Kundenmeinungen
Recht nah dran, an einer digitalen Spiegelreflex, 16. August 2003
Seit rund drei Monaten besitze ich nun eine Minolta Dimage 7Hi, und in dieser Zeit habe ich die Kamera ziemlich schätzen gelernt. Zusammen mit einem externen Blitzgerät ist die mehrmals die Woche im Einsatz und macht dabei in der Regel sehr gute Bilder (ein bisschen hängt's doch immer noch vom Fotografen ab ;-) . Hier meine Bewertungen nach einzelnen Kategorien.
-Gehäuse/Design/Verarbeitung Dank des gummierten Handgriffs liegt die Minolta sehr gut in der Hand. Das schwarze Gehäuse macht einen robusten Eindruck und ist - denke ich zumindest - was Kratzer angeht, dem silbernen Gehäuse der kleinen Schwester Dimage 7i überlegen. Außerdem sieht schwarz in meinen Augen besser aus. Denn auf Grund ihrer Größe und des Aufbaus ähnelt die Dimage einer Spiegelreflexkamera, obwohl sie eine Sucherkamera ist. -Optik Die alte Fotografen-Weisheit, wonach die Optik das Bild macht, gilt natürlich auch hier. Verglichen mit kleineren Sucherkamera bietet die Dimage ein Zoom-Objektiv, das den meisten anderen Geräten in der Größe überlegen ist. Wenn man die Brennweite ins KB-Format umrechnet, kommt man auf 28-200 mm. Damit lässt sich prima arbeiten, der Wunsch nach anderen Brennweiten kommt selten auf. Mit 28 mm hat man einen akzeptablen Weitwinkel. Der Telebereich ist mit 200 auch gut abgedeckt, zumal mal ja später Dank der 5 Mio. Pixel noch einiges aus den Bildern rausholen kann. Das schöne an der Kamera ist - und damit wären wir wieder bei den Ähnlichkeiten zu SLR-Kameras - die Möglichkeit, die Brennweite manuell durch Drehen am Objektiv einzustellen. Wer mit anderen Digis gearbeitet hat, die nur über ein motobetriebenes Zoom verfügen, weiß so etwas zu schätzen: Man ist sehr schnell und zielsicher bei seiner gewünschten Brennweite. Der Fokus-Ring am Objektiv reagiert auch bei Auto-Betrieb auf manuelle Eingriffe. Das Objektiv verfügt über eine befriedigende Lichtempfindlichkeit von 2,8 - 3,5. -Bedienung Sorry, aber ich muss mich wiederholen: Auch die Bedienung ist sehr SLR-artig. Beim Auslöser findet man ein Einstellrad, das auch Nikon-, Canon- oder Minolta-Kameras besitzen. Es ist frei programmierbar, beispielsweise auf eine Veränderung von Belichtungszeit und Blende. Auf der Rückwand neben dem kontrastreichen und etwas vertieften Display ist ein Vier-Wege-Cursor. Mit ihm lässt sich einfach durch die Menüs navigieren oder geschossene Bilder ansehen. Eine "Quickview"-Taste zeigt mit einem Druck auch im Aufnahmemodus die letzten Aufnahmen. Sehr praktisch! Apropos Display: Auch bei Sonneneinstrahlung ist es immer noch gut erkennebar. Zudem gibt es noch einen kleinen digitalen Sucher, der um 90° schwenkbar ist und sich so für bspw. Makroaufnahmen eignet. An der linken Seite sind zwei weitere Drehknöpfe mit seltener gebrachten Funktionen (bspw. Weißabgleich, ISO-Einstellung, P-, A-, und S-Modus). -Fotografieren Wer kurz im Menü die wichtigsten Einstellungen vorgenommen hat, kann gleich loslegen. Der Autofokus ist relativ schnell und bei klaren Lichtverhältnissen und kontrastreichen Motiven auch zuverlässig. Wird's dunkeler, empfiehlt es sich, den Fokus-Punkt manuell zu prüfen. Die ist gut gelungen: Man muss bei gedrücktem Auslöser eine Taste drücken und schon wird das Bild im Display vergrößert. Eine der schönsten Funktionen - bei mir auch mitausschlaggebend - ist die Stärke bei Reihenaufnahmen. Selbst bei sehr hoher Auflösung macht das Ding sechs bis sieben Aufnahmen hintereinander binnen drei Sekunden. Wer mehr möchte, muss mit der Auflösung runtergehen. Somit sind schöne Reihenaufnahmen zu machen. Dank der verschiedenen Programme kann man entweder eine Arbeitsblende oder eine gewünschte Belichtung vorgeben oder beides komplett manuell einstellen. So sind Langzeitbelichten ebenso kein Problem wie Sportaufnahmen bei gutem Licht. Die Farben werden meist sehr natürlich