Beschreibung
Guy Pearce (L.A. Confidential) und Joe Pantoliano (The Matrix) glänzen in diesem filmischen Meisterwerk. In Memento verbindet sich ein kühnes, aufregendes Drehbuch mit mitreißender Action und virtuosen Darbietungen. Pearce spielt Leonard Shelby, der sich unerbittlich auf die Jagd nach dem Mann macht, der seine Frau vergewaltigt und ermordet hat. Das Problem ist allerdings, dass 'der Vorfall', bei dem Leonard seine Frau verlor, ihn ebenfalls der Fähigkeit beraubte, sich Dinge merken zu können. Er ist nicht in der Lage, selbstständig einen Ort, ein Gesicht oder einen Hinweis zu behalten und setzt seine Suche mit Hilfe von Notizen, Polaroidfotos und sogar selbst erstellten Tätowierungen fort, um sich wichtige Informationen 'merken' zu können. Wegen seines Zustandes lebt Leonard sein Leben im Grunde in kurzen, gegenwärtigen Abschnitten, ohne klare Vorstellung dessen, was ihm gerade eben widerfahren ist. Und an dieser Stelle wird Memento wirklich interessant; die Geschichte beginnt nämlich an ihrem Ende und bewegt sich in zehnminütigen Sequenzen rückwärts. Das Aufregende an diesem Film liegt nicht darin zu entdecken, was passieren wird, sondern darin festzustellen, warum es passiert ist. Erstaunlicherweise gelingt es dem Film, den Zuschauer in höchste Spannung zu versetzen, obwohl er zeitlich in die falsche Richtung läuft, während er Ursache und Wirkung Stück für Stück zusammensetzt. Pearce fängt die Rolle des Leonard perfekt ein und vermittelt sowohl die tragische Romantik seiner Suche als auch seinen trockenen Humor im Umgang mit seinem Zustand. Er wird von einigen ausgezeichneten Nebendarstellern unterstützt, und Pantoliano stiehlt ihm regelrecht die Schau mit seiner erstaunlichen Darstellung von Teddy, dem Mann, der ihm zur Seite steht -- oder auch nicht. Memento besitzt eine faszinierende Struktur und sogar Betrachtungen über die Natur der Wahrnehmung und den Sinn des Lebens -- wenn man danach sucht. Er funktioniert aber genauso gut als höchst spannender Thriller. Einen derart packenden Film mit so viel Intelligenz findet man nicht alle Tage. --Ali Davis
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Kundenmeinungen
im Kino verwirrend, als DVD ein Gesamtkunstwerk, 4. August 2008
Der Film wurde ja schon zur Genüge gelobt und das auch zurecht, Christopher Nolan hat mit MEMENTO wirklich einen modernen Film-Noir-Klassiker geschaffen, der es ohne Hype, sondern einfach durch Mundpropaganda zu einem der erfolgreichsten Indie-Filme überhaupt schaffte. Der Film hat all typischen Film-Noir-Merkmale: den Antihelden, das trostlose Ambiente, den "unreliable narrator", die undurchsichtigen Figuren. Bei aller Komplexität und Kreativität die den Film auszeichnet, ist er immer noch erstaunlich unterhaltsam, selbst wenn man nach dem ersten Mal noch nicht durchblickt. Alle die den Film schlicht als "unnnötig kompliziert" beschreiben, haben ihn nicht begriffen, und vermutlich nicht öfter als 1x gesehen. Er spielt nicht bloss in der Art und Weise mit dem Zuseher wie es "SIXTH SENSE" oder "THE USUAL SUSPECTS" getan haben, dh. lediglich mit dem einen grossen Plot Twist am Ende, der alles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Dies passiert durch die ungewohnte Rückwärts-Erzählweise vielmehr alle 10 Minuten. Und nachdem man dies einigermassen zu durchschauen beginnt, wartet der Film am Ende noch einmal mit einer beängstigenden Überraschung auf.MEMENTO ist mehr als nur ein "psychologischer Thriller". Der Film streift auch philosophische Dimensionen, und liefert zudem eine äusserst faszinierende Betrachtung unseres Gehirns & Erinnerungsvermögens. Aufgelockert wird das ganze mit wohl dosiertem trockenen Humor. Die Extras sind wirklich wertvoll, zeigen erst wie durchdacht der Film eigentlich ist, und bieten einen interessanten Hintergrund für den Film. Für Hardcore-Fans gibt es sogar das gesamte Drehbuch abfotographiert. Das einzige was mir dabei noch fehlt: der komplette persönliche "STADTPLAN" Leonard Shelby's zum Ausfalten und Aufhängen über dem Bett!!
Erzählstil = Kult, Plot = Mittelmass, Problem = Einmal gesehen, ist der Reiz weg, 21. Juli 2008
Memento ist ein starker Film was das grundlegende Konzept angeht; dabei wird nämlich mit dem eigentlichen Ende des Films begonnen und dann in Rücksprüngen immer ein Teil der Story erzählt bis man am eigentlichen Anfang des Films und damit der vermeintlichen Lösung angekommen ist. Der damit grösste Reiz des Films und sein grösster Vorteil ist jedoch gleichzeitig auch sein Nachteil. Würde man den Film vorwärts erzählen, der Plot wäre eigentlich relativ simpel und linear. Der Effekt des Films ist somit nach dem ersten mal quasi aufgebraucht, der Rest eher Durchschnittsware. Die eine oder andere witzige Szene entsteht durch den Kurzzeitgedächtsnisverlust der Hauptfigur, der daher vom Motel-Besitzer für zwei gleichzeitig bewohnte und bezahlte Zimmer über den Tisch gezogen wird oder fröhlich ein Bier trinkt, in das vorher Gäste, Wirt und er selbst reingespuckt haben.FAZITBeim ersten Mal ein richtig guter Film, danach eher Durchschnitt. Die DVD ist üppig ausgestattet mit handelsüblichen Bonusmaterial, das mannicht unbedingt gesehen haben muss.
