Kundenmeinungen
Weiteres Highlight einer tollen Doku-Serie, 2. April 2008
Die DVD bietet gemäß dem Serienkonzept hochinteressante Informationen zum Songwriting und Recording des Deep Purple Albums Machine Head. Die Mischung aus Interviews mit den Bandmitgliedern und Toningenieur Martin Birch sowie Live-Mitschnitte des betreffenden Songsmaterials ist sehr informativ und unterhaltsam. Am Mischpult werden Highlights hervorgehoben und erläutert. Am Instrument zeigen insbes. John Lord und Ritchie Blackmore die Schlüssel-Licks, Patterns und Harmoniewechsel. Die damaligen Aufnahmebedingungen (Brand des Casinos Montreux, Umzug ins Grand Hotel von Montreux) bieten natürlich auch eine gute Hintergrundgeschichte für die Dokumentation. Für alle Rockfans sehr empfehlenswert.
Deep Purple's zweites Meisterwerk MACHINE HEAD als Making Of... gleichfalls ein solches!, 15. Februar 2007
Dieser Meilenstein der Rockgeschichte über die Entstehung des Albums MACHINE HEAD wird in diesem "Making of" einfach grandios dargestellt.Wirklich besonders hervorzuheben ist dabei die Tatsache, das alle fünf Mitglieder der Mark II-Besetzung ihre Erinnerungen zur Entstehung des Longplayers aus heutiger Sicht darlegen. Auch die genialen Einspielungen von Riffs und Licks von Ritchie, Jon und Roger sind einfach klasse gemacht. Sie zeigen ziemlich deutlich, wie sich Songs wie z.B. "Highway Star", "Pictures Of Home" oder "Smoke On The Water" aufbauen und immer weiter entwickeln. Nun könnte man sich heute beinahe fragen, warum es diese fünf begnadeten Musiker leider nicht geschafft haben, länger als bis 1973 bzw. 1993 (Reunion) in dieser Formation zusammen zu bleiben.Doch wenn man dazu auch noch das Buch "Deep Purple - Die Geschichte einer Band" von Jürgen Roth und Michael Sailer gelesen hat, weiß man dann doch etwas besser bescheid über die Hintergründe der Streitigkeiten in der Band. Hier sei insbesondere natürlich der jahrzehntelange Zoff zwischen Ritchie Blackmore und Ian Gillan zu erwähnen.Schade ist eigentlich nur, dass der Song "Lazy" auf dieser DVD überhaupt nicht vorkommt bzw. erwähnt wird. Er hätte die ganze Sache garantiert noch mehr abgerundet. Doch dafür sind wenigstens als erstklassige Entschädigungen die beiden Songs "When A Blind Man Cries" und "Black Night" mit dabei, obwohl sie auf dem eigentlichen Album MACHINE HEAD gar nicht enthalten sind. Zwar wurde "When A Blind Man Cries" 1972 in der Schweiz auch mit eingespielt, kam aber leider nicht auf das Album. Was eigentlich sehr schade ist, denn diese einzigartig schöne Ballade wäre bestimmt das "Sahnehäubchen" auf diesem Longplayer gewesen, doch er passte wohl nicht so recht in das Gefüge bezüglich der anderen sehr rockigen und teilweise ziemlich harten Songs. Zum Glück gab es ja dann 1997 die Anniversary 2CD Edition, in der "When A Blind Man Cries" als achter Song auf CD 1 sowie CD 2 auftaucht.Auch die Geschichte über die Entstehung von "Smoke On The Water" hat mich ungemein fasziniert und regelrecht erstaunt, denn so genau bekannt und klar war mir diese Episode noch nicht, wohl auch wegen meiner mangelnden Englisch-Kenntnisse. Das dann bei der ganzen Improvisation, ins Besondere bei der Suche und dem Finden der geeigneten Aufnahme-Location (HOTEL) und Rund um die Entstehung von MACHINE HEAD so ein geiles Werk entstehen konnte, ist mehr als erstaunlich. Zumal es ja auch damals schon nicht mehr so ganz einfach für die fünf Individualisten war, ganz milde ausgedrückt, alle(s) unter einen Hut zu bekommen; vom Termin- und Tourneestress mal ganz abgesehen.Diese DVD ist in meinen Augen ein Meilenstein des ROCK, ohne sie und das Album ansich, würden wir bestimmt etwas vermissen.Meine Empfehlung ist deshalb und trotz des Fehlens von "Lazy", alle fünf Sterne zu vergeben, sozusagen für jedes Bandmitglied einen Stern. Also, diese Hammer-DVD unbedingt kaufen...!
