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Atari: Master of Orion 3

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Master of Orion 3

Atari

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System: Windows XP, Windows 98, Windows Me



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05/Sep/2008 - 14:15


Beschreibung

Master of Orion 3 wurde von den Fans rundenbasierter Strategiespiele seit langem sehnsüchtig erwartet. Schon jetzt hat das Spiel einen Ehrenplatz im Herz eines jeden Hobbystrategen eingenommen -- genau wie die früheren Titel der Serie. Neben der Tatsache, dass es kaum andere Rundenstrategiespiele gibt, die im Weltraum angesiedelt sind, war die Reihe Master of Orion von Anfang an gleichbedeutend mit packendem Gameplay und einem immens hohen Suchtfaktor.

Dabei ist das Spielprinzip weder allzu neu noch sonderlich innovativ: Sie suchen sich aus einer Reihe einzigartiger Alienrassen Ihren persönlichen Favoriten heraus und tun dann alles in Ihrer Macht Stehende, um sich in der gesamten Galaxis einen Namen zu machen. Trotzdem -- oder gerade deswegen? -- hat die Serie das gewisse Etwas, das einen unweigerlich immer wieder anzieht. Liegt es an der einzigartigen Art und Weise, wie Diplomatie, Wirtschaft und Forschung gleichermaßen als Mittel zur Eroberung der Galaxis eingesetzt werden? Liegt es an den heimtückischen Intrigen der Antaraner, einer uralten und mindestens ebenso räuberischen Rasse, die die nervige Gabe zu besitzen scheint, immer genau zur falschen Zeit am falschen Ort aufzutauchen und den Spieler anzugreifen?

Ganz ehrlich: Wir wissen es auch nicht, sind aber längst vom "Nur-noch-ein-Mal"-Syndrom befallen. Diese schreckliche, aber äußerst unterhaltsame Krankheit kann einem Menschen ganze Tage seines Lebens rauben, während er nur noch kurz sehen will, was als Nächstes passiert, bevor er wieder ins richtige Leben zurückkehrt, um sich um solch unwichtige Dinge wie Arbeit oder Familie zu kümmern.

Master of Orion 3 tritt also wahrlich in große Fußstapfen. Und "größer" ist auch genau das Adjektiv, das den dritten Teil der Serie am besten beschreibt -- dicht gefolgt von "komplexer". Fans des Mikromanagements dürfen schon einmal frohlocken, denn die auffälligsten neuen Features des Spiels sind zweifellos bei der Verwaltung Ihres gigantischen Imperiums anzutreffen. Eine geradezu galaktische Fülle von Optionen erwartet Sie hier. Es ist keine allzu leichte Aufgabe, mit einfachen Worten deutlich zu machen, wie komplex dieses Spiel eigentlich ist. Oder wie viele verschiedene Daten Ihnen zu Informationszwecken zur Verfügung stehen. Aber machen Sie sich auf eines gefasst: Die Anzahl der Menüs und Untermenüs und der miteinander verbundenen Schiebebalken und Checkboxen nimmt teilweise geradezu biblische Ausmaße an!

Die Ziele des Spiels sind im Großen und Ganzen unverändert geblieben: Besiegen Sie Ihre Gegner auf militärischem Weg, lassen Sie sich zum Präsidenten des Senates von Orion wählen, oder finden Sie die fünf Artefakte, die von den antiken Antaranern über die gesamte Galaxie verteilt wurden. Sollten Sie auch nur in einem dieser Punkte versagen, verschwindet Ihr Volk ganz schnell im Nichts und Sie sehen sich den schlimmsten Worten gegenüber, die Computerspieler kennen: Game over.

Jeder einzelne Planet in Ihrem Imperium verfügt über eine Reihe von Punkten, um die es sich individuell zu kümmern gilt: Steuern, Bauvorhaben, regionale Zonen, Terraforming, Rohstoffgewinnung, Entwicklung der wirtschaftlichen Infrastruktur, militärische und zivile Haushaltsplanung und so weiter und so fort. Jeder dieser Punkte ist wichtig, keiner sollte vernachlässigt werden. Sie wirken sich auf verschiedene indirekte Statistiken wie z. B. Unruhe aus, die zu so nervtötenden Problemen wie Verzögerungen in der Forschung und der Produktion oder sogar zu Revolten führen kann. Schlimmstenfalls bis hin zum Sturz Ihrer Regierung auf dem jeweiligen Planeten.

