Beschreibung
Jim Hensons Fantasy-Epos Der dunkle Kristall spielt nicht etwa vor langer Zeit, weit, weit von hier, und doch entführt es den Zuschauer wie auch Krieg der Sterne an einen Ort, der allein in der Vorstellungskraft existiert und, für anderthalb Stunden, auf der Leinwand. Indem er die Welten J.R.R. Tolkiens beschwört, erzählt Henson die Geschichte einer Rasse grotesker vogelähnlicher Echsenwesen, die "Skekse" genannt werden. Diese gnomenhaften Drachen herrschen mit eiserner Hand über ihren fantastischen Planeten. Eine Prophezeiung besagt, dass ein Gelfling (ein kleines, elfenartiges Wesen) einst ihr Reich stürzen wird, und so löschten sie während ihrer Schreckensherrschaft diese gesamte Rasse aus. Oder sie glaubten es. Denn der Waisenjunge Jen, erzogen von friedlichen Magiern, "Urru" genannt, bricht zu einer Reise auf, um den verloren gegangenen Splitter des Dunklen Kristalls (welcher den Skeksen Macht verleiht) zu finden und das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen. Henson und Co-Regisseur Frank Oz führten das Puppenspiel in eine neue Richtung: traditionelle Handpuppen, Marionetten, riesige Ganzkörperkostüme und mechanische Konstruktionen werden verwendet und erschaffen eine Fantasiewelt mit hoch aufragenden Schlössern, beschaulichen Hütten, nebligen Höhlen, einem gewaltigen, uhrwerkbetriebenen Planetarium und herrlichen Landschaften, die allesamt den Seiten eines Märchenbuchs entsprungen zu sein scheinen. Fans der Muppet-Show werden Bewegungsabläufe und Spielarten wieder erkennen, doch auf jeden Fall bietet Der dunkle Kristall eine völlig fremdartige Welt, die durch jene mythischen Abenteuer vertraut scheint, wie sie in Geschichten aller Zeitalter erzählt wurden. --Sean Axmaker
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Kundenmeinungen
Das Ende einer Schreckensherrschaft., 1. Februar 2008
Einst einte ein leuchtender Kristall das Volk eines entfernten Planeten. Als ein Splitter vom Kristall abbrach und verloren ging, teilten sich die Herrscher in gute und böse Wesen. Die bösen Skeksis übernahmen die Herrschaft und es wurde eine Schreckensherrschaft. Einer Prophezeiung zufolge, soll ihre Regierungszeit enden, wenn ein junger Gelfling den verlorenen Splitter wieder in das Kristall einfügt. Das war der Grund, warum die Gelflings über lange Zeit verfolgt und fast ausgerottet wurden.
Als die Zeit gekommen ist, wird Jen, ein Gelflings, von der großen Aufgabe in Kenntnis gesetzt. Mit erheblichen Zweifeln macht er sich auf den Weg, den verlorenen Splitter zu suchen. Weitere Helfer gesellen sich zu ihm und der Trupp hat Erfolg. Bald wird man dem Splitter habhaft und zieht zum Schloss der Skeksis. Die sind gut informiert und senden ihre Häscher aus, um Jen aufzuhalten. Es kommt zu zahlreichen Auseinandersetzungen und einer finalen Schlacht im Schloss.
Die Geschichte wird spannend erzählt. Pittoreske Figuren und Szenenbilder erschaffen eine Welt a la Tolkien. Überraschende Wendungen, pfiffige Lösungen und originelle Charakteren sorgen für angenehme Unterhaltung.
