Kundenmeinungen
Mal wieder eine Realverfilmung zum Vergessen, 22. November 2008
Realverfilungen berühmter Comic-Serien sind ja in. Manchmal könnte man meinen, gäbe es kein Marvel und DC, wäre Hollywood mangels Blockbustern längst pleite gegangen. Was jetzt kein generelles Votum gegen Comic-Verfilmungen sein soll. Der Batman-Relaunch beweißt ja eindrucksvoll, wie dieses Thema in den Händen der richtigen Leute zu eindrucksvollen Meisterwerken aufblüht. Auch Spiderman und Hulk (der erste von Ang Lee zumindest) haben großes Potential. Und die weniger guten Vertreter der Riege können zumindest mit Action und Effektlawinen einen Teil gutmachen.Anders sieht es auf der komischen Seite aus. Hier gilt es, den Humor des Originals zu erfassen und mit genügend neuen Elementen versehen auf die Leinwand zu bringen. Und genau da hakt es meist, da der heutige Humor so weit in sich zusammengefallen ist, daß es nicht möglich zu sein scheint, den Genius der damaligen Autoren zu erfassen, um entsprechend Neues zu verfassen. Heraus kommen dann Kreationen wie eben diese Realverfilmung von "Asterix und Kleopatra".War die erste Verfilmung schon ein eher krampfhafter Zusammenklatsch dreier, ansich nicht zusammengehörender Asterix-Abenteuer, so ist der zweite Versuch noch um vieles schlimmer. Zwar ist die Story hier konsistent was das Thema angeht, dafür aber völlig belanglos und seicht. Im Großen und Ganzen ist die Story vom Zeichentrick-Original abgeleitet, was man noch mit "originaltreue" argumentieren könnte. Aber die Umsetzung ist schauderhaft. Einen guten Teil davon macht schon der miese Cast aus: Numberobis sieht aus wie ein Milchbubi, Caesars General wie ein Gettho-Punk im Faschingskostüm. Monica Belluci sieht zwar recht kess aus, es gelingt ihr aber nicht, die Überheblichkeit und die Dümmlichkeit der original Kleopatra rüberzubringen. Und die schauspielerische Leistung der gesamten Besetzung ist durch die Bank bescheiden, und das, obwohl man ohnehin nicht erwarten kann, hier Oscar-reife Darbietungen zu erhalten.Beim Drehbuch wird's dann aber ganz düster. Was Leute an diesem Geschriebs komisch finden, verbirgt sich mir völlig. Die Dialoge sind bestenfalls belanglos, schlimmstenfalls völlig geistleer. Diese niederschmetternde Erkenntnis wird am besten durch das kleine, unsinnige Streitgespräch zwischen Pyradonis und Caesars General belegt, welches in einem "tzzzz... grrrr...." endet. Streckenweise hat man wirklich den Verdacht, das Drehbuch entstand während eines Talentwettbewerbs in der Grundschule... und man hat den zweiten Platz genommen. Und der Gipfel der Genüsse ist die völlig unnötige und an den Haaren herbeigezogene Martial Arts-Einlage zwischen Pyradonis und Numerobis am Ende des Films. Pah! Und da regen sich andere über den SMSix-Vogel im neuesten Zeichentrick-Ableger von Asterix&Obelix auf?Summa summarum ist es besser, sich zum 500. Mal die alte Zeichentrick-Version anzusehen. Die ist zeitlos gut und weiß immer noch zu gefallen. Während das hier keine Existenzberechtigung hat und offenbar zum Auscashen einer bereits durch Heft und Zeichentrick-Verfilmung gut abgedeckten Thematik gemacht wurde.
Absolut klasse..., 25. Juni 2008
Dieser Film ist spitze!Die Gags treffen, die Handlung sprüht vor Ideen, die Schauspieler sind gut, etc. Wer einfach mal lachen möchte, sollte sich diesen Film zulegen - ich amüsiere mich jedes mal köstlich...
