Kundenmeinungen
Psychoduell vom Feinsten!, 15. Dezember 2007
Da wird in Rezesionen davon gesprochen, wie wenig inovativ der Film sei etc. Wenn man das hier so anmaßen möchte, frage ich nach der Innovation von so manchen Rezesionen! Diese wiederholen sich doch auch dauernd - und? Das sich die Liebe mit all Ihren Facetten seit Jahrhunderten immer und immer wieder als Transmitter für Dramen, Komödien und anderer Themen öffnet ist doch nur logisch - die Frage ist, wie wird sie behandelt, wie wird sie präsentiert? Wird sie dem Zuschauer schmecken? Dieser Film ist für mich ganz klar ein 5-Gänge-Menü par excellence! Klasse Kulisse von Alaska, spitzen Darstellung von Sir Anthony Hopkins, eine Filmmusik, die den visuellen Takt stets pariert und somit den Kern für eine grandiose Spannung freilegt sowie eine gelungene Mischung aus Action und Dialogdarstellung, deren Katz- und Mausspiel bis zum Schluss durch das Gejagtwerden durch den Bären offen bleibt.
Ich empfehle diesen Film allen, die auch Wert auf psychologische Spannung legen und Adrenalin nicht als Dauerfeuer in den Beinen brauchen. Der Film ist an den richtigen Stellen damit gespickt, sodass es nicht schwerfällt, sich auf die Akteure und die Handlung zu konzentrieren. Die Liebe ist nur das Motiv für diesen Film; es geht um die Abhängingkeit zweier Rivalen in der Wildnis Alaskas, die sich mit jeder Filmminute bewusster werden, dass nur einer überleben wird! Unbedingt ansehen...
Survival Überlebenskampf der Extraklasse, 9. November 2007
Also an diesem Film ist rein gar nicht auszusetzen.Zu dem Schauort der Geschichte muss ich erst gar nichts sagen die Kulisse ist einfach nur genial.Die Darsteller Anthony Hopkins und Alec Baldwin sind einfach nur Klasse.Die Story ist super ausgedacht und auch perfekt umgesetzt und die ständige Verfolgungsjagd des Bäres rundet die ganze Sache zu einem genialen Film ab.
The Anthony Hopkins Show!, 28. November 2006
Mit The edge schuf Star-Writer David Mamet ein packendes Charakterspiel im Rahmen eines klassischen Abenteuer und Überlebensfilms.
Mit Anthony Hopkins und Alec Baldwin in den Hauptrollen und dem wunderbaren Setting der kanadischen Wildnis kann ja eigentlich kaum mehr viel schief laufen, und tatsächlich spielen die beiden Stars ihre Rollen derart brillant, dass alleinig ihre Darstellung ausreichen würde, um The edge den Rang eines sehr guten Filmes zu verleihen.
Anthony Hopkins Darstellung des hochintelligenten und bedachten Milliardärs Charles Morse ist derart überzeugend, fein gezeichnet und in jeder Szene wohl temperiert, dass der Zuschauer gar nicht anders kann als sich tief berührt und angezogen zu fühlen.
Alec Baldwin spielt ebenfalls sehr glaubhaft und stellt seine verschiedenen emotionalen Zustände packend dar. Gegen den ruhigen und viel Tiefe ausstrahlenden Anthony Hopkins kommt er jedoch nicht an.
Negativ anzumerken wäre einzig die drehbuchbedingte Schwarz-Weiss-Zeichnung der beiden Charaktere. Charles Morse ist nicht nur hochintelligent, bedacht und von philosophischer Tiefe umgeben, er ist auch eine moralische Instanz und ein wilder Kämpfer, wenn es sein muss. Robert Green hingegen ist spöttisch, unüberlegt, impulsiv, weinerlich und schlussendlich sogar mörderisch. Gerade dieser Rolle hätte ein wenig mehr Differenziertheit und Vielschichtigkeit gut getan.
Zum weiteren Hauptstar des Films wird schliesslich die Natur mit vielen traumhaft schönen Aufnahmen, wie man sie selten in einem Abenteuerfilm zu Gesicht bekommt. Unterstützt werden die tollen Bilder vom wunderschönen Soundtrack Jerry Goldsmiths der sicherlich unter seinen Besten einzureihen ist. Mit dieser tollen Atmosphäre verdient sich die Inszenierung ein Extralob.
Die Story des Films ist schlussendlich wenig innovativ, bietet aber doch Unterhaltungswert. Sehr spannende Actionszenen wechseln sich ab mit ästhetischen Landschaftsaufnahmen, ruhigen Dialogszenen oder den intensiven Charakterdarstellungen Hopkins oder Baldwins.
Somit hat The edge für jeden Geschmack etwas zu bieten und stellt sich als insgesamt wunderschön abgerundeter und starker Film heraus.
Männerfilm, 17. Juli 2005
Es gibt Männerfilme und Frauenfilme, heißt es. Dies hier wäre demnach ein Männerfilm. Gewalt, Bären, Waldläufe. Aber gut gemacht. Der Film weiß genau, was das Publikum erwartet: Einen Bären, der aus dem Hinterhalt auf harmlose Leute losgeht. Damit spielt der Regisseur von Anfang an, nur um die Zuschauer in einer gewaltigen Finte auflaufen zu lassen. Dann Enstpannung: Ohne langweilig zu wirken, setzt Tamahori die Naturaufnahmen umwerfend in Szene, zeigt die schöne Landschaft, um direkt das kleine Flugzeug in sie hineinstürzen zu lassen. Dann geht es richtig los. Der Bär taucht auf - und rennt den Hauptdarstellern hinterher. Blutige Angelegenheit, das. Viel Hetze durch den dunklen Wald, Geschrei und Gebrumme, fast so, als tauche der Weiße Hai hinter der nächsten Douglastanne auf.
Leider bleibt es bei diesem Ablauf. Bär brüllt, Leute rennen, Bär wird abgehängt. Das Schema wiederholt sich, so dass die Spannung und der Auftritt des Monsterbären schnell an Effekt verliert. Da helfen auch Suspense-Momente wie eine Sackgasse nicht mehr viel. Dem Film ist anzurechnen, dass er nicht völlig auf das Ungeheuer aus den Wäldern setzt. Er lebt vielmehr von dem Konflikt der beiden ausgezeichneten Hauptdarsteller. Hopkins fügt sich als grantelnder Pfadfinder perfekt in die Szenerie der Wälder ein, während der leicht angespeckte Baldwin in den Augen der Zuschauer geschickt die Wandlung vom Paulus zum Saulus vollzieht. Die Chemie zwischen den beiden Akteuren ist gut abgestimmt, so dass ihr unterschwellig brodelnder Konflikt um Elle MacPherson das Drama und das Interesse des Zuschauers am Leben hält. Das Supermodel schauspielert übrigens weniger, als dass sie gut aussieht. Damit bekommt sie als einzige wichtige Frau in dem Film lediglich die Rolle des Statussymbols zugeschrieben, was ziemlich billig macho und einfallslos ist. Aber was will man machen. Ein Männerfilm über Männer und ihr Männerleben halt.
Mittelmässig, 10. Februar 2005
Ja: Schöne Landschaftsaufnahmen und ein respektvoll hoch-moralischer Anthony Hopkins als Milliardär, davon könnte sich jeder eine Scheibe abschneiden. Allerdings weiss ich insgesamt, am Ende, nicht so ganz was uns der Film sagen will. Zumal ein so bösartiger Bär ist wohl eher Fantasie des Menschen. Aber nun gut: Alles in allem finde ich, leider, war es ein mittelmässiger Film. Deswegen nur 3 Sterne.
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