Fantasy vom Feinsten, 12. Juni 2007
Ach ja, DER DUNKLE KRISTALL... ich erinnere mich noch gut daran, wie fasziniert ich war, als ich den Film das erste Mal im Kino sah (und dass ich mich total in das süße Gelfling-Mädchen Kira verknallt habe). Der enorme Erfolg von STAR WARS hatte damals eine goldene Ära der Fantasy eingeleutet, überall kreuchten und fleuchten die merkwürdigsten Gestalten über die Leinwand und entführten das Publikum in fremde Welten. DER DUNKLE KRISTALL nahm dabei von Anfang an eine Sonderstellung ein, und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Der Film hat in all den Jahren nichts von seiner Originalität eingebüßt, gerade wegen der nie erreichten Perfektion der Tricks und Spezialeffekte. Die Hauptdarsteller sind Puppen, und das sieht man auch. Heutzutage wäre die Animation der Charaktere per Computer kein Problem, ob das Ergebnis allerdings den selben Charme wie die liebevoll in Handarbeit gefertigten Figuren aus den MUPPETS-Werkstätten verströmen würde, wage ich zu bezweifeln.
Dass DER DUNKLE KRISTALL dem Genius der MUPPETS-Erfinder Jim Henson und Frank Oz entsprang, kann er nicht verleugnen. In manchen Szenen erwartet man beinahe, Kermit den Frosch im Hintergrund über die Leinwand huschen zu sehen. Zum Glück nimmt sich DER DUNKLE KRISTALL ernst genug, um nicht zur albernen Klamotte zu verkommen. Vielmehr unterstreichen die unverkennbar künstlichen Lebensformen die Fremdartigkeit jener seltsamen Orte, an denen die Geschichte spielt.
Kritiker bemängelten die schlichte Story des Films. Zugegeben, die Handlung ist vorhersehbar und frei von überraschenden Wendungen, doch das ist gut so, denn umso mehr Zeit bleibt dem Zuschauer, um sich an den prächtigen Bildern sattzusehen.
Im Grunde ist DER DUNKLE KRISTALL eine Variation der Geschichte vom HERRN DER RINGE, nur dass dieses Mal kein Ring, sondern ein Kristallsplitter zurück an den Ort seines Ursprungs gebracht werden muß, um die Welt zu retten. Statt edler Elben sind es mystische Urus, die in Ermangelung pelzfüßiger Hobbits einen schmächtigen Gelfling namens Jen mit dieser riskanten Mission beauftragen. Und so begibt sich der Auserwählte auf die lange Wanderung zur Burg der bösen Skekse, die mit Hilfe des Dunklen Kristalls seit ewigen Zeiten an der Macht sind. Den Rest kann man sich denken: Jen bekommt es mit vielen Feinden zu tun, findet neue Freunde und Verbündete und muss jede Menge Gefahren meistern, bevor er das Ziel seiner Reise erreicht.
Die Special Edition zeigt den Film noch einmal in seiner ganzen Pracht, und das sehenswerte Zusatzmaterial gibt einen umfassenden Einblick in die Dreharbeiten und die Herstellung der Figuren und Kulissen. Schon aus diesem Grund ist diese DVD für Freunde des Genres unverzichtbar.
Wahrlich eine andere Welt, 23. Mai 2007
Die bösen Skekse (eine Mischung aus Echsenwesen und Geier) stehen kurz davor, endgültig die Herrschaft über ihren Planeten zu erlangen. Um dies zu verhindern, sendet der Weise der Urus den jungen Gelfling Jen aus, um den zerbrochenen dunklen Kristalls wieder zusammenzufügen. Nur mit seiner Hilfe lässt sich das Licht einfangen um das Dunkel zu vertreiben. Aber Jen muss sich beeilen, denn wenn die drei Sonnen wieder in Konjunktur stehen, ist das Schicksal des Planeten besiedelt. Und der Tag der Sternenkonstellation, die nur alle 1000 Jahre erfolgt, rückt unaufhaltsam näher...
