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John Le Carré: Der Schneider von Panama

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Der Schneider von Panama

von John Le Carré

mit Pierce Brosnan Geoffrey Rush Jamie Lee Curtis

Regie: John Boorman

Sony Pictures Home Entertainment

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Highlights:

    FSK 12



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07/Jän/2009 - 20:43

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Beschreibung

In den 80er-Jahren war er Remington Steele in der gleichnamigen Krimiserie, aber erst in den 90er-Jahren ist Pierce Brosnan als der fünfte Darsteller des legendären Geheimagenten James Bond wirklich berühmt geworden. Diese beiden Rollen verbindet einiges, zusammen ergeben sie ein Bild, dem Pierce Brosnan meist auch in seinen anderen Auftritten gerecht wird. Der Privatdetektiv mit der mysteriösen Vergangenheit und der Spion mit der Lizenz zum Töten leben beide von ihrer äußeren Erscheinung, von der nahezu magnetischen Ausstrahlung, die von ihnen ausgeht. Brosnans ganz eigener Charme macht sie unwiderstehlich. Mit diesem Charme spielt er auch in John Boormans Verfilmung des John-le-Carré-Bestsellers Der Schneider von Panama, doch der Effekt ist ein ganz anderer.

Der britische Geheimagent Andy Osnard (Pierce Brosnan) war in einen Skandal zu viel verwickelt. Deswegen versetzen ihn seine Vorgesetzten zur Strafe nach Panama. Hier soll er ein Auge auf die politischen Entwicklungen rund um den so bedeutenden Kanal werfen. Um Zugang zu den maßgeblichen Kreisen zu erhalten, macht Andy den in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Schneider und geborenen Geschichtenerzähler Harry Pendel (Geoffrey Rush) zu seinem Informanten. In dem Wissen, dass das ganze Spionagegeschäft an sich nur noch ein einziges Lügengebäude ist, benutzt Andy die abenteuerlichen Berichte Pendels allein zu seinem eigenen Vorteil und provoziert fast eine politische und militärische Katastrophe.

So wie Pierce Brosnan den windigen Spion Andy Osnard spielt wirkt er wie die dunkle Seite von James Bond. Von dem strahlenden Heroismus des Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät bleibt nichts mehr übrig. Brosnans Charme wirkt hier höchstens schmierig und aufdringlich. Der Agent offenbart sich als skrupelloser Betrüger, der die Welt nicht rettet, sondern sie an den Rand eines Abgrunds bringt.

John Boorman hat kein Vertrauen in die Kräfte, die unser Leben bestimmen. In einem noch stärkeren Maß als bei Der General, seinem vorherigen Film, zielt er mit dieser Satire auf sämtliche Repräsentanten der Macht. Er entlarvt auf ungemein unterhaltsame Weise ihre Unfähigkeit und ihre Verkommenheit. Ihnen stellt er mit dem von Geoffrey Rush gespielten Harry Pendel einen Träumer und Fantasten entgegen, der auch einiges falsch macht, aber wenigstens immer nur das Beste will. So wird diese satirische Abrechnung mit den Machenschaften der Geheimdienste und Militärs zugleich zu einer Hymne auf einen im Grunde anarchischen Lebenskünstler. --Sascha Westphal





Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Film,wie es ihn selten gibt, 22. Januar 2006

Als ich diesen Film zum ersten mal gesehen habe,viel es mir schwer,ein passendes genre zu finden.Es sind erstaunlich viele stilelemente,die diese film lustig,traurig,interessant machen und bewirken,dass man über ihn nachdenkt.Die Figuren in diesem Film sind auch sehr undurchsichitg gestaltet und die darstellung der charaktere wird hier vom duo brosnan-rush excellent gemacht.

Der Film bietet ein ganzes panoptikum an Lügen und Intrigen vor der wunderschönen kulisse Panamas.In dem Wirwarr der verschiedenen interessen verwischt die grenze zwieschen gut und böse und es gibt zum schluss eigentlich kaum einen charakter,den man noch als guten menschen bezeichnen könnte.

Der Film ist eine Parabel dafür,was Lügen für folgen haben können und welchen Schaden sie anrichten können,wie manipulierbar Menschen sind und wie wenig wir doch oft wissen.

Brosnan bietet hier eine wunderbare parodie auf sich selbst.

Mehr davon,bitte!!!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Nur keine falschen Erwartungen!, 30. Dezember 2005

Ich bin durch die interessante Kombination der Schauspieler auf den Film gekommen. Die Story hat dann die Entscheidung für den Film noch begünstigt:Agententhriller mit Pierce Brosnan, Geoffrey Rush (sehr gut in 'Fluch der Karibik'), Jamie Lee Curtis und dem großartigen Brendan Gleeson ('Troja', '28 Days later', 'Gangs of New York').

Kurz die Story zusammen gefasst: Agent des britischen Geheimdienst (Brosnan, wer sonst?) wird nach Panama strafversetzt und bekommt eine letzte Chance. Dort gelangt er mit Hilfe des Schneiders 'Harry Pendel' schnell an (scheinbar) äußerst brisante Informationen. Der Panamakanal soll an die Chinesen verkauft werden! Was für ein Hammer, was für eine Story! Oder vielleicht doch nicht...?

