Kundenmeinungen
Was für ein Album...., 22. Februar 2008
Seit über 20 Jahren mein Lieblingsalbum - hunderte mal gehört. Für mich sind hier einige der schönsten Popsongs aller Zeiten darauf versammelt. Zeitlose Musik - die einem auch nach Jahren noch verzaubert. Das Popmusik und Kunst sich nicht ausschließen müssen hat Peter Gabriel auf vielen Alben und Konzerten bewiesen. Wenn ich nur eine Platte mit auf die berühmte einsame Insel mitnehmen dürfte... dann wäre es die SO.
Einige der stärksten Songs der 80er Jahre, 7. Februar 2007
"SO" von Peter Gabriel ist eines der besten Alben aller Zeiten - weil es einige der stärksten Songs der 80er Jahre beinhaltet - und damit meine ich noch nicht einmal die Singles "Sledgehammer" (ohne das die 80er aber nicht komplett sind) und das unterschätzte "Big time", sondern vor allem die eher unauffälligen Perlen wie "Red rain", "Mercy street" und das traumhafte, atmosphärisch unglaublich dichte "We do what were told" (das einst die geniale Miami-Vice-Episode "Und vergib uns unsere Schuld" adäquat untermalte). Wenn man Peter Gabriel fragt, wie die 80er klangen, könnte er einfach antworten: "SO."
Bemerkenswert, aber nicht uneingeschränkt toll., 1. Dezember 2006
Dass Peter Gabriel mit diesem Album - musikalisch betrachtet - ein Ausnahmewerk geschaffen hat, ist unbestritten und muss an dieser Stelle nicht zum x-ten Male wiederholt werden. (Bisher) keine seiner späteren Aufnahmen konnte diese Atmosphäre, diese Konsistenz und Dichte im Ausdruck wiederholen.Klanglich jetzt natürlich deutlich gewonnen in der remasterten Version, schon seit 2002. SACD noch etwas besser, sofern man dafür ausgestattet ist.Dennoch und gerade als SACD: Chance vertan!Warum keine Bonustracks? Warum kein 5.1? Wenn schon deutlich teurer, warum dann diese geradezu emotionslose Neuauflage? Das könnte Peter Gabriel deutlich besser. Vielleicht sollen wir in ein paar Jahren nochmals Geld für die 25th-Anniversary-Edition ausgeben?!Fazit: Ohne SACD-Spieler null Mehrwert gegenüber 2002er Version. Schade.
Ein stilprägendes Album mit zwei Seiten, 16. Januar 2006
Es gab mitte der Achtziger einige Musiker, die man trotz ihrer Charterfolge ganz offen hören konnte, ohne sich an den Mainstream zu verraten. Hierzu gehörten Sting, Paul Simon, Dire Straits, U2, Talking Heads und Peter Gabriel - allesamt Kritikerlieblinge.
Nachdem Peter Gabriel "seine" Band Genesis als erfolgreiche, aber leere Hülle zurückließ, wandte er sich rockigeren Strukturen zu und entwickelte sein Faible für musikalische Einflüße fremder Kulturen. Nach mehreren vielbeachteten Soloalben, auf denen er seine eigene musikalische Linie zwischen Massentauglichkeit und künstlerischem Anspruch suchte, machte er mit "So" einen großen Schlenker in Richtung Mainstream. Bis heute wird das Album vor allem mit dem brachialen Megahit "Sledgehammer" in Verbindung gebracht. Ein stilprägendes Video, Killer-Bläserriffs und energetische Frauenchöre waren seine Interpretation von zeitgemäßem R&B und führten zu einem regelrechten"Gassenhauer". Aber auch die restlichen Songs lösen sich weitgehend von seiner z.T. vermurmelten Introvertiertheit früherer Alben. Auch "Red Rain" und "Big Time" leben von der großen Geste und der glänzenden High-Energy-Produktion. Aber Gabriel findet auch die Zeit für ruhige Töne. Das warme Duett "Don't give up" kontrasitert seine brüchige Stimme mit dem weichen Sopran von Kate Bush, und auch "Mercy Street" erzeugt eine dichte melancholische Atmosphäre. Seinem Interessean Weltmusik zollt er mit dem spannenden Duett "In Your Eyes", diesesmal mit der kontrastierenden Stimme von Youssou N´dour. In der Gesamtheit fällt diese klare Trennung der Songs klar ins Auge. Während die gradlinigen Songs von einer kühlen Hochglanzproduktion geprägt sind und einen deutlichen Blick in Richtung Charts werfen sind die zurückgenommenen Songs gehaltvoller und viel dichter und wärmer produziert. Und wer die späteren Werke, z.B. "Us" oder "Passion" hört, der bemerkt, dass Gabriel sich an diesem Scheideweg für den zweiten Weg - und damit gegen die Massen - entschieden hat. Eine weise Entscheidung.So bleibt ein Meilenstein in den im Rückblick musikalisch eher armen Achtzigern.
DAS Meisterwerk der 80er!, 6. Juli 2005
Was die 80er-Jahre angeht, bin ich nicht gerade begeistert, was sich in diesem Jahrzehnt musikalisch abgespielt hat, aber es gibt zum Glück einige rühmliche Ausnahmen, zu denen Peter Gabriel und "So" ohne Zweifel zählen!Peter Gabriel hat viele hervorragende Alben vor und auch nach "So" veröffentlicht, dennoch ist und bleibt es seine berühmteste Platte (wenn auch - meiner Meinung nach - nicht seine beste). Das mag hauptsächlich an "Sledgehammer" liegen, einem der bekanntesten Songs überhaupt. Ich persönliche bin kein großer Fan von diesem Song, aber allein durch seinen Erfolg ist es ja unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Konzerts oder jeder Best-of-Zusammenstellung.Doch zum Glück gibt es auf "So" mit Sledgehammer und "Big Time" nur zwei Songs, die ganz offensichtlich auf die Charts abzielen (ich will das böse Wort kommerziell nicht verwenden ...), die restlichen Lieder sind einfach nur großartige Klangkunstwerke, wie sie wohl kaum ein anderer heutiger Musiker fertigbringen könnte. Besonders hervorzuheben sind hier die Balladen, allen voran natürlich "Don't give up" mit Kate Bush, deren Stimme ich zwar nicht besonders mag und daher die Live-Version mit Paula Cole vorziehe, das aber trotzdem zu den Highlights zählt (dasselbe gilt übrigens für "In your eyes").Meine zwei Favourites auf "So" sind "Mercy Street", für mich die schönste Gabriel-Ballade und das epische "Red Rain", das man eigentlich kaum beschreiben kann, wenn man es nicht gehört hat. Alles in allem ein Album, das man auch noch heute, fast zwanzig Jahre nach Veröffentlichung, von vorne bis hinten durchhören kann, ohne dass es auch nur eine Sekunde langweilig wird. Eine klare Kaufempfehlung!
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