Kundenmeinungen
Der zweite Streich - die Weiterentwicklung, 3. November 2005
Nach dem sensationellen Debutalbum (aus dem Jahr 1979) erscheint im Jahr 1980 die zweite (und auch letzte) LP in der Original-Besetzung. Die Schwarz/Weiß-Truppe aus Coventry zeigt sich sehr experimentierfreudig, verläßt den mittlerweile doch breit getretenen Ska-Pfad wieder und beginnt die Songs mit allerhand special effects zu schmücken, was der Qualität keinen Abbruch tut. Erstmals sind weibliche Stimmen (Rhoda Dakar) zu hören, Bläsersets (Altmeister Rico R. etc.) werden verstärkt eingesetzt. Bands wie bad manners oder the selecter spielen weiterhin soliden ska, die specials aber entwickeln sich weiter und überraschen ihre Fangemeinde mit einem neuen geistreichen Album. Dem intellektuelle Geist der Truppe zufolge wollte man sich offensichtlich nicht auf den bereits erspielten Lorbeeren ausruhen, sondern ging neue musikalische Wege. Die Songtexte vereinen - wie beim Debut - Gesellschaftskritik und Witz, das musikalische Arrangement ist kaum zu übertreffen. 5 Sterne sind ein absolutes Muß!
"Enjoy yourself" oder "Wir amüsieren uns zu Tode!", 12. September 2004
Die Specials wurden zunächst bekannt durch Hits wie "A Message To You Rudy"- der sogennate "White Raggae" war geboren. Für eingefleischte Fans dieser Richtung war das Album "More Specials" etwas schwierig zu verdauen. Die Specials hatten einfach fernweh und begaben sich (auch musikalisch) auf Reisen. Es waren exotische Reiseziele.Man könnte den Stil als Raggae-Ska-Fusion bezeichnen. Specials waren von Anfang für intellegente Texte bekannt. In "MORE SPECIALS" ergibt sich diesbezüglich eine Line, ein Zusammenhang, der das ganze Album durchzieht. Es empfiehlt sich die Tracks in der richtigen Reihenfolge anzuhören!In "Enjoy yourself" werden wir aufgefordert, das Leben ohne Rücksicht auf Verluste zu genießen: Das Lied stammt angeblich aus dem Jahr 1939! Es ist später als Du denkst! Der Krieg kündigt sich schon an: "ATTENTION: nuclear attack". Die Revolution im Iran hatte gerade stattgefunden, die als Vorbote einer neuen Konfrontation mit dem dekadenten Westen schien. Dort genießt man aber trotzdem das Leben: "Hey little rich girl! She's just having fun". Man kann dabei auch zum lebenden Wrack werden, wie die Frau, die in "Pearls Cafe" beschireben wird: "It could be you!" Am liebsten würde man eigentlich James Bond sein: "Sock it to em JB!" Womit wir bei den Stereotypen sind. Wir folgen unserem Stereotypen, der jede Nacht seine "girls" braucht, sein Alter in "pints" trinkt und außerdem und genügend Whisky "to feel so frisky". Als es mit seiner Gesundheit bergab geht, nimmt er eine Entziehungskur auf sich, aber es hilft nichts: er ist schon wieder betrunken mit dem Auto unterwegs ("wrapped round the lamp post on Saturday night". Da muß man einfach wieder in die Karibik jetten. Aber auch da gibt es keinen wirklichen Trost: Monotonie unter Palmen! "I Cant't stand it". Überdruß pur. Dann besteigt man wieder die DC 10 und läßt sich von "muzac" berieseln. Aber hier läuft nicht mehr alles so glatt, es geschieht ein Unglück! (Richtig apokalyptisch der Track "International Jet Set") Das Flugzeug ist abegstürzt - es gab keine Überlebende, man hört nur noch die "black box". (Anspielung auf ein wirkliches Flugzeugunglück mit einer DC 10 in Chicago) Da ertönt dann zum Schluß die billige Elektro-Orgel der Friedhofskapelle: Enjoy yourself!Ein Album, das mich schon als 17 Jähriger aufgeregt hat und nach mehr als 20 Jahren immer noch fasziniert! KAUFEN! (noch dazu bei so einem Preis)
Die Specials auf dem Höhepunkt!, 2. Oktober 2002
Nach ihrem exzellenten Debüt, das vor allem Ska mit Punkeinflüssen bot, erweitern die Specials hier ihr stilistischesAngebot um ein vielfaches:Neben Ska hört man Dub-Klänge, Reggae, Cocktail Jazz, Soul und einiges mehr.Außer des stark verbesserten Sounds gibt es noch als Schmankerl Videoclips der Singles "Rat Race" und "Ghost Town".
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