Mit "Der dunkle Kristall" ist Jim Henson ("Muppets") und Frank Oz (Schöpfer von Yoda aus "Star Wars") ein wunderschönes Märchen gelungen. Zwar besticht der Film nicht durch eine ausgefeilte Story oder tiefgründige Charaktere, dafür lässt er aber vor unseren Augen eine einzigartige, fremde Welt entstehen, welcher in zum Teil unglaublich schönen Bildern Leben eingehaucht wird. Das es sich dabei um einen Puppenfilm handelt spielt überhaupt keine Rolle. Im Gegenteil, mit realen Schauspielern oder selbst mit neuester CGI-Technik hätte man dem Film unmöglich soviel Charme einhauchen können, wie er in dieser Form besitzt. Trotz allem sollte man nicht den Fehler machen, den "Dunklen Kristall" als naives Kinderfilmchen abzutun. Auch wenn er zum Teil sehr naiv daherkommt, so hat er auch erstaunlich düstere Szenen zu bieten.
DVD: Vom "Making Of" bis zu entfallenen Szenen und Storyboardzeichnungen gibt es eine zwar recht überschaubare aber zum größten Teil interessante Auswahl an Extras.
Fazit: Trotz oder gerade wegen der Simplizität der Geschichte und der im wahrsten Sinne des Wortes wunderschönen Umsetztung gehört "Der dunkle Kristall" zu den besten und überzeugendsten Fantasyfilmen, die die 80er hervorgebracht haben.
Der dunkle Kristall - Regie von Jim Henson und Frank Oz, 1. Mai 2007
Der Film (FSK: erst ab 12 freigegeben!) beginnt mit einer längeren Einführung durch einen Erzähler. Die hässlich-raubvogelartigen Skekse beherrschen grausam das Land. Aber nur noch zehn der grausamen Skekse leben, von einem sterbenden Imperator regiert. Auch von den Urus, friedlichen Weisen, leben nur noch zehn. Der weiseste von ihnen liegt ebenfalls im Sterben. Der junge Jen, ein Gelfling und Gehilfe des weisen Urus, wird nun auf die Suche nach einem Kristall geschickt, um mit der Kraft des Kristalls, der sein Licht verloren hat und wieder mit Licht aufgeladen werden muss, dem Land Frieden zu geben. Währenddessen streiten sich die Skekse um die Thronfolge des Imperators.
Ein streckenweise doch recht düsterer Fantasy-Film mit Puppen vom Produzenten der Muppet-Show? Geht so was? Ein irgendwie "albernes" "Muppet"-Gefühl kam bei mir zumindest nicht auf. Aufwendig gemacht ist der Film allemal, und man erhält über ein (auch schon bei der normalen DVD vorhandenes) 57-minütiges, deutsch untertiteltes Making-of tiefe Einblicke. Der Rest des Bonusmaterials der normalen DVD kann leider in Umfang und Qualität nicht mehr mithalten: Die gelöschten (deutsch untertitelten) Szenen (24 Min.) sind von miserabler Bildqualität, und sonst gibt es nur noch den deutsch untertitelten Trailer, ein Booklet, eine Fotogalerie und einige dürftige Texttafeln zu Frank Oz und Jim Henson. Aber auch die hier erhältliche Special Edition enthält nur unwesentlich mehr Bonusmaterial (Storyboards etwa). Der Film selbst ist jedoch ein echtes Juwel (wenn man sich nicht gerade grundsätzlich an der Machart mit Puppen stört).
Bezaubernd, 13. März 2007
Mal wieder hat es Jim Hanson (der Vater der Muppet Show) geschafft, einen wunterschönen Puppentrickfilm zu erschaffen. Die Welt wird so plastisch dargestellt, dass es eine Freude ist, sich vorzustellen, was "hinter den Kulissen geschieht". Mit viel Liebe zum Detail werden auch Kamerafahrten durch die verwunschene Natur mit ihrer kurios anmutenden Tier- und Pflanzenwelt gezeigt. Hervorzuheben sind vor allem auch die wundervoll melancholisch Stimmung des Films und die wirklich hervorragende Filmmusik (die leider nur noch als Sammlerstück zu bekommen ist).
Dies ist wirklich mal ein Film für die ganze Familie. (Aber Vorsicht, der Film enthält einige spannende Stellen, von denen kleinere Kinder vielleicht Alpträume kriegen könnten. Also wirklich besser als Familien-Video-Abend einplanen. ;)
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