Kundenmeinungen
Tanz auf dem Vulkan., 27. Dezember 2006
Es ist die Zeit des Absolutismus. Ludwig XIV. regiert Frankreich. Ein Krieg mit den Niederlanden steht bevor und der Sonnenkönig braucht einen General. Sein Onkel bietet sich an und lädt den König zu einem Fest in die Provinz. Ein gigantischer Tross hält in dem Schloss des Conde in Chantilly Einzug und mit ihm das Treiben des Hofes. Jeder Untergebener ist seinem Vorgesetzten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Der Maitre de plaisier Vatel ist der Organisator des mehrtägigen Festes. Er hat alles Hände voll zu tun. Jeder glaubt aufgrund seiner Stellung Recht auf Vergünstigung zu haben. Das führt zu fatalen Übergriffen. Adlige Kinder zerschlagen Dekoration und lassen Vögel frei. Alle glauben sich Freiheiten heraus nehmen zu dürfen. Diese Chaos an Despotismus greift nicht nur nach Gegenständen und Tieren, auch das Personal, die Weiblichkeit, alles wird verfügbar. Vatel verliebt sich in die hübsche Mätresse des Königs. Er kann diesem Treiben wenig abgewinnen und leidet, als einer seiner Mitarbeiter das Leben verliert. Sein Herr verspielt Vatel beim Kartenspiel als Einsatz an den König. Das ist zuviel für Vatel, er nimmt sich das Leben.
Der Film zeigt das Treiben bei Hofe zur Zeit des Sonnenkönigs. Er zeigt die Willkür und die Sorglosigkeit des Adels im Umgang mit Menschen, Tieren und Gegenständen. Die Figur Vatels wird zum Indikator, der das ganze Ausmaß dieser Verrücktheit aufzeigt.
Depardieu in bester Spiellaune, 31. August 2005
Die Handlung wurde ja bereits skizziert. Einfach unglaublich, welche Dekadenz und Menschenverachtung am französischen Hofe herrschte.
Vatel ist eine göttliche Rolle für Depardieu. Eine zarte Liebesgeschichte in historischem Umfeld. Absolut sehenswert!
Feuer und Wasser und Musik und Tanz und Essen, 1. März 2005
Der Film ist ein großes buntes Bild aus Wasser, Feuer, Essen, Tanz, Spiel, Musik, Leben und Genuss. Und doch ist dieses Fest der Sinne nur der Vordergrund. Denn erzählt wird die Geschichte des Haushofmeisters, der all dies schuf, als Fest für Ludwig den 14.. Vatel (Gerard Depardieu in einer sehr passenden Rolle) ist Haushofmeister bei einem Grafen, dem er treu ergeben ist. Als eines Tages der Besuch des Sonnenkönigs angekündigt wird, gibt Vatel alles, was in seiner Macht steht, um das Fest großartig zu gestalten, immerhin hängt für seinen Herrn viel davon ab, wie es dem König gefällt am kleinen Hofe. Die kleinen Nöte der Organisation, die kleinen Geschichten hinter der Bühne, die Küchen, die Höfe, die Gärten, von all dem wird erzählt. Aber auch von der Enttäuschung eines treu Ergebenen, der plötzlich erkennen muss, dass er für seinen Herrn nur ein Spielzeug ist.
Ein bunter Film mit einem dennoch tragischen Ende, ein Feuerwerk aller Sinne, einfach unvergesslich in der fast schlaraffenland-ähnlichen Anhäufung unwahrscheinlichster Geräusche, Essensplatten, Gartenbeleuchtungen und in der realistischen Darstellung des mondänen Lebens am Hofe des Louis 14..
War so der Hof ?, 19. Juli 2004
Vermutlich ja. Donnerwetter! Eine schlichtweg unglaubliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Inszenierung von Luxus, Genusssucht und Dekadenz. Grandios gefilmt und vertont! (Super Sound). Tolle Schauspieler vor allem natürlich Derpardieu. Er schliesst vielleicht nicht ganz an seine besten Filme an, - trotzdem.... Einzig wirkt die unendliche Aneinanderreihung der Zubereitung von genialen Leckereien mit der Zeit doch ein wenig eintönig. Wenigstens eine Spur von Action hätte nicht geschadet, oder? Und schliesslich das Ende des Films, makaber und wirklichkeitsfremd....oder doch nicht? Gute Unterhaltung. Empfehlenswert.
Eine wunderbare Erzählung von Erwachen und Scheitern, 10. Januar 2003
Nicht nur gut sondern hervorragend! Die Geschichte eines Mannes (Vatel) der sich ganz auf seine meisterhaften Fähigkeiten zurückgezogen hat, und durch die Begegnung mit einer Frau, die ihm, "der sich von der Freundlichkeit zurückgezogen hatte, Freundlichkeit erweist" wieder den Gefühlen offen wird. Dabei verliebt er sich nicht nur, sondern wird verletzlich einer Umwelt gegenüber, die einen Mann seiner niederen Herkunft gegenüber keine wirkliche Wertschätzung erweisen kann. Damit ist sein Scheitern vorprogrammiert.
Gérard Depardieu (Vatel) erwacht aus seinem Schneckenhaus mit alles Zeichen der Verwirrung und des Zögerns, welches diesem Thema angemessen ist. Uma Thurman (Anne de Montausier) verknallt sich nicht einfach sondern wagt diese Liebe schrittweise. Und beide scheitern (oder doch nicht?) großartig. Die DVD ist technisch hervorragend. Das Bild ist scharf, klar und hell. Der Ton für ein DolbyDigitalverfahren sehr musikalisch (wichtig bei der großen Anzahl von barocken Musikstücken). Etwas kurz kommen nur die Boni. Zwar nett gemacht und ausnahmsweise wirklich aussagekräftig, nur bei so einem großen Film wäre ich auf etwas mehr neugierig gewesen. Zusammengefaßt: Großes Kino in jeder Beziehung! Die Ausstattung, die Musik, die Feuerwerke, die Feste ... alles prächtig und schön und dabei gleichzeitig nur Hintergrund für eine wunderbare weil zutiefst menschliche Erzählung. Tu dir einen Gefallen und leiste dir diesen Film ;-)
|