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Ken Kesey: Einer flog über das Kuckucksnest - Special Edition (2 DVDs)

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Einer flog über das Kuckucksnest - Special Edition (2 DVDs)

von Ken Kesey

mit Jack Nicholson Louise Fletcher William Redfield

Regie: Milos Forman

Warner Home Video - DVD

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08/Jän/2009 - 09:08

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Beschreibung

Milos Formans Werk nach Ken Keseys gleichnamigem aufwühlenden Roman ist einer der Schlüsselfilme der 70er Jahre. Damals wurden so aufregende, bahnbrechende und persönliche Filme noch in Hollywood produziert. Einer flog über das Kuckucksnest betont den humanistischen Ansatz des Buches, und man hat den Eindruck, dass der brillante Jack Nicholson (Shining, Besser geht´s nicht) geradezu für die Rolle des Randle Patrick McMurphy geboren wurde. McMurphy ist rebellischer Insasse einer geschlossenen psychiatrischen Klinik, der den Kampf aufnimmt gegen die Autorität und die kalte Attitüde institutioneller Überlegenheit, personifiziert durch Schwester Ratched (Louise Fletcher). Die klassische Anti-Establishment-Geschichte eines Mannes, der seine Individualität gegen ein repressives, konformistisches System behaupten will, funktioniert hier auf allen Ebenen. Forman bevölkert seinen Film mit einprägsamen, exzentrischen Gesichtern und bekommt eine so detailfreudige und spontane Arbeit von seinem Ensemble geliefert, dass der Film manchmal wie eine Dokumentation anmutet.

Einer flog über das Kuckucksnest hat von seiner Aktualität bis heute nicht einen Deut eingebüßt, wie viele andere Filme aus den 70er Jahren, die sich mit der damaligen Jugendkultur befassten. Das liegt daran, dass es Forman gelingt, einige Grundcharakterzüge der menschlichen Natur einzufangen, die universell und zeitlos Gültigkeit haben: Ausgelassenheit, Mut, Inspiration, Stolz und Hartnäckigkeit. Bei den Academy Awards 1976 räumte der Film dann auch zu Recht kräftig ab. Zum ersten Mal seit 1931, als Frank Capras It Happened One Night diese Ehre zuteil wurde, erhielt ein Film in allen wichtigen Kategorien (Film, Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin, Drehbuch) den Oscar. --Jim Emerson





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Einer spielte verrückt ... die Macht der Definition von "normal" und der offene Krieg, 26. August 2008

"Wer braucht Typen wie McMurphy in dieser sauberen, ordentlichen und disziplinierten Welt? ... Jeder!" [Filmplakat] Überschüttet mit nationalen und internationalen Auszeichnungen bewegt sich diese tiefschwarze, satirische, dramatische und tief ergreifende und erschütternde Tragikomödie zwischen den Macken der Patienten, den spontanen Aktionen McMurphys und reaktiven und vorbeugenden Systemsanktionen, gnadenlos vertreten durch die Oberschwester Hardling als Vertreterin psychologischer und psychiatrischer Prozesse zur Erzwingung von Geschellschaftsintegration und Verhaltensanpassung. Der extrem emotionale, rationale und intelligente 'Jack the Smoker' repräsentiert als personifizierte, "durchgeknallte" Freiheit von Charakter, Seele und Geist das Paradoxe des Systems in eben dieser, seiner inneren Freiheit, die sich, will man sie zerstören, nur einer, dieser Art von Integrationsprozessen wiederum fremden, gewaltsamen, bewusst fremdgesteuerten, physio-psychologischen Manipulierung beugen würde. Gesteuert von der Sehnsucht nach Freiheit sowie der Solidarität mit dem Schicksal der Insassen verweigert McMurphy in der Zerstörung der etablierten Lethargie durch seine intra- und interindividuelle Auseinandersetzung mit Inhalten von Subjektivität, Individualität, Ordnung und Zwang jede Art der Integration in den geforderten und streng reglementierten Rahmen und weigert sich, einem, das Individuum verachtenden System einer Normalitätsdefinition und -erzwingung zu unterwerfen. Grandiose Schauspielkunst und eine in Hinsicht Kulisse und Kostüme brillante, spartanische Inszenierung bei melancholischem Soundtrack ermöglichen in diesem außergewöhnlichen und sehenswerten Psychodrama aus dem Jahre 1975 das geniale Fortschreiben eines anfangs heiter und amüsant wirkenden Geschehens bis hin zum totalen Entsetzen in der Katharsis, gleich einer über 130 Minuten entwickelten Hommage an die persönliche Freiheit, das Leben und die Liebe. Besetzung * Jack Nicholson : Randle Patrick McMurphy * Louise Fletcher : Krankenschwester Mildred Ratched * William Redfield : Harding * Will Sampson : Chief Bromden * Michael Berryman : Ellis * Peter Brocco : Col. Matterson * Dean R. Brooks : Dr. John Spivey * Alonzo Brown : Miller * Scatman Crothers : Orderly Turkle * Mwako Cumbuka : Aufseher Warren * Danny DeVito : Martini* Christopher Lloyd : Taber * William Duell : Jim Sefelt * Josip Elic : Bancini * Lan Fendors : Schwester Itsu * Nathan George : Aufseher Washington * Ken Kenny : Beans Garfield * Sydney Lassick : Charlie Cheswick