Eine der wichtigsten Neuerungen des Spiels sind die KI-"Vizekönige", die auf jedem Planeten eingesetzt werden können. Diese nehmen Ihnen einen Haufen Routinearbeiten ab, indem sie sich an von Ihnen festgelegten Vorgaben orientieren, die für das gesamte Imperium gelten. Sie sollten sich allerdings nicht blind darauf verlassen, dass diese Vorgaben auch eingehalten werden. Auch auf galaktischer Ebene haben Sie alle Hände voll zu tun -- Budgetverwaltung, Forschungsüberwachung, Entwicklung und Einsatz des Militärs, diplomatische Beziehungen, Spionage und dergleichen mehr stehen auf der Tagesordnung.

Ebenfalls neu in Masters of Orion 3 ist die Art und Weise, wie der Spieler mit dem Senat von Orion interagiert. Sie müssen zwar immer noch zum Präsidenten des Senats gewählt werden, um das Spiel zu gewinnen, können jetzt aber auch Mitglied des Senats werden. So können Sie zum Beispiel über Gesetze über die Einführung von Sanktionen gegen andere Alienrassen abstimmen -- oder diesen gleich den Krieg erklären.

Wenn alle diplomatischen Bemühungen gescheitert sind, führt an einem Krieg kein Weg mehr vorbei und es kommt zu Kämpfen im All sowie auf den verschiedenen Planeten. Anstatt einzelne Schiffe zu befehligen, teilen Sie diese jetzt verschieden großen Einheiten zu, die für unterschiedliche Missionen eingesetzt werden, z. B. Langstreckenangriffe, Kurzstreckenangriffe, Verteidigung, indirektes Feuer, Erkundungsflüge etc. Auch die Bodeneinheiten werden gemäß ihrer Größe und Stärke in Gruppen eingeteilt. Sobald der Kampf erst einmal begonnen hat, können Sie die Geschicke Ihrer Truppen entweder selbst leiten oder sich zurücklehnen und den Computer arbeiten lassen. Es ist ebenso möglich, die Kämpfe komplett zu überspringen und sich vom Computer lediglich den Ausgang darstellen lassen. Die schnellste und einfachste Methode.

Auch eine Multiplayerfunktion ist natürlich wieder vorhanden und erlaubt Ihnen, jetzt entweder über GameSpy oder direkt über Ihre IP-Adresse gegen den Rest der Welt anzutreten. Der Multiplayermodus unterscheidet sich kaum vom Einzelspielermodus, auch wenn inzwischen eine Option vorhanden ist, mit der Sie ein Zeitlimit für die einzelnen Runden festlegen und finanzielle Prämien für das schnelle Abschließen eines Zugs vergeben können. Die ewig langen Wartezeiten der Vorgänger gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Wenn Sie sich zu den Hardcore-Strategen zählen, wird Sie das packende Gameplay von Master of Orion 3 stunden- oder sogar tagelang ohne Unterbrechung vor dem Bildschirm fesseln. Die immense Tiefe des Spiels entsteht nicht nur durch die vorhandene Optionsvielfalt, sondern auch durch die vielseitigen und interessanten Alienrassen sowie durch den mehr als nur umfangreichen Technologiebaum. Leider ist die Lernkurve bis zur endgültigen Beherrschung der vielen Aspekte des Spiels recht steil. Strategie-Profis dürften sich davon allerdings kaum schrecken lassen -- denn die Früchte der Einarbeitung machen jede Anstrengung ohne weiteres wieder wett. Masters of Orion 3 ist ein wirklich fantastisches Spiel, das man jedem Freund knallharter Strategiebrocken nur wärmstens ans Herz legen kann. --Jon "Safety Monkey" Grover

Pro:

  • Süchtig machendes und fesselndes Gameplay -- man kann ohne weiteres und ohne es zu merken acht Stunden am Stück vor dem Monitor verbringen.
  • Gigantischer Tiefgang
Kontra:
  • "Grafisch veraltet" wäre noch ein Kompliment
  • Die unglaubliche Komplexität könnte für manche Spieler verwirrend sein.





