Kundenmeinungen
Taran und der Zauberkesseln., 31. Dezember 2007
Einer meiner Lieblings Disney Filme.
Der Junge Taran erhält den auftrag das Schwein Hen Wen vor dem gehörnten König zu schützen. Aber leider bekommt der gehörnte König das helseherische Schwein doch. Und Taran und seine Freunde setzen alles drann das Schwein wieder zu befreien.
Ein sehr schöner gruseliger Disney Film.
Viel Spaß beim anschauen.
Wohl der schlechteste Disneyfilm aller Zeiten..., 16. September 2007
Was in gewissen Sinne schade ist. Die Geschichte hätte durchaus Potenzial gehabt. Aber weil die Disney-Studios die Verwirklichung immer weiter hinauszögerten, sprangen die wirklich guten Zeichner (wie Don Bluth und das Team, dass dann Basil verwirklichte) leider ab. Hinzu kam, dass an dem Film einfach unglaublich herumgefuscht wurde.
Zur Story: Brutal! Anders läßt es sich nicht sagen. Und es ist mir ein völliges Rätsel, wie der Film die Altersfreigabe ab 6 bekommen konnte. Es geht um den Schweinehirten Taran, der das Zauberschwein Hen Wen in ein sicheres Versteck bringen soll. Der gehörnte König möchte sich Hen Wen zu nutzen machen, um einen Zauberkessel zu finden, mit dem er seine gefallenen Krieger zu Skelettkämpfern machen möchte. Auferstehende Leichen sind nun wirklich nichts für ein Kind. Hinzu kommt, dass die Geschichte unglaublich gestückelt wirkt. Erst geht es um ein Zauberschwein, dann plötzlich um den Kessel. Es wird nie wirklich klar, warum Taran denn nun unbedingt den Kessel suchen muss, wenn dieser doch eigentlich um jeden Preis verborgen bleiben muss. Oder warum der gehörnte König Taran und seine Gefährten nicht tötet, nachdem diese ihren Zweck erfüllt haben. (und woher weiß er eigentlich plötzlich, wo er nach dem Kessel suchen muss?????).
Zu den Charakteren: Hen Wen ist süß. Gurki ervorragend gelungen. Aber die zwei Figuren reichen nicht aus um den ganzen Film zu tragen. Die eigentlichen Hauptprotagonisten sind einfach nur farblos. Die Motive des gehörnten Königs bleiben einem völlig schleierhaft (und wenn Taran ihm Wasser in sein Totenkopfgesicht schüttet, dann frag ich mich immer, warum er zurückschreckt wenn er doch leere Augenhöhlen hat......)
Zur Zeichentechnik: Alles wirkt sehr düster....und das ist es denn auch schon. Die Effekte, die die Zeichner ursprünglich geplant hatten, sind nie verwirklicht worden.
Zur Musik: Nicht existent! Kaum zu glauben, aber es wird noch nicht einmal aus dem Off gesungen (was sonst nur bei Atlantis so ist). Im Grunde ist das sogar gut so, dann typisches Disney-Gejodele würde nicht zu der düsteren Stimmung des Films passen. Allerdings hat man bei Taran ein unglaubliches Verbrechen begangen: Man hat aus der Endszene des Films noch szenen rausgeschnitten, nachdem der Film schon fertig war (wegen der Altersfreigabe). Dadurch ist die komplette Musikalische untermalung gleich mitgestückelt worden, und kann einfach nicht den erwünschten Effekt erreichen.
Der Film hätte vielleicht ein guter Film für ältere Zeichentrickfreunde werden können...aber aufgrund der Unendschlossenheit von Disney ist er nichts halbes und nichts ganzes geworden. Er ist zu gruselig für Kinder, zu anspruchlos für Erwachsene und bietet auch sonst nichts, was von irgendwelchem Interesse wäre.
...tricktechnische Perfektion für das Kind im Erwachsenen, 24. Juli 2007
1985, im Sog von "Herr der Ringe", kam dieser, für die Disney Studios eher untypisch düstere Film in die Kinos, übrigens der erste Zeichentrickfilm, der Computer generierte Szenen und Dolby-Stereo-Sound benutzte.
Überzeugend und nahezu unnachahmlich dargestellt führt uns die Geschichte vom Kampf des Guten gegen die bösen und dämonischen Kräfte in das Reich der Mythen und Fantasien, gezeichnet von skurrilen Fabelwesen und Hexen, dunklen Wäldern und schaurigen Burgen.
Wunderbar animiert und klassisch gezeichnet bewegen sich die einzelnen, so verschiedenen Charaktere vorbei am üblich kuscheligen Kitsch in einer Welt von einerseits Angst einflößenden Kreaturen und Abenteuern und von andererseits leuchtenden und liebenswerten Gestalten.
...nie überspitzt noch überzeichnet und mit viel Humor und köstlichen Szenen aufgelockert offenbart dieser abendfüllende Film dem erwachsenen Zuschauer ein meisterliches Disneyspektakel.
Guter Fantasy-Disney - aber nix für die ganz Kleinen, 2. April 2007
Die Handlung: In einem mittelalterlichen Reich ist der böse gehörnte König scharf auf den "schwarzen Zauberkessel" - ein Kessel, der unermessliche Macht verspricht. Darin wird der Teenager Taran verwickelt, der ein hellsehendes Schwein vor ihm beschützen muss und bald mehr am Hals hat als ihm lieb ist - wobei er aber auch Freunde findet, die ihm zur Seite stehen...