Sternstunde der Rock-Geschichte, 8. Januar 2004
Die DVD Machine Head ist keine der herkömmlichen Konzert-DVD`s samt üblichem Bonusmaterial sondern sie geht tief hinein in die Entstehungsgeschichte eines legendären Albums. Sie verknüpft und zeigt gekonnt, wie die großartige Musik von Deep Purple das Ergebnis des Zusammentreffens hochkreativer Leute ist, die sich anspornen, sich reiben, sich - zuimindest damals - bestens verstanden und dennoch, trotz aller alkoholischen und sonstigen Ausschweifungen, hart an ihrem Produkt gearbeitet haben.
Das Besondere an dieser DVD ist, daß sie sowohl die heutigen und ausgesprochen differenzierten Sichtweisen der Purple-Musiker der MK 2 wiedergibt als auch die sachlich-kritischen und dennoch bemerkenswert anerkennenden Meinungen der Kritiker nebst den konkreten Umständen der Entstehung von Machine Head. Das alles zusammengenommen bietet dem Käuder der DVD einen 1A-Eindruck von dieser Sternstunde der Rockmusik. Was ist im Einzelnen hervorzuheben ? Das ist die besondere Rolle von Roger Glover, der gleichsam durch die DVD führt und damit wiederum seine oft unterschätzte und doch so wichtige Rolle für die Gruppe dokumentiert. Da sind es die präzisen musikalischen Demonstrationen von Mr. Blackmore und Mr. Lord, die mehr als einen Blick in das Innenleben der Deep-Purple-Kompositionen ermöglichen. Pictures of Home wird geradezu in allen Einzelheiten der Instrumente, der Einsätze usw. seziert und es ist mehr als faszinierend, wie dieser Titel letztendlich "zusammengesetzt" wirkt. Das Magische an dieser DVD ist auch, daß man den genialen Atem der Gruppe auch in den Interviews spürt, die ca. 30 Jahre später aufgezeichnet wurden. Erstaunlich, mit welch einfühlsamen Worten, zum großen Teil voller Hochachtung voreinander, sich die einzelnen Bandmitglieder an die Zeiten der Entstehung des Albums erinnern. Das läßt offen, ob nicht viele der - sicher vorhandenen Rivalitäten - nicht mit den Jahren aufgebauscht und allzusehr übertrieben und zugespitzt beschrieben wurden. Ausgezeichnet und unbedingt sehenswert ist das Bonus-Material. Nicht nur, daß die Herren uns hier einen Blick hinter die Kulissen gestatten - so erfährt man z.B. die nur wenige Minuten dauernde Geburt von "Black Night". Ausreichend viel Alkohol, eine gutgelaunte, sehr stimmige Truppe und ein paar im Suff zusammengestammelte Worte und Phrasen haben damals immerhin einen der bedeutendsten Titel von Deep Purple ergeben. Und man kann miterleben und mithören, wie Jon Lord aus einer braven Hammond den berühmten und aggresiv-fordernden Orgel-Sound von Purple formte, das "Biest" wurde freigelassen. Also, rundum nur zu empfehlen. Eine ausgeprochen gelungen Mischung aus aktuellen Interviews der Big Five (gut aufeinander abgestimmt), ausführlichen historischen Einspielungen, Musik-Kritiker mit ihren Äußerungen und eben den so seltenen wie gelungenen musikalischen Demonstrationen. Wer also schon immer mal wissen und hören wollte, weshalb Deep Purple so gut klingt, so scheinbar einfach zu spielen ist und dennoch so schwer zu spielen ist - der ist mit dieser DVD besten bedient. Das Geheimnis von Deep Purple wird zumindest teilsweise gelüftet. Und, man kommt Ritchie, Ian, Jon, Roger und nochmals Ian menschlich sehr nahe. Was wollt ihr mehr ???