wiedergegeben. Zudem ist es möglich, in verschiedenen Farbräumen zu arbeiten. -Chip/Akkus Der mitgelieferte 16-MB-Chip ist ein Witz, da gleich voll. 128 MB sind als Minimum empfehlenswert, ebenso CF-Karten mit höherer Geschwindigkeit. So kann die Kamera gerade bei Reihenaufnahmen schneller abspeichern. Ein Vorteil der Minolta ist der Betrieb mit handelsüblichen 1,5-Volt-Akkus. Denn wer für andere Kameras schon mal Li-Ionen-Akkus gekauft hat, weiß wie teuer diese sind. Ein guter Satz Akkus (mit rund 2000 mAh) kostst zwischen 10 und 20 Euro. Somit kann man sich einige Sätze zulegen, die 1) mit dem mitgelieferten Ladegerät sehr schnell geladen werden können und 2) bei längeren Einsätzen auch gebraucht werden. -Zubehör Gibt es einiges. Auch meiner Sicht ist jedoch das Wichtigste ein externer Blitz. Zwar reicht der eingebaute Blitz für die klassischen Schnappschüsse, doch sobald die Lichtverhältnisse schlechter werden oder einfach nur viel am Stück geblitzt wird, sieht man mit dem "kleinen Blitz" arm aus. Minolta bietet zwei verschiedene Programm-Blitz an, die perfekt mit der Kamera zusammenarbeiten. Habe mich für das teurere Modell (Minolta 5600 HS/D) entschieden. Ein sehr schneller Blitz mit hoher Leitzahl. Dank des in alle Richtungen drehbarenm Reflektorkopfes auch ideal zum indirekten Blitzen. -Was könnte man besser machen? Wenn, dann sind es nur Details, die man Minolta ins Lastenheft schreiben sollte. Beispielsweise arbeitet der Autofokus der Dimage nicht mit dem IR-Feld des Programmblitzes zusammen. Dies sei technisch nicht möglich, heißt es von Minolta. Schade! Strom mag die Minolta sehr gern. Zwar habe ich immer genügend Akkus dabei, doch vielleicht könnte man da beim nächsten Modell was machen. 5-Megapixel-Bilder sind nicht gerade klein. Und ein 128-Chip ist sehr schnell voll. Beim Runterladen nervt daher die langsame USB 1.1-Verbindung. Firewire könnte hier Abhilfe schaffen. -Fazit: Die Dimage 7Hi ist eine tolle Kamera für ambitionierte Hobby-Fotografen, die Wert auf eine spiegelreflex-ähnliche Bedienung, eine hohe Auflösung und schnelle Reihenaufnahmen legen. Die Möglichkeit, einen externen Blitz einfach mittels TTL-Technik aufzustecken, lässt einen auch fotografisch schwierige Situationen meistern.
Leistungsstarke Digitalkamera von Minolta, 10. Mai 2003
Die Dimage 7Hi von Minolta ist mittlerweile die dritte Kamera der Dimage-7-Serie. Und da hat sich einiges getan. Das Gehäuse ist nun komplett schwarz, der Griff wurde vergrößert und mit Gummi beschichtet, so dass die 7 Hi wesentlich besser in der Hand liegt als die Vorgängermodelle.
Die Menüstruktur ist weitgehend identisch geblieben, vieles wird nach wie vor über die verschiedenenen Stellräder und Taster ausgewählt. Zwar erfordert diese Vorgehensweise eine gewisse "Einarbeitungsphase", aber im Endeffekt ist man damit wesentlich schneller, als mit tief verschachtelten Menüs (die es aus diesem Grund auch bei der Dimage 7 Hi nicht gibt). Highlight ist nach wie vor das 28-200mm-Zoomobjektiv, welches manuell bedient wird und somit wesentlich schneller und präziser eingestellt werden kann als jedes motorisch betriebene Objektiv. Dabei gibt es viele Verbesserungen im Detail: die Belichtungsmessung lässt sich jetzt beispielsweise direkt über das Funktionswahlrad einstellen und nicht mehr wie früher nur über das Menü. Videoaufzeichnungen bis zu 60 Sekunden sind ebenfalls möglich, natürlich auch mit Ton. Eine Umwandlung der Bilder in den für Computer geeigneten sRGB-Farbraum mit der "DIVU"-Software (wie bei der D7 zwingend erforderlich) ist jetzt nicht mehr notwendig, die 7 Hi fotografiert wahlweise im sRGB- oder auch im größeren Adobe-RGB-Farbraum. Der Autofokus reagiert im Gegensatz zur "alten" Dimage 7 wesentlich schneller und vor allem auch präziser. Selbst unter ungünstigen Gegebenheiten findet die Kamera meist das scharfzustellende Objekt. Zwar kommt das Tempo noch