Kundenmeinungen
Neverending Story, 24. November 2008
*Als Kind war "Die Unendliche Geschichte" neben "Das letzte Einhorn" und "Ronja Räubertochter" eines meiner Lieblingsfilme.Und auch heute als Erwachsene mag ich dieses Kinder-Fantasy-Abenteuer immer noch ganz gut leiden. Beim Anschauen kann man so schön in Nostalgie schwelgen.Als älterer Zuschauer merkt man natürlich, daß die Handlung extrem flott vorangetrieben wird. Sie hält sich nicht an Details auf, sondern geht schnörkellos von einer Reise-Etappe des ( leider nicht grünhäutigen? ) Helden Atreju zur nächsten. Wobei die einzelnen Abschnitte der Quest ( = Suche ) dazu noch ziemlich kurz ausfallen. Deswegen erreicht der Film nie die Tiefe und Erzähldichte seiner Buchvorlage. Andererseits ... welche Verfilmung tut das schon?Kinder werden sich jedenfalls daran nicht stören. Selbst den "kids von heute" dürfte der Film noch gefallen.Ein nicht zu übersehendes Manko - welches allerdings kein echtes Problem darstellen muss - ist die Trickkiste. Die damaligen Special Effects ( 1984 ) können heute natürlich nicht mehr überzeugen. Zu steif und langsam bewegen sich die animatronischen Puppen, zu unecht wirken die Bildkompositionen ( z.B. der Flugszenen ) und zu künstlich erscheinen computergenerierte Effekte!Doch der Glücksdrache Fuchur - so ungelenk er auch insgesamt wirkt - strahlt dennoch den Charme einer echten Figur aus. Damals kam mir seine Form noch etwas komisch vor ... eine weisse Eidechse mit Hundekopf und -pfoten saust OHNE Flügel durch die Luft! Heute weiß ich, daß Fuchur asiatische Drachen als Vorbild hatte.Die Landschaftsaufnahmen sind zweifelsohne hübsch. Die Filmsets bzw. die Darstellung der einzelnen Orte in Phantásien sind ebenfalls wunderschön anzuschauen. Die Lichteffekte verleihen ihnen einen märchenhaften Flair. Vor allem "Das südliche Orakel" und "Der Elfenbeinturm" lassen mir wohlige Schauer über den Rücken laufen ... wofür z.T. auch die Kombination mit der Filmmusik sorgt!Das instrumentale Hauptthema des Films ( damit meine ich nicht den Titelsong "Neverending Story" ) unterstreicht sehr gut die malerischen Bilder.FAZIT:Wer auf märchenhafte Fantasyabenteuer steht und sich nicht an altmodischer Tricktechnik stört, der kann ruhig zu dieser Verfilmung greifen. "Die Unendliche Geschichte" ist einfach ein Film zum Träumen. Wer mehr über Phantásien wissen will, greift am besten zum Originalroman von Michael Ende.PS:Es wurden auch zwei Fortsetzungen gedreht. Während der zweite Film sich etwas von dem Charme des ersten Filmes bewahrt hat, ist der dritte einfach nur lieblos runtergekurbelt. Dazu muss man noch sagen, daß der zweite Film auf der zweiten Hälfte des Romans beruht, während der dritte Film keine Vorlage hat.
Die einzig wahre...., 16. Oktober 2008
Die unendliche Geschichte ist wohl einer der wundervollsten Filme die ich als Kind gesehen habe und auch heute verzaubert er mich immer wieder wenn ich ihn mir mit meinen Kindern ansehe.Meine großen Jungs (10 und 7 Jahre) lieben diesen Film.Natürlich kann er was die technischen Sachen betreffen, bei den Filmen von heute nicht mehr unbedingt mithalten aber....das muß er doch auch nicht oder?? Es ist nunmal ein alter Film aber ein Film mit Klasse!Die Filme die danach kamen waren und sind, meiner Meinung nach einfach Schrott. Keiner der Filme hat jeh an diesen herangereicht.Dieses hier ist einfach ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie.Die FSK ab 6 ist so eine Sache....Wer diesen Film für seine Kinder kauft sollte ihn sich auf jeden Fall mit ansehen denn er ist stellenweise doch sehr düster und traurig.Als zum Beispiel Atrejus Pferd Artaks in den Sümpfen versinkt aber auch die Leere und Dunkelheit des Nichts könnte beängstigend sein. Vorallem aber auch der Auftritt des Dieners des Nichts, der schwarze Wolf.Nichts ist hier so schlimm als das ein Kind es nicht sehen dürfte, denke ich, aber man sollte doch wenigstens beim ersten ansehen dabei sein.Auf jeden Fall ist es eine einfach großartige Geschichte die wundervoll erzählt und gezeigt wird.Einfach gut gemacht!
