Kundenmeinungen
Brilliant, kraftvoll, aber mit bösem Kuhfuss, 22. November 2008
Als Besitzer einer 7.1 Anlage mit AV Receiver wollte ich mir mal ganz aussergewöhnliche Musik gönnen. DTS mit den hohen Bitraten und sauberer Musikwiedergabe klingt plausibel und passend. Doch die erste böse Überraschung folgt bereits beim einlegen in den Player. Die Scheibe schaltet die Digitalausgänge ab, so das die Musik nur analog aus dem Player kommt. Da packt man sich schon an den Kopf und fragt "was soll daran bitte DTS sein?". Da die Scheibe der Blueman Group das gleiche machte, steckt offenbar Methode von DTS Entertainment dahinter.Kauf ich nicht wieder, verschaukelt jemand anderen.
Sometime in the future the boy goes wild..., 18. November 2008
Porcupine Tree, das war in den Anfangstagen eine auf Klangexperimente ausgerichtete idealistische Ein-Mann-Band: Steven Wilson, ein Studio und ein schier unerschöpfliches Repertoire an Ideen, mehr brauchte es nicht. Inzwischen ist das Projekt schon lange zu einer richtigen Band gereift, ja mehr noch - es entwickelte sich zu einer der besten Live-Bands der Welt. Wer auf dem weiten Feld des Progressive-Rock irgendwas zu melden haben will, wird sich im Endeffekt einzig an dieser Band messen lassen müssen. Ist "In Absentia" nun das Opus Magnum, als das es so oft betitelt wird? Ja - auch wenn das 2007 erschienene "Fear of a Blank Planet" in meinen Augen als qualitativ absolut gleichwertig betrachtet werden muss. Die typischen Ambiente-Elemente sowie die psychedelische Grundstimmung, die sich von jeher durch alle Wilson-Projekte zieht, beides kommt immer noch auf "In Absentia" vor, doch werden diese oftmals schon tranceartigen Klangbilder durch plötzliche Härte aufgebrochen, manchmal geradezu verschlungen. Rockig gaben sich Wilson & Co. schon auf "Signify" und "Lightbulb Sun", doch diese knüppelharten Tonläufe waren etwas völlig Neues für Porcupine Tree. Für viele überraschend stand ihnen dieser Sound aber perfekt zu Gesicht, und Wilson führt die Neuerung nicht etwa gemächlich, sondern mit einem wahren Knall ein: "Blackest Eyes" eröffnet nicht nur das Album, sondern gleichzeitig eine neue Ära der Band. Als weitere Highlights neben erwähntem "Blackest Eyes" sind sicherlich der wunderschöne Ohrwurm "Trains", das anklagende "Sound Of Muzak", das experimentierfreudige "Gravity Eyelids" sowie das überraschende "Strip The Soul" zu nennen...hm...Oder doch eher das epische "Prodigal", das mystisch benannte ".3", das krachende Instumental "Wedding Nails" oder die göttliche Ballade "Heartattack In A Layby"? Ach egal, jeder wird seine ganz eigenen Highlights finden. "One of the wonders of the world is going down...", singt Wilson in "Sound Of Muzak" beschwörerisch, es klingt wie eine einzige düstere Prophezeiung. Doch solange es solche umtriebigen Individualisten wie ihn gibt, wird das 'Wunder Musik' ganz bestimmt nicht untergehen.
PT metallischer und weniger floydig..., 18. Januar 2008
So, wollen wir mal dieses hochgelobte 'In Absentia' kommentieren, um es gleich ins rechte Licht zu ruecken :) Nein, mal im Ernst 'In Absentia' stellt fuer mich nicht gerade den Hoehepunkt der PT-Karierre dar. Sicherlich es ist das Album, dass vom Stil her in die heutige Zeit am Besten passt, allein schon weil es einfach haerter ist und die Songs nicht allzu lang sind. Aber mein Lieblingsalbum ist es nicht. Doch trotzdem ist es sehr interessant! Einige Rezensenten schreiben ja, dass dieses Album auch eine Rueckbesinnung auf Alben wie 'The Sky Moves Sideways' zu sein scheint. Also das hoere ich beileibe nicht raus. Sicher gibt es psychedelische Momente auf diesem Album, aber das klingt hier alles nicht so genial-spacig wie frueher, sondern einfach anders. Nicht unbedingt schlecht, sondern einfach anders, und darum halt auch irgendwie sehr interessant. Sphaerischen Momente sind das balladeske 'Prodigal' und das weitestgehend instrumentale '.3' (komischer Titel), welches zum Ende hin langsam aufbaut um am Schluss von schwebenden Keyboards und einer interessant klingenden E-Gitarre dominiert wird. Naja, kommen wir zu den Stuecken im neueren Stil. Der Opener 'Blacksest Eyes' beginnt mit harten Riffs, um als - im Vergleich zum Anfang - beschwingter Rock-Song fortgefuehrt zu werden, immer unterbrochen von den fuer PT-Verhaeltnisse boesen Gitarrenriffs. 