Kundenmeinungen
Überbewertet, 22. September 2008
Dieses Spiel kaufte ich wegen der latenten Flaute "richtiger" Spiele für die Wii und aufgrund der beeindruckenden Tatsache, dass es in manchen Test um die 95% (!) bekommen hat. Nach zehn Stunden bin ich etwas enttäuscht, was die Stimmung angeht: Es hat quasi kaum "neuzeitliche" oder "futuristische" Elemente, sondern ist von der Stimmung her irgendwo zwischen dem alten Rom und Indiana Jones angesiedelt. Soweit zu meinem Fehler. Das Kampf-"System" ist nur so lala: Oder findet Ihr es etwa toll, dass man, sicherheitshalber, den Raum wechselt um die Waffe nachzuladen? Überhaupt kann ein "System" wie jenes gar nicht vernünftig mit Nahkampfwaffen funktionieren: Entweder man macht es wie bei Zelda (was bei einem Spiel wie dem vorliegenden natürlich Unfug wäre) oder man lässt es bleiben. Mit den Rätseln habe ich mir größtenteils leicht getan und in der Tat waren sie recht logisch. Trotzdem: Irgendwann war eigentlich immer der Punkt erreicht, wo man um das wilde ausprobieren nicht herumgekommen ist (meistens einmal pro Charakter). Dann ging nicht nur die Musik auf die Nerven (ich schaltete den Fernseher immer auf stumm), sondern auch die ansonsten genialen Zaubersprüche: Denn auch diese musste man dann, zumindest meiner Meinung nach, wild - und oft in allen Farben - durchprobieren (Stichwort "Erkennen"). Durch die Szenerien zu laufen und kontinuierlich auf B zu drücken halte ich auch nicht für besonders erquickend. Monoton, um nicht zu sagen lächerlich, ist, dass es nicht gerade viele verschiedene Gegner-Typen gibt. Und ebenso monoton ist der immer gleiche Ablauf um in die nächste Epoche und auch um wieder zurück zu Alex zu kommen. Dies ist auch mein Hauptkritikpunkt an dem gesamten Spiel. Die Übersetzung weißt einige kleine Fehler auf, die aber nicht so schwer ins Gewicht fallen: Insgesamt ist es so übersetzt, dass auch Menschen über 20 sich angesprochen fühlen, also weitaus besser als Zelda oder Mario auf der Wii. Die Grafik war zu Beginn, aufgrund dessen, dass sie vorgerendert ist, etwas ungewohnt: Wenn man sich jedoch daran gewöhnt hat, gefällt sie recht gut und ist auch Anno 2008 noch sehr akzeptabel. Aufgehört zu spielen habe ich bei Peter Jacob (Frankreich 1916), da ich zuletzt doch recht genervt war und mich das Spiel bis an diese Stelle (immerhin rund dreiviertel des gesamten Spiels) nie wirklich überzeugen konnte. Ich kann aber durchaus verstehen, dass das Spiel bisweilen sehr gut bewertet wurde: Trifft es den Geschmack dessen, der vor der Konsole sitzt, kann ich die Begeisterung verstehen, teile sie aber nicht. Was man vielleicht auch noch erwähnen sollte: Ich halte "Resident Evil 4" für eines der besten Spiele aller Zeiten.
"Deep into that Darkness...", 1. August 2008
Die Finsternis naht.Vor zweitausend Jahren begann der Römer Pius Augustus mit den Vorbereitungen eines magischen Rituals, in dessen Verlauf er seinen Meister, einen "Gott" aus seiner Verbannung zurück auf die Erde holen will. Im Jahr 2000 nähern sich seine Vorbereitungen dem Ende und der Sieg scheint der Finsternis sicher, wenn die Mächte des Lichts nicht ihren letzten Trumpf ausspielen würden: Alexandra Roivas, deren Großvater ermordet wurde und die im Laufe ihrer Nachforschungen Pius und seinem Herrn auf die Spur kommt.Das Spiel beginnt mit Alexandra(kurz Alex) im alten Anwesen der Familie Roivas, kurz nach der Ermordung ihres Großvaters Edward Roivas. Wie schon gesagt stellt ihre Geschichte nur die Spitze des Eisbergs dar. Die eigentliche Geschichte wird in zwölf Kapiteln erzählt, von denen elf mit jeweils anderen Protagonisten gespielt werden, deren Zeitspannen von der Zeit 18 nach Christi bis zum erwähnten Jahrtausendwechsel umfassen.Die Protagonisten(deren jeweilige Kapitel man durch gefundene Seiten aus dem Allzweckzauberbuch "Tome of Darkness" freischaltet) lernen in ihren jeweiligen Zeitabschnitten Zaubersprüche die in späteren Abschnitten von den anderen Figuren ebenfalls benutzt werden können. Ein Großteil der Rätsel darin dreht sich auch darum den richtigen Zauber zur richtigen Zeit, meistens unter der Berücksichtigung des leicht zu lernenden Schere-Stein-Papier-Systems, anzuwenden. Diese sind im allgemeinen auch sehr fair geraten und dürften keinen Spieler wirklich überfordern, was den eigentlichen Spielverlauf zu Gute kommt.Denn Eternal Darkness lebt wirklich von seiner Geschichte, deren eigentlicher Verlauf zwar recht geradlinig ist, die sich jedoch in winzigen, aber dennoch wichtigen Teilen selbst bestimmen lässt. So ist es zu Beginn des Spiels durchaus von Relevanz welchen der Götter(es sind drei an der Zahl) man wählt, da man sich dadurch mit anderen daraus resultierenden Problemen herumschlagen muss, die sich dann im eben erwähnten Schere-Srein-Papier-System des