Naja....!!, 13. März 2008
Also was ich nicht verstehe, ist warum hier so oft behauptet wird der Film würde sich so eng an das Zeichentrickoriginal halten. Diesen Film kann man eher mit "7 Zwerge" von Otto oder mit "Spaceballs" vergleichen als mit irgendeinem Asterix Film. Ich habe den Film aus ner Zeitung (war ne originale Beilage) und habe ihn einfach reingeworfen. Ich war schon skeptisch aber ich hatte nicht mit so einer Art von Film gerechnet. Albern, überzogen, knallbunt, Römerkostüme die aussehen wie aus Pappe...und Snoop Dogg Musik am Ende auf der Feier. Ich muss zugeben dass mich viele Gags zum lachen gebracht haben, aber mindestens genausoviele gingen in die Hose und...ich weiß nicht für mich passt das einfach nicht zu nem Asterix Film, ich dachte ich wäre im falschen Film. Mir kam das vor wie ne Asterix Parodie mit den originalen Schauspielern. Aus meiner Sicht könnte das wirklich ein film von Otto sein aber von Asterix erwarte ich einfach was anderes. Mehr Charme, mehr Atmosphäre, weniger Aktionen die aussehen wie gewollt und nicht gekonnt.
Eine der kultigsten Comicverfilmungen die ich kenne, 11. März 2008
Im Gegensatz zum ersten und dritten verfilmten Asterix, ist Mission Kleopatra in meinen Augen ein Meisterwerk unter den Comicverfilmungen. An sich bietet der Film nicht viel besonderes, keine dichte Atmosphäre, keine große Spannung, aber das alles braucht man nicht, als Asterixfan weiß man eh wie es ausgeht.Nein, viele Pluspunkte erntet der Film mit seinem unglaublichen Wortwitz... Sicher, die Dialoge sind oft platt, schon regelrecht sinnlos, aber gerade solche Sätze wie: "Ohhh.... Eine fette Ameise" oder ein Dialog wie: "Istu?" "Nein ich hab kein Hunger" "Isst du nicht?" "Nein iss du", machen den Film aus.Über manche solcher Sätze kann ich mich selbst nach dem 20sten mal noch amüsieren. Die Charaktere mögen vll. nicht so sehr denen aus den Asterixcomics ähneln, aber sind trotzdem brilliant gelungen. Der ganze Film bewegt sich sehr nah am Comic, nicht so wie der erste verfilmte Asterix oder gar der neue "Bei den Olympischen Spielen"... der letztere ist einfach nur ein hohler Kinderfilm, aber der zweite ist einfach Kult, speziell wenn mitten im alten Ägypten ZZ-Top als Bauarbeiter erscheinen Alles in alem einer meiner absoluten Lieblingsfilme!!!
Was für eine Nase......, 5. Februar 2008
Jedenfalls hat Kleopatra die schönste Nase der Antike; und nicht nur das.Sie will Cäsar mit der immer noch vorhandenen Leistungsfähigkeit des ägyptischen Volkes beeindrucken und befiehlt dem besten Architekten des Landes, Numerobis, den Bau eines Palastes in drei Monaten.Nur dumm, das Numerobis zwar der beste seiner Zunft in Ägypten ist, das aber nichts sagt. Er ist so unfähig, wie die Pyramiden alt sind.Numerobis entsinnt sich eines alten Freundes der Familie, der im unserem wohlbekannten gallischen Dorf lebt und Miraculix heißt.Mit Hilfe des Zaubertrankes wird der Mammutbau wohl zu leisten sein. Begleited von ein paar Verwicklungen, einer Liaison von Asterix und einem konkurrierenden ägyptischen Architekten, schaffen unsere Helden schließlich, Cäsar bloßzustellen und Kleopatra zum Sieg zu verhelfen.Der Film schafft es in weiten Teile zu überzeugen. Die Handlung hält sich größtenteils an die Comicvorgabe und vermischt nicht einige Alben so wie seine Vorgänger. Zudem verstehen die Akteure zu überzeugen. Positiv war auch, dass der Film nicht nur auf Asterix (Chalabert) und Obelix (Depardieu) zugeschnitten war. Natürlich nehmen sie dei Hauptrollen ein; sie ließen dabei aber noch Platz für Numerobis(Dubbouze), Cäsar(Chabat) und Kleopatra (Bellucci).Der Film hat sich gelohnt, ich habe mit meinem Sohn vergnügliche 1,5 Std. verbracht.
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