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Nach 5 Jahren immernoch unspielbar, 16. Juni 2008

Als großer Fan der Master of Orion Serie kaufte ich mir 2003 den 3. Teil mit großer Vorfreude.
Schnell stellte sich beim anspielen schon heraus, dass es einiges in dem Spiel zu bemängeln gibt.
So wurde das versenden von Flotten übermäßig verschachtelt, so lassen sich nur Flotten verschiedener Größe zusammenschließen, wenn die richtigen Raumschiffe mit dem richtigen Flottenauftrag zusammengefügt werden.
Also eine kombination aus Langstrecken, Kurzstreckenkampfschiffen, Aufklärern, so genannten Point-Defense-Schiffen usw.
Micromanagement was mir gegen den Strich ging und meist unnötig Zeit verschlang.
Großes Minus: Das Spiel ist komplett auf Englisch, selbst die Version die in Deutschland erhältlich ist, bei dem entsprechenden Micromanagement ist also das Fremdsprachenwörterbuch nicht wegzudenken.
Dementsprechend geht bei wachsender Anzahl von Planeten schnell die Übersicht flöten.
Über die Grafik brauchen wir nicht mehr drüber zu reden, sie war vor 5 Jahren unter aller Sau und wurde die Jahre über nicht besser. Würde MoO3 an die Klasse des vorgängers annähernd heranreichen könnte man das noch verschmerzen.
Schön sind einige Neuerungen wie z.B. Interstellare Verteidigungsschiffe, die in einem Sternensystem bei Kampfsituationen allen besiedelten Planeten zur Verfügung stehen und nicht wie Sternbasen nur dem entsprechenden Planeten, was beim expandieren in eigenen Systemen zu gute kommt.
An dem Diplomatiesystem hat sich auch nicht viel getan, staksig und linear wie beim Vorgänger, wenn auch gleich sich Handelsbündnisse etc. wesentlich stärker auszuwirken scheinen.

Vor einigen Tagen grub ich also das Spiel nocheinmal aus, nachdem ich es bei einer Multiplayerpartie mit ein paar Freunden endgültig in die Ecke gefeuert habe.
Mit aktuellstem Patch stellte ich dann fest: Unspielbar.
Mit Grafikkarten ab der 7xxxer von nVidia eine reinste Ruckelpartie mit Grafikbugs, überlappender Menüs bis hin zu abstürzen und sonstigen ruckartigen Bewegungen.
Fix dafür gibt es nicht, also für Nostalgiker die es mit MoO3 nocheinmal versuchen wollen ist es selbst nach 5 Jahren immer noch unspielbar.

Fazit:
------
- schlechte Grafik
- teils unübersichtliche Menüführung
- einfallslose Diplomatie
- umständliche Flottengruppierungen
- NICHT KOMPATIBEL MIT NEUEREN SYSTEMEN (getestet mit GeForce 7950GX2)
- Spiel nur auf Englisch

- einige gute Neuerungen (interstellare Verteidigungsschiffe)
- schöner planetarer Schlachtmodus (aber zuviele übertriebene Strategieotionen)


Naja... es sollte wohl nie sein.

Schlusswort:
------------
Für alle die ein brauchbares Strategiespiel im Weltall suchen kann ich nur "Galactic Civilizations II" empfehlen oder wer mehr auf Action ala "Homeworld II" bzw. "Haegemonia" steht kann ich nur "Sins of a Solar Empire" ans Herz legen, dass am 26.06.08 erscheint.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein pauschales Urteil fällt schwer., 15. Mai 2004