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wer sich auflehnt, muss auch etwas erreichen können, 11. August 2008

McMurphy hält sich für clever. Statt in den Knast zu gehen, macht er auf irre und lässt sich zur Beobachtung in die Klapse einweisen. Bei den noch einigermaßen intakten Insassen herrscht Schwester Ratched mit kalter Freundlichkeit. Wer an die Errungenschaften der modernen Medizin glaubt, der wird in den täglichen Gruppensitzungen mit ihr eine Art der Therapie sehen. Vielleicht hoffen das auch einige der Teilnehmer, die annehmen, sie seien freiwillig hier und dass sie jederzeit wieder verschwinden könnten. Doch um Therapie geht es hier nicht, dazu fehlen Wärme und menschliches Verständnis. Hier wird der Schwachsinn nur noch verwaltet. In diese dunkle Welt bricht McMurphy ein. Er verkörpert den spröden, aber warmherzigen einfachen Kerl, den Draufgänger und Frauenaufreißer. Ihm gelingt es schnell die anderen aufzuschließen, weil er sie in seiner direkten Art nicht wie Idioten, sondern wie Menschen behandelt und ihnen die Anerkennung und den Respekt gibt, der ihnen sonst verwehrt wird. Doch McMurphy ist kein einsamer Kämpfer, kein amerikanischer Held oder sonst wie großartig. Er kämpft auch nicht wirklich. Tatsächlich begreift er noch nicht einmal, dass er in der Falle sitzt. Er ist einfach nur er selbst, der einfache Kumpel, der nicht verstehen will, was man an dieser Anstalt nicht verstehen kann und sich deshalb gegen dieses Leben auflehnt. Was lustig beginnt, endet tragisch. Nur einer gelangt am Ende in die Freiheit zurück, der Indianer, der den Taubstummen markierte, sich nicht auflehnte, aber seine Chance letztlich zu nutzen verstand, auf die ihn McMurphy erst stieß. McMurphy jedoch scheitert an sich selbst. Merkwürdigerweise wird dieses Ende in den Rezensionen und Diskussionen zu diesem Film nicht thematisiert. Die Meisten verstehen den Film als Parabel, als Anklage gegen das "System". Aber gegen welches? Regisseur Forman fand sein kommunistisches Heimatland in der Anstalt dargestellt und vermeinte zu wissen wie die Leute dort fühlen. Aber das Buch entstand und spielt in den USA. Unsere wirklichen Abhängigkeiten werden uns meist erst bewusst, wenn wir schon in ihnen gefangen sind. Dieser Film stellt ganz unaufgeregt zwei Strategien für solche Fälle gegenüber. Das fand ich jedenfalls viel interessanter als eine hineinkonstruierte Anklage gegen irgendein "System". Die zweite DVD erklärt uns unter anderem die Entstehungsgeschichte des Films. Kirk Douglas war vom Buch begeistert und machte daraus ein Theaterstück. In Prag traf er Forman viele Jahre bevor der Film entstand, fragte ihn, ob er Lust hätte einen solchen Film zu drehen und versprach das Buch zu schicken. Es kam jedoch nie an. Erst der zweite Versuch seines Sohnes Michael Douglas zehn Jahre später hatte Erfolg. Man brauchte Forman, weil er gut und billig war, denn für die Produktion dieses Films war nur wenig Geld vorhanden. Alle großen Studios hatten seine Produktion abgelehnt. Nach den fünf Oscars werden sie das bereut haben. Fazit. Einer der Filme, die man nie wieder vergessen kann.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Toll!, 27. August 2007

