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17 Hippies: Halbe Treppe

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Halbe Treppe

17 Hippies

The-Berlin (SPV)

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soundeck
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08/Jän/2009 - 08:21

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Beschreibung

Der Dudelsack als solcher ist ein Instrument, das viel Liebe, Geduld und Zuwendung erfordert. Nicht nur vom Dudelsackspieler selbst, sondern auch und vor allem vom Dudelsackzuhörer, der in besonders stressgeplagten Momenten dazu neigen könnte, die klagenden, Mark und Bein brachial durchdringenden Töne in den Amnesty-International-Katalog der Folterinstrumente aufnehmen zu wollen. So geht es zumindest Uwe, dem von schwerster Midlifecrisis geplagten Besitzer der Imbissbude "Halbe Treppe" in der Innenstadt von Frankfurt/Oder, dessen Lebenskrise im Zentrum von Andreas Dresens gleichnamigen Film steht, zu dem die 17 Hippies aus Berlin einen höchst charmanten Soundtrack beigesteuert haben.

Doch das Salonorchester mit Punkrock-Spirit beschränkt sich nicht auf die schlichte Beschallung des Hintergrundes, nein, es mischt sich essenziell ins Geschehen ein. Zunächst in Form des besagten Dudelsackspielers, von dem Uwe an jedem grau bewölkten Morgen mit klagenden Tönen vor der Imbissbude begrüßt wird. Später kommen die folkigen Melodien des Orchesters aus dem Radio, der Toilette und schließlich spielen alle Hippies, die meist mehr als 17 Köpfe zählen, in der Imbissbude zum Tanz auf.

Das musikalische Material dieser charmanten Kapelle setzt sich aus all dem zusammen, was mit einer rein akustischen Besetzung gespielt werden kann: osteuropäische Folklore, Klezmer, Walzer, Fahrstuhlmusik, russische Volkslieder, Reminiszenzen an französische Chanson-Seligkeit, amerikanischen Bluegrass oder irischen Folk inklusive virtuoser Flöten-Duelle. Tanzbar, euphorisch, hemmungslos romantisch, kitschig und wunderschön. Ein Soundtrack, der auch ohne den Film funktioniert -- falls es Menschen gibt, die sich tatsächlich den besten deutschen Film des Jahres entgehen lassen wollen. --Björn Döring





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ziellos genüßliche Kreativität & Spielfreude, 25. April 2005

Das längst zu Insiderruhm gelangte Folkorchester aus Berlin legt mit dieser CD den Soundtrack zu einem experimentellen Film vor.

Die wirklich ausgearbeiteten Stücke sind gelungene, schmissige Arrangements; die 17 Hippies bewegen sich mit spielerischer Leichtigkeit zwischen den Musikkulturen hin und her, kredenzen mal einen osteuropäischen Gesang, dann einen schwungvollen Blues oder Swing und so fort. Ihre Markenzeichen sind originelle Instrumentenzusammenstellungen und natürlich die Virtuosität der Umsetzung.

Wie m.E. bei ziemlich vielen Soundtracks hätte man sich allerdings bei diesem Album stellenweise besser überlegen sollen, welche Musik auch außerhalb des Filmkontextes reizvoll sein mag - trotz der langen Tracklist ist das Album sehr kurz, und nicht wenige der Titel sind unter 1 Minute lange und tendenziell völlig nichtssagende musikalische Schnipsel, während der überhaupt nichts passiert, bis man dann für die Geduld wieder mit einem schönen schwungvollen Stück wie Mad Bad Cat belohnt wird. So ergibt sich insgesamt ein schönes, angenehm zu hörendes Album mit kleinen Hängerchen und Schwachstellen. Aber angesichts so guter handgemachter Musik verzeiht man sowohl die Kürze des Gesamtwerkes als auch die Füllsel. Diese nicht mitgerechnet enthält Halbe Treppe 30 Minuten vom Feinsten.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Schräg & magisch..., 2. November 2002

Die Magie liegt oft im Unscheinbaren - so oder ähnlich könnte man den Sound von 17 Hippies beschreiben, die mit dem Soundtrack zu "Halbe Treppe" - auf der Berlinale 2001 mit dem 'Silbernen Bären' ausgezeichnet - ein durch und durch freches, witziges, vor allem aber musikalisches Album vorgelegt haben. Versatzstücke aus Jazz, Folk, Boogie und anderen Musikgenres finden sich in ihren Kompositionen wieder - klingen die Arragements in ihrer Kombination anfangs noch schräg, gewinnt man schon bald diesen Sound lieb und kommt, wenn der letzte Ton verklungen ist, nicht mehr davon los.Musik voll Herz und Posie, Musik aber auch, wie gemacht zum mitswingen und -tanzen.




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