einzigartig, verstörend, aber deshalb so unglaublich genial, 27. Mai 2008
Seit mehreren Jahren hält sich "Memento" auf der Liste meiner Lieblingsfilme auf den ersten Platz. Der Grund dafür ist simpel: dieser Film ist schlichtweg einmalig. Sowohl was Geschichte, als auch Umsetzung angeht setzt dieser Film neue Maßstäbe.Regisseur Christopher Nolan und sein Bruder Jonathan, der für die Geschichte zuständig war, werfen alle Konventionen des Filmemachens über Bord: 2 Handlungsstränge, einer läuft vorwärts, der andere rückwärts, einer in Farbe, der andere in Schwarz/Weiß und ein Zuschauer, der nur das zu sehen bekommt, was auch der Hauptdarsteller mitbekommt, und das ist herzlich wenig, da dieser seit dem Tod seiner Frau über kein Kurzzeitgedächtnis verfügt.Um diesen Film zu verstehen, muss man voll dabei sein. Für einen ruhigen Filmabend ist er definitiv nicht geeignet. Dafür bekommt man, wenn man ihn denn verstanden hat, eine Offenbarung, die noch lange nachhallt.
Nicht schlafen, nicht aufs Klo gehen, 2. April 2008
Ein wirklich gelungener Film, ein Novum, das seines Gleichen sucht, der es einem auf Grund seiner Verschachtelung und Detailverliebtheit verbietet ihn einfach mal so nebenher zu sehen. Man muss wirklich jede Sekunde gesehen haben um ihn ansatzweise zu verstehen, es bleibt also keine Zeit zum schlafen oder gar aufs Klo gehen. Der Regisseur lockt einen immer wieder auf falsche Fährten und bietet beim ersten Mal auch keine plausible Lösung, die findet man unter anderem, wenn es einen wirklich gepackt hat, auf der Seite zum Film (otnemem.com).Für all die, die nach dem Film die verschiedenen Szenen immer noch nicht sortiert bekommen haben oder den Film noch besser verstehen wollen, will ich auf das versteckte Easteregg verweisen, das lässt die Szenen in chronologischer Reihenfolge ablaufen. Hierzu steuert man im Hauptmenü mit den Pfeil-Tasten auf Filmstarten und drückt dann zweimal nach rechts, jetzt sollte das Wort MEMENTO hervorgehoben sein, das man nur noch bestätigt (!!! Das Feature ist nur bei der Doppel- DVD zu finden !!!)
Verwirrend, mehr auch nicht, 6. Februar 2008
Memento ist wieder einer dieser Filme, die nach dem Motto gedreht worden sind: Machen wir es schön verwirrend, damit keiner den Film wirklich versteht, und am Ende wird er als niveauvoll hochgejubelt. Somit steht er in einer Reihe mit Filmen wie "Identität" oder "The Fountain".Zur Handlung: Ein rachsüchtiger ehemaliger Versicherungsvertreter möchte den Mörder seiner Frau stellen. Dumm nur, daß er ein defektes Kurzzeitgedächtnis hat. So muß er sich alles Wichtige aufschreiben und mit einer Sofortbildkamera fotografieren, solange diese Informationen in seinem Gehirn bleiben - und das ist nicht sehr lange.Dumm nur, wenn ihm dabei was durcheinander kommt oder er etwas nicht aufschreiben kann. So wird er früher oder später von Personen ausgenutzt, die vorgeben, ihm helfen zu wollen, ihn aber für ihre Zwecke mißbrauchen. Oder so ähnlich.Und am Ende weiß man gar nicht, ob er sich das alles nur eingebildet hat und alles irgendwie anders war. Der Film baut im Verlauf noch mehr Verwirrung auf, als daß er Klarheiten schafft. Die Figuren wie z.B. Teddy sind äußerst undurchsichtig. Ist es nun ein Polizist oder doch ein Verbrecher? Warum erzählt er jedes Mal was anderes?Und grundsätzlich hat der Film einige große Logikfehler. Wenn jemand sein Kurzzeitgedächtnis verliert und nicht mal weiß, wen er vor 5 Minuten gesehen hat - wie kann er dann mit einem Auto durch die ganze Stadt fahren und weiß scheinbar, wo er hin muß? Hat er vorher dort gelebt oder nicht?Woher weiß er, daß er in einem Motel wohnt, wo doch nur das Foto davon ihn daran erinnert, daß er eben dort residiert? Wer hat ihn darauf "konditioniert", im Zweifel auf Zettel und Fotos zu schauen? Und es wurde schon angesprochen, aber ich wiederhole es nochmal: Woher weiß er, daß er diesen "Zustand" hat, wo er doch davon erst NACH dem Überfall erfahren hat? Solche fragen stellen sich und werden leider nicht beantwortet.Insgesamt betrachtet also wirklich ein Film, den kein Mensch braucht. Passend zum Thema wäre nur zu sagen, daß man ihn am besten schnell wieder vergißt. Moment, wie hieß der Titel nochmal...? Ach ja, da oben steht es, "Memento"...
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