Beschreibung
The Preacher's Son ist das vierte Album des Wyclef Jean. Und wie klingt es? Wie eins von Wyclef Jean selbstverständlich, mit seinem unverkennbar weichen Sound- und Stilmix aus HipHop, R&B, Reggae und internationalen Beigaben. Seit seinem ersten Soloalbum The Carneval hat das Fugees-Gründungsmitglied die Erfolge seiner ehemaligen Bandmates (inkl. der zunächst extrem viel versprechenden Lauryn Hill) längst überrundet. Als Sänger, Multiinstrumentalist und vor allem Songschreiber hat sich Wyclef als der Beständigste erwiesen, als Produzent und Remixer für Destiny's Child, Simply Red, Whitney Houston, Cypress Hill, Michael Jackson, The Black Eyed Peas bis hin zu Sinéad O'Connor, Mick Jagger und nochmal so viele mehr ist er längst einer der Begehrtesten auf dem Planeten Pop. Nicht nur ein musikalisches Talent also, hat der Wyclef sich heuer ein paar Gäste eingeladen; so viele, wie es Stücke auf dem neuen Album gibt, genauer gesagt, wie es Carlos Santana mit seinem Megaseller Supernatural vormachte. War da schon Wyclef mit von der Partie, ist es Carlos, neben u. a. auch U2-Gitarrist The Edge, Timbaland, Scarface, Patti LaBelle, dem Bounty Killer und Missy Elliott nun auf The Preacher's Son. Auch textlich bleibt der auf Haiti geborene, in Brooklyn und New Jersey aufgewachsene Weltbürger, wer er war: ein Betrachtender, freundlich, kritisch, klug und deshalb immer auch ein bisschen traurig, ein Träumer mit Durchblick und in dieser Hinsicht einer wie Bob Marley oder John Lennon. Ob sein Erbe diesen beiden Giganten allerdings auch nur annähernd gleichkommen kann, erscheint zumindest im Augenblick mit einem gut und sorgfältig produzierten Album wie The Preacher's Son, das unter dem Strich kaum mehr als anspruchsvolle und emotional warme Unterhaltungsmusik ist, eher unwahrscheinlich. Die Zeit wird es zeigen. Mit etwas Glück ist Wyclef Jean eine etwas höhere Lebenserwartung beschieden als Lennon und Marley. --Rolf Jäger
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Kundenmeinungen
Soul-Revue nach alter Väter Sitte, 13. April 2004
Wer nuschelt da: "They don't make 'em like they used to anymore"? Auf einige Gegenstände des täglichen Gebrauchs trifft das zwar zu - Bierdosen, VW Golf, 7-inch-Singles - aber die Tradition, Soul und R&B-Musik in einer gross angelegten, revue-ähnlichen Form zu präsentieren, wird von Wyclef Jean in der Nachfolge der grossen Namen von Stax, Atlantic und Motown weiter gepflegt. Parties will er feiern, mit vielen tollen Gästen, und tatsächlich geben sich diese die Klinke in die Hand: Wyclef versammelt auf "The Preacher's Son" viele Grössen der New Yorker Hip-Hop-Szene und einige lebende Musik-Legenden. Selig sind die Eingeladenen zum Feste, wenn der Sohn eines Predigers im Duett mit Missy Elliott eine "Party To Damascus" schmeisst (genialer Dancefloor-Abräumer), mit Carlos Santana "Three Nights In Rio" durchmacht, mit Soul-Diva Patti LaBelle in "Celebrate" zu einer "Basement Party" einlädt ("a barbecue, how we used to do, on the avenue"), mit Kollegin Monica in der Rolle des Highschool-Sweethearts eine "Class Reunion" feiert, um schliesslich mit seinen haitianischen Landsleuten von T-Vice eine karibische "Party By The Sea" aufzuziehen. Die Musik ist entsprechend dieser Thematik multikulturell - der "Perfect Gentleman" ist auch musikalisch ein Weltbürger - und immer party-fähig: es gibt Salsa, charts-taugliches Tanzfutter, klassischen Soul mit Gospel-Roots (das Duett mit LaBelle), arabische und indische Einflüsse ("Damascus", logo, und "Rebel Music" mit Mobb Deep-Rapper Prodigy), dazwischen noch Poppiges und allerdings dann auch recht Seichtes, und mit "Baby" die unvermeidliche Slow-Blues-Ballade zum Engtanzen im Stil Otis Redding oder Solomon Burke. Der Glaube besiegt auch die Angst vor dem Kitsch, oder ist es der Humor? "Take Me As I Am", das Duett mit Soul-Sternchen Sharissa, zielt offenbar auf die legendären Glanznummern von Marvin Gaye und Tammy Terrell ab und fällt gleich zu Beginn voll mit der Tür ins Haus: "I wanna send this one out to my vanilla ice-cream chocolate pudding pie", stolpert der Mann ins Zimmer seiner Angebeteten, die Rosen im Hinfallen über den Teppich verteilend, und die überrumpelte Schöne bezeichnet ihn postwendend als "my banana that never split". Wie die Verliebten eben manches gerne überstürzen. Ob das eine Parodie oder eine Hommage sein soll, ist egal: Eine gelungene Stilübung ist es in jedem Fall. Wer sich an den sentimentalen Exzessen dieser Art nicht stört, der findet neben Songs fürs Herz und fürs