Alles in allem ein recht ungewöhnlicher Disney.
Dieser Trickfilm aus dem Jahr 1985 war kommerziell eher ein Flop und trotz der guten Animationen sieht der aufmerksame Zuschauer, dass Disney schon damals etwas sparen musste (siehe den "Fantasia"-Ausschnitt in der Wasserschüssel-Szene). Dafür hatte man keinen geringeren als Elmer Bernstein als Komponisten an Bord geholt (dieser war u.a. verantwortlich für die Filmmusik von "Die glorreichen Sieben", "Gesprengte Ketten" oder auch "Ghostbusters"). Und das Beste fast: gesungen wird kein einziges Mal. Die Synchronsprecher, sowohl deutsch als auch englisch, wurden gut ausgewählt und sprechen ihre Rollen mit überzeugender emotionaler Kraft.
Qualitätsmässig gibt es eigentlich nichts zu meckern.
Und die Story? Die ist gewiss für die ganz kleinen Kinder nicht geeignet, denn es gibt genug gruselige Szenen im Film (u.a. mit Skeletten oder die Riesendrachen), die sie verängstigen könnten. Und wer mit Fantasy nicht viel am Hut hat, wird eher wenig Gefallen an diesem Film finden.
Doch dieser Film ist es wert, angeschaut zu werden. Auch für jene, die die neueren Disneys erheblich satt haben. Denn die schon oben genannten Pluspunkte sprechen dafür.
Die DVD-Ausstattung ist ganz akzeptabel ausgefallen: Fans können sich an einer Palette von Gallerien (z.B. der Originalsprecher oder Skizzen) erfreuen, dazu gibt es einen extra-Cartoon und ein DVD-Spielchen. Zudem gibt es 3 Trailer (spielen beim Start ohnehin automatisch) - sind aber kaum der Rede wert.
Disneys turbulende 80er Jahre Teil 2: Die neue Härte, 30. März 2007
Die 80er Jahre verliefen für die Disney Studios mehr als turbulent, und waren das wohl schwerste Jahrzehnt für das Studio. 1981 lieferten sie mit "Cap und Capper" einen an alte "Bambi"-Tage erinnernden, charmanten Film vor, der zu Zeiten von "Krieg der Sterne" und Steven Spielberg an den Kinokassen jedoch unterging.
Der Publikumsgeschmack hatte sich sehr gewandelt (auch im Zeichentrickfilm gab es nun ernstzunehmende Konkurrenz), und die Disney-Studios orientieren sich neu. Ihr nächster Film, "Taran und der Zauberkessel", sollte etwas für Disney völlig neues bieten. Und so kam es 1985 zu diesem düsteren, rauhen Fantasyfilm, an dem fast nichts an die alten Disney Filme erinnert. Viel mehr kupferte er von der Konkurenz ab. Ralph Bakshi hatte mit seinen Filmen eine neue Härte in den Zeichentrick gebracht ("Der Herr der Ringe", "Die Welt in 10 millionen Jahren"), der mit Hardrock unterlegte Film "Heavy Metal" war ein großer Kinoerfolg, und Filme wie "Das letzte Einhorn" legten Magie und Spannung im Zeichentrickfilm ganz neu aus. Von all diesen Filmen nahm Disney ein paar Zutaten und sorgte so für den vielleicht ungewöhnlichsten all ihrer Filme.
Tatsächlich ist der Film gelungen, sehr spannend und unterhaltsam. Stimmungsvoll und recht erwachsen. Eben typische Fantasy. Doch mit Walt Disney hatte das nicht mehr allzu viel zu tun. Und das sich der große Name "Walt Disney" auch als Fluch erweisen kann, bewies "Taran": Ein gelungener, spannender Film. Doch das Publikum war entsetzt! Die Kinder wurden durch die Düsternis verschreckt, und Erwachsene waren enttäuscht von diesem untypischen Film, der nichts von dem hat, wofür der Name "Disney" steht. Der Film wurde ein katstrophaler Flop, was besonders schmerzhaft war, weil der Film recht hohe Produktionskosten hatte. Und so begann für das Studio die Suche nach etwas, was sowohl neu und frisch war, aber auch all das bot, was man von Disney erwartet. Etwas, das Disney-Fans begeistert, aber auch neue Zuschauer anlockt. Nach 2 weiteren schlimmen Flops fand Disney 4 Jahre später schließlich mit "Arielle, die Meerjungfrau" auf die Erfolgsspur zurück.
Noch ein Wort zur DVD: Der Film liegt zwar in seinem Originalformat (2.35:1) vor, doch das Bild ist unscharf und teilweise etwas grobkörnig. Die Extras sind (wie fast bei jeder "Special Collection") eher nichtssagend.
Fazit: "Taran und der Zauberkessel" ist ein Film, der jedem gefallen dürfte außer den Disney-Puristen. Dann schon eher den "Disney-Hassern"! Denn wenn es einen Disney-Film gibt, der so gar nichts von Disney hat, dann ist es dieses Werk!
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