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EMI Classi (EMI): Tosca

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Tosca

EMI Classi (EMI)

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einmalig und unwiederholbar!, 17. Juni 2007

Über diese legendäre Aufnahme eine Rezension zu schreiben, fällt nicht gerade leicht. Eigentlich sind alle Aspekte hinreichend beleuchtet und in unzähligen Besprechungen erörtert worden, aber trotzdem kann kein Liebhaber großer Stimmen und großer Opern diese Jahrhundert-Produktion unerwähnt lassen.
So werde ich mich auf einige wesentlichen Punkte beschränken, und da möchte ich gleich Christoph Ecke heranziehen, der 1959 in seinem Büchlein "Ewiger Vorrat klassischer Musik" folgendes geschrieben hat: "Es gibt keine Tosca-Aufnahme, die .... derjenigen Sabatas gleichkommt. Maria Callas und Tito Gobbi, beide noch im Vollbesitz ihrer manchmal geradezu qualvoll schönen Stimmen, liefern sich im entscheidenden zweiten Akt ein gesangliches und schauspielerisches Duell, das einem den Atem verschlägt. Ich kenne keine Aufnahme, in der die bronzene Stimme Gobbis hinreißender wirkt als in diesem Drama der Leidenschaft und Brutalität. (Es gibt) niemand, der es mit Gobbis beängstigender, teuflischer Dämonie aufnehmen könnte."
Diese Worte haben noch heute, fast ein halbes Jahrhundert später, uneingeschränkte Gültigkeit, obwohl es seitdem Dutzende von Neuaufnahmen des Werkes gegeben hat. Treffender kann man die Darsteller der Titelrolle und des Scarpia nicht beschreiben, und so bleibt nur noch hinzuzufügen, daß die dritte Hauptperson, Giuseppe di Stefano als Cavaradossi, hier noch ohne Abstriche seine großartigen Stimmittel einsetzen kann, die er aufgrund ständiger Überforderung schon kurze Zeit später so schmerzlich einbüßen sollte. Darstellerisch reicht er allerdings nicht ganz an seine berühmten Mitstreiter heran, da bleibt doch vieles ein wenig an der Oberfläche.
Die Comprimarii sind allesamt gute Besetzungen, so daß sängerisch keine Wünsche offen bleiben. Chor und Orchester der Mailänder Scala sind ideale Formationen für die Wiedergabe des Werkes.
Ein weiterer Glücksfall ist der Dirigent der Aufnahme, Victor de Sabata, der den meisten seiner Kollegen in Bezug auf Flexibilität und Dynamik sowie in der stets treffsicheren Wahl der Tempi überlegen ist. Seine kongeniale Führung ist es, die dieser Aufnahme noch ein besonderes Glanzlicht aufsetzt und sie erst recht zu einem Pflichtalbum für alle Opernliebhaber macht.
Die Aufnahmetechnik von 1953 ist nach heutigen Maßstäben natürlich überholt, sogar veraltet, und trotzdem ist sie mancher brandneuen Digitalproduktion an Präsenz und Leuchtkraft überlegen. Das ist nicht zuletzt dem Produzenten Walter Legge zu danken, der weder Kosten noch Mühen gescheut hat, um das Optimum des damals Möglichen mit seinem erfahrenen Aufnahmeteam zu erreichen. Als Aufnahmeort diente die akustisch hervorragende Mailänder Scala.
Das Textheft ist nicht gerade überragend, aber bei dem niedrigen Preis des Albums nicht weiter zu beanstanden.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Von damals., 7. April 2007

Ich will eigentlich an dieser Aufnahme überhaupt nicht herumkritisieren, zumal es sich hier um eine erstaunlich gute Mono-Aufnahme handelt, die auch heutigen Ansprüchen noch gerecht wird. Zudem sind die Sopraneruptionen der Callas (besonders ganz am Ende) die paar Euro für das Album allemal wert. Tito Gobbi ist in der Rolle des Scarpia perfekt in seinem Element, auch wenn der Mono-Klang die entscheidenden Szenen nicht so ganz mitreißend herausbringt, so hatte ich mir beispielsweise von der Folterszene im zweiten Akt mehr erwartet. Gerade in solchen Momenten wünscht man sich dann doch eine Stereoaufnahme. Daneben haben ich auch meine Probleme mit di Stefano als Cavaradossi. Er singt stets rein und absolut unverkünstelt mit sehr klarer Aussprache. Diese Form das Tenorgesanges hat sicher ihre Berechtigung, dennoch denke ich bisweilen sehnlichst an einen Franco Corelli oder auch an Mario del Monaco, die diese Partie doch emotionaler und mit mehr Schmettergewalt in der Stimme vortragen konnten, was ich gerade in dieser Oper für sehr wünschenswert halte. Das Duett zwischen Cavaradossi und Tosca gegen Ende (O dolci mani..) hat mich doch ein wenig enttäuscht. Ich gebe zu, ich bin ein Liebhaber gewaltiger Stimmen und habe daher nicht genug Sinn für andere Tenorstimmen.
Dennoch ist es sehr empfehlenswert diese CDs zu kaufen, zumal sie hier in neuer digitaler Bearbeitung zu einem sehr günstigen Preis verkauft wird.
Letztlich glaube ich , dass der Eindruck von dieser Aufnahme als Film noch besser wäre; die Callas hier auch noch optisch wahrnehmen zu können, wäre natürlich großartig; beneidenswert sind alle, die zur damaligen Zeit live zusehen konnten. Heute muss man sich nun mit Tondokumenten begnügen, die leider die Faszination, die von den damaligen Protagonisten ausging, nicht ausreichend übermitteln können. So kann man sich nur an diesem sehr interessanten Album erfreuen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ausgezeichnete Klangqualität, 3. April 2006

