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Sony Pictures Home Entertainment: Macbeth

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Macbeth

mit Jon Finch Francesca Annis Martin Shaw

Regie: Roman Polanski

Sony Pictures Home Entertainment

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Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Something wicked this way comes..., 26. November 2007

Diese "Macbeth"-Adaption war Polanskis erster Film nach der Ermordung seiner Frau und seine persönliche Traumatiserung ist in jedem Bild spürbar. An Stellen, an denen Bühnenfassungen und andere Filmversionen dezent ausblenden; an Stellen, wo selbst Shakespeare Diskretion walten ließ, hält Polanski voll drauf: So ist sein Macbeth-Film ein grimmiges Blutbad, das keine Ermordung und keine Abscheulichkeit auslässt. Dabei hält sich sein Film aber bis zur letzten Zeile an den Originaltext und mit dem verregneten, alptraumhaft-surrealen schottischen Hochland sind die Schauplätze auch passend gewählt.

Schlussendlich ist diese sehr drastische Shakespeare-Adaption Geschmackssache: Ich persönlich habe die schmutzige Realität des Mittelalters selten so glaubhaft in einem Film verwirklicht gesehen; andere mögen bei durchgeschnittenen Kehlen (der Mord an König Duncan), abgestochenen Frauen und Kindern (der Überfall auf MacDuffs Schloss) und rollenden Köpfen (Macbeths Tod) legitimerweise anderer Meinung sein. Egal ob einem dieser Film persönlich zusagt; man sollte keine voreiligen Schlüsse über seinen kulturellen Wert ziehen, sondern mit der Zeit gehen: Gerade wegen der drastischen Gewaltdarstellung halte ich diese Version für besonders geeignet, einem jüngeren Publikum Shakespeare nahezubringen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Welles und McKellen sind besser - viel besser, 25. November 2007

Ich mochte diese Verfilmung noch nie. In der Schule das Buch gelesen (wundervoll), anschließend diese Fassung zu sehen bekommen, und mich gefragt, warum der Funke, der im Stück steckt, nicht im Film herüberkommt.
Ich sammle unterschiedliche Verfilmungen von Shakespeare's Stücken. Macbeth liegt mir bislang von Welles (dunkel, eindringlich) und von McKellen (mit Dame Judy Dench als Lady Macbeth!) vor. Beide Fassungen konzentrieren sich mehr auf das Stück, auf das Innere des verzweifelten Thane, der einer Weissagung glaubte und entsetzt die Konsequenzen erleidet, während er sich immer tiefer in Verbrechen verstrickt.
Was störte mich an Polanskis Verfilmung am meisten? Die Wirtshausschlägerei, als McDuff und Macbeth auf Leben und Tod "kämpfen". Klar schmeißen Krieger als erstes ihre Schwerter weg, um sich dann im Mist zu wälzen...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Von der hohen Kunst Weissagungen zu interpretieren., 6. Mai 2007

Der tapfere Macbeth soll von seinem König geehrt werden. Auf dem Weg dorthin begegnen er mit seinem Freund und Waffengefährten Macduff drei Hexen. Ihm wird eine steile Karriere weisgesagt. Aber die Prophezeiung enthält auch Wagnisse.

Als der König die Macbeths besucht, beschließen diese den König zu töten und die Tat anderen in die Schuhe zu schieben. Macbeth wird König, doch fortan hegt ihn tiefes Misstrauen gegen jedermann. Die Weissagungen quälen ihn und er sucht die Hexen erneut auf. Abermals darf er die Zukunft schauen und erfährt ohne Thronerbe zu bleiben. Seines Freundes Söhne werden König werden. Daraufhin überfällt er das Haus von Macduff und lässt alle Umbringen, die sich dort aufhalten.

Der Untergang Macbeth ist besiegelt, als der Wald von Birnam sich auf Dunsinane bewegt.