Damals heisses - heute leider nur noch lauwarmes Fantasykino auf schwacher DVD, 15. Juli 2008
Jetzt wird ich mir wohl ein paar negative Klicks einhandeln wenn ich diesen Höhepunkt des deutschen Kinos nicht mit fünf Sternen bewerte, aber damit kann ich leben.Ich hatte noch das Vergnügen den Film seiner Zeit im Kino zu sehen und war als kleiner Bub begeistert von der phantastischen Welt die uns Wolfang Petersen mit seiner unendlichen Geschichte präsentierte.Nun habe ich mir vor ein paar Wochen die DVD zugelegt und gestern Abend war es soweit und in der stressigen Sommerzeit fanden meine Frau und ich Zeit uns den Film anzusehen. Als der Film aus war sagte ich zu meiner Frau wie oben schon geschrieben das der damals heisse Fantasy Film heute leider nur noch lauwarm ist und das hat mehrere Gründe. Zum einen wirken viele Effekte heute altmodisch und manche Figuren des Films sehen völlig ideenlos aus. Jetzt werden viele sagen das damals die technischen Möglichkeiten noch nicht gegeben waren und da kann ich nur teilweise zustimmen. Wenn ich mir die Anfangssequenz in Phantasien ansehe wo der Steinbeisser auf die Rennschnecke und die Fledermaus trifft ist das großartig gemacht. Tolle Figuren und eine großartige Kulisse. Der Steinbeisser und die Schnecke sehen super aus und dann sehe ich auf der anderen Seite das dunkle Wesen das wie ein Wolf aussieht und das wirkt dagegen einfach schwach aus.Dann sind noch Szenen wie der gläsere Turm der einfach nur billig wirkt wie auch die Szenen wo Atreju oder dann auch Bastian auf Fuchur fliegen. Hinzu kommt das leider nur ein Teil des Buches umgesetzt wurde und das was umgesetzt wurde wirkt für mich zusammengeflickt und nicht wie aus einem Guss. Die kindliche Kaiserin wirkt für mich auch nicht unbedingt ideal besetzt. Das mich der Film nicht mehr vom Hocker reisst hat aber auch weniger mit dem Alter des Films zu tun, den einer meiner Lieblingsfilme aus der Kategorie Fantasy ist bis heute Labyrinth und der entstand nur zwei Jahre später. Die Handlung dürfte wohl jedem bekannt sein und deshalb werde ich darauf an dieser Stelle nicht eingehen. Ich will den Film auch nicht komplett niedermachen den das wäre nicht richtig. Der Film besitzt tolle Momente und wie schon gesagt sind viele Figuren des Films echt toll gestaltet. Vor allem wenn man bedenkt das die Figuren ja modeliert wurden und aus Gips geformt sind. Viele Figuren des Films wie den Steinbeisser oder auch Fuchur kann man heute noch in den Bavaria Filmstudios bestaunen. Alles in allem ist die unendliche Geschichte ein solider Fantasyfilm der allerdings lange nicht mehr so beeindrucken kann wie zu seiner Erstaufführung. Dazu kommt mit Neverending Story von Limahl ein toller Titelsong der auch heute noch ins Ohr geht.Die DVD ist leider auch nicht das gelbe vom Ei, den Bonusmaterial gibt's keines und die Bildqualität ist mehr schlecht als recht. Alles wirkt grobkörnig und eine gründliche Restaurierung würde dem Film nicht schaden. Durch Computertricks denke ich könnte man heute auch aus einigen Szenen des Films mehr herausholen. Alles in allem ist diese filmische Umsetzung ein durchschnittlicher Fantasyfilm der vor allem wohl für Kinder im Alter von 10 - 14 geeignet ist auf einer leider sehr schwachen DVD.
