Kundenmeinungen
Skurril, bizarr, verwirrend - ein echter Lynch mit Platz für Interpretationen, 18. November 2008
Nach einem Autounfall auf dem Mullholland Drive taumelt die einzige Überlebende, eine benommene Schwarzhaarige (Laura Harring) durch Los Angeles und findet schließlich Unterschlupf in einem Appartment, in das bereits am nächsten Tag die herzensgute Betty (Naomi Watts), eine junge Frau die in Hollywood Karriere als Schauspielerin machen möchte einzieht. Gemeinsam versuchen sie die Indentität der geheimnisvollen Schwarzhaarigen, die sich seit ihrem Unfall an nichts mehr erinnern kann, herauszufinden.Regisseur David Lynch ist dafür bekannt, den Zuschauer unweigerlich in ein anderes Universum zu katapultieren. In eine bizarre, skurrile Welt die in Lynchs Gedanken wohl irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Horror und Erotik, zwischen Gesellschaftskritk und Absurditäten wandelt. David Lynchs Filme kann man nicht einfach nur so konsumieren, meistens muss man sie deuten und interpretieren, seine Filme enthalten vielmehr das Gefühl oder einen Zustand, als eine wirkliche Geschichte. Sie verlangen dem Zuschauer mehr ab und geben ihm mehr, als ihnen meistens lieb ist. So wundert es nicht, wenn mancher Zuschauer bei "Mullholland Drive" überfordert war. Auch ich musste bei dem Film eine kleine Gradwanderung vollziehen. Ich hatte zunächst und ohne Vorwarnung den Eindruck gewonnen, hier handelt es sich um eine Form quentinscher Erzählkunst, viele Handlungsstränge irgendwann zusammenzuführen. Gewiss, sie wurden auch zusammengeführt, nur das Wie hat mich schon überrascht. David Lynch ist es gelungen bis zur letzten Filmminute die Spannung immer höher zu schrauben und dem Zuschauer kaum eine Chance dabei gelassen, dass Ende des Films vorab zu erahnen. Kein Wunder ist es Lynch doch wunderbar gelungen zahlreiche Bilder zu schaffen, die alle ihre eigene Interpretation bedurfen, sei es ein wundersamer Schlüssel, ein angewiderter Expressotrinker, ein grinsendes älteres Ehepaar oder ein wundersamer Cowboy. Witzig und skurril, manchmal düster sind die Szenen und von denen gibt es massenhaft in diesem Film. Dazu kommt eine Naomi Watts die absolut brilliant und glaubwürdig spielt. Gekonnt verkörpert sie die naive, weltoffene Jung-Schauspielerin und endet als... sehen Sie sich es am besten selbst an. Der Film bietet einfach so viel bizarres, skurriles und verwirrendes, dass es sich gewiss lohnt in mehrmals anzusehen ;o) Diesmal ist es mir nahezu Unmöglich etwas über den Inhalt bekannt zu geben, nein nicht wegen dem bösen, bösen Spoiler-Verbot hier, sondern weil ich wahrscheinlich die Szenen gleich in einem Atemzug interpretieren würde. Aber möchte sich an dieser Stelle doch jeder selbst ein Bild machen - als Vorgekautes zu lesen und wohlmöglich noch zu glauben... ;o) Nur zwei Sachen sind definitv nach diesem Film: 1. Er ist nichts für Jedermann oder dem allseitsbeliebten Popcornfilm-Freund; 2. Was David Lynch hier geschaffen hat, ist zweifelsohne ein kleines Meisterwerk deren Interpretation jeder wunderbar für sich selbst finden kann... - volle 5 Sterne.
ein witz ohne poente, 24. Oktober 2008
ich habe mir diesen film angeschaut, da viele leute von diesem film geschwärmt hatten. auch die mehrheit von den rezensionen hier sprachen für den film.fazit: durch verschiedene szenen wird schnell eine art spannung aufgebaut und man ist interessiert die zusammenhänge zu verstehen. man hat das gefühl das sich "etwas" aufbaut und ist heiß auf das ende. klingt prima, ist es aber nicht!es gibt kein sinnvolles ende und viele szenen passen überhaupt nicht in den film oder werden einfach nicht weiterbehandelt.stellen sie sich vor, dass in fernsehprogramm für einen abend 4 blockbuster hintereinander angekündigt werden und sie freuen sich drauf. sie bekommen aber nur stundenlang eine dauerwerbesendung zu sehen! enttäuschend wie dieser film hier!es ist unverständlich, dass soviele diesen film positive rezensionen ausstellen. nur weil ich fan von lynch bin, muss das produkt nicht gut sein.finger weg von diesem film, da enttäuschungen vorprogrammiert sind!