Dieser Film ist wirklich einfach super! Jack Nicholson in Bestform. Man nimmt ihm die Rolle als McMurphy total ab. Die Schauspieler waren wochenlang in einer echten Anstalt, um ihre Rolle besser spielen zu können. Das hat auch wunderbar funktioniert. Es gab damals viele Kritiken, dass doch ein Film, der fast nur einen Handlungsort (Das Irrenhaus) hat, doch niemals ein Erfolg werden kann. Falsch Gedacht! Ein ganz toller Film, sehr empfehlenswert!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  klar, 25. August 2007

was soll man schon den Vorreszensenten anfuegen?klar, ist der Film klasse, klar ist es ein Film ueber die Zustaende in der Psychiatrie, klar, fuehlen sich Pfleger angegriffen... aber das ist auch gut so. Ich war vier mal in der Psychiatrie (durch Drogen ausgeloeste Psychose, zuerst hiess es noch manisch-depressiv) drei mal geschlossene. Auch, wenn der Film uebertreibt, es hat sich nicht viel geaendert. Ich erinnere mich nur an die chemische Zwangsjacke Haldol, an meine Mitpatienten, die oftmals schon Jahrzehnte in der geschlossenen waren und teils auch freiwillig dort waren... und ich bin auch, allerdings etwas eleganter, "ausgebrochen". Schoen ruhig verhalten, bis es "Gelaendefreiheit" ohne Begleitung gibt, dann einfach rausspaziert.Die Art und Weise, wie ich als Versuchskaninchen einer kleinen Gruppe von "vielleicht sechs" Studenten vorgefuehrt werden sollte, war auch interessant. Es erwies sich als Hoersaal mit etwa 100 Studenten und der Oberarzt und mich Vorfuehrende, wohl wissend um meine durch Haldol geschwaechte bis nicht mehr vorhandene Gegenwehr bzw. Selbstbestimmung, machte mich im wahrsten Sinne des Wortes zum Hallodri vor der versammelten Mannschaft. Ich konzentrierte alle meine Kraft auf den Augenblick des Hinausgehens und reckte meine Faust in die Hoehe ... Kommentar: "Aha, da haben wir einen, der Einer flog uebers Kuckucknest gesehen hat". Bezeichnend.Oh, ich bin heute geheilt, allerdings nicht durch diese Aerzte. Wenn ich heute Leuten mit Worten nicht mitteilen kann, was ich erlebt habe, empfehle ich, diesen Film zu sehen, oder lege ihn gleich ein... so kann ich kommentieren, was passt und was uebertrieben dargestellt ist.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  But I tried, didn't I? Goddamnit, at least I did that. , 4. Mai 2007

Einer der besten Filme aller Zeiten. Unglaublich gute schauspielerische Leistungen (Christopher Lloyd, Danny de Vito, Brad Dourif und natürlich der alte Jack!), hinreißende Geschichte. Die Frage ist: Wer is verrückt? Beziehungsweise: Wer sind die Verrückten? Es geht nicht um das Gute und/oder das Böse, sondern um uns alle. Wo liegt die Grenze zwischen "normal" und "verrückt"? Eine brilliante künstlerische Leistung von dem "shark's smile" Jack Nicholson. Genauso wie "Amadeus" und "Hair" zählt dieses Werk vom Meister Milos Forman zu den wichtigsten Werken der Filmgeschichte. Unbedingt kaufen und mindestens einmal im Jahr angucken!




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