Zu Beginn stellt der Spieler Parameter wie Schwierigkeitsgrad, Gegneranzahl und Siegbedingungen ein, wählt eine der 16 verfügbaren Rassen oder kann seine eigene durch Verteilen von Stärken und Schwächen auf Gebiete wie Forschung, Spionage oder Produktion erschaffen. Man kann sich auch gleich in eine Schnellpartie stürzen - eine Option, die aufgrund der extremen Spieldauer ironisch anmutet.
Zuerst besteht der Spielablauf in erster Linie aus klugem Wirtschaften sowie geschicktem Besiedeln benachbarter Planeten und Sonnensysteme, um möglichst schnell ein kleines Imperium aus dem Boden zu stampfen. Dabei ist zu wählen zwischen idealen Kolonialisationsumgebungen und ungemütlichen Planeten mit anderweitigen Vorteilen.
Spätestens, wenn auf der dreidimensionalen Übersichtskarte erste Konkurrenzimperien auftauchen, wird es Zeit, sich um Militär, Diplomatie und Spionage zu kümmern. Unter Umständen mischt man sogar im Senat von Orion mit, beantragt Erlasse und nimmt an Abstimmungen teil. Auch kann man bis zu vier Führungspersönlichkeiten anstellen, die der eigenen Rasse mit individuellen Fertigkeiten unter die Arme greifen, aber für deren Dienste nicht selten Nachteile in Kauf zu nehmen sind. Außerdem ist es dem Spieler freigestellt, Flottillen in die unendlichen Weiten des Alls zu schicken, um die fünf Artefakte der Antaraner mit überlegener Technologie zu finden.
Praktisch gestaltet sich der Spielablauf so, dass man diplomatische Optionen nutzt, Planeten zur Besiedlung freigibt und Flotten Bewegungsaufträge erteilt, indem man sich durch Menüs, Untermenüs, Reiterchen und Karteikarten klickt. Aufgabe des Spielers ist hauptsächlich Treffen strategischer Rahmenentscheidungen. Zwar kann man bis auf unterste Ebene Befehle geben, wird dadurch jedoch die ohnehin bereits beträchtliche Spielzeit zusätzlich aufblähen. Klüger ist, die zahlreichen Werkzeuge zu nutzen und Detailentscheidungen dem Computer zu überlassen. Tätigkeiten wie umfangreichen Besiedlungs- oder Aufbaudetails einzelner Planeten wird man bald seinen sogenannten Viceroys anvertrauen und sich stattdessen um imperiumsweite Produktionsplanung, Budgetierung oder Regierungsformeinstellungen kümmern.
Zu Rundenbeginn bekommt man eine SitRep getaufte Zusammenfassung der Ereignisse seit der letzten Runde, wie wissenschaftliche Fortschritte, Kampfresultate oder Spionagereporte, die sich individuell nach Priorität und Klasse filtern lassen und Hyperlinks zu dazugehörigen Menüs bereitstellen, so dass man schnell reagieren kann.
Am Rundenende werden eventuell ausstehende Kämpfe abgearbeitet, die man entweder selbst leitet oder dem Computer die Kontrolle überlässt. Letzteres ist in der Regel sehr viel uneffektiver. Entscheidet man sich für die eigene Kontrolle, leitet man die Kämpfe in Echtzeit. Am Boden erfolgt dies reichlich unspektakulär durch Verändern von Parametern wie der generellen Taktik oder der Freigabe atomarer, biologischer oder chemischer Waffen. Bei Raumkämpfen weist man einzelnen Task-Forces auf einer zweidimensionalen Karte Aufträge und Ziele zu. Nach dem letzten Kampf ist Warten angesagt, bis alle Gegner gezogen haben und die nächste Runde anfängt.
Dieses Warten auf die nächste Runde nimmt leider den Großteil der Spielzeit ein und dauert selbst bei Rechnern, deren Leistungsfähigkeit deutlich über den minimalen Systemanforderungen liegt, im späteren Verlauf mehrere Minuten pro Runde. Da weiß man besser, wie man diese Pausen verbringt. Besonders ärgerlich ist, dass die Umschaltung zu anderen Programmen mittels Alt-Tab weder vom Spiel noch vom Hersteller unterstützt wird, so dass man Zwangspausen nicht mittels der Multitaskingfähigkeit von Windows anderweitig verbringen kann.
