Kundenmeinungen
Selbst denken, 4. Oktober 2007
Wie es im Hinterhof von L.A. aussieht, interessiert mich nicht besonders. Genausowenig steh ich auf Hip Hop. Diese beiden Elemente sind aber prägend für diesen Film, also läuft es wohl auf Geschmackssache hinaus.
Abgesehen davon, ganz objektiv betrachtet, können die Leistungen von Ethan Hawke und Denzel Washington in diesem Film sicherlich überzeugen.
Man sollte sich aber klar darüber sein, dass sich der Film auf das Kammerspiel zwischen diesen beiden konzentriert, und dass kein anderer Darsteller die Gelegenheit bekommt, dagegen anzuspielen. Will sagen, alle anderen Darsteller in diesem Film sind kaum mehr als Statisten für die Bühne, auf der Hawke und Washington ihr Spiel aufführen.
Die andere Eigenart dieses Films ist, dass er stark fragmentiert daherkommt, in einzelnen, voneinander abgesetzten Szenen, die zunächst nur wenig Sinn ergeben. Dazu gehört auch, dass der gesamte Film in nur 16 Stunden spielt, von denen ein gehöriger Teil auch noch übersprungen wird. Man erlebt also einzelne Episoden aus diesem einen Tag, die jeweils nur wenige Minuten dauern.
Am Anfang glaubt man als Zuschauer vielleicht, das soll so sein, weil es die Perspektive von Hawke widerspiegelt, über dessen Schulter blickend wir den Film erleben. Immerhin ist das sein Training Day, an dem er von Washington einzelne isolierte Eindrücke von seiner zukünftigen Arbeit vermittelt bekommt, ohne erstmal die Zusammenhänge zu kennen.
Aber im Laufe des Films erkennt Hawke die Zusammenhänge, und wie Washington ihn benutzen will, um sich eines Problems zu entledigen. Dabei sterben Menschen, und das stellt Hawke vor eine zentrale Entscheidung.
Das Drehbuch ist also durchaus gewitzt, doch diese zerrissene, fragmentarische Erzählweise behält der Film bis zum Schluss bei. Entsprechend bleibt ein ungewöhnlich großer Teil der Handlung ungezeigt, Zusammenhänge unerklärt - dem Zuschauer bleibt überlassen, selbst zu denken und sich einen Reim auf die Auslassungen und Sprünge zu machen.
Fazit:
Es bleibt ein ungewöhnliches Filmerlebnis mit zwei exzellent agierenden Darstellern. Wer es mag, wird blendend unterhalten - handwerklich sauber gemacht ist der Film auf jeden Fall.
Ich für meinen Teil bin ganz froh, wenn das Beispiel keine Schule macht und mir auch zukünftig in den meisten Filmen mehr von der Handlung gezeigt wird. Zudem mag ich wie eingangs geschrieben das Szenario nicht besonders - und insgesamt finde ich den Film unnötig brutal und gewalttätig.
Fesselnd, 27. August 2007
Denzel Washington in Höchstfrom... wer diesen Film nicht in seiner Sammlung hat, hat eindeutig etwas versäumt. Washington spielt endlich mal nicht die gute Rolle, sondern zeigt, dass seine Fähigkeiten weiter gehen als "guter Cop". Hier wird von Anfang an klar, dass er böser Cop spielen möchte, aber wie viel die Story dann hergibt, ist eine Klasse für sich. Mit Ethan Hawke als Gegenspieler im eigenen Boot bekommt Washington dann langsam auch nasse Füße und macht Training Day zu einer Klasse für sich.
Was für ein Schweinehund !, 22. August 2007
Denzel Washington verkörperte sonst immer den Guten. Er wurde deshalb mit Sidney Poitier verglichen. Hier spielt er einen Polizisten, den man weder Schurke noch Bösewicht nennen kann. Er ist einfach superfies, gegen ihn sind die Kriminellen, von denen es in dem Film nur so wimmelt, geradezu liebenswert. Mit dieser Darstellungsleistung kann Ethan Hawke nur schwer mithalten und seine Oscar-Nominierung für die beste Nebenrolle war wohl ein Zugeständnis dafür, daß dieses Mal nicht der Gute, sondern der abgrundtief Böse den Oscar für die beste Hauptdarstellerleistung bekam. Den hat sich Denzel Washington als zweiter Farbiger nach Sidney Poitier wahrlich verdient. Auch wer die Schilderung der höchst unerfreulichen Zustände, von denen der Film handelt, nicht so recht genießen kann, wird beim Abgang - und Abgesang - Washingtons einfach fasziniert sein. Nur eins finde ich schade : In der Liste der größten Filmschurken des American Film Institute rangiert Washington nur auf Platz 100.
Genial, 17. August 2007
Einfach ein genialer Film der nicht nur auf plumpe Actionszenen sowieo Explosionen setzt. Ethan Hawk und Denzel Washington überzeugen auf voller Länge , man weiss nie was als nächstes passiert.Klasse Schauspieler , Klasse Atmosphäre und dieser Film war nicht 1 Sekunde langweilig. Nicht zu vergessen die coolen Sprüche von Denzel Washington.
Einfach TOP!!!!
Clever und spannend , 14. August 2007
unbedingt sollte mann sich diesen Film anschauen.
Die schauspieler sind eine wucht, und ein großartiger soundtrack.
5 sterne für den preis und den Film TOP
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