Kundenmeinungen
Tolle Musik aber sehr schlechte Klagqualität !, 8. April 2005
An der Musik von Ennio Morricone gibt es wohl nicht viel auszusetzen. Mehrheitlich traumhaft schöne Titel. Leider trübt unsagbar schlechte Klangqualität (insbesondere starkes Rauschen) den Musikgenuß. Die CD hat neben einer weiteren Morricone-CD (z.T. gleiche Einspielungen wie auf "Film Musik by Ennio Morricone" von EMI) die schlechteste Klangqualität meiner gesammten Sammlung. Nichts für Eigentümer hochwertiger Anlagen. Audiophiler Leckerbissen von Morricone ist z.B. YO-YO MA Plays Morricone von Sony! Ist allerdings mit einem sehr vordergründigen Cello, ziemlich speziell interpretiert.
Once Upon A Time...Ennio Morricone, 16. Januar 2005
Komponist Ennio Morricone, der kürzlich seinen 75ten Geburtstag feierte, darf ohne Zweifel zu der ersten Rige an Filmkomponisten gezählt werden - sei es "Spiel mir das Lied vom Tod", "The Untouchables" oder "Der Profi" um nur einige zu kennen. Die Kunst von Filmmusik liegt darin, der mittels bewegter Bilder erzählter Geschichte einen "Teppich" zu weben, nicht die Kraft der bewegten Bilder zu übertönen, davon abzulenken, sondern vielmehr sie zu ergänzen. Morricone ist seit über vierzig Jahren als Komponist tätig, hat über hundert Filmen seine musikalische Note verpaßt - viele seiner Kompositionen haben längst Kultstatus erreicht, reihen sich unter ebenfalls zeitlose Klassiker wie etwa "Lawrence von Arabien" von Maurice Jarre oder "Vertigo" von Bernard Herrmann (um noch zwei weitere "große" Vertreter zu nennen, deren Werke von unvergänglicher Schönheit sind). Immer wieder begeistert der italienische Komponist mit eingängigen Melodien, gekonnten Arragements und gekonnter Verdichtung des Bildes durch den Ton. Der Score zu "Once Upon A Time In America" ist die virtuose Vertonung von Sergio Leones Gangsterepos, variiert das bekannte Thema der Panflöte immer neu, spielt gekonnt mit Melodien der 30er Jahre, läßt jüdische Folkloristik einfließen. Diese neuveröffentlichte CD bietet erstmals auch Stücke, die nicht für die Endfassung des Films verwendet wurden: Eines der drei wirklich großen Crime-Movies der 80er Jahre - neben Martin Scorsese's "Goodfellas" und Brian de Palma's "The Untouchables" - nachdem er länger pausiert hatte, legte Regiesseur Sergio Leone mit "Es war einmal in Amerika" ein jede Dimension sprengendes Gangster-Drama vor: Robert de Niro, James Woods, Joe Pesci, Burt Young, Tuesday Weld und Elizabeth McGovern agieren in einer Erzählung, die einer Abrechnung mit dem 'american dream' gleichkommt, einer schonungslosen Offenbarung von Gier und Korruption, von Macht und Verbrechen, von Gewalt und Verrat. Das faszinierende an Morricone aber ist, daß seine Kompositionen auch ohne Film "funktionieren" - wenngleich freilich Noodles & Co. vor dem geistigen Auge auftauchen. Ein wunderbar schönes Album.
Vertonte Emotionen, 11. Oktober 2004
Ennio Morricone ist unbestritten Meister seines Fachs. Er wurde für die Vertonung mehrerer hundert Filme angeheuert, weil er es wie kein Zweiter versteht, durch Kompositionen Emotionen auszudrücken. Für eine Filmszene wirkt seine Musik wie ein Verstärker. Wer z.B. die Szene aus Sergio Leones populäreren Film "Spiel mir das Lied vom Tod" kennt, in der der kleine Junge wegen der Schussgeräusche aus dem Haus gerannt kommt, seine erschossene Familie am staubigen Boden liegen sieht und wie gelähmt deren Mördern in die Augen blickt, weiß wovon ich rede: Es setzt in diesem Moment eine Musik ein, die den Zuschauer in die Lage des Jungen versetzt...
Mit seiner Arbeit zu "Once Upon A Time In America" hat Morricone sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Ganz ähnlich wie für "Spiel mir das Lied..." hat er eine handvoll Themen entwickelt und den Hauptrollen bzw. Hauptthemen des Films zugeordnet: z.B. "Poverty" (Armut) oder "Friends" Je nach Szene variiert oder vermischt Morricone diese Themen. Track 15 ist beispielswiese eine Variation von "Deborah's Theme" mit einer subtil darübergelegten "Amapola"-Variation - einfach genial. Nicht zuletzt dank dieses Soundtracks hat der Film eine unglaubliche Wirkung. Bemerkung am Rande: Auf die Oscar-Academy (oder wie die Jury gleich noch?) hatte Leones "Once Upon A Time In America" nicht die erwünschte Wirkung. Ich glaube der Film war damals noch nicht einmal für eine Disziplin nominiert. Möglicherweise weil im Rahmen dieser rein fiktiven Geschichte der Einfluss der Mafia auf Wirtschaft und Politik in den Vereinigten Staaten von Amerika gezeigt wird. In dem stellenweise brutalen Film lässt sich über kurz oder lang jeder kaufen. Vielleicht war der Film zu nah an der Realität...?
Traurig schön, 28. September 2004
Ich habe eigentlich nicht wirklich viel zu diesem Soundtrack zu sagen, aber wer den Film toll fand wird hiermit bei jedem reinhören wieder in Gedanken an die vier Freunde aus New York zurückversetzt werden. Ein wirklich genialer Film mit einem wirklich genialen Soundtrack mit einer Musik bei der man fast weinen möchte...(nicht weil sie so schlecht ist :-) )
Ein Meisterwerk, 22. Juli 2003
Die Special Edition von Ennio Morricones Meisterwerk "Once upon a time in America" bietet wirklich einiges. Insgesamt 75 Minuten Musik sind auf der CD. Darunter befindet sich eine 14 Minuten lange Suite in welcher alle Themes gespielt werden, sowie zwei unbenutzte jedoch auch hervorragende Themes. Die Zusammenarbeit von Ennio Morricone und dem Star Regisseur Sergio Leone welche schon in „Once upon a time in the West" einen Höhepunkt erreicht hatte, findet hier einen neuen jedoch auch parallelen Höhepunkt. Die Grundzüge zu dem Westernklassiker „Once upon a time in the West" sind selbst für einen Laien der Filmmusik deutlich zu erkennen. Wieder wird eine Mischung aus tragischer Orchestermusik mit zeittypischer Musik verbunden. Während es in „Once upon a time in the West" noch die Mundharmonika und der Westernsound war, so ist es hier der für die 30-Jahre prägende Jazz. Allerdings nimmt auch die Panflöte eine prägnante Position ein. Größtenteils ist die Musik eher traurig, ruhig und von Streichern beherrscht. Allerdings wird sie auch ab und an fröhlich und unbeschwert. Ein wahrer Höhepunkt er Musik wird in den Stücken erreicht, wo die schon aus „Once upon a time in the West" bekannte Edda Dell'Orso singt. Deren Stimme verstärkt die Wirkung ungemein, und erinnert damit an die heutige Lisa Gerrard(auch wenn Lisa Gerrard meiner Meinung nach noch besser ist) Insgesamt ein Stück das nicht mit dem Titel sondern auch mit der Musik stark an „Once upon a time in the West" erinnert. Wer diesen Score also mochte sollte auch vor diesem nicht zurückschrecken.
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