Nichts für schwache Gemüter, 5. Oktober 2008
Auf der Suche nach einem guten Psychofilm und den überzeugenden Rezensionen hier bei Amazon musste ich mir einfach Mulholland Drive kaufen, um zu sehen ob er wirklich meinen Erwartungen entsprach. Und das tat er im höchsten Maße. Beim ersten Anschauen war ich gleich fasziniert von der eigenartigen Atmosphäre, die sich durch den ganzen Film zog. Ganz anders als bei anderen Filmen spürt man etwas, was ich nicht direkt definieren kann. Es fesselte mich geradezu und ich wollte wissen, was hinter dem Geheimnis um die schöne und seltsame Rita steckt. Doch als die Story plötzlich in eine völlig andere Richtung abdriftete wusste ich nicht mehr wo oben und unten ist, ich wollte einfach nur noch wissen wie es ausgeht und wie mein Vorgänger schon sagte, ich wollte dass es mir wie Schuppen von den Augen fällt und ich erleichtert aufatmen konnte. Doch diese Hoffnung starb mit dem Ende. Nichts war aufgeklärt. Zurück blieben hunderte Fragen. Aber keine Ungereimheiten wie in manchen schlechten Filmen oder Büchern, wo Details einfach vergessen wurden. Nein, diese Fragen waren eher auf die Beziehungen und Strukturen bezogen, denn nach dem Anschauen kam es mir vor wie ein großes, noch nicht zusammengebautes Puzzle. Nichts hat irgendwie Sinn gemacht.Wissenshungrig postierte ich mich vor dem PC um zu recherchieren, ob es denn eine vollständige Interpretation gab, denn ich brannte darauf alles zu erfahren. Aber was hab ich gefunden? Nichts, außer Interpretationstipps von David Lynch und ein paar Interpretationsansätze von einigen Usern, von denen alle unterschiedlich waren. So kam es, dass ich es aus eigener Initiative heraus schaffen wollte, den Film zu entschlüsseln. Ich sah ihn mir sicher zehn mal und schrieb mir wichtige Sachen auf, wodurch ich einen ungefähren überblick und langsam Struktur in das ganze brachte. Bin immernoch nich wirklich weiter ^^Nun ja so viel zu meinem Erlebnissen mit Mulholland Drive, ich hoffe ich konnte etwas Neugier in euch Neukunden wecken^^ Es ist jedenfalls Pflicht für jeden Filmfreak der auf anspruchsvolle Sachen steht^^
Brilliante Geschichte, hervorragend umgesetzt, 16. September 2008
Mulholland Drive ist ein echter Lynch. Charaktere, Einstellungen, Situationen, Mystik. Aber bei weitem reifer als man zu Beginn annehmen möchte. Die Geschichte des Films wird schlüssig, wenn die zweite Hälfte des Films als die Wirklichkeit angesehen wird, und die erste Hälfte des Films als eine Traumsequenz, die das genaue Spiegelbild der Realität ist. Personen, Namen und Ereignisse dieser beiden Erzählungen sind exakt gegenteilig. Der Zuschauer bekommt dadurch, dass die Traumsequenz chronologisch und die Realität nicht chronologisch erzählt wird, implizit den Eindruck, dass die Traumsequenz real und die Realität syrreal ist. So gesehen ist Mulholland Drive ein wirklich fein strukturierter und psychologisch hervorragend gemachter Film, dem man all jenen empfehlen kann, die sich nach dem filmischen Genuss gerne und lange mit dem gerade Gesehenen auseinanderzusetzen pflegen.
Katastrophe!, 9. September 2008
Also nur weil jemand David Lynch heisst muss es nicht sofort ein Spitzenfilm sein! Absolut nicht sehenswert. Film ist mehr als Überbewertet!
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