nicht ganz an eine teure SLR-Kamera heran, doch das dürfte nur sehr verwöhnten Fotografen auffallen. Das Highlight der 7 Hi ist aber die schnelle Serienbildfunktion, möglich geworden durch den 64 MB (!) großen Pufferspeicher. Bis zu 3 Bilder pro Sekunde, maximal etwa 10 Aufnahmen pro Serie sind möglich, wohlgemerkt in voller Auflösung (2560x1920, JPEG). Mit der reduzierten Auflösung von 1280x960 sind sogar etwa 7 Bilder pro Sekunde möglich, maximal etwa 70 in Folge. Abschliessend bleibt zu sagen, die 7 Hi von Minolta ist keine Kamera für Einsteiger. Wer aber bereit ist, sich ein wenig mit den vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten zu beschäftigen, der wird mit sehr guten Aufnahmen und einem breiten Einsatzgebiet belohnt. Als Zubehör unumgänglich sind noch mindestens 1-2 Sätze hochwertige NiMH-Akkus sowie ein ebenfalls hochwertiges Ladegerät (auf keinen Fall timergesteuert, damit sind die besten Akkus schnell ruiniert), da der Stromverbrauch nicht besonders niedrig ist. Aus diesem Grund (und nur aus diesem) "nur" vier statt fünf Sterne, alle anderen Leistungen sind über jeden Zweifel erhaben!
Consumer-Kamera mit Profi-Ausstattung, 19. Dezember 2002
Die Minolta Dimage 7iH ist eine optimierte Version der Dimage 7i und richtet sich mit ihrer semiprofessioneller Ausstattung für ambitionierte Amateure.
Das dass Gehäuse jetzt in wertigem schwarzen Finish anstatt dem sonst üblichen silbergrauen daher kommt, unterstreicht den professionellen Anspruch dieser Kamera. Und sie wird diesem gehobenen Anspruch auch voll gerecht. Verbessert wurden praxisrelevante Details wie die Geschwindigkeit der Serienbildfunktion und die Belichtungszeiten. Waren bei der Dimage 7i nur automatisch gebildete Zeiten bis 4 sec möglich, können bei der Nachfolgerin nunmehr auch Zeiten bis 30 sec eingestellt werden. Das ermöglicht auch kreatives Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen, z. B. bei Nachtaufnahmen. Einziges Manko bleibt, dass man auch mittels Bulb-Einstellung nicht über Langzeitbelichtungen von 30 sec hinauskommt. Die Kamera ist mit allen wichtigen, von analogen SLRs bekannten Funktionen bestückt, die Bedienung erschließt sich intuitiv, besonders, wenn man das System Minolta kennt. Somit erleichtert die Kamera verwöhnten Analogfotografen den Umstieg auf das digitale System. Daneben bietet sie aber zusätzlich digitale Features wie das einblendbare Gitternetz, Histogramm, sinnvolle Filter- und Bracketingfunktionen, und zieht somit alle Register digitalen Könnens. Highlight bleibt immer noch nach das qualitativ hochwertige APO-Objektiv mit einem Zoombereich von 28 - 200 mm (entspr. KB) und Makrofunktion. Die meisten Pixelknipsen beginnen leider erst bei deutlich längerer Brennweite und bieten dafür mehr Tele. Für unterwegs und in Innenräumen ist Weitwinkel jedoch wichtiger. Desweiteren ist neben der guten Abbildungsleistung auch die durchgängig hohe Lichtstärke von 2,8 - 3,5 hervorzuheben. Der Drehzoom gefällt mir persönlich besser als der von den meisten Digitalen bekannte elektromotorische Zoom, welcher weder so genau noch so schnell und praktisch ist. Leider gibt es systembedingt keinen optischen Sucher, hier muss man sich voll auf die Elektronik verlassen. Fazit: Diese Kamera kann fast alles, was technisch möglich ist. Ihre Leistungen sind hervorragend. Die zahlreichen Möglichkeiten vermitteln mehr Spaß vor allem an der kreativen Fotografie denn je. Prädikat: Empfehlenswert!
Minolta Dimage 7Hi, 12. November 2002
Ein klasse Gerät ,wobei ich das hochwertige Objektiv (28-200 mm)mit einer Lichtstärke von 2.8 - 3.5 sehr zu schätzen weiß. Die Funtionen überzeugen mich sehr , wobei dieses Gerät eine enorme Fülle Funktionen bietet. Also: Ein Fotostudio, welches man in die Hand nehmen kann. PS.: Der Handgriff ist durchaus für grosse "Tatzen" geeignet!
von Herrn Richter
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