Kundenmeinungen
Interpretation nicht mehr aktuell, 22. März 2005
Diese Aufnahme von 1965 habe ich vor wenigen Wochen beim Kaufhof in Kassel gefunden. Sie zeigt eindeutig die Hand von Karl Münchinger, der wie auch Karl Richter einen breit angelegten Bach bevorzugte. Dies schmälert allerdings nicht die Leistung der ausgezeichneten anderen Interpreten, vor allem auch die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, von denen man allerdings nichts mehr hört. Gleichwohl scheint auch das Stuttgarter Kammerorchester etwas "untergegangen" zu sein wie auch das Münchener Bach-Orchester sowie die Capella Coloniensis.
Genuß pur!, 25. Februar 2005
Auf Grund der Rezession aus Wermelskirchen habe ich mir diese Einspielung gekauft, nach dem ich zuvor eine andere erworben hatte. Um es gleich zu sagen, die mehr als schlecht war.
Ich kann nur sagen daß es sich hier um eine mehr als gelungene Darbietung handelt. Besonders der Stuttgarter Knabenchor glänzt mit einer Brillanz und Stimmgewalt wie es heute wirklich nicht mehr üblich ist! Insgesamt lohnt es sich dieses Werk zu kaufen und in vollen Zügen zu genießen. Zwar ist die Aufnahme nicht völlig frei und transparent, man hat den Eindruck ein leichter „Vorhang" ist darüber gelegt. Bedenkt man daß dies 1965 stattgefunden hat, sind 5 Steren jedoch völlig gerechtfertigt. Ein Remastering der Originalbänder und Aufzeichnung in DSD für eine SACD wäre mehr als gerechtfertigt. Eine ausnahmslos weiterzuempfehlende CD-Box. Meine besondere Anerkennung an den Rezensent aus Wermelskirchen, hier stimmt die Bewertung zu 100%.
Fest der Sänger, 7. April 2004
So führt heute kein Mensch mehr die Matthäus-Passion auf!Aber diese Aufnahme ist ein Dokument einer unglaublichen Musikalität und vor allem unglaublich sängerischer Sänger, allen voran natürlich Tenor-Held Fritz Wunderlich, der die Arien singt, und ein wunderbarer Hermann Prey als unnachahmlicher, niemals erreichbarer Jesus.Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben zeigen eine derartige Stimmgewalt, von der man bei heutigen Knabenchören meist nicht einmal zu träumen wagt. Es ist unglaublich, was aus den Knabenstimmen an Klang, Volumen, Festigkeit, Schärfe, Dramatik, Potenz heraus geholt ist.Eine monströse Aufnahme, die einen künstlerischen, musikalischen Wert vor allem im Hinblick auf die sängerischen Leistungen hat. Ein Fest für die Sinne, wenn auch kein bisschen historisch. Eben auch ein Spiegel der Bach-Rezeption der damaligen Zeit - sie stammt aus dem Jahr 1965. Unbedingt hörens- und bewahrenswert.
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