Ähnlich wie beim zweiten Teil der Serie kann man wieder eigene Schiffstypen kreieren, indem man aus verfügbaren Schiffsgrößen sowie Waffen- und Zusatzsystemen auswählt. Wer es einfacher mag, überlässt diese Arbeit dem Computer. Angegeben werden muss auf jeden Fall die Art der Mission, für die der Schiffstyp entworfen wird - zum Beispiel Kolonieschiff, Trägerschiff oder Truppentransporter. Entsprechend dieser Angabe können Schiffe später in sogenannten "Task-Forces" platziert werden, mit denen der Spieler anstatt einzelner Einheiten hantiert. Sie bestehen aus bis zu 18 Schiffen für Aufklärung, Eskorte und Auftragserfüllung, die entsprechende Positionen in der Formation einnehmen. An einem Raumkampf können bis zu zehn dieser Task-Forces gleichzeitig teilnehmen.
Spieler, die sich an den Vorläufer "Battle at Antares" erinnern, werden feststellen, dass es viele entscheidende Änderungen gegeben hat. Es gibt keine „guten" und „schlechten" Planeten mehr, vielmehr kann ein für eine Rasse praktisch unbewohnbarer Planet einer anderen die perfekten Voraussetzungen zur Besiedlung bieten, und ihre Variabilität ist sehr viel größer. Forschung ist in mehr als einem Bereich gleichzeitig möglich, Computergegner haben eine rege Interaktion untereinander. Diplomatie beschränkt sich nicht auf Kriegserklärungen und Technikaustausch. Embargoandrohungen, befristete Waffenstillstände und Vereinbarungen aller Art komplettieren das Repertoire. Außerdem ist es nicht nur wichtig, was man sagt, sondern auch wie. Eine friedliebende Rasse könnte auf einen barschen Gesprächston zurückhaltend reagieren, während eine fleischfressende Rasse zu viel Freundlichkeit vielleicht als Schwäche interpretiert. Das gesamte Spiel wirkt wesentlich realistischer, weil nicht nur sämtliche Parameter erweitert, sondern auch zahlreiche neue Funktionalitäten eingebaut wurden. Außer den Menschen gibt es praktisch nur noch eine humanoide Rasse, die übrigen wirken wirklich fremdartig.
Die einschneidendste Änderung zum Vorgänger ist jedoch der eigentliche Spielablauf. Bei MoO3 soll der Spieler kein Makromanagement betreiben und wird für diese Mühe auch nicht belohnt. Stattdessen sind strategische Entscheidungen und Rahmensetzungen gefragt. Dies ist, was MoO3 aus der Masse herkömmlicher rundenbasierter Strategiespiele hervorhebt. Jedoch ist es auch seine Achillesverse. Spieler, welche die taktische Sicht- und Handlungsweise nicht verlassen wollen oder können, werden sich bei Anwendung des gewohnten Spielstils bald in einem Wust aus Menüdschungeln, Klickorgien und Detailentscheidungen wiederfinden und entnervt aufgeben. Obwohl das Spiel die Möglichkeit zum Macromanagement bietet, bleibt dies aufgrund vollkommen fehlender Hilfsmittel nur eine theoretische Option. Man muss sich schon auf das Konzept von Quicksilver einlassen und die Rolle des großen Lenkers und Strategen einnehmen, der Informationen ordnet und analysiert und Abläufe organisiert und verwaltet.
Eine Bewertung zu Master of Orion 3 fällt schwer. Einerseits besticht das Spiel durch ungeheure Komplexität, die trotz Detailfülle überschaubar bleibt. Kein optisch schönes Spiel, überzeugt die Präsentation dennoch durch schlichte Zweckdienlichkeit. Im Raumkampf kann man bisweilen sogar von spektakulären Effekten sprechen. Die vielen unterschiedlichen Rassen und Galaxien, variierende Siegmöglichkeiten sowie innovative Neuerungen schaffen Langzeitmotivation. Bedienungsmängel, eine unausgegorene Oberfläche sowie extrem lange Spielzeiten hinterlassen jedoch den Eindruck, als hätte niemand bei Infogrames oder Quicksilver Software das Spiel vor seinem Erscheinen tatsächlich gespielt.
Wer Geduld besitzt, über Bedienungsmängel hinwegsehen kann und sowohl Zeit als auch Lust hat, sich einzuarbeiten und für einzelne Partien viele Stunden hinzublättern, kann mit Master of Orion 3 glücklich werden. Allen übrigen sei ein Testspiel dringend empfohlen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine große Enttäuschung, 12. Februar 2004

