Beschreibung
Dass eine Fernsehserie erfolgreich ist, lässt sich unschwer mit der Anzahl der gewonnenen Emmys, also des Fernseh-Oscars, belegen: Frasier räumte in fünf aufeinander folgenden Jahren die Trophäe für die beste Comedy ab. Dass sich über die Jahre eine beeindruckende Anzahl von Preisen angesammelt hat, liegt vor allem am titelgebenden Charakter der Serie und dessen Darsteller. Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) ist ein gleichzeitig hochtrabender wie unsicherer Psychiater, der bei einem Radiosender in Seattle eine Ratgeber-Show moderiert. Die Vorliebe des zweifach glücklich Geschiedenen für gediegene Wohnungseinrichtungen und gute Zigarren wird eines Tages empfindlich gestört: Sein grantiger Vater, ein Ex-Cop (John Mahoney), ist gezwungen, bei Frasier einzuziehen und bringt gleich seine Pflegerin mit. Daphne Moon (Jane Leeves) ist nicht nur übersinnlich begabt (oder zumindest fast) sondern auch die Flamme von Frasiers Bruder Niles (David Hyde Pierce), ebenfalls Psychiater und so hochnäsig wie wetteifernd. Und dieser lässt es sich nicht nehmen, oft und fleißig in Frasiers trautem Heim vorbeizuschauen. Dies und der rüde Jack-Russell-Terrier seines Vaters lassen den geplagten Frasier kaum zur Ruhe kommen, und so leidet er an höchst amüsanten Neuröschen und Wehwehchen, die den Zuschauer trefflich amüsieren. Von jenen seiner Patienten ganz abgesehen. Wem nun dieser Charakter irgendwie bekannt vorkommt, liegt völlig richtig. Frasier Crane war eine der Figuren in der ebenfalls sehr erfolgreichen Kneipen-Comedy-Serie Cheers, die von 1982 bis 1993 produziert wurde. Solche "Spin-Offs" sind nicht ungewöhnlich, ein weiteres Beispiel ist etwa die Teenie-Mystey-Serie Angel, die ihren Hauptcharakter aus Buffy -- Im Banne der Dämonen entlehnte. Übrigens lohnt es sich, Frasier im Original anzuschauen: Die Anrufer in Frasiers Radiosendung rekrutieren sich stets aus Hollywoods bekanntester Darstellerriege. --Alexander Röder
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