Inhaltlich ist den vorangegangenen Rezensionen nichts hinzuzufügen - herzlichen Dank für die informativen Mitteilungen ! Da mich bisher bei Callas-Aufnahmen die fragliche Aufnahmequalität vor "Blindkäufen" zurückschrecken hat lassen, möchte ich einfach unterstreichen, dass die Klangqualität ausgesprochen angenehm und gut ist - wohlklingender als so manche Digitalaufnahme ! Dass es sich um eine (ausgezeichnete !) Mono-Aufnahme handelt, ist bei einer Oper nicht unbedingt ein Nachteil - ich erlebe es hier sogar als Vorteil. Stimmen und Orchester klingen dadurch voller und verbinden sich zur Einheit. (Man wird nicht durch Stereo-Effekte vom Gesamtkunstwerk der Musik abgelenkt.)


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine Musteraufnahme!!!, 30. November 2005

Diese Aufnahme gehört zu den besten Operaufnahmen der ganzen Geschichte. Maria Callas ist genial, die Stefano hat 1953 sein Höhepunkt erreicht, Gobbi ist ein furchterregender Scarpia.
Es kommt dazu ein günstiger Preis, also - ein Muß für alle Klassik-Liebhaber1111


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Callas als Tosca - Die Paraderolle, 6. November 2005

