Kundenmeinungen
bitte neuauflage, 26. März 2008
habe mir den film nach sehr langer zeit mal wieder angesehen. er funktioniert - noch immer. eine sehr herausragende musical umsetzung, vielleicht die beste überhaupt (man denke an affektierte peinlichkeiten wie les misérables)... dennoch habe ich das bild und den ton kaum ertragen - meine ansprüche sind mit der entwicklung des home entertainments einfach gewachsen. ich wünschte mir eine edition mit perfektem ton und bild (denn diese bilder sind es wert gestochen scharf gesehen zu werden), die grobkörnige verpackung könnte man ebenfalls ersetzen und bonus material fehlt sowieso (ein skandal)! ich finde es schade dass filme wie 'evita' einfach nicht in neuem glanz erstrahlen dürfen (obgleich der verleih nun wirklich budget dafür übrig hätte)
Kühles Schauspiel, coole Musik, 26. August 2007
überzeugt hat mich der Film nicht. Berührt hat mich das Schicksal der Eva Perón mehr durch den Soundtrack, den ich mir im Vorfeld gekauft habe. Madonna kann zwar singen, schauspielen jedoch nicht. Sie bringt einfach nicht das Gefühl und die Leidenschaft rüber, die ich mir erwarte, wenn ich mir einen Film über eine Frau ansehe, die in Argentinien ein Star war. Die Figuren wirken allesamt sehr sehr blass und kühl. 2 Sterne gibts für die erstklassige Musik, die das miserable Schauspiel zu überdecken weiß....Fazit: Es gibt weitaus bessere Musicalverfilmungen bzw. weitaus bessere Interpretationen der Evita...
Super für alle Musicalfans, 7. Juni 2007
Mein Absolutes Lieblingsmusical...tolle stimmen und eine schöne geschichte...sehr zu empfehlen auch wenn es schon ein bisschen älter ist, berührt mich immer wiederauch die CD dazu ist ganz toll!!
Madonna ist EVITA, 25. Februar 2007
Endlich mal eine Musicalverfilmung, wo die Akteure nicht plötzlich im Streitgespräch beginnen zu tanzen, Liebesszenen nicht damit unterbrochen werden, dass die Paar sich aus vollem Halse ansingen. Auch wenn andere Rezensenten bemängeln, das Madonnas Gesangsdarbietung nicht an die der originalen Darbietungen der Bühne herankommen, ich habe ziemlich viele Interpretationen gehört, mag sein, sie hat nicht die "beste Stimme", aber ihre Darbietung ist die einzige, der man das gesungene abnimmt. Alles andere ist gezuckert und gesüsst, bei ihr es es einfach nur emotional. Der Film hat eine wundervolle Optik und wie gesagt, es ist gut, dass auf Dialoge verzichtet wurde. Das der Film dadurch ein wenig wie ein Madonnavideo mit Überlänge wirkt, verhilft ihm zum Vorteil. Denke ich an die Verfilmungen von "Chicago" oder "Hair", dann stehen mir eigentlich im wahrsten Sinne die Haare zu Berge. Denn Musicals sind letztendlich nichts anderes als Popmusik. Erlebt man sie nicht auf der Bühne, sondern im Kino, dann sollten die Verfilmungen so wie die von "EVITA" sein!
ýA new Argentinaý ý Die neue Evita, 30. Oktober 2005
Maria Eva Duarte de Peron, der Welt besser bekannt als „Evita", die nur 33 Jahre alt wurde, hat für manche großes Aufsehen erregt, für andere große Taten vollbracht. Tatsache ist, dass sie mit 15 Jahren nach Buenos Aires ging um Schau-spielerin zu werden, was ihr durch Männerbekanntschaften gelang, bis sie 1944 dem General Juan Domingo Peron auf einer Wohltätigkeitsveranstal-tung begegnete. Als „Mann der Arbeiter" erlangte Peron große Popularität und Eva Duarte verfolgte durch ihn ihre Pläne. Selbst nach der Verhaftung Perons blieb sie, propagandierte für ihren Geliebten und gegen die Oligarchie. Nach Juan Duartes Freilassung war es nur eine Frage der Zeit, bis er als Präsident 1946 in die Casa Rosada zog und Eva ehelichte. Doch die Gesellschaft, sowie die Politiker schmähten Frau Peron. Diese Einstellung versuchte sie durch soziales Engagement zu ändern. Trotz des Reichtums Argentiniens war die Armut der Bevölkerung enorm. So wurden Hospitäler errichtet, Kinderheime und Schulen gebaut und dem Volk wurde ein wich-tiges Bedürfnis gegeben: das Hoffen. Der peronistische Faschismus hielt Einzug in das Land - Evita war geboren. Eva spielte nun ihre größte Rolle: die wohltätige Gattin Perons. Durch ihre Propaganda schwamm er auf einer Sympathiewelle, die Argentinien zuvor unbekannt war - Evita als „Regenbogen Argentiniens" eroberte Millionen von Herzen. Doch auch der strahlendste Stern verglüht einmal. Evitas Licht wurde durch den Gebärmutterkrebs getrübt, an dem sie am 22. Juli 1952 starb. Argentinien versank in tiefe Trauer. Einbalsamiert wurde das Idol zur Schau gestellt. Wer konnte ahnen, dass ihre sterblichen Überreste noch jahrelang durch die Welt wandern sollten, bevor der tote Leib schließlich begraben werden konnte.
