Kundenmeinungen
Top Film!, 3. Februar 2008
Für mich ist "Platoon" zweifelsohne einer der besten Anti-Kriegsfilme aller Zeiten. Oliver Stone war ja bekanntlich selber ein Vietnam- Veteran und kann den Krieg deshalb umso realistischer darstellen, auch wenn der Krieg damals wahrscheinlich noch viel härter abgelaufen ist.
Die Darsteller sind ganz klar der Ober-hammer! Charlie Sheen bietet eine absolut geniale Vorstellung aber auch Darsteller wie William Dafoe, Tom Berenger oder auch Matt Dillon machen den Streifen zu einem filmischen Meisterwerk. Hier wird zum ersten Mal auch richtig auf den Krieg der Soldaten untereinander eingegangen, was es zuvor nur so bei "Apokalypse Now" zu sehen gab. Letztendlich bleibt die Moral immer diesselbe:
Der Krieg kennt keine Gewinner, nur Opfer.
"Platoon" gehört meiner Meinung nach in die Top-Five, gleich hinter "Soldat James Ryan"!
bittere Wahrheit, 3. Januar 2008
ja nicht jeder Krieg wird von den Helden gemacht. es gibt auch sehr sehr dunkle Seiten und ähnlich wie in Full Metal Jacket oder Apocalypse Now werden diese hier in Platton gezeigt. Es geht schon auf die Nerven zu sehen wie junge Menschen verheizt werden, wie interne Spannungen und Feindseeligkeiten hervor kommen! Und das alles in wohl einem der brutalsten Kriege unserer Zeit (auch wenn das wohl jeder Krieg ist). Dazu kommt die mehr als überzeugende Arbeit der Darsteller! Ein Meisterwerk von Oliver Stone was jeder eigentlich besitzen oder zumindest gesehen haben sollte!
Unglaubwürdig aber intensiv!, 16. November 2007
Wer selber Soldat und in Kampfhandlungen verwickelt war, weiß, daß ein routiniertes Räderwerk von Handlungen einen Kampf begleitet und weniger Reflexionen über Gott und die Welt. Zwar ist der Ich-Erzähler in seinen Erinnerungen unterwegs, aber diese Erinnerungen werden von den Schauspielern so gespielt, als wären sie Saunaclubmitglieder. Das Sujet und der Plot des Films sind schon okay, aber die schauspielerischen Leistungen sind meist bescheiden, außer die von Defoe, der den Elias spielt. Defoe hat Format, Glaubwürdigkeit und spielt einen "echten" Soldaten.
Die "Hölle Vietnam" war nur für die Bevölkerung von Vietnam eine Hölle. Die meisten amerikanischen Kriegsopfer waren Kollateralschäden der eigenen Waffeninkompetenz. Wie P.Scholl-Latour schon in "Tod im Reisfeld" berichtete, waren die Amis mit Cola,Heroin, Schokolade und Präser bestens versorgt. Dieser Krieg wurde durch Inkompetenz von Generälen, Heldenmachern aber vor allem durch den brilliant organisierten Widerstand der Vietkong verloren. Das Trauma Vietnam ist eigentlich keins, weil die Amerikaner überhaupt nicht begriffen haben, was sie eigentlich in Vietnam wollten, Eisenhowers Doktrin hin oder her! Diese Wahrheiten fehlen dem Film völlig. Er ist eigentlich nur eine Selbstmitleidsstory, eines in der Etappe sich versteckenden Soldaten namens Oliver Stone.
Es ist typisch amerikanisch egozentrisch, sein eigenes Leid so zu überhöhen. Ein Film über Vietnam sollte lieber die Geschichte von Naplam, Agent Orange, Rolling Thunder und deren Folgen erzählen, anstatt ständig die ermüdende Heldenpathosschleife zu bedienen. Filme wie "FullMetalJacket" oder "Apokalypse Now" funktionieren da viel reflektierter und mit sarkastischer Kritik, die dabei rauskommt, wenn man sich fragt: Wozu? Stones Film muß schon diesen Vergleich standhalten, wenn er ein Film über Vietnam sein will. Darum kann es auch nicht mehr Sternchen geben, weil die anderen einfach besser sind.
Fragt sich denn keiner mal, warum es eigentlich überhaupt keinen Film aus vietnamesischer Sicht gibt?
Vielleicht in sechszig Jahren geht einer hin, wie Clint Eastwood und schafft es wie in "Lettres from Iwo Jima" eine gewisse, wenn auch bescheidene Erzählgerechtigkeit zu etablieren!
ERSCHÜTTERND, 30. August 2007
Nachdem ich kürzlich FLAGS OF OUR FATHERS und LETTERS FROM IWO JIMA angesehen hatte, holte ich mir die schon etwas betagtere DVD PLATOON heraus und sah mir diesen doch so ganz anderen Film über das Thema Krieg noch einmal an.
Und auch das ist ein us-amerikanischer Ausnahmefilm, der den Vietnamkrieg thematisiert und in dem die amerikanischen Soldaten NICHT von vornherein die Guten, die Helden, die Unfehlbaren sind.
Der Film wird getragen von zwei unterschiedlichen und miteinander rivalisierenden Sergeants, nämlich Barnes (Tom Berenger) und Elias (Willem Dafoe), denen sich der Kriegsfreiwillige Chris (Charlie Sheen) ausgesetzt sieht, der bald erkennt, dass es im Krieg eigentlich keine Helden gibt, sondern nur Überleben.
Ein Bauerndorf wird genommen und Barnes lässt die Menschen erschießen, was zum Eklat führt und schließlich zu einem fulminanten Shoot-Off der Rivalen.
PLATOON zeigt die Schrecken des Krieges, der als solcher so oft als die Fortsetzung politischer Mittel von den Politikern verbrämt wird, die weit weg vom Geschehen sind. Ein Film, der nicht Halt macht vor der Entmenschlichung von eigentlich ganz normalen Bürgern in Zeiten militärischer Auseinandersetzungen, wie es heißt und wo dann doch letztlich nur gemordet wird. HMcM
Einfach großartig!, 17. Mai 2007
Für mich der absolut beste Anti-Kriegsfilm überhaupt. Er ändert deine Sicht auf alle Dinge. Faszinierend!
Außerdem mit richtiger Starbesetztung,wessen man sich damals noch gar nicht bewusst war.(Charlie Sheen, Tom Berenger, Willem Dafoe, John C. McGinley, Forest Withaker, Johnny Depp)Mit ganz großem Charlie Sheen!
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