Kundenmeinungen
High Anxiety, 5. Oktober 2006
Mel Brooks's "Höhenkoller" ist den Filmen des Krimiregisseurs Alfred Hitchcock gewidmet und richtet sich nach ihnen, ob "Die Vögel", ob "Vertigo", ob "Das Fenster zum Hof"...mit der Ausnahme freilich, dass diese Filme auf komische Art und Weise durch den Kakao gezogen werden. Auf Mel Brooks-Art, versteht sich...Somit bietet "Höhenkoller" einen Humor, der sich durch den ganzen Film zieht: Szenen sehen an sich stocksteif oder ernst aus, doch durch Dialog, durch Witze im Hintergrund oder durch die eben offensichtlichen Parodien auf Hitchcock-Filmszenen presst der Film eine Menge an guten Gags heraus, auch wenn sich die eine oder andere Szene in die Länge zieht.Trotzdem war "Höhenkoller" für mich ein Highlight von Brooks bisher und das liegt auch an der gelungenen deutschen Synchronisation.Die DVD-Ausstattung ist so lala: gut sind Bild und Ton für das Jahr 1977, aber Extras bietet sie keine, nur den englischsprachigen Trailer. Immerhin bietet die DVD Sprach- und Kapitelauswahl, wie es sich gehört.Für Filmfans: Alfred Hitchcocks lebte zur Zeit von "Höhenkoller" und wusste zum Zeitraum der Produktion, dass ein solcher Film gedreht wurde, weshalb er Brooks eine Flasche Schampus mit einem "Viel Glück" schickte ;)
High Anxietyyyy! Aber viel mehr auch nicht., 1. Januar 2005
Nein, außer dem Titel-Song, den Brooks wie immer in einer vorzüglichen Art und Weise darbietet, bleibt doch viel an dieser Hitchcock-Persiflage im Bereich des Unausgegorenen. Er macht seine üblichen Mätzchen, aber die Story-Grundlage ist einfach zu dünn.
Schade, Mel. Three stars only.
Willkommen im Institut für die sehr, sehr Nervösen!, 28. September 2004
HÖHENKOLLER ist Mel Brooks' Hommage an Alfred Hitchcock und wäre gern so genial wie FRANKENSTEIN JUNIOR, ist dies aber leider nur stellenweise. Die großen Werke des Meisters, insbesondere SPELLBOUND, VERTIGO, PSYCHO und DIE VÖGEL werden ebenso formal wie inhaltlich parodiert (der beste technische Einfall ist die schleichende Kamera, die sich von außen einem Terrassenfenster nähert, hinter dem das Ensemble beim Essen sitzt und dann plötzlich gegen einen Baum prallt, zerspringt und schamhaft zurückwandert, während die Darsteller alle erschrocken nach draußen blicken), bleiben aber immer auf der "Wer erkennt den Film?"-Ebene und werden nie zu einem eigenständigen Ganzen. Dazu gehen einige Gags einfach nach hinten los oder funktionieren überhaupt nicht. Anders als bei FRANKENSTEIN JUNIOR hat man als Zuschauer nie wirkliches Interesse an der eigentlichen Story des Films, weil sie so absurd zusammengeklaut ist. Nichtsdestotrotz ist der Film allen Brooks- und Hitchcock-Fans ans Herz zu legen (Hitchcock selbst mochte den Film und schickte Brooks als Anerkennung eine Kiste Champagner), alle anderen seien gewarnt - ohne Kenntnisse der Vorbilder ist HÖHENKOLLER ein unglaublich sinnloses Unterfangen.
Geniale Hitchcock-Parodie, 3. Dezember 2003
Mel Brooks' Höhenkoller ist eine gelungene Parodie auf die alten Hitchcock-Klassiker. Schon der Titel bezieht sich auf "Vertigo - Aus dem Reich der Toten", ein Unschuldiger wird für ein Verbrechen verfolgt, das er nicht begangen hat wie in "Der unsichtbare Dritte" und die Vögel, die den Protagonisten verfolgen, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Allerdings setzen sie den Leuten mit anderen Körperteilen als ihren Schnäbeln und Krallen zu. Das Highlight des Films fand ich die Duschszene, in der ein entnervter Hotelpage auf Mel Brooks mit einer zusammengerollten Zeitung einsticht. Mit den Worten "Der Mann bekommt kein Trinkgeld" strudelt die Druckerschwärze in den Abfluss wie einst das Blut von Janet Leigh in "Psycho". Im Gegensatz zu späteren Gurken wie "Helden in Strumpfhosen" präsentiert hier Brooks intelligente Unterhaltung.
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