Kundenmeinungen
Alarm für Cobra 11, 27. Dezember 2007
Dieser "Thriller" ist meiner Meinung nach unterste Schublade in Sachen Spannung, Tiefgang und Atmosphäre.
Zugute halten muss diesem Film ein paar unterhaltsame und actiongeladene Schießereien und Auto-Verfolgungsjagden (besonders die Kameraführung bei letzterem). Es wird etwas geboten, doch nicht bedeutend mehr als "Durchschnittskost"
Ich maße mir nicht an, einen Film professionell beurteilen zu können, aber ich glaube zu wissen, was einen guten Film ausmacht. Ein Film sollte entweder unterhalten (auf welche Art auch immer) oder aber eine Geschichte erzählen, die zum Nachdenken anregt. Am besten ist natürlich immer beides zusammen. Wichtig ist für mich auch die Glaubwürdigkeit des Szenarios, damit verbunden den Handlungsverlauf an sich und auch die schauspielerischen Leistungen.
Und was die Glaubwürdigkeit angeht, aber auch die Ästhetik (z.B. die herauskristallisierten Motoren- und Schaltgeräusche), erinnert mich "Ronin" ungemein an Alarm für Cobra 11. Die Story hat keine Dichte, die Charaktere erhalten nur sehr dünn Charakter, die gesamte Idee des Films ist in zahlreichen anderen Film allein als untergeordnetem Aspekt vorhanden. Im Mittelpunkt steht der Typus "Auftragskiller", dem Geld das einzig Wichtige ist und jedes Mittel Recht. Es wird verraten, sein Leben und das zahlreicher Passanten aufs Spiel gesetzt, allein des Geldes wegen. Menschen kommen zusammen, kennen sich gegenseitig nicht, kennen ihre Auftraggeber nicht, und auch den eigentlichen Sinn der Mission nicht - sie tun, was ihnen aufgetragen wird, und stellen keine Fragen. Das ist die Welt der "Ronin". Dem wird durch diese Bezeichnung ein gar epischer Touch gegeben, durch das Bildnis des gefallenen Samurai.
Doch das harmoniert einfach nicht, es fügt sich im Auge des Betrachters nicht zu einem Ganzen zusammen (und da hilft es auch nicht, dass die Ronin-Geschichte gleich zweimal auf dieselbe Weise erläutert wird) Das alles soll wohl beeindrucken, mich zumindest hat es das überhaupt nicht. So finde ich auch den Soundtrack ganz und gar unpassend; ich finde ihn als solchen gut, aber er erzeugt eine Stimmung, die man ansonsten im Film überhaupt nicht wiederfindet. Es passt alles nicht.
Die Action ist solide, der Film unterhält. Doch es ist alles zu plakativ und einfach nach Rezept gearbeitet.
Für ganz besonders peinlich halte ich die Szene, in der Sean Bean die Truppe verlässt und die Kontaktperson ihn mit den Worten verlässt: "Ich muss ihnen ja nicht sagen, dass sie uns vergessen. Denn: WIR vergessen nie!" Das kann einfach nur ein Witz sein, das wirkt so dermaßen aufgesetzt, mir fehlen die Worte. Auch die Schlussworte von Jean Reno, wo ein angebliches Leitmotiv des Films noch einmal aufgegriffen wird (Keine Fragen stellen, das sei dann wohl die 3. Regel, in unserer faszinierdenden Auftragskiller-Welt) erzeugt einen armseligen Nachhall.
Also dieser Film hat mich wirklich enttäuscht.
PS: Wo ist die "nervenzerfetzende Spannung", die auf der Rückseite der Gold-Edition versprochen wird? Wer hat diesen Text verfasst? Diese Person lügt nach Strich und Faden!
Französiches Kino auf höchstem Niveau, 1. August 2007
Ronin besteht auf fünf Komponenten, fünf Profis - und eine Mission.
Symphatische Schauspieler und authenthische Drehorte sind das Erfolgsgeheimniss vieler Filme aus dem nahen Lande Frankreich. Doch Ronin ist mehr als nur ein amerikanischer Actionfilm im europäischen Gewand.
In Ronin geht es um einen Koffer mit anscheinend wichtigem Inhalt, mehrere Parteien interessieren sich für ihn. 5 Profis erhalten von einem ominösen "Mann im Rollstuhl" einen Treffpunkt in einem kleinen Pub in Paris. Das erste Treffen findet statt und das Abenteuer kann los gehen. Rassante Verfolgungsjagdten, knallharte Schießerrein, amüsante Dialoge und eine unglaublich dichte Atmosphäre sorgen für den Rest.
Mit Robert de Niro, Jean Reno und Sean Bean sind zugegeben, auch nicht die schlechtesten Schauspieler am Werk. Wer auf actionreiches aber dennoch anspruchsvolles Kino steht ist hier bestens beraten. Es fehlt nichtmehr viel um an den Klassiker "HEAT" heran zu kommen welcher einer der besten Gangsterfilme aller Zeiten ist.
Ein starker Film ..., 2. Mai 2007
Ein wirklich gelungener und durchweg spannender Film, den ich ebenfalls mit der Qualität von "Heat" vergleichen würde. "Ronin" bietet unter anderem ein paar wilde Verfolgungsjagden, eine davon mehrere Minuten auf der falschen Fahrspur einer Stadt-Autobahn mit starkem Gegenverkehr!!
Anfangs sieht es so aus, als seinen nur ein paar Söldner für die Beschaffung eines Koffers (Made by Rimowa) angeheuert worden. In der weiteren Handlung verschwimmen jedoch die exakten Abgrenzungen und die wahren Ziele der einzelnen Akteure, und schließlich wird es dann schwer zu sagen, wer nun eigentlich auf welcher Seite und für was arbeitet. Durch den Drehort Frankreich und die Mitwirkung französischer Schauspieler, federführend Jean Reno, weicht dieser Film angenehm vom Einerlei amerikanischer Thriller ab.
Mein Tipp: Unbedingt ansehen, aber das Anschnallen nicht vergessen! ;-)
fast so gut wie heat, 17. Januar 2007
de niro hat es echt drauf. fast alle seine filme verdienen das predikät wertvoll, aber heat und ronin sind meisterwerke die ihresgleiche suchen.
ronin überzeugt in allen erdenklichen kategorien. ob story, dialoge, spannung, action oder besetzung.alles passt. ein hochklassiger film der jetzt schon ein kultklassiker ist.
Rasant, 27. Februar 2006
"Ronin" ist ein rasanter Action-Thriller mit coolen Verfolgungsjagden und einer absoluten Top-Schauspieler-Besetzung! Die Handlung ist temporeich und intelligent gemacht - ohne dabei zu hastig zu werden. Die Verfolgungsjagden wirken sehr ästhetisch und sind selbst für jemanden, der mit Autos eher wenig am Hut hat (so wie mich) ein cieastisches Vergnügen. Es geht hier um eine spannende Agentengeschichte, in der keiner so genau weiß, wer jetzt eigentlich Feind und wer Freund ist. Als Agent darf man halt nur wenigen vertrauen... Dennoch hat man einen gemeinsamen dubiosen Auftrag zu erledigen - sie müssen unbedingt einen bestimmten Koffer besorgen. Es handelt sich hier nicht um eine plumpe 08/15-Verfilmung - sondern um rasante Verfolgungsfahrten quer durch Frankreich (Paris, Nizza) an denen auch 007 seine Freude hätte. Dazu hat man dann noch sehr überzeugende Schauspieler - von Robert de Niro bis Jean Reno. Man kann sich also entspannt zurücklehnen und diesen Film einfach genießen.
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