Eine ähnliche Odyssee widerfuhr den Filmrechten des Musicals „Evita" von Andrew Lloyd Webber, die er 1981 an die Filmgesellschaft Paramount Pictures verkaufte. Doch zurück in das Jahr 1975, in dem Tim Rice Webber auf Eva Peron aufmerksam machte. Rice hatte sich wie viele zuvor in den Mythos verliebt, während Andrew Lloyd Webber in ihr nur eine wunderbare Hure sah. 1978 war die Premiere der Rockoper „Evita" in London. Kannte man schon die Musik, die als Konzeptalbum ein Jahr zuvor erschien, so unterstützte die Bühneninszenierung von Hal Prince die Glorifizierung Eva Perons. Die musikalische Raffinesse Webbers wurde erkannt, denn gekonnt verband er Einflüsse Tschaikowskys mit Puccini, Kirchenchorälen, Pop, Rock und Jazz. Broadwayklänge mischten sich mit lateinamerikanischer Musik. Historisch nicht ganz stimmig, wurde Evita der ebenso legendäre wie antiperonistische Che Guevara als narrativer Konterpart entgegenge-setzt. 1996 entschloss sich Paramount den Musicalstoff von Andrew Lloyd Webber zu verfilmen. Die Regie übernahm Alan Parker („Fame", „Die Asche meiner Mutter"), der auch das Drehbuch schrieb. Die Kostüme entwarf Penny Ross, die Choreographie gestaltete Vincent Paterson. Die Caster John und Ros Hubbard standen dem Problem gegenüber, von der Popikone Madonna bestürmt zu werden, die die Titelrolle wollte. Da jeder Film seine Stars braucht, wurden noch Antonio Banderas als Che und Jona-than Price als Peron engagiert. Für Madonna wurde das Stück transpo-niert, da ihre Stimme den hohen Anforderungen nicht gewachsen war. So sind alle Evita-Passagen eine große Sekunde tiefer als im Original, ebenso, wie die Instrumentierung verändert wurde. Ist die dissonante Molleröffnung mit den rasanten Tempiwechseln im „Requiem for Evita" noch erhalten, wird der gleitende Tango in Ches „Oh, What a Circus" von den schnulzigen Gitarrenklängen fast parodiert. Madonna kann dem treibenden Samba in „Buenos Aires" nicht gerecht wer-den, während das sonst so graziöse Wiegenlied „Good Night and Thank You" durch die unflexiblen Stimmen Madonnas und Banderas erstarrt. Erschütternd ist das verweinte „Don`t Cry for Me, Argentina" von Madonna, während Antonio Banderas die Schubert ähnliche Liedstruktur in „High Flying Adored", förmlich zu zersingen scheint. Jonathan Price weiß seine Gesangskünste richtig einzuschätzen und vollzieht in „She is a Diamont" einen Sprechgesang, der sehr homogen erklingt. Er agiert einwandfrei und erhebt seine Stimme wohltuend selten. Man stellt sich die Frage, wie viele Tränenstifte Madonna für den Film verschwendete, war doch die historische Eva kein emotionaler Mensch. Schade, dass der Charakter dieser Frau hier schauspielerisch so fehlinterpretiert wird. Auch wünscht man sich von einer Popikone mehr Stimmvolumen und Energie. Antonio Banderas Stimme hat einen gewissen Reibeisencharme, ist den technischen Anforderungen aber nicht gewachsen. Was bleibt übrig, wenn man die opulenten Massenszenen, Tränen und Starnamen subtrahiert? Eine solide, doch leider mittelmäßige Regiearbeit von Alan Parker. Da das Musical aber weltweit im Original mit Untertitel lief, entgeht es knapp dem Prädikat des Popcorn-Kinos.
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