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Hunter S. Thompson: Fear and Loathing in Las Vegas

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Fear and Loathing in Las Vegas

von Hunter S. Thompson

mit Johnny Depp Benicio Del Toro Craig Bierko

Regie: Terry Gilliam

Ufa/DVD

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07/Sep/2008 - 12:17


Beschreibung

Ursprünglich war Alex Cox als Co-Autor und Regisseur von Fear And Loathing In Las Vegas vorgesehen. Dessen früheres Werk Sid And Nancy lässt vermuten, dass er auch für Hunter S. Thompsons psychotropes Meisterwerk der Underground-Literatur die perfekte Wahl gewesen wäre. Unglücklicherweise sprang Cox auf Grund der üblichen kreativen Differenzen doch noch ab. So kam es, dass der Regie-Job Terry Gilliam aufgedrängt wurde, dessen großartige Fähigkeiten als visonärer Filmemacher für diese äthervernebelte Erzählung mit ihren scheinbar unverfilmbaren Elementen verschwendet wurde. Das Ergebnis ist ein Film, dessen Essenz ein einziger Witz ist, der schließlich auch noch auf der Strecke bleibt. Eine Aneinanderreihung von Szenen zügellosen Drogenmissbrauchs und der halluzinogenen Auswirkungen einer Autofahrt, die völlig außer Kontrolle gerät. Johnny Depp (Dead Man, Edward mit den Scherenhänden) spielt Thompsons Alter Ego, den Journalisten Raoul Duke und Benicio Del Toro stellt Dukes so genannten Anwalt Dr. Gonzo dar. Im Verlauf einer gemeinsamen Fahrt nach Las Vegas nehmen die beiden eine ansehnliche Mischung verschiedenster Substanzen zu sich, und Gilliam gibt sein Bestes, uns den halluzinierenden Zustand ihrer ausgeklinkten Gehirne vor Augen zu führen.

Einige blendende Bilder, der ausufernde Humor der stolpernden Blödmänner und die beherzte Performance Depps und Del Toros werden der durchgeknallten, paranoiden Verrücktheit von Thompsons gefeierter Romanvorlage zwar streckenweise gerecht, aber nach zwei Stunden neigt die drastisch überzogene Darstellung dazu, einem gehörig auf die Nerven zu gehen. Es ist beinahe so, als wäre man als einziger nüchterner Gast auf einer Party, auf der sich sonst nur Betrunkene befinden. Wenn Gilliams Film mit der Zeit einen bescheidenen Kultstatus erlangen sollte, liegt das ausschließlich daran, dass das Publikum, dem Fear And Laothing In Las Vegas gefällt, ebenso stoned ist wie die Hauptcharaktere des Films. --Jeff Shannon





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Weniger Gonzo als mehr Monty Pleite ..., 22. September 2007

Man muß es aus der objektiven Sicht so sehen, Gilliam's filmische Adaption von Hunter S. Thompson's Gonzo-Journalism-Story "Fear and Loathing in Las Vegas" ist nicht mehr als Mittelmaß ...
Zu seiner Verteidigung muß allerdings angeführt werden, dass es sicherlich kein leichtes Unterfangen war, die Buchvorlage Thompson's zu einem abendfüllenden Film zu machen. Dennoch kann man sich diese Begebenheit auch in der cineastischen Version durchaus als unterhaltsamer abgedrehten Streifen vorstellen.
Grundsätzlich macht Gilliam den Fehler, dass er Thompson's Bericht "Fear and Loathing ..." letztlich nur zum Roadmovie und endlosen Drogentripping der beiden Hauptfiguren, insbesondere von Raoul Duke (Thompson's alter ego), reduziert. Aber das wird dann über die gesamte Dauer des Streifens irgendwann einfach nur öde. Thompson's 1971 im Rolling Stone vorab gedruckter Bericht hat indessen ursprünglich einen wichtigen journalistisch-investigativen Hintergrund. Denn er hatte sich damals aufgemacht, bezüglich des Mordes am u.s.mexikanischen Journalisten Ruben Salazar zu recherchieren. Dieser wurde während einer Protestkundgebung gegen den Vietnamkrieg von L.A.-Sheriffs aus nächster Nähe niedergestreckt. Gemeinsam mit dem Aktivisten Oscar Zeta Acosta, Dr. Gonzo, von dem sich Thompson Insiderwissen erhoffte, zog er sich aufgrund der angespannten Lage in L.A. ins Zockerparadies in der Sierra Nevada zurück ... Zupass kam ihm dabei ein Miniauftrag von "Sports Illustrated" über das "Mint 400 Motorcycle Race".
Gilliam der als Regisseur nur eingesprungen war, lässt sich aber nicht auf diesen an sich interessanten Tatbestand ein. Eher bekannt für Monty-Python-Filme, hat er dem gemäß auch "Fear and Loathing ..." auf eine überzogen-skurrile Weise gehandhabt. Doch allein das ewige Gezappel von Johnny Depp, der trotz allem auch hier wieder überzeugt, macht den Film nicht sehenswerter ... Ist es anfangs noch ganz lustig den drogenberauschten Duke auf seinen spinnert-halluzinogenen Trips zu beobachten, verflacht das Ganze doch ziemlich schnell und verebbt allmählich im heißen Wüstensand. Schließlich wird hier auch keinerlei Message transportiert. Denn Drogentrips sind ja folgerichtig nur von kurzlebiger Dauer. Und danach stellt sich meist innere Leere und Sinnlosigkeit ein. Dies aber ist zumindest im Buch von Thompson auch Sozialkritik an der Dope Decade, deren scheitern er mit "Fear and Loathing ..." attestiert.
Sehr schade eigentlich, dass Gilliam nicht mehr Verständnis für diese Zeit in Thompson's Leben hatte. Denn weniger war Hunter S. Thompson dieser berauschte Hampelmann und Clown als viel mehr ein genial rotzig subjektiver und dennoch nüchtern aufklärender Schriftsteller, ganz im Sinne des von ihm etablierten Gonzo-Journalism ... Bleibt uns als versöhnliches Highlight noch der Auftritt von Neotrashdiva Christina Ricci - wie immer eine Augenweide ...

