Kundenmeinungen
Kein Kitsch, sondern realistische Atmosphäre des Empires, 24. Januar 2008
Zum Inhalt wurde einiges gesagt und die Kritiken werfen dem Film fehlende Gefühlstiefe vor. Aha...
Mich begeistert dieser Film, der von einem jungen Mann handelt, der den hohen Erwartungen der britischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts seiner Zeit nicht standhält, und aus vermeintlicher Feigheit den Dienst vor einer Schlacht quittiert.
Meisterhaft wird hier ein Sittenbild des britischen Empires gezeichnet, dass nur Ehre und Mut kennt, in dem Angst keinen Platz in der Gesellschaft hat. Der Film appeliert daher weniger an kitschige Gefühle, sondern führt uns ein vergangenes Zeitalter und dessen Werte treffend vor Augen.
Unser Held besinnt sich natürlich der wirklich wichtigen Dinge des Lebens wie Freundschaft, Kameradschaft und Ehre und tilgt mit der Befreiung seiner Kameraden die Schmach seiner Feigheit, die ihm als Zeichen der Schande vier Federn (Armeetradition und Zeichen der Verachtung) von seinen Offiziersfreunden eingebracht hat.
Wen diese Zeit und das Empire nicht sonderlich interessieren, dem wird auch der Film nicht zusagen. Ansonst nachdenklich machende Spannung.
Toller Film, 27. Juli 2007
Das war wieder ein Film, bei dem ich von der ersten bis zur letzten Minute am Bildschirm klebte. Gut möglich, dass die Entwicklung der Hauptfigur nicht ganz ohne Brüche ist. Aber insgesamt ist das absolut vernachlässigbar.
...die Ironie von "Zucht und Ordnung", 21. Januar 2007
...ein Spielfilm bleibt ein Spielfilm, und dieser hier ist ein gelungener.
Heath Ledger, Wes Bentley und Kate Hudson sind die richtigen Zugpferde für Shekhar Kapur in diesem Epos aus Ritterlichkeit, Selbstüberschätzung, Trostlosigkeit, Romantik und Liebe. In einem Feuer aus Kostümen, Farben und Musik führt er uns von England in den Sudan und zurück. Malerische Landschaften und viele gute Schauspieler von verschiedener Herkunft begleiten uns durch die physischen und psychischen Qualen.
...eine sehenswerte Odyssee, gleichsam in Trance.
weniger begeistert..., 5. Januar 2007
Da ich historische Filme liebe, musste ich mir diesen Film natürlich auch besorgen, was sich als Fehler herausstehlte hätte ihn mir eher ausleihen sollen! Die besetzung finde ich klasse vor allem Freude ich mich auf Kate Hudson, naja sie hat schon wirklich bessere Filme gespielt!
Trotzdem bereue ich nicht das ich ihn mehr angesehen habe, ganz interessanter Film
lg Julia
Die 2 Sterne, 31. August 2006
Bei Historienfilmen ist das Problem, dass sie entweder sehr gut oder sehr schlecht werden. Dazwischen gibt es für ein solches Genre extrem wenig Spielraum.
"Die vier Federn" gehört eindeutig nicht zu den besten "Sandalen- und Wüstenfilmen". Während der Anfang und das Ende durchaus überzeugen können, geht dem Epos zwischenzeitlich stark die Puste aus. Da helfen auch keine noch so schönen Landschaftsaufnahmen. Die größte Schwäche im Film ist die Hauptperson Harry, dargestellt von Heath Ledger (Ritter aus Leidenschaft, 10 Dinge die Ich an dir hasse). Der australische Schauspieler spielt seine Rolle so gut es geht, aber eine solch kontroverse Figur ist äußerst schwierig zu verkörpern. Aber erst einmal zur Geschichte:
Harry, Soldat einer Eliteeinheit im Dienste ihrer Majestät, erfährt kurz vor seiner Heirat, dass seine Truppe in den Sudan versetzt wird. Für sie beginnt der Krieg gegen das Wüstenvolk der Mahrdis. Daraufhin quittiert er den Dienst und bekommt als Zeichen seiner Feigheit von seinen "Freunden" 3 Federn geschickt. Auch seine Verlobte verlässt ihn. Infolgedessen reist er seiner Einheit in den Sudan hinterher, um ihnen seine Tapferkeit zu beweisen. Nach Angriffen, Gefangenschaft, usw. kehrt Harry wieder in die Heimat zurück. Dort trifft er auf seinen alten Freund Jack und seine ehemalige Freundin Ethne...
Harry tritt aus der Armee aus. Als Grund dafür benennt er, Pazifist zu sein ("Was haben die mir denn getan?"). Er sei nur auf Wunsch seines Vaters in die Einheit eingetreten. Jetzt möchte er sein Leben mit seiner Verlobten verbringen. Diese kann die Schmach (Federn der Feigheit) aber nicht verkraften. O-Ton Harry:"Was kümmert mich, was die anderen von uns denken?".
Der Knackpunkt des Films ist, dass der Protagonist all seine Moral, seine Ideale und vor allem seine Prinzipien von einem Moment auf den anderen über Bord wirft. Ihm ist plötzlich wichtig, was andere von ihm denken, deswegen reist er in den fernen Osten. Er tötet ohne Skrupel seine Feinde, obwohl er eigentlich friedliebend ist. Nur mit dem starken Band zwischen ihm und seinem besten Freund Jack (Wes Bentley, bekannt aus American Beauty), ist das nicht zu entschuldigen. Deswegen hat mich der Film so enttäuscht.
Natürlich gibt es auch positive Dinge anzumerken: Die Landschaftsbilder, Kostüme und Kulissen sind sehr schön anzusehen, die Darsteller bieten eine annehmbare Leistung. Wie schon oben erwähnt, können auch der Beginn und das Ende überzeugen. Inhaltlich positivster Punkt für mich ist aber die entstehende Freundschaft zwischen Harry und seinem farbigen Freund/Beschützer/Retter.
Abschließend lässt sich sagen, dass dieser Film nur etwas für richtige Fans von Historienfilmen sind, die über starke Schwächen in der Story hinwegsehen können. Alle anderen bleiben bei "Lawrence von Arabien".
Wer sich für den Regisseur interessiert, sollte sich sein Werk "Elizabeth" ansehen. Bedeutend besser als der rezensierte Titel!
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