Die Shakespeare-Geschichte wird in der Polanski-Verfilmung sagenumwogen ausgeschmückt. Die gewaltigen schottischen Landschaften, nebelverhangene Szenen und dramaturgisch starke pittoreske Bilder, wie jenes der Hexenweissagungen schaffen ein einmaliges zeitloses Filmerlebnis.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  "Look like the innocent flower, but be the serpent underneath", 16. September 2006

Gleich vorweg, Polanskis "Macbeth" ist m.E. die ultimative Adapation eines Shakespearschen Stoffes für das moderne Medium Film. Ich wage zu behaupten, dass Polanski die kongenialste Umsetzung aller Zeiten abgedreht hat ... Mich begeistert dieser Film, seine absolute Eindringlichkeit der Darstellung dieser Intrige, so nachhaltig, dass ich ihn immer wieder ansehen werde.
Kenner wissen, dass Charles Manson bzw. Mitglieder der Manson Family, Polanskis hochschwangere Frau, die bildhübsche Sharon Tate, 1969 in deren Haus auf bestialische Weise ermordet haben. Sein erster Film nach diesem kaum ertragbaren Verlust ist "The Tragedy of Macbeth" (1971). Und man merkt es dem Film an, denn er ist ungemein düster (und direkt). Was man von den beiden Vorgängern "Tanz der Vampire" (1967) (in dem Sharon Tate noch zu sehen war) und "Rosemary's Baby" (1968) kaum behaupten kann.
Ohne auf die Handlung einzugehen, es handelt sich wie gesagt um eine der bekanntesten Shakespeare-Tragödien, gefällt mir der ganze Film, in seiner szenischen Komposition und dem Spiel der Schauspieler. Vortrefflich und wundervoll sind die Kostüme und das grandiose NaturSetting in den Highlands. Jon Finch ist einfach herausragend in seinem Spiel als Macbeth, seinem grimmigen Aussehen, seiner inneren Zerrissenheit, seiner Hörigkeit gegenüber Lady Macbeth, seiner blinden Machtobsession und der wilden Entschlossenheit seinem jäh besiegelten Schicksal einsam und wahnhaft in seiner Ritterrüstung zu trotzen - wohlwissend den Kampf am Ende zu verlieren. Aber auch die weiteren Schauspieler und ihre Verkörperungen, wie Macduff (Terence Bayler), Duncan (Nicholas Selby) oder Banquo (Martin Shaw) sind außerordentlich gut. Die wichtigen Visionen sind ungemein brillant in Szene gesetzt. Die drei Hexen und deren Sippe, die Macbeth aufsucht sind ein teuflisches Matriarchat, das man sich in seiner visuellen Umsetzung nicht gelungener Denken kann ...
Um es kurz zu machen, denn ich verfalle ins Schwärmen: Polanski ist für mich einer der größten Regisseure der jüngeren Filmgeschichte, ganz klar: "Der EKEL", "Tanz der Vampire", "Rosemary's Baby" und "Chinatown" belegen sein Ausnahmetalent. Gerade an kälteren Herbsttagen sollte man sich "Macbeth" im englischen Original gönnen. Ich werde diese Leinwandadaption jeder gutgemeinten Theaterinszenierung immer wieder gerne vorziehen ...

Gez. MGE


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Nun Shakespeare ist halt nicht Verdi, 12. August 2006

Dieser Macbeth ist etwas ungenau geraten, der Macbeth ist hier von Ehrgeiz besessen und er braucht nur seine Lady als Initialzünder. Die Kostüme sind schrecklich, aber sonst ist Polansky eigentlich ein moderner, in den 70er Jahren des vorigen Jhdts. gelegener Macbeth gelungen. Polansky dürfte den Macbeth, als Shakespeare Drama schätzen, und so ist ihn mit den Hexenszenen ein schauriges Drama gelungen - nicht ganz meine Einstellung, aber es geht. Die Schauspieler sind großartig, das Fernsehbild stellenweise entsetzlich - aber das ganze Drama um Königsmord hat ja nichts Heiteres an sich - trotzdem ist mir Verdis Macbeth lieber, denn ich finde hier fehlt die Musik.




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