Gez. MGE


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  NÜCHTERN betrachtet ; einfach nur müll !!, 8. September 2007

ein sternchen sei allein nur johnny depp gegönnt.alles andere gehört in den minusbereich.wer auch nur ein körnchen verstand besitzt, wird diesen streifen kaum als gelungen betrachten.schade,dass sich ein so brillianter schauspieler zu so einem geschmacklosen kitsch hinreissen lies.aus heutiger sicht wird er sich dessen schämen.hier wird nicht nur "der amerikanische traum" sondern auch der betrachter "bei den hörnern gepackt"....


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Absolut Crank!!!, 25. August 2007

Dieser Film ist einfach nur Kult!

"...wir können hier nicht anhalten..das ist fledermaus-land..."

Man muss den Film einfach nur gesehen haben, am besten wenn man schon ein bisschen....


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  nicht besonders lustig, 13. August 2007

Ich habe den Film gerade ebend gesehen und muss sagen, ich hätte mehr erwartet. Das er keinen wirklichen Handlungsstrang hat macht mir nichts, aber ich finde ihn einfach nicht komisch. Und dabei finde ich vieles komisch. Rat Race (grad davor mal wieder geschaut), Ritter der Kokusnuss, Tom & Jerry, The IT-Crowd, The Big Lebwoski, Die Simpsons... alles völlig unterschiedlicher Humor und ich finde überall was zum Lachen. Fear and Loathing fand ich allenfalls ab und zu mal zum Schmunzeln, meißtens aber eher einfallslos und langweilig.
Jonny Depp fährt spontan querfeldein und auch durch einen Zaun, um seinen Kumpel zum wartenden Flugzeug zu bringen. Hotelzimmer sehen nach 24 Stunden grunsätzlich aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, Mietwagen entsprechend. Ein irgendwo aufgegabeltes Teeny Mädchen (Ricci, sehr niedlich, leider nur kurz zu sehen) wird mit einer Scharade am Telefon abgewimmelt. Ein Auto wird mitten vorm Hotel auf den roten Eingangsteppich geparkt. Jonny sieht Fledermäuse nach Acid-Einnahme und nach einem der vielen Drogenexzesse wacht er mit umgeschnalltem Reptilienschwanz wieder auf. Ja nun, teilweise ein bischen komisch, aber nicht sehr. Auf der Suche nach vergleichbarem im Genre fällt mir Cheech & Chong ein, den ich witziger finde oder Trainspotting, der härter und realistischer ist und eine echte Handlung/Story vorweisen kann.
Was man noch positiv über den Film anmerken kann ist, dass der Drogenkonsum hier zwar teils komödienhaft aber doch nicht verharmlosend dargestellt wird. Ich bin weder Drogenbefürworter noch Drogengegner und ich fand der Film hatte da auch eine gute Waage. Wenn sich in Jonnys Wahrnehmung die Gesichter von Fremden sonderbar verzerren oder die Teppichmuster die Wand raufkrabbeln dann ist das vielleicht noch komisch, aber wenn er durch Seen aus Blut (? zumindest rotes blutartiges Zeugs) watet oder sein Kumpel der Anwalt sich die Galle auskotzt nach Meskalingenuss, dann ist man irgendwie doch nicht mehr scharf drauf das Zeugs an sich selbst zu testen.
Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ich Jonny Depps schauspielerische Leistung nicht besonders gut fand. Sein schreckhaftes "hä, hö, mh" wenn er unter Drogen von Leuten angesprochen wird fand ich übertrieben und amateurhaft. Mag aber auch an der deutschen Syncro liegen, die es ja auch bei Pirates geschafft hat ihn schwuchtelig statt dauerbesoffen klingen zu lassen. Und seine Halbglatze im Film wirkt so echt wie Dollys Brüste.

Fazit: Ich hab ihn mir einmal bis zu Ende angesehen. Wollte ihn zu Anfang schon ausschalten, hab ich aber nicht getan und nach 20 minuten wurde er ein bischen interessanter. Ich weiß nicht ob ich ihn nochmal schauen werde. Ich glaube aber nicht. Es gibt viele Filme auf der Welt und viele davon finde ich besser.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Witzig aber mehr nicht, 12. August 2007

Ich muss sagen, der Film ist zwar nicht ganz meine Linie, aber es gibt viele lustige Szenen, der beiden Verrückten!
Wenn ich Zimmermädchen in dem Hotel wäre, wo die beiden waren, ich würde kündigen!!
An sich ein guter Film, aber total crazy!! Und Johnny Depp sieht fürchterlich aus, obwohl er wieder einmal zeigt was er kann: nämlich ne ganze Menge verschiedenes!
Klasse Auftritt!




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