'Trains' entwickelt sich nach mehrmaligem Hoeren zum echten Ohrenschmaus. Eine tolle Akkustikballade(Wobei das nicht der passende Ausdruck ist), die man sich einfach anhoeren muss, weil es sich schwer beschreiben laesst, was gerade an diesem Stueck so toll ist. Es zeigt mal eine sehr schoene, melodische-songorientierte Seite von Porcupine Tree. Ich finde halt einfach die Akkustik-Riffs genial, die spaeter zu bombastischeren E-Gitarren-Riffs werden, mal von den beiden Soli ganz zu schweigen. Dieser neue Stil gefaellt mir richtig! Warum kommt solch ein Track eigentlich nicht in die Charts? Die psychedelischeren Stuecke wie 'Lips Of Ashes' und 'Gravity Eyelids' wirken fuer mich eher unausgereift und dümpeln irgendwie vor sich hin, statt wirklich mitzureissen. ist aber mal wieder ein anderer Sound von Porcupine Tree, und ist doch schoen, wenn irgendwer ueber dieses Album zur Band kommt, der bis dato noch nix mit ihr anfangen konnte. Im riff-dominierte 'Wedding Nails' geht es ordentlich zur Sache. Das Stueck mach ordentlich Druck! 'Strip The Soul' ist dann der untypischste Porcupine Tree Track ever. Irgendwie sehr provokant. Das Video passt auch eher nicht zu Porcupine Tree, sondern viel eher zu anderen Bands. Mir gefaellt jedenfalls die Basslinie. 'Sound Of Muzak' nimmt dann ansatzweise den Stil bei 'Halo' von der 'Deadwing' vorweg. In den Strophen schon fast gesprochener Text, im Refrain dann die melodische Seite. Ganz gut gemacht, anders als man es bisher von denen gewohnt ist. Den versoehnlichen Abschluss des Albums bildet die schoene Piano-Ballade 'Collapse The Light Into Earth' Das erinnert hier uebrigens sogar an Coldplay. Noch schoener ist allerdings das ebenfalls balladeske 'Heartattack In A Laybay' mit seinem herrlich-sphaerischem Harmoniegesang. So wunderschoen, ich kann mir dazu sogar ein perfekt passendes Video vorstellen... Ein Album, durch dass Porcupine Tree sicher neue Fans hinzugewonnen haben. Mein Stil ist es aber nicht so ganz. Trotzdem moechte ich die gute Scheibe nicht missen. Vor allem nicht 'Trains' und 'Heartattack In A Laybay'. Ich gebe "nur" 4 Sterne, weil ich die anderen Alben einfach besser finde!
Warum..., 3. Dezember 2007
... habe ich erst so spät von Porcupine Tree erfahren? Warum kannte ich dieses Album nicht? Dies ist nämlich SEIT LANGEM das Beste was den Weg in meinen CD-Player gefunden hat!Diese spannende Mischung aus elegischen Passagen und harten Gitarrenriffs, der geniale musikalische Aufbau der Stücke (allen voran Stück ".3") und die enorme atmosphärische Dichte lassen keine Wünsche offen.Die Qualität des Sounds ist auch nicht von schlechten Eltern. Selten klangen Gitarrenwände so massiv und transparent zugleich.Hervorragende Musik von hervorragenden Musikern.Kurz: Uneingeschränkt empfehlenswert!
Ideal zum abschalten..., 7. Oktober 2007
Auf der Suche nach neuen, mir unbekannten Klangwelten bin ich zufällig auf "In Absentia" gestossen.Die ausgesprochen positiven Rezensionen haben mir dann die Entscheidung sehr leicht gemacht, die Scheibe auf Verdacht zu bestellen.Ich habe sie jetzt schon einige Male gehört, und bin begeistert!Der Opener "Blackest Eyes" zeigt einem direkt wo's lang geht, eine sehr schöne Mischung aus härteren und melodischen Passagen.Die Refrains bleiben hängen, die Stimme passt sich herrlich den Stimmungen der Songs an, ohne dabei weinerlich zu wirken.Akkustische Parts werden reibungslos durch härtere abeglöst, dir Übergänge sind fliessend und passen einfach perfekt.Das Album baut eine interessante aber angenehm melanscholische Atmosphäre auf, in der man sich verlieren und voll und ganz abschalten kann."Porcupine Tree" verstehen definitiv ihr Handwerk und ich ärgere mich wirklich, erst jetzt auf diese Perle gestossen zu sein!Ich bin gespannt, wie sich das Album in meinen Ohren nach etlichen weiteren Durchläufen noch entwickeln wird, da es auch jetzt schon erstklassig ist.Als Anspieltip würde ich (bisher!) den Song "The Sound of Muzak" geben.
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