Kundenmeinungen
Virtuoses Spiel und mühevoller Gesang, 17. Juli 2008
Lorin Maazel und Andrea Bocelli sind in dieser CD ein Experiment eingegangen, das nur zu Teilen funktioniert. Im allgemeinen finde ich Versuche wie sie in der der schon angesprochenen Barcarolle unternommen worden sind als zulässig. Auch wenn das starke Veränderungen in das vom Komponisten eigendlich angedachte Musikstück bedeutet! Jedoch stößt Andrea Bocelli trotz seiner wirklich schönen warmen und sonoren Stimme (Aber das reicht eben nicht immer!)auf seine Grenzen: Man kann seine Anstrengung fast in jedem Stück spüren und grade deshalb gelingt ihm dann wohl auch die emotionale Differenzierung nicht! Häufig hat man das Gefühl, er versuche zum Beispiel Leidenschaft einfach durch etwas lauteres Singen auszudrücken. Was Bocelli nicht schafft, rettet Lorin Maazel: In seinem Spiel der Geige und seinem Orchester drücken sich die Gefühle aus, die man bei Bocelli so sehr vermisst! Einige Stücke von Tosti, v. a. am Ende der CD, empfinde ich deshalb durchaus als halbwegs gelungen. (Um an dieser Stelle auch Bocellis hörbare Anstrengung mal zu würdigen!) ; )
Italienisches Liedgut in ungewohntem Arrangement, 15. April 2008
Geiger und Dirigent Lorin Maazel hat als Kind bei seinem Vater, einem Tenorsänger, immer wieder Violin-Tenor-Duette mitgehört und nachgespielt, die der irische Tenor McCormack und der Geiger Fritz Kreisler in den 30er-Jahren spielten. Diese interpretierten klassische italienische Lieder von Tosti, Donaudy und anderen. Maazel wuchs diese Musik so ans Herz, dass er sich vornahm, diese Lieder aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit vollem Orchester zu instrumentieren und mit Solovioline und einem Tenor einzuspielen. Im London Symphony Orchestra und Andrea Bocelli fand er die idealen Interpreten dafür, und diese CD ist das Ergebnis dieses Jugendtraums. Neben den Liedern von Tosti nahm Maazel noch weitere Kompositionen auf, die nicht zum italienischen Liederrepertoire gehören, um durch ein breites Musikspektrum die Musikform der Tenor-Violin-Kombination zur Geltung zu bringen und nicht nur einen Liederkomponisten wiederzubeleben. Der CD-Titel "Sentimento" (Gefühl) leitet sich von den Liedtexten ab, die vorwiegend von Gefühlen der Zärtlichkeit, Leidenschaft, Sehnsucht und Liebe handeln.Bocelli ist natürlich ein vollwertiger Tenor und kein Popsänger, wie hier kühn behauptet wurde. Diese Bezeichnung passt eher auf Helmut Lotti, dem wirklich jedes Stimmvolumen fehlt und der ungeniert falsch intoniert. Andrea Bocelli ist hingegen tonal absolut treffsicher und hat eine weiche, wunderschön timbrierte Stimme, die allerdings vom lyrischen Typ ist und sich daher nicht so gut für dramatische Opernarien eignet. Das hört man bei der Einspielung von Rossinis "La danza", wo er Mühe hat, das hohe Tempo zu halten und wo der Stimme die Wucht fehlt, um das Orchester zu übertönen. Er ist eher bei langsamen, elegischen Musikstücken zu Hause, wo die Schönheit der Tonproduktion und nicht ein großes Stimmvolumen zählt. Die übrigen Titel auf dieser CD fallen dann auch in diese Kategorie. Die Kompositionen bieten ein gemischtes Bild. Die sechs Adaptationen, die keine italienschen Lieder sind, können voll und ganz überzeugen. Es sind weltbekannte Stücke: das Concerto d'Aranjuez von Rodrigo, die Mattinata von Leoncavallo, die Barcarolle von Offenbach, der Liebestraum von Liszt, Le plaisir d'amour von Martini und die erwähnte Rossini-Arie. Die acht Lieder von Tosti wirken dagegen sehr eintönig und wenig einfallsreich. Die guten Arrangements von Maazel, die tadellose Tontechnik und das dicke Beiheft, in dem die Liedtexte in der Originalsprache mit englischer Übersetzung abgedruckt sind, können daran auch nichts ändern. Diese CD ist also eher etwas für Spezialisten, die viel für das italienische Liedgut, die italienische Sprache oder die ungewöhnliche Kombination von Geige und Tenorstimme übrig haben, und für eingefleischte Bocelli-Fans, die schon etliche Aufnahmen von ihm haben. Wer ein Geschenk für jemanden sucht, der nicht zu dieser Gruppe gehört, sollte lieber zu einer anderen Bocelli-CD mit einer weniger speziellen Musikauswahl greifen.
Musikalisch eine Frechheit!, 30. Mai 2003
Andrea Bocelli als Tenor zu bezeichnen, ist eine Schande für die Welt der Tenöre. Natürlich gibt es auch andere, die intersubjektiv nachvollziehbar nicht mit den Ansprüchen der klassischen Oper zurechtkommen. Bocelli aber sollte gemäss der alten Weisheit "Schuster bleib bei Deinen Leisten" lieber weiterhin Popmusik singen, keinesfalls jedoch Oper. Der Stimme des blinden Sängers fehlt jegliches Volumen, die Kurzatmigkeit ist erschreckend und mit stoischer Ruhe wird jeder Part mit romantisch verzücktem, gleichbleibenden Singsang gefüllt, egal ob die klassische Figur in einer dramatischen Szene leidet, jemanden umbringt oder liebevoll besingt.
Das unglaublichste erlaubt sich dieser Pop-Sänger aber mit der männlichen Interpretation von Barcarolle. Ein für Sopran und Mezzo-Sopran hervorragend geeignetes Duett wird hier aufs Schändlichste missbraucht! Allen verirrten Hörern sei deshalb das Duett von Montserrat Caballé und Shirley Verret ans Herz gelegt. Spätestens bei einem Vergleich wird man feststellen müssen, dass Andrea Bocelli nichts in der Welt der Oper verloren hat. (Warum kann man nicht null Sterne vergeben?)
Mein Klassiker, 7. Dezember 2002
Diese CD ist mit Abstand die beste, die Andrea Bocelli je gemacht hat!Ich finde seine Stimme fazinierend... Er hat so eine starke und doch weiche Stimme...Für Alle Romantiker ein Muß!Sollte auch bei einem "Candlelight-Dinner" nicht fehlen!Falls schon ein Weihnachtsgeschenk vorhanden: Es eignet sich auf jeden Fall auch als Valentinsgeschenk!!!
Mein Klassiker, 6. Dezember 2002
Diese CD ist mit Abstand die beste die Andrea Bocelli je gemacht hat!Ich finde seine Stimme fazinierend... Er hat so eine starke und doch weiche Stimme...Für Alle Romantiker ein Muß!Sollte auch bei einem "Candlelight-Dinner" nicht fehlen!Falls schon ein Weihnachtsgeschenk vorhanden: Sie eignet sich auf jeden Fall auch als Valentinsgeschenk!!!
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