Schöne Fassade, 17. Januar 2008
Bei der Bewertung dieses Films bin ich hin-und hergerissen. Als Kind fand ich den super. Starke Bilder, schöne Musik, und wenn man das Original nicht kennt, erscheint auch die Geschichte nicht schlecht. Als Kind fragt man nicht, warum das ganze "Die Unendliche Geschichte" heißt. Denn das wird im Film überhaupt nicht klar - kann gar nicht klar werden, da er nicht mal bis zur Hälfte des Buches vorstößt und den "Alten vom wanderenden Berge" nicht einmal erwähnt.Reicht das also? Ist der Film gut, nur weil man es als Kind nicht besser weiß? Ich finde, nein.Es kommt halt der Zeitpunkt, an dem man das Buch liest und zur Überzeugung gelangt, dass dieser Film besser nie gedreht worden wäre, so flach, schal und total belanglos erscheint er neben der Romanvorlage. Er gibt Leuten, die nur den Film kennen, ein völlig verzerrtes Bild von Endes Meisterwerk. Die Aussage, in der es im Buch geht, wird im Film nicht einmal gestreift.Das kann nicht wundern: Die bloße Tatsache, dass Petersen eine Verfilmung überhaupt versucht hat, zeigt bereits deutlich, dass er die Geschichte selber nie begriffen hat.Wer nur auf Augenschmaus aus ist, dem sei der Film ausdrücklich empfohlen, wer dazu auch gern etwas inhaltliche Tiefe hat, für den führt am Buch nach wie vor nichts vorbei.
Fest für die Augen, 20. November 2007
Wenn Sie gerne möchten, dass Ihr Kind Michael Endes "unendliche Geschichte" liest, ihm aber vielleicht noch die rechte Motivation fehlt (es ist ja kein dünnes Buch), hilft es vielleicht, wie folgt vorzugehen:1.Verfilmung zeigen2.erklären, dass das Buch sogar noch besser ist und noch viel mehr Ideen beeinhaltet3.darauf hinweisen, dass der Film nur die erste Hälfte des Buches wiedergibt - wer wissen will,was danach passiert, muss schon die Vorlage durcharbeiten (dass es auch "Die unendliche Geschichte 2" gibt, brauchen Sie Ihrem Kind ja nicht zu sagen,zumal Teil 2 nicht mal halb so gut ist).Hinweis für alle, die die DVD für sich selbst kaufen wollen:das Besondere ist: die US-Version (denn trotz der deutschen Vorlage wurde diese ja in Amerika verfilmt) unterscheidet sich von der altbekannten deutschen Version, weshalb der Film doppelt drauf ist. Ein Wechsel der Tonspur wäre hier nicht möglich gewesen, denn erstens ist die US-Fassung mit exakt 90 min um 6 Minuten kürzer als die deutsche; und zweitens gibt es auch unerklärliche Veränderungen im Bild: in der 22.Filmminute tauchen im Elfenbeinturm Phantasiegestalten auf, die im Deutschen nicht zu sehen sind. (Wenn mir jemand erklären kann warum, so möge er das tun.)Die Musikuntermalung variiert ebenfalls an vielen Stellen,z.B.kommt sie im US-Original in der traurigen Atax-Absauf-Szene nicht so sentimental daher, sondern mehr bedrohlich.Die Szene mit der kindlichen Kaiserin und Atreju wurde in deutsch um einige Sätzchen erweitert.Die unnötige Szene mit dem Schulhausmeister auf dem Dachboden fehlt in der US-Version.Der Film selbst ist natürlich ein visueller Augenschmaus, eine atmosphärische Entführung in eine fremde Welt, ein emotional mitreißender Appell an die Fantasie. Abgesehen von den unwirklich scheinenden Figuren Fuchur und Gmork besticht er auch durch einen entzückenden Barret Oliver (ganz toll im Originalton) als fantasiebegabter Außenseiter, und einen glaubhaften Noah Hathaway als wagemutiger, aber feinfühliger Held. Warum Michael Ende (dessen Roman zugegebenermaßen noch um Einiges besser ist) seinen Namen aus dem Vorspann streichen ließ, wird mir bis zu meinem Todestage nicht einleuchten.
|