Spiels(ein Gott mag gegen einenm Gott verlieren, triumphiert aber gleichzeitig über einen anderen) niederschlagen. Ihre eigentliche Raffinesse entfaltet die Handlung jedoch erst wenn man die vielen kleinen, in den Leveln verstreuten, Details zu einem großen Ganzen zusammenfügt und das eigentliche Ende(soviel darf ruhig gesagt werden) erst nach mehrmaligen Durchspielen zu sehen ist. Letzteres bedeutet wie gesagt, das selbe Spiel noch einmal ohne Veränderung zu erleben, wobei vor allem die fabelhaften Sequenzen mit Augustus und seiner gewählten Gottheit dürften genau wie das großartige Finale nonstop motivieren.Was bleibt abschließend noch zu sagen? Eternal Darkness ist ein grandioses Spiel, mit gut funktionierender Spielmechanik, düsterer Atmosphäre und brillanter Handlung, deren eigentliche Abgründe sich erst später herauskristalisieren. Da dürfte es schon ein ziemlicher Segen sein, dass sich der Spielverlauf sich beim erneuten Durchspielen nicht wirklich ändert und man so wesentlich schneller als beim ersten Mal durchkommt(im Durchschnitt dürften es ungefähr 10 Stunden pro Durchgang sein).Auf seine Art ist Etenal Darkness brillant, aber nur solange man sich auf Spiele einlassen kann, deren Fokus eher auf Atmosphäre und Handlung liegen. Da beides sehr düster ist, könnte dies ebenfalls den Kreis der Interessenten einschränken, genau wie das recht gewöhnungsbedürftigte Kampfsystem.Wer sich davon jedoch angesprochen fühlt, bekommt ein einmaliges Spielerlebniss geboten, welches einem noch lange Zeit im Gedächtnis haften wird.
Angsteinflößend!, 30. März 2008
Dieses Spiel...ist zwar auf den ersten Blick langweiliger Story, da vieles vorbestimmt ist und einem Prinzip verfolgt, da man eine Geschichte nachspielt. Allerdings ist die Art und Weise absolut einzigartig und berauschend! Die Story, die mit Alexandra Roivas beginnt und endet und um die sich alles dreht, ist mitreißend und der Spieler verschwindet in dem Verlangen danach, immer mehr über das Mädchen und ihre Vorfahren, die Geschehnisse herauszufinden. Das besondere an diesem Spiel ist allerdings keineswegs die Story, sondern die einzigartige grausige Atmosphäre, die aufgebaut wird. Die Umgebung, die von Level zu Level abwechslungsreich imemr wieder neue Bereiche aufzeigt, ist selbst bei strahlendem Sonnenschein bedrückend und drohend. Natürlich wird es erst richtig schlimm, wenn es in die tiefe Dunkelheit der Gemäuer geht...Der Sound des Spiels erschreckt immer wieder aufs Neue und zerrt besonders unbewußt an den Nerven des Spielers, sodass er sich nach einer Stunde Spiel kaum wiedererkennt und vor Anspannung dem Fürchten gelehrt wird. Die Schreie, das Schlurfen, das Geklirre...es macht einen verrückt und läßt einen nicht los. Zusätzlich zu dem Spieler wird auch die Spielfigur von den Geschehnissen beeinflusst. Auch ihn setzt es zu, die vielen Monster zu sehen und sich in einer solchen Gruft zu befinden. Es liegt am Spieler selbst die Figur entweder in den Wahnsinn zu treiben oder ihn mutig durch die einzelen Level zu führen. Und da beginnt der Punkt, an dem man sich seiner eigenen Angst stellen muss und kämpft und kombiniert.Dieses Spiel ist nichts für schwache Gemüter!Ich selber, als bekennender Angsthase, traue mich nicht, es in der Dunkelheit zu spielen. Ich brauche immer Tageslicht und am liebsten noch jemand, der neben mir sitzt. Aber selbst ich kann einfach nicht verzichten...
Die immerwährende Finsternis, 4. Januar 2008
Was soll ich sagen?Geil.Ich hatte von dem Spiel vorher noch nie was gehört, ich hab nichteinmal einen Trailer dazu gesehen. Das Cover sprach mich an, der Text hinten drauf war auch ganz gut, Das Spiel günstig...kann ja nicht schaden hab ich mir gedacht.Und das hat es auch nicht.Dieses Spiel ist der Hammer, eins der wirklich wenigen Spiele für den Cube, dem ich über 90% geben würde.Grafisch ist es nicht das beste Spiel, aber es ist so gestaltet, dass das ganze zum Konzept passt.Die Mischung aus Rästeln, Schwertkämpfen und Magie macht das Game in Verbindung mit der Stimmungsfördernen Musik zu einem einmaligem Spielerlebnis der extraklasse.Die Story ist spannend, die action stets gewährleistet.Absolut empfehlenswert von Anfang bis Ende des Spiels. Einfach nur Fesselnd dieses Meisterwerk
Super Game... aber spannend?, 27. November 2007
Also, ich habe nie verstanden, warum dieser Titel mit anderen Survival-Horror-Titeln in einem Zuge genannt wird. Es gibt diverse spannende Momente und die Sequenzen, wenn man wahnsinnig wird, schrecken manchmal auf, aber sonst kommt doch nicht im Ansatz eine Resident Evil (o.Ä.)-Atmosphäre auf, dazu hat das Spiel zu sehr Comic-Look und komplett ungruselige Gegner. Nichtsdestotrotz bleibt ein sehr cooles Adventure, das einen völlig eigenen Charme hat.
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