Kundenmeinungen
Marathonlauf der Spannung, 20. März 2008
Stellen Sie sich vor, Ihr erstochener Bruder schleppt sich in Ihr Haus und stirbt, bevor er Ihnen sagen kann, wer sein Mörder ist. Der Mörder glaubt aber, dass er Ihnen noch schnell was gesteckt hat - und um Sie mundtot zu machen, werden Sie zur Zielscheibe organisierter Verbrecher. Und selbst die, denen Sie bisher getraut haben, entpuppen sich als falsch. Das muss der Protagonist dieses packenden Klassikers erleben.Roy Scheider, den ich gerne sehe, verlässt mir zwar etwas zu früh die Bildscheibe (weil er das Mordopfer spielt), aber von jener Szene an entwickelt die Geschichte des gejagten Dustin Hoffman eine Dauer-Knisterspannung, die bis zum Showdown anhält. Ein Marathonlauf der Suspense also - sehr zu empfehlen.
Zitat (von VHS oder Free - TV): "...sind sie außer Gefahr..." ?, 9. Juni 2007
(wird hier, wie bereits angegeben, mit "sind sie sicher ?" untertitelt...)Mit dieser simplen, mehrmaligen Frage und -gerade- seinen darauf folgendenHandlungen schaffte es Sir Lawrence Olivier, es war -soweit mir jedenfallsbekannt- auch, außer noch etwas jünger in "Spartacus" ,-der 1960er Versionvon Regisseur Stanley Kubrick... auch nur seine einzige(n) Darstellungenals "Film - Bösewicht", einer ganzen (und wschl. auch den nachfolgenden)Generation den Gang zum Zahnarzt entgültig zu vergraulen, die bereits vorher schon gewisse Ängste davor hatten.Zur Handlung: Nachdem sein Bruder nach einem Streit mit einem alten Judenund einem darauf folgenden, etwas merkwürdigen "Autorennen" das zeitlichegesegnet hat, ist der untergetauchte Alt - Nazi Szell (Lawrence Olivier),gezwungen, aus seinem südamerikanischen Exil wieder in die USA zu kommen.Etwa zur selben Zeit bereitet sich "Babe" Lavi (Dustin Hoffman) auf denNew Yorker Marathon - Lauf vor, da bekommt er unerwartet Besuch von seinemBruder "Doc" Levi (Roy Scheider ... "der weiße Hai", "das fliegende Auge"),vom dem sich im nachhinein herausstellt, das er dem Geheimdienst angehörtund dieser vorher über das versteck Szell's informiert war, allerdings nixzu dessen Verhaftung unternommen hat, weil sie von dessen Angaben (Verratund Denunziation anderer untergetauchter Kriegsverbrecher) profitierten.Während eines Treffens von "Doc" und Szell gibt dieser ihm zu verstehen,das er vorhat, ihn später "fallen" zu lassen, daraufhin rammt ihm Szelleine Klinge, die über eine Apparatur an seinem Handgelenk befestigt ist,in den Bauch.Mit letzter Kraft gelingt es "Doc" noch zu "Babe" zu kommen, stirbt aberdarauf in dessen Armen (ob er ihm noch wichtige Informationen geben kannoder nicht, wird hier nicht exakt gezeigt), nun steht allerdings "Babe"als Außenstehender und völlig Unbeteiligter im Mittelpunkt beim Spiel umdie Interessen der gegenseitigen Kräfte...Mehr soll(te) an dieser Stelle noch nicht verraten werden, auch für alle"glücklichen", die den Film noch garnicht kennen sollten... vieleicht nurnoch soviel:1. Die spätere, vorgetäuschte "Befreiungs - Szene" von Dustin Hoffman istfast 1-1 nochmals bei der TV-Verfilmung "das Jesus Video" zur Verwendunggekommen und wurde dort mehr schlecht als recht bzw. künstlich "spannend",aber -auch dramaturgisch- ganz billig adaptiert/kopiert.2. Gewisse -gedanklich/geistige- Parallelen z.B. zu SS-Arzt Josef Mengele,die beim anschauen in Gedanken aufkommen könnten, waren wschl. auch "so"beabsichtigt (!?), umso interessanter, das hier auch einmal auf die nunbereits bekannten "Seilschaften" der US-Behörden mit ihren "Feinden" gut(genug) eingegangen wird, daher kann auch dieser Film hier nicht mehr alsganz "typischer Hollywood - Film" angesehen werden und muß mehr in einerSparte mit z.B. "Bonnie & Clyde" oder "Duell am Missouri" genannt sein.3. Auch sehr interessant (und dabei vor allem auch irgendwie lehrreich wie nachdenklich stimmend) die Schlußeinstellungen, als Lawrence Olivierin seiner Rolle des "Szell" (von den KZ-Überlebenden "der weiße Engel"genannt) gezwungen ist, durch eine von Juden dichtbevölkerte Gegend zulaufen, und hier(bei) vor allem durch's rein mimische, überzeugende Spieldabei, und völlig ohne irgendeinen Dialog, sehr realistisch dargestellt. Naja, wie auch immer (FAZIT:), als KAUFTIP und ebenso AUSLEIHTIP nur sehrzu empfehlen, auch für alle, die von Charakter - Rollen Dustin Hoffman'snicht genug sehen können und sich nicht nur ständig von Special - Effekten(die kein Ersatz für gute Schauspieler sind !) volldröhnen lassen wollen.