Als leidenschaftlicher Master of Orion 2 Spieler habe ich mich sehr auf das Spiel gefreut, und da ich vor dem Erscheinen des Spiels schon lange keine Spielezeitung mehr gelesen hatte, habe ich mir das Spiel ohne groß zu überlegen gekauft, was sicherlich ein Fehler war, da ich finde, dass es den Vollpreis von 50¬ sicherlich nicht wert war.
Ich halte die Grafik für nicht besser als die in Master of Orion 2, viele Spielinhalte, wie das selbstständige Ausbauen der Kolonien, liegt in der Hand des Computers und ist nur sehr eingeschränkt selbst möglich.
Viele Dinge, die einfach den Spass an MoO2 ausmachten sind im dritten Teil nicht mehr vorhanden. Schade eigentlich, dass nach der langen Entwicklungszeit keine wirklichen Verbesserungen zum Vorgänger ersichtlich sind. Weder spielerisch noch technisch.

Ich hatte von dem Nachfolger des Weltraumkolonisierungsspiels schlechthin einfach mehr erwartet. Als das Spiel veröffentlicht wurde war es schon lange nicht mehr auf dem Niveau der Zeit.

Jetzt hoffe ich, dass Konkurrenz-Spiele besser werden, andere Spiele, die mittlerweise erschienen sind, sind um einiges besser.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Erwartungen waren zu hoch!, 29. Januar 2004

So ich habe auf diese Spiel wirklich gewartet!
Ich habe den etwas älteren Vorgänger Master of Orion Attack to Anteras auf meinem Rechner installtiert.
Und ich muss sagen der ist echt besser. Um Meilen besser.
Viele Systemabstürze und Bugs verbergen sich hinter der wirklich toll gestalteten Verpackung. Vermutlich hat das Design der Verpackung mehr gekostet als die Entwicklung des Games.
Ausserdem ist die Bedienung des Spieles seiner Bezeichnung nicht würdig. Am besten mal stellt alles auf auto und lehnt sich zurück und lässt den Computer selbst machen, dann kann man nämlich noch die alte Version von MOO spielen.
Ich bin echt entäuscht. Die Idee war genial, wurde in den Vorgänge Versionen auch sehr gut umgesetzt aber die Umsetzung bei MOO III lässt mich wirklich heulen!!!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Wie konnten Sie nur???, 22. Januar 2004

Ich frage mich ja echt ob die Entwickler eigentlich ihr eigenes Spiel freiwillig spielen würden...

Der 5(?) Jahre alte Vorgänger war selbst graphisch um Welten besser!

Das Spiel beginnt mit einem echt miesen Vorspann.
Dann öffnen sich grottenhässliche und unverständliche Menüs. Seufzend nimmt man das Handbuch in die Finger...
Eine halbe Stunde später hat man die Verwaltung seines Planeten vor sich und kann nun irgendwelche Planziele setzen. Klare Entscheidungen mit ersichtlichen Konsequenzen kann man nicht treffen, selbst die Kommunikation mit den undurchschaubaren Computergegnern verläuft Rundenweise in Briefform!!!
(Angebot-nächse Runde Nein- neues angebot- 2 runden später wieder nein...)
Im Spiel hat man nun die Möglichkeit sämtliche Kontrollen dem Computer zu überlassen (und ihm zuzuschauen wie er die riesige Galaxie zu besiedeln beginnt). Da es etwa 300 Sterne mit je ca. 5 Planeten gibt braucht man für ein richtiges Spiel vermutlich Jahre.
Sollte man es wagen selbst etwas zu steuern trifft man zum Beispiel auf Alienrassen die schon nach wenigen Runden die halbe Galaxie beherrschen, mit denen man aber nichtmal verhandeln kann.

Tja, aber Held der ich bin habe ich gleich das erste Spiel gewonnen, weis nur leider nicht warum...

Ich habe jedenfalls NIE ein schlechteres Spiel gesehen.




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