Tanzbein auch solche für den Kopf. Recht so, schliesslich ist auch der Intellekt ein Teil des Seelenlebens. Familiengeschichten sind ein wiederkehrendes Thema in den Texten, wiederum einen Bezug zum Albumtitel herstellend. "Next Generation" (mit Rap-Veteran Scarface und der Busta Rhymes-Entdeckung Rah Digga) portraitiert Waisenkinder, die in der Gang ihre Ersatzfamilie sehen; "Baby Daddy" (mit Def Jam-Rapper Redman) befasst sich mit den Gefühlen des Stiefvaters gegenüber den Kindern seiner Neuen aus einer früheren Ehe. "Celebration" mit der Aufforderung zur "family reunion" beim Barbecue besetzt das Thema zum einzigen Mal positiv. Das ungewohnt düstere "Industry" wird schliesslich der sozusagen erweiterten Familie gewidmet: Über den Backing Track von "What Becomes Of The Broken-Hearted" rezitiert der Prediger eine Litanei der Namen verstorbener Hip Hop-Stars. Und es muss mal gesagt werden, alle diese "ernsten" Songs behandeln ihre Themen adequat und gehen unter die Haut bis ins Herz. Aber auch die erwähnten Party-Songs sind durchweg Highlights. Und noch zwei, die in kein Schema passen, wohl aber in den Zusammenhang der grossen Soul-Revue "The Preacher's Son": Das wunderschöne "Linda", mit einem genial einfachen Gitarren-Thema von Carl Restivo. Und "Who Gave The Order", das klingt wie ein klassischer "Rock-Steady" aus der Steinzeit des Reggae, aber hochaktuell in Zusammenarbeit mit Buju Banton entstanden ist. Wäre weniger mehr gewesen? Vielleicht - ein paar seichte Songs haben wenig Wasser unterm Kiel. Aber betrachten wir die Show als Ganzes, und wir stellen fest, dass jedes Teil davon zu den anderen passt und zur Vollendung des Ganzen beiträgt. They still make them like they used to, those R&B albums. And they sparkle like they used to do.
Super Hip-Hop und Reggae Mischung, 11. März 2004
Das Album von Wyclef Jean ist eine wunderbare Mischung aus Hip-Hop mit tollen Beats und Gitarrensound im Hintergrunden und der typische Reggae-Musik. Wem die tolle Stimme von Wyclef allein nicht reicht, der findet noch einige Features wie z.B. mit Missy Elliot. 17 Tracks volles Vergnügen und sehr empfehlenswert für alle, die Hip-Hop, R&B, Reggae oder Wyclef lieben.
GENIAL!!!!!, 31. Dezember 2003
Ich bin großer Wyclef-Fan, habe auch alle CD's doch seine Preacher's Son ist mit Abstand die Beste von ihm. Man kann wirklich alle Songs genießen. Dickes, fettes Lob an ihn.Diese CD ist Pflicht in jedem CD- Regal!
Geht's noch besser??, 31. Dezember 2003
also ich muss sagen, dass wyclef mit diesem album vollständig an die erfolge seiner letzten platte anknüpfen kann! auch auf dieser platte ist der typische wyclef style unverkennbar! er bringt unendlich viele musikstyle unter einen hut, und bleibt trotzdem seiner linie treu! einen solchen ausnahmekünstler, der unglaublich realitätsnahe und geschickt kritische texte schreibt, gibt es wohl nur einmal! jeder künstler reißt sich darum, einmal eine platte mit ihm aufnehmen zu können! da ist das staraufgebot, auf The Preacher'S Son keine überraschung! Songs wie Industry und Grateful zeichnen meiner Meinung nach dieses grandiose Album aus, und lassen auf weitere Meisterwerke hoffen! Wer dieses Album nicht kauft, ist selber schuld und sollte es sich nochmal genau überlegen!
Es geht doch, 22. Dezember 2003
Wyclefs grosse Staerke ist Abwechslung. Soll heissen, er kann Stile vermischen: Hip Hop, Funk, RnB und etwas Karibik. Er kann sogar rappen. Das ist jedoch nicht(und war nauch noch nie) seine grosse Staerke. Die liegt naemlich in den Songs verborgen, welche hauptsaechlich mit einer Gitarre und seiner grossartigen Stimme auskommen. So sind denn auf diesem Album "Gratefull", " Linda" und auch das von einem abwechlungsreichen Beat getragene "Party to Damascus" die wirklich genialen Stuecke. Auch die Kollabos mit den Reggae Artists ( Buju Banton, Wayne Wonder+ Elephant Man) und der Song mit Santana sind gelungen und machen beim zuhoeren Spass. Der einzige echte Hip Hop Track ist "Industries", dessen Beat schnoerkellos und gut ist, ansonsten ueberlaesst Wyclef den Gaesten das rappen. Eine Diskussion ueber seine Rappkuenste ist daher eher ueberfluessig. Der einzige Minuspunkt sind die manchmal zu gradlinigen und einfallslose Durchschnitts-RnB Songs, mit denen uns Clef durchaus haette verschonen koennen, da er es eben besser und abwechlungsreicher kann. Ich finde,davon mal abgesehen, das Album wesentlich besser als den Vorgaenger und wenn auch nicht durchgehend genial, so doch durchaus kaufenswert.
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