Vollkommen unerwartete Begeisterung, 25. September 2006
löste dieser Film bei mir aus - denn ich hatte nur gute Unterhaltung erwartet aber nicht in dieser Qualität.Was also macht diesen Film so gut?1. Noch nicht genannt wurde die Musik: Sie ist recht typisch für dieses Genre in den 70ern. Aber das Hauptthema ist echt klasse: Es stimmt immer zu einer Hymne an um dann von schrägen Moog-Klängen zerrissen zu werden. Das passt zum Hauptdarsteller Dustin Hoffmann, einem jungen Studenten der anhebt zu einer großen Universitätskarriere und zu seinem ersten Marathon, doch jäh aus seinen Plänen herausgerissen wird durch seinen Bruder den unnahbaren und wirklich gut aussehenden Roy Scheider.2. Dieser Film steht für SORGFALT. Die Drehorte sind fantastisch ausgewählt und perfekt eingefangen. Paris und New York. Auch in diesem Film fällt wieder einmal auf, dass New York in den 70er Jahren völlig anders dargestellt wurde als heute - auf das Monumentale der Skyline, geflimt aus der Luft, wird verzichtet. Stattdessen wird die Welt von unten gezeigt, grau und düster. Viele Szenen haben alleine einen reinen Schauwert. Wer gerne Stadtfilme anschaut ist hier richtig! Ach ja auch die Architektur ist lustig etwa am New Yorker Flughafen diese Gateway-Tubes in den 70ern. Schade das es sowas nicht mehr gibt...3. SUSPENSE: Alleine schon die Zeit die man als Zuschauer mit der Frage verbringt was da eigentlich los ist ist klasse: Was macht Roy Scheider da eigentlich? Ist er ein Nazi-Verbrecher? Oder ein FBI-Agent? Und was hat dieser Läufer damit zu tun? Dieser Film lässt einen rätseln - über viele Fragen bis zum Ende. Sehr spannend.4. Das Zusatzmaterial auf der DVD: Endlich mal wieder eine DVD mit guten Extras! Die Interviews mit den Schauspielern 20 Jahre später sind sehr lehrreich und z. T. auch lustig. Wirklich toll finde ich aber die Probeaufnahmen - Marthe Keller war gerade in den USA und lernte Englisch mit den anderen. Ungeheuer spannend zu sehen, wie die Akteure beginnen ein Gefühl füreinander zu entwickeln - es hat dem Film nicht geschadet.5. Diverse Szenen sind stilprägend gewesen und wurde schon erwähnt. Nur kurz daher: Der Folterzahnarzt, der Mörder in Paris, der KZ-Arzt im jüdischen Viertel New Yorks, der Streit zwischen einem UraltNazi und einem UraltJuden in dem mal wieder das alte "SCHMOCK" Schimpfwort zu hören ist.Tipp: Englisches Original hören da in der Synchronisation einiges verloren geht. So wird etwa aus "Are you safe?" ein "Ist es sicher?" was ich echt nicht verstehe.Fazit: Super Film - unbedingt angucken
Sind sie sicher?, 16. September 2006
Ja, ich bin sicher! Der Marathon-Mann ist einer der großen beinharten Thriller und ein Highlight der mit hervorragenden Filmen dieser Genres reich gesegneten Hollywood-Phase zwischen etwa 1968 und 1979! Die beklemmende Athmosphäre des Films geht unter die Haut, überraschende Wendungen geben der straighten story zusätzlich jede Menge Dynamik. Angst und Schmerz sind fast körperlich spürbar während der dentalen "Behandlung" durch den ehemaligen KZ-Schergen Weißer Engel. Ein zynischer Widerspruch dieser Name, steckt hinter dem Weißen Kittel des zur Hilfe verpflichteten Arztes doch in Wirklichkeit ein eiskalter, brutaler Unmensch mit "guten Umgangsformen" doch allem anderem als einer weißen Weste.Einsame Orte, scheinbar ausweglose Situationen und Freunde, die zu Feinden werden, prägen die fast kafkaeske klaustrophobische und paranoide Stimmung des Films und ziehen den Zuschauer sogartig mitten hinein in den verzweifelten Kampf eines unschuldig Verfolgten der Moderne gegen ein Monster aus einer dunklen Zeit vor seiner Zeit. 100% spannend und ein Must für Freunde sehr gut gemachter Thriller!
Hoffman, Olivier und Scheider in einem der wohl besten Thriller aller Zeiten, 16. August 2006
Brutal, schockierend und vielleicht auch deswegen so genial. ""Der Marathon Mann" fasziniert immer wieder aufs Neue. Dieser Film setzt nicht auf effekthascherische Explosionen, Shootouts oder sonstiges. Er konfrontiert einen eher mit subtilen Horrorelementen. Der sadistische Zahnarzt, gespielt vom genialen Sir Laurence Olivier wird ebenso in die Filmgeschichte eingehen wie der in diesem Film großartige Roy Scheider, der einen Agenten und Dustin Hoffmans Bruder mimt. Die Spannung dieses Films ist gegen Ende kaum auszuhalten, langsam und immer schneller werdend schreitet die Handlung fort. Dieser Film setzt auf eine gut ausgetüfftelte Story und geniale Charaktere, die von genialen Schauspielern verkörpert werden. Bitte schaut euch diesen Film an
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