Kundenmeinungen
Die Kritiker lieben ihn, 27. Juli 2005
Diese CD habe ich blind bestellt, nachdem ich eine euphorische Kritik in der F.A.Z. zu Rufus Wainwright gelesen habe; außerdem hatte ich gehört, daß Wainwright ein Protegé von Elton John sei, was, wie ich glaubte, Qualität garantiert.
Leider bin ich alles andere als angetan von dieser Art Musik, es stimmt, daß sie sich nicht beim ersten Hören erschließt, aber daß man so oft hinhören muß, bevor man was reizvolles entdeckt... Ich kann nur raten, hört rein in die CD, bevor Ihr sie kauft, es mag ja Liebhaber für diese Art Kunst geben, aber ich gehöre nicht dazu.
Positive Ueberaschung, 17. April 2005
Ich kannte Rufus Wainwright nur vom Hoeren-Sagen und hab mir diese CD nur auf Grund der guten Rezensionen gekauft.Wie hier schon gesagt wurde nuss man sich die CD mehrmals anhoeren. Dann erschliesst sich einem ein schoener Melodiereigen der etwas anderen Art. Dazu etwas schraege aber interessante Texte. Eine CD die man sich gerne wieder und wieder anhoert. Ein Pluspunkt hier ist die gute Klangqualitaet. Ein Minuspunkt: der eine oder andere Song is etwas ueberladen produziert.Eine empfehlenswerte CD.
Treffer! Ungewöhnlich gut., 24. Dezember 2004
R. hat es wieder geschafft, nach Poses ist Want One sicher anders, opulenter, aber nicht schlechter. Er kann immer noch alles zum Schmelzen bringen mit seiner Stimme und man merkt, dass er sich weiterentwickelt hat, menschlich und musikalisch. Es handelt sich wieder nicht um Mainstream, aber wer will das schon? Neben J.Mayer, J. Mraz wieder ein "Musiker" au sens du mot, der selbst schreibt und komponiert. Genial.
Was zum Teufel.....?!!, 25. Juni 2004
Wow!Tief Luft holen...Nach dem Durchlaufen der ersten 3 Nummern braucht man erstmal eine Pause. Was zum Teufel passiert hier? Was ist das?Wer bin ich überhaupt? Was geschieht mit mir?Dann schau ich nochmals aufs Cover - "Oh, what a world!".Treffender kann man diese Musikwelt nicht beschreiben, die Rufus Wainwright hier im wahrsten Sinne "erschaffen" hat.Alles scheint irgendwie überkonstruiert, bombastisch aufgeblasen, mit Chorgesängen vollgestopft und die Klassik butterweich daruntergerührt.Dazu croont Wainwright manilow-like (nicht zurückschrecken! Barry Manilow! Auf "I don`t know what it is" höre ich dies mehrmals durch, ebenso findet man darin die Stimmlage des älteren Billy Joel).Aber es funktioniert - und wie! Das packt einen und fährt dorthin, wo viele den Sitz ihrer Gefühle vermuten.Alles ist in Bewegung, man denkt an mitterliche Hochadel-Tanzfeste, aufdenen sich der Reichen Klassik mit der vitalen Folklore der Bettler vereint, auch das wäre niemals möglich gewesen.Dann scheint er uns, und wahrscheinlich auch sich (ich tippe auf eine manische Persönlichkeit), eine Pause zu gönnen:"Movies of Myself und Pretty things" sind eher in den Kategorien "Na-Ja" bis "Es geht" angesiedelt.Dann aber kommt er wieder mächtig zur Sache - das anfangs schleppende "Go or go ahead" entwickelt zeitlupenhaft einen geheimnisvollen Sog der sich in einem extatischen Finale entlädt und wie selbstverständlich an die mehrstimmigen Vocals der besten Queen-Songs erinnert (natürlich ohne die Rockgitarren!)."Vibrate" ist flüssiges Gold, Balsam in Noten für träumerische Seelen und danach der wippende Happy-Sound von "14th Street", an dem auch ABBA-Fans ihre Freude hätten, wieder Beweis dafür, wie gründliche Wainwright seine Plattenschrank durchwühlt hat.Das Juwel dieser CD im baladesken Bereich ist, wie schon ein Kritiker zuvor bemerkt hat, das erhabene "Natascha", symphonischer Pop der Sonderklasse, warmherzig und berauschend.Die außergewöhnliche Vielfalt dieser Platte beweisst eindrucksvoll die nervöse,flippige und vertrackte Songstruktur von "Beautiful Child".Der vorletzte Titel müsste eigentlich das logische Ende dieses ungewöhnlichen und meisterhaften Werkes sein, "11:11" kommt wie die meisten der Aufnahmen von Wainwrigth ohne hitverdächtige Hookline aus, bei ihm entfaltet sich die Schönheit eines Liedes immer über die gesamte Länge eines Stückes.Natürlich kann diese Rezession kein Ende finden, ohne die Stimme dieses Mannes unberücksichtigt zu lassen, den Enthusismus seiner Ausdrucksweise, in allen Tonlagen Herrscher und Gebieter seiner breiten Vocalkunst, vielleicht aber vergisst man dann in seiner Euphorie, was sich hinter seinen Songs versteckt und sich erst nach vielfachen Anhören in seiner ganzen Größe offenbart:Ein unglaubliches Singer/Songwriter-Talent, das das Zeug zum Superstar für Intellektuelle Musikliebhaber hat.
Zeit braucht es allemal!, 31. März 2004
Nach dem ersten Hören von "Want One" hätte ich mich beinah, wie schon so oft, dazu entschieden, die CD erstmal wieder ins Regal zu stellen und etwas anderes zu hören (was sich auch zuvor schon oft als Fehler herausgestellt hat). Doch das brachte ich einfach nicht über's Herz, dazu mag ich Rufus Wainwright eben zu gern. Also machte ich mich ran und hörte die CD ein weiteres Mal durch, dann noch mal, und plötzlich begannen die Lieder musikalisch Sinn zu machen, soll heißen, ich fing an die Melodien nach zu vollziehen und sie schienen längst nicht so lieblos zusammengeschustert wie noch beim ersten Hören. Inzwischen liebe ich dieses Album so, dass ich mich gelegentlich zwingen muss, eine andere CD ein zu legen um das verhasste "Überhören" zu vermeiden.
Trotzdem muss auch ich natürlich sagen, dass Rufus Wainwright musikalisch nicht mehr genau klingt wie auf den beiden Vorgänger-Alben, aber der Mensch hat ja auch neue Erfahrungen gemacht, da sollte man ihm ruhig Entwicklung und eben Veränderung erlauben. Und die Richtung muss er sich dabei schon selbst aussuchen dürfen ;-)
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