Kundenmeinungen
Wer schreit sich hier an?, 21. April 2008
Zugegeben - Nick Nolte schätze ich nicht besonders als Schauspieler (Barbara Streisand dafür um so mehr). In dieser Rolle als derber Südstaatler und liebender Vater Tom Wingo hat er mir jedoch ausgesprochen gut gefallen. Es kommt nicht nur seine harte Seite zum Vorschein. Tom muss nach New York fliegen, um seiner selbstmordgefährdeten Schwester, der Schriftstellerin Savannah Wingo zu helfen, die sich nicht mehr erinnern kann ... Dort trifft er auf die elegante und charmante Dr. Susan Lowenstein (sehr gut gespielt von Barbra Streisand), die als Psychotherapeutin Savannahs die Hintergründe für den Suizidversuch in der Kindheit vermutet.Und hier wurde tatsächlich viel geschrien: der Vater säuft und schreit die Mutter an, die Mutter spielt die Kinder gegeneinander aus. Doch viel schlimmer als das Schreien ist das gemeinsame Schweigen der Kinder nach einem Gewaltverbrechen, das in deren Hause geschehen ist; von der Mutter gezwungen, darüber nie mit irgendjemandem zu sprechen, versucht Savannah von nun an regelmäßig, sich das Leben zu nehmen.Dr. Lowenstein fördert das Verborgene nach und nach zu Tage; es scheint so, als befände sich Tom bei ihr in Therapie. Und sehr langsam kommen sich die beiden näher ... Die Liebesgeschichte der beiden stört mich nun weniger (so ist das Leben!), ist nachvollziehbar und in schönen Bildern aufgenommen. Was mich aber in der Tat absolut stört, dass sind die extrem langen Fingernägel von Frau Streisand: mit diesen Fingernägeln kann die Frau wirklich keinen Football anpacken. Daher gebe ich einen Punkt Abzug!Ansonsten sehenswert, gefühlsbetont und ziemlich sentimental.
Müsst ihr euch so anbrüllen ?, 7. November 2007
Ich mag es nicht, wenn sich die Top-Stars eines Films dauernd ankeifen. Man kann seine Konflikte doch auch in Ruhe bereden.
Toll - bis auf Sally, 19. Februar 2007
Toms Zwillingsschwester Savannah hat versucht, sichd as Leben zu nehmen. gemeinsam mit ihrer Psychiaterin Dr. Lowenstein macht sich Tom auf eine Reise in Savannahs Vergangenheit, die auch die seine ist - Savannah selbst kann nichts erzählen, da sie vieles aus ihrem Gedächtnis gelöscht hat.Ob das Herumstochern in der Kindheit wirklich so viel bringt - ich glaube nicht daran -, ist zu bezweifeln, aber der Film ist spannend! Die feinsinnige Psychiaterin und der rauhbeinige Footballtrainer sind ein tolles Gespann, zwischen dem es natuerlich sehr bald knistert!Interessant sind Toms Eltern - beide meinen es gut mit ihren Kindern und machen dennoch alles falsch - Vater Henry pruegelt die Kinder, doch dass er kein schlechter Mensch ist, zeigt sich daran, dass er fuer seine Enkelkinder (Toms Töchter) ein liebevoller Grossvater ist. Die Mutter erzählt allen drei Kindern einzeln: "Ich liebe dich mehr als deine Geschwister", sie heiratet nach der Scheidung ein reiches Ekel, liest und vernichtet die Tagebuecher von Tochter Savannah usw.Nach und nach stellt sich heraus, dass Psychiaterin Lowenstein selbst einen Haufen Probleme hat...Allmählich erkennt Tom, dass er seine Eltern trotz allem liebt und ihnen verzeihen kann.Nur - und daher ein Stern Abzug -: Was in aller Welt finden Tom und der andere Mann Jack an dieser weinerlichen und langweiligen Zimperliese namens Sally??? Ihr wehleidiges, märtyrerhaftes Getue ist einfach nicht zum Aushalten - hatte das dringende Verlangen, sie zu ohrfeigen, damit dieses Gewinsel mal ein Ende hat! Toll, wie Tom zu ihr sagt: "Tja, Schatz, ist ein harter Job, eine Heilige zu sein" - warum lässt er sie nicht zu Jack gehen? So eine Trulla ist doch wirklich kein Verlust...
Herr der Gezeiten - Prince of Tides, 8. Oktober 2006
Die Geschichte einer jungen Frau, die als Schriftstellerin und Lyrikerin versucht, die Abgründe ihrer Kindheit und die frühen Aggressionen des Vaters, die innere Zerstörtheiten der Mutter, hinter sich zu bringen. Ein tiefgründiges Portrait einer Familie und einer Gesellschaft, die am Scheideweg zwischen Egozentrismus und Altruismus steht. Ein wundervolles Hörbuch und ein wundervoller Film.
Stark angefangen - schwach aufgehört..., 9. September 2006
... hat Barbara Streisand in diesem wunderschönen Film. Aber erstmal zum Inhalt:Tom (Nick Nolte) - Leherer und Football-Trainer aus South Carolina, reist nach N.Y. um dort zusammen mit Dr. Lowenstein (Barbara Streisand) - ihres Zeichens Psychotherapeutin - den erneuten Selbstmordversuch von Savanah - Toms Schwester - durchzuarbeiten. Diese Reise kommt Tom sehr gelegen: Seine Ehe ist ein Scherbenhaufen, seine Frau hat ein Verhältnis mit einem anderen Mann und Tom weiß nicht mehr, wo er im Leben steht und wo es weiter hingehen soll. In stundenlangen Gesprächen rollen Susan und Tom die Kindheit von Savanah auf; dabei kommt ein schreckliches Familiengeheimnis zu Tage. Tom fühlt sich mittlerweile sehr zu Susan hingezogen; und auch zu Bernhard, Susans Sohn, entwickelt sich ein inniges Verhältnis. Doch da kreuzt Susans Ehemann - ein gefeierter Stargeiger - auf, und Tom erkennt, daß sich hinter der Fassade der selbstbewußten Susan eine gedemütigte und gekränkte Ehefrau verbirgt. Tom und Susan werden Liebende, doch da meldet sich Toms "Noch-Ehefrau" - sie will an der Ehe mit Tom festhalten...Hier kommt mein Fazit:Dieser Film ist definitiv ein Frauenfilm. Barbara Streisand schüttelt ihr gesamtes künstlerisches Reportoire aus dem Handgelenk und beschert und ein cineastisches Vergnügen der Meisterklasse. Selbst Nick Nolte - den ich eigentlich als Schauspieler nicht schätze - füllt die Rolle des Tom hervorragend aus. Der einzige Wermutstropfen ist das letzte Drittel des Films. Hat sich die Beziehung Tom/Susan und Tom/Savanah langsam entwickelt, so gibt der Film aufeinmal unnötig Gas. Rasch wurden einige Liebesszenen hintereinander gesetzt, dann die Entscheidungsphase "Geliebte oder Ehefrau" - Klappe und Abspann. Ich habe auf die Uhr gesehen: Innerhalb von 20 Minuten wurde die Liebesgeschichte und die Entscheidungsfindung "abgewickelt" - nachdem fast 1 1/2 Stunden sich ein wunderbares Beziehungsgeflecht entwickelt hat. Das hat mir die Freude am Film ziemlich verdorben und führt zu einem Stern Abzug. Ansonsten ein berührender Film mit hohem Taschentuchfaktor !!!!
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