Hinter die Kulissen, 19. Dezember 2002
Ein noch nie in dieser Dichte und Detailkenntniss analysierte Dokumentation über die Entstehung; Songwriting, Hintergründe und Kuriositäten der legendären Mark 2 DP-Besetzung von dem erfolgreichsten Studioalbum der Band, dass neben In Rock und Fireball - und da sind sich nicht alle Fans einig das Beste der Band sein dürfte. Zunächst ist die DVD in 2 Säulen aufgebaut; einen Songteil der alle Titel bis auf Lazy (und das ist eine kleine Enttäusschung, die den insgesamt positiven Eindruck nur etwas trübt) dafür Black Night - warum eigentlich diese Single entstand fast 2 Jahre vor Machine Head. Super schöne Interviewsequenzen aus der aktuellen Jetztzeit, ein versöhnlicher Ritchie Blackmore der sogar fachliches Lob für seinen Intimfein Ian Gillan übrig hat (Text von Pictures of home, Harmonien bei Smoke...)und gute Anspieldemos besonders von Jon und Ritchie auch von Rog. Viele kleine Anekdoten, und eine 2.Säule mit detailierterem (beide Teile je 50 Minuten und absolut sehens- und hörenswert). Kein Abklatsch des bisherigen Albums sondern ein echter Appetithappen um bewußter Machine Head einzulegen. Eigentlich 5 Sterne das Aussparen von Lazy und eine etwas unpräzise Untertitelübersetzung aud deutsch gute 4 Sterne.Does guys still make me happy
Das (fast) perfekte 'Making of' Machine Head, 2. Dezember 2002
Diese Ausgabe der «Classic Albums» widmet sich dem wohl grossartigsten Hard Rock Album der siebziger Jahre: Machine Head von Deep Purple. Im Stile eines «Making of» wird das Album, das Klassiker wie Smoke on the Water und Highway Star hervorgebracht hat, in ausführlichen Interviews mit allen damals Beteiligten besprochen... Allen damals Beteiligten? Ja, sogar der exzentrische Klampfenmann Ritchie Blackmore äussert sich zur bemerkenswerten Entstehungsgeschichte von Machine Head. Seinen Äusserungen und denen der anderen Bandmitglieder, merkt man an, dass es sich bei den Aufnahmen für Machine Head um etwas ganz besonderes handelte. Mit Witz erzählen die inzwischen älteren Herren (endlich scheint der Begriff «Urväter des Heavy-Metals» auch altersmässig angebracht) die Geschichte vom abgebrannten Casino am Genfersee und den anschliessenden Aufnahmen im eiligst angemieteten Grand Hotel von Montreux.Neben dieser sattsam bekannten Story bietet die DVD auch für eingefleischte Purple-Fans manchen Leckerbissen. So spielen Jon Lord, Roger Glover und Ritchie Blackmore die Riffs einzelner Songs nach und offenbaren ihre ganz eigenen Geheimnisse dazu. Blackmore spielt das Riff zu Smoke on the Water übrigens auf akustischer Gitarre - wohl um, trotz schöner Worte, eine gewisse Distanz zu seiner früheren Band zu markieren. Dennoch kann hier jeder angehende Gittarenheld etwas lernen, wenn Meister Blackmore persönlich erklärt, wie Smoke on the Water denn nun korrekt gespielt wird!Im Tonstudio liefern Glover und Toningenieur Martin Birch interessante Infos zur Produktion, indem sie die Instrumente auf den einzelne Spuren der Originaltonbänder isoliert vorspielen und damit auch beim Fan manchen Aha-Effekt provozieren. Das breite Grinsen auf Glovers Gesicht verrät, dass auch er Spass an der Sache hatte. Richtig Spass machen auch die verschiedenen Ausschnitte aus historischem Film-Material, wie z.B. die Promos von Never Before und Black Night oder Smoke on the Water vom Konzert an der Hofstra-Universität in New York 1972.Diese DVD ist damit ein absolutes Muss für jeden Purple-Fan und überhaupt jeden Liebhaber der härteren Klänge. Wieso nun aber nur ein «fast» perfektes «Making of»? Ganz einfach, weil der Live-Klassiker Lazy mit keinem Wort erwähnt wird. Auch nicht von Jon Lord, der durch sein Orgelsolo am Anfang des Stückes über die Jahre Millionen von Fans verzauberte.
|