Kundenmeinungen
Flamenco ist Schmerz, Liebe, Leidenschaft...., 1. Juni 2007
In jeder Bewegung, in jeder Spannung des Fußes, in jeder grazilen aber stolzen Anmut des Armes erkennt man die Leidenschaft und die Tragik der Tänzer. Antonio Gades besticht mit seiner Direktheit, sein Ausdruck, der Tanz. Laura del Sol betört mit ihrem Hochmut. Ihr Ausdruck, der Tanz.
Für alle Tänzer ein Muss. Nicht nur für den Flamenco.
Für Flamenco-Freunde ein Muss , 29. Januar 2007
Für alle Flamenco-Freunde ist dieser Film ein absolutes Muss. Wer der spanischen Sprache nicht mächtig ist, sollte sich trotzdem die spanische Version mit deutschen Untertiteln ansehen. Von der deutschen Fassung war ich enttäuscht. Deshalb: En espanol, por favor!
Carmen als Flamenco Tanztheater ..., 2. Dezember 2006
... also nicht als Opernverfilmung nach dem Franzosen Bizet, sondern zurück zu den andalusischen Wurzeln des Flamenco geführt ist ein intensiver musikalisch von Paco de Lucia - der ja nicht zufällig mit John McLaughlin und Al di Meola als einer der "drei Tenöre" des zeitgenössischen Gitarrenspiels gilt - genial untermalter Bilder- und Gefühlsrausch, mit einer faszinierenden Hauptdarstellerin, die mich als Vierzehnjähriger dazu bewog, mir den Film dreimal im Kino anzuschauen. Die grandiose Regie von Carlos Saura, die die Geschichte - den Mythos der Carmen in seinen beiden Protagonisten, also der jungen Tänzerin, die die Carmen verkörpert und dem alternden Choreographen, der sich in sie verliebt und es nicht erträgt, dass er sie nicht halten kann - so realistisch erzählt, dass sie einem viel näher geht, als einem die Oper jemals gehen könnte, trägt ein übriges dazu bei, dass diese Carmen-Adaption ein absolutes zeitloses Highlight des Genres "Tanzfilm" darstellt.
Carmen - schön, leider nur deutsch untertitelt, 10. November 2005
Carmen in dieser Version ist wirklich sehens- und hörenswert. Leider klappt es gerade bei dem Hören nicht, da der dialogreiche Film nur deutsch untertitelt ist. Ich würde daher den Film auch nur denen empfehlen, welche das Original kennen. Bild und Ton sind, von der technischen Seite betrachtet, auch bei Grossprojektion nicht zu beanstanden.
Archaisch, leidenschaftlich, sprunghaft, undurchschaubar, 14. September 2002
Madrid, Anfang der 80er: im Zeitraffer holt das kulturelle Spanien den Stillstand der Franco-Jahre nach. Irgendwo im Dickicht der Großstadt wird 'Carmen' als Ballet aufgeführt und die Handlung des Stücks spiegelt sich am Anfang noch subtil, dann immer deutlicher im Ensemble wider.
Die wenigen Schauplätze sind schlicht gehalten. Doch dieser Film lebt nicht von der Ausstattung, sondern von der komplexen, erotischen Spannung zwischen den beiden Hauptdarstellern, dem Choreographen und seiner jungen Carmen-Darstellerin, einer Spannung, die sich kaum in Worten faßt, sondern sich durch Bewegung, Blicke und Gefühle Ausdruck verleiht. Entscheidend für die Authentizität des Films ist auch der Soundtrack des damals noch recht jungen Paco de Lucia, der sich anschickte, die Flamenco-Gitarre völlig neu zu definieren. Das recht späte, überraschende Meisterwerk von Carlos Saura, welches auch zwanzig Jahre später nichts von seiner Präsenz eingebüßt hat!
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