im Fernsehen gesehen hat, der weiß um den Zauber, den dieser junge, sagenhafte Künstler ausstrahlt. Man fühlt die Töne regelrecht, möchte den Moment für immer festhalten. Kaum einer lebt Musik so intensiv und hingebungsvoll wie er. Sein Name, übersetzt "Leuchten des Himmels", ist wahrhaftig. Er ist ein neuer Stern am Musikhimmel und wird noch viele, viele Menschen mit seiner einzigartigen musikalischen Emotionalität, gekoppelt mit perfekter Virtuosität, bezaubern. Mit seinem Debüt in der Carnegie Hall 2003 erreicht er den (vorläufigen?) Höhepunkt seiner Karriere, 2004 erhält er den ECHO KLASSIK. Dass dieses Debüt live aufgezeichnet würde, ist für jeden Musikliebhaber ein wahrer Glücksfall.
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