Die Entstehung von Puccinis veristischem Meisterwerk ist ein Musterbeispiel für eine Theaterintrige. Bereits 1889 geriet er in den Bann von Victorien Sardous Drama "La Tosca" und bat seinen Verleger Giulio Ricordi, ihm die Rechte für eine Vertonung zu sichern. Sardou wehrte sich energisch dagegen, dass aus seinem naturalistischen Stück eine Oper werden sollte und behinderte die Verahndlungen nach Kräfte, bis Puccini vorerst das Interesse verlor und sich anderen Themen zuwandte, so schuf er "Manon Lescaut" und die wundervolle "Bohème". Zehn Jahre später begann der "Tosca" - Stoff, Puccini wieder zu faszinieren. Inzwischen existierte ein Libretto, verfasst von dem bewährten Autor Luigi Illica, nur war dieses nicht mehr für Puccini bestimmt, sondern für einen damals recht populären Komponisten namens Alberto Franchetti. Als der noch erfolgreichere Puccini wieder Interesse anmeldete, gingen Ricordi und Illica zu Franchetti und redeten auf ihn ein, eine Vertonung der "Tosca" könne wegen der vielen "anstössigen" Szenen und dem realen politischen Hintergrund nie ein Erfolg werden. Franchetti gab bereitwillig seine Rechte zurück, gleich am nächsten Tag erhielt Puccini einen Kompositionsvertrag für "Tosca" und Illicas Textbuch. Das war alles andere als fein, aber immerhin ist ein Meisterwerk entstanden, das sich seit über hundert Jahren auf allen Opernbühnen der Welt behauptet und unzählige Zuschauer hingerissen hat.
Am 14. Januar 1900 wurde "Tosca" in Rom uraufgeführt und hatte einen sensationellen Erfolg, im Laufschritt eroberte das Werk den europäischen Kontinent und die ganze Welt. Die spannende Handlung und Puccinis mitreissende, bewegende Musik sind Garanten für die wohl unversiegbare Popularität der "Tosca". Noch dazu hat diese Oper drei Spitzenpartien zu bieten, die nicht nur mit gesanglichen Mitteln, sondern auch als Schauspieler zu glänzen haben und wie fast in keinem anderen Werk im Dienste der Dramatik stehen.
Hochwillkommen waren diese Forderungen für das glänzende "Dreigestirn" der Mailänder Scala anfang der 50er Jahre und nicht umsonst gilt diese Gesamteinspielung vielen Opernfreunden (wie mir) als Referenzaufnahme und unverzichtbarer Bestandteil jeder Opernsammlung.
Maria Callas' Stern am Opernhimmel ging mit ihrem ersten Auftritt als "Tosca" 1942 an der Athener Nationaloper auf. Die 21 - jährige Sängerin sprang für eine erkrankte Primadonna ein und erntete ihren ersten großen Erfolg auf der Bühne, dem so viele weitere folgen sollten. Auch für ihre internationale Karriere war die "Tosca" eine entscheidende Starthilfe. Sie sang die Partie in Rio de Janeiro, Mexico City und an der "Met". Auch ihren letzten Auftritt auf einer Opernbühne am 5. Juli 1965 bestritt sie in dieser Rolle, mit der Maria Callas wie wohl keine andere Sängerin identifiziert wurde. Dabei zählte die Tosca nicht eben zu ihren Lieblingspartien. Erstaunlich. Wenn man diese Aufnahme hört, kann man sich eine vollständigere Symbiose von Figur und Darstellerin kaum vorstellen. Jeder Ton, den die Callas als Tosca von sich gibt, ist nicht nur hervorragend gesungen, sondern im Innersten gefühlt und trifft mitten ins Herz. Die extreme Persönlichkeit der Tosca, ihre pathetische Eifersucht, die übergroße Liebe und den mörderischen Haß, die Euphorie, die tiefster Verzweiflung weicht, all das hat die Callas verinnerlicht und über knapp zwei Stunden hört man einer Darstellerin zu, die buchstäblich um ihr Leben singt und spielt. Dazu stammt diese Aufnahme aus dem Jahr 1953, also aus einer Zeit, als zu Maria Callas' fast stündlich größer werdendem Gestaltungsgenie eine von jeder Abnutzung freie Stimme kam, die die gewaltigen Forderungen dieser Partie mit nie gehörter Souveränität meistert. Noch immer ist die Callas als Tosca unerreicht, das wird nach dem Hören dieser Einspielung jeder zugeben, selbst wenn man sie nicht mag (soll ja vorkommen).
Auch ihr langjähriger Traumpartner Giuseppe di Stefano überzeugt hier auf ganzer Linie. 1953 hatte seine sehr kraftraubende Stimmführung noch keinerlei Schaden angerichtet. Zwar konnte er darstellerisch der Callas nie das Wasser reichen, doch beeindruckt sein Cavaradossi mit mit einer kristallklaren und (noch) absolut höhensicheren Tenorstimme, vor allem seine Solos "Recondita armonia" und "E lucevan le stelle", sowie die Liebesduette mit Tosca singt er grandios.
Der dritte Jahrhundertsänger im Bunde, der famose Tito Gobbi, glänzt hier als gerissener Bösewicht. Die Rolle des Scarpia hat schon viele Sänger zum Chargieren verführt, um die Bösartigkeit des brutalen Geheimdienstchefs deutlich zu machen. Gobbi hingegen bleibt immer ein hinterhältiger, zynischer und furchterregender Scarpia, ohne in Gebrüll oder Sprechgesang zu verfallen. Dass es einem während des gesamten zweiten Akten ständig kalt den Rücken hinunterläuft, ist sein Verdienst und auch für ihn kann gelten: Gobbis Darstellung des Scarpia ist bislang unerreicht. Dass er bei Spitzentönen immer ein wenig "drücken" muß, stört in keinster Weise.
Unter den Nebenrollen gefallen vor allem der verzweifelte Angelotti von Franco Calabrese und der glockenreine Pastore von Alvaro Cordova. Einzig Melchiorre Luise als Sagrestano meint, den Clown markieren zu müssen, sein Auftritt ist jedoch ziemlich kurz und beeinträchtigt das Gesamtbild nur ein klein wenig.
Am Pult steht hier nicht Maria Callas' großer Förderer Tullio Serafin (man hatte sich kurzzeitig entzweit), sondern Victor de Sabata, der sich dankenswerterweise nie in den Vordergrund zu drängen versucht und das Scala - Orchester jederzeit unter Kontrolle hat (muß man auch erstmal können).
Die Tonqualität ist, wenn man das Alter der Aufnahme berücksichtigt, überdurchschnittlich gut. Stereofans und Freunde des modernen Raumklangs werden mit dieser Mono - Einspielung allerdings wenig Freude haben. Trotzdem ist dies für mich die beste "Tosca" auf CD, die erhältlich ist und für den Opernfreund ein unverzichtbares Sahneteil in der Sammlung.




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