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Das Experiment

von Mario Giordano

mit Moritz Bleibtreu Christian Berkel Edgar Selge

Regie: Oliver Hirschbiegel

Euro Video

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07/Sep/2008 - 02:38


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Beschreibung

In einer Zeit, in der das heimische Kino meist immer noch nur wie eine weitere Abspielstätte des Fernsehens wirkt, hat eine Produktion wie Das Experiment etwas ungeheuer Befreiendes. Oliver Hirschbiegels erster für die große Leinwand entstandener Film ist wirklich von seinem spektakulären Anfang bis zum nervenaufreibenden Finale großes Kino. Jede Einstellung sprengt die kleinlichen Grenzen, die den deutschen Film, seine belanglosen Komödien und seine avancierten Dramen, so oft zu einer rein provinziellen Angelegenheit machen. Dabei findet Oliver Hirschbiegel zu einem ganz eigenen Rhythmus der Erzählung. Überwältigung und Reflexion schließen sich hier nicht gegenseitig aus, sondern bedingen einander.

20 junge Männer werden für ein zweiwöchiges Psycho-Experiment engagiert. Sie sollen in einer simulierten Gefängnissituation die Rollen von Häftlingen und Wärtern übernehmen. Unter den Testpersonen ist auch der ehemalige Journalist Tarek Fahd (Moritz Bleibtreu), der sich von diesem Experiment eine spannende Story verspricht. Doch genauso wie alle anderen Teilnehmer wird auch er von der Dynamik der Ereignisse mitgerissen. Er zählt zu den Häftlingen und seine bewussten Provokationen, prallen auf den Sadismus einer der Wärter (Justus von Dohnányi) und führen letztlich zu einer völlig wahnwitzigen Eskalation. Das Experiment entgleitet den Wissenschaftlern (Andrea Sawatzki und Edgar Selge) und verwandelt sich in einen Kampf um Leben und Tod.

Vorbild für Mario Giordanos Roman Black Box und Oliver Hirschbiegels Verfilmung war ein reales Experiment, das 1971 an der Stanford University durchgeführt wurde und schon nach wenigen Tagen abgebrochen werden musste. Giordano und vor allem Hirschbiegel gehen nun allerdings mehrere Schritte weiter. Die realen Ereignisse sind nur der Ausgangspunkt für eine klassische Kinofantasie. Diese Vorgehensweise des jungen Regisseurs wurde beim Kinostart von Das Experiment meist heftig kritisiert, doch ihr verdankt dieses Debüt seine beeindruckende Wirkung. Es ist eben keine akademische Studie, sondern ein Thriller, der gerade aufgrund seiner Vereinfachungen und seinem weitgehenden Verzicht auf individuelle Charakterisierungen ungeheuer viel über die menschliche Natur verrät. Ein bisschen erinnert Oliver Hirschbiegels Methode an die von Oliver Stone -- und von welchem anderen deutschen Regisseur der letzten Jahre könnte man das sonst sagen? --Sascha Westphal





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Genial, 14. Dezember 2007

Die DvD ist gut der Film is TOP GENIAL !!!
ALso jeden Freund den ich den Film gezeigt habe hat diesen Film sich selber gleich gekauft weil er wirklich genial ist.
Fast jeder meiner Freunde wäre am liebsten in den Feseher gesprungen und hätte die Wärter zusammen geschlagen.Dieser Film ist so fesselnd und real das man es fast gar nicht glauben kann.Ich bin heut noch traurig das ich ihn damals nicht im Kino sehen konnte.

DIESER FILM IST BESSER ALS SO MANCHER HOLLYWOOD-BLOCKBUSTER !!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  bester deutscher Film, den ich gesehehn habe!, 8. Juli 2007

Für einen deutschen Film nicht schlecht!
Trotzdem haben die Schauspieler es immernoch nicht wie ihre Konkurrenz drauf, ihrer Rolle nicht anmerken zu lassen,dass es eben doch nur eine Rolle ist. Mit der Meinung spalten sich wahrscheinlich meine Anhänger^^, allerdings ist es doch unabstreitbar, wie gestellt die "deutschen" oftmals ihre Rolle absolvieren. Liebe deutschen Ressigeure, merkt ihr denn nicht, dass so, wie ihr eure Schauspieler sprechen lasst, niiiemals ein Exempel eines realistischen Dialoges in der "Wirklichkeit" gerecht wird?


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Spannung made in Germany, 6. Juli 2007

"Das Experiment" ist ein Thriller der relativ harmlos beginnt, sich aber mit fortschreitender Laufzeit immer mehr steigert, bis der Zuschauer gegen Ende kaum noch wagt Luft zu holen. Was dem Film noch etwas mehr Brisanz verleiht, ist die Tatsache, dass er zum Teil auf dem berüchtigten "Stanford-Prison-Experiment" beruht, dass Psychologe Philip Zimbardo 1971 in den USA durchführte. Auch wenn das reale Experiment abgebrochen wurde, bevor es eine solche gefährliche Dynamik entwickeln konnte wie im Film, gibt es dem Zuschauer doch ein ungutes Gefühl, zu wissen, dass sich die Realität mit ziemlicher Sicherheit nicht viel anders entwickelt hätte.
Im großen und Ganzen ein sehr gelungener Film, der mit guten Schauspielern und toller Atmosphäre zu punkten weiß. Den Punkt Abzug gibt es jedoch für die leicht überflüssige Love-Story, die etwas störend wirkt.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  kaufen!, 11. Juni 2007

Das ein in deutschland gedrehter Film so gut sein kann hätte ich nie gedacht.
Ich habe solch einen Film noch nicht gesehen.
Absuluter nerventerror.
Nicht nur für die Experiment teilnehmer, sondern auch für den Zuschauer!
Geht nicht besser!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Eine Story verschenkt, 17. Dezember 2006

Die Story fand 1971 in der Standford-University statt. Zimbardo wollte testen, wie die Zuweisung von Rollen das Verhalten von Menschen ?beeinflusst? Wird einer zum Wärter- innerlich-wenn er eine Uniform anzieht, und ein anderer zum Häftling, wenn er dessen Kluft trägt. Aus diesem Experiment wurde innerhalb von fünf Tagen ein Hexenkessel, das Experiment musste abgebrochen werden. Die Wärter drehten durch und quälten, was das Zeug hielt . Jahrzehnte später bedauerte noch einer, der einen solchen gespielt hatte, man habe gar nicht alles ausprobieren können, was angedacht worden sei. Zimbardo meint nun, aufgrund dieses kleinen einmaligen Experiments ( wegen der psychischen Nachfolgeschäden nicht wiederholt) in jedem stecke ein " Hitler". Das ist ja eigentlich eine spannende Story. Aber für den Film reicht es nicht. Da werden noch skrupellose Wissenschaftler und eine schlussendliche, brutale Verfolgungsjagd eingebaut. Dabei traut sich der Regisseur nicht einmal, das nachzuspielen, was im echten " Experiment" stattfand: die Erniedrigung der Menschen durch entsprechend entwürdigende Kleidung und die ihnen zugemuteten erniedrigenden Experimente. Es wird etwas Reisserisches draufgesetzt, aber die Wirklichkeit war bedrückender. Obwohl man es nicht gerne schreibt: aber 1:O für die Wirklichkeit !




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