Was nur leider aus der ganzen Verpackung und der Beschreibung des Films nicht hervorgeht, ist dass das Ganze eher als Satire auf 'James Bond' aufgezogen ist. Der Schneider (Geoffrey Rush hier eher farblos im Vergleich zu seiner Rolle in 'Fluch der Karibik') redet mit dem bereits verstorbenen Geschäftspartner (eigentlich dann doch sein Onkel...), der immer wiedermal plötzlich im Bild auftaucht und gute Ratschläge verteilt. *seufz*Pierce Brosnan läuft exakt (Gestik und Mimik!) wie in den Bond-Filmen durch die Gegend und reißt haufenweise sexistische Sprüche, die wirklich nicht mehr komisch sind. Wenn man das als Satire sieht, ist es schon eher zu verstehen, mit einem Agententhriller hat's aber nix mehr zu tun.Einziger Lichtblick ist Brendan Gleeson, der den heruntergekommenen Ex-Helden der Revolution gegen Noriega sehr gut rüberkommt. Seine eindrucksvolle Spielweise hat mich schon in '28 Days later' beeindruckt und in Troja hat er den Menelaus so schön polternd gespielt, dass es ein Spaß war ihm zuzusehen.

Naja, irgendwann im letzten Drittel des Films geht es dann drunter und drüber und ich habe eigentlich noch auf eine Wendung oder irgendeinen Aha-Effekt gewartet, aber leider ist der Rest der Story so vorhersehbar wie der nächste sexistische Kalauer von Mister Brosnan. Und da soll noch einer sagen 'James Bond' wäre ein Macho...

Recht nett ist noch die Musik, die den Film durchgehen gut untermalt und nicht zu agressiv in den Vordergrund tritt. Sie harmoniert sehr gut mit der Kulisse des Panamakanals, der dann auch des öfteren mit (rein zufällig) vorbeifahrenden Kreuzfahrtschiffen einer bestimmten Linie zu sehen ist.

Einen Punkt für die guten schauspielerischen Ansätze und einen Punkt für die Musik und die Kulisse, mehr ist hier nicht drin. Wie diverse Filmklubs diesen Film als "Meilenstein" oder "überragend" betiteln können bleibt mir ein Rätsel.

Fazit: Recht nette Unterhaltung wenn man's mag, wird aber den hochkarätigen Schauspielern nicht wirklich gerecht.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Musik schlägt die Bilder...., 23. September 2005

Exil oder Auftrag?Zum Film bin ich über die Musik gelangt - Ausschnitte davon wurden ab und an auf Klassikradio gespielt. Der britische Agent Osnard (Pierce Brosnan) wird "abgeschoben" nach Panama... Panama? ----> Abstellgleis, oder DIE ungeahnte Chance im Agentenleben? Osnard baut sich mit Hilfe des ortskundingen Schneiders Harry Pendel (gegen großzügige Bezahlung) ein Netzwerk auf - die Bereitschaft zu "informieren" wächst von finanzieller Zuwendung zu finanzieller Zuwendung... Wie schafft man es nun, dass die Geldquelle erhalten bleibt und noch kräftiger sprudelt? Man nimmt es mit dem Wahrheitsgehalt der Informationen nicht ganz so ernst..., diese Einstellung zum "Geschäft" sorgt schnell dafür, dass es zu diplomatischen Verwicklungen kommt - Panama steuert auf eine Katastrophe zu... Pierce Brosnan gibt bei dieser wenig anspruchsvollen Dramödie den sexistischen Agenten... Fazit? Ich hätte besser bei der Musik alleine bleiben sollen...


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Die Macht des Wortes, 22. Juli 2004

Wenn man die Worte 'englischer Spion' und 'Pierce Brosnan' hört, denkt man automatisch an James Bond. Wer allerdings einen actiongeladenen Agentenfilm erwartet wird wohl enttäuscht werden.Beim Schneider von Panama geht es um Lügen, Intrigen, Profilierungssucht und Ängste. Das eine ergibt das andere und so schaukelt sich die Situation in dem kleinen mittelamerikanischen Land immer höher bis das wackelige Kartenhaus schließlich in sich zusammenfällt.Der Film kommt fast ohne Getöse aus, was stellenweise etwas langatmig wirkt. Die Schauspieler sind durchweg bekannte Gesichter und beweisen durch gute Leistung ihre Erfahrung.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  zu wenig Handlung, zuviel Sex, 18. Juni 2004

Ich habe mir den Film wegen Pierce Brosnan angesehen und leider erst im Vorspann mitbekommen, daß die Geschichte auf einem Buch von John Le Carré beruht. Er hat auch "Das Rußland Haus" geschrieben, und weder mit dem Buch noch mit dem Film konnte ich etwas anfangen. "Der Schneider von Panama" hat mich von der Handlung her genauso enttäuscht. Es geht um die Brücke über den Panama-Kanal, die Panama mit den USA verbindet. Die Story ist verworren, und die Personen kann man nicht auseinander halten, weil es zu viele gibt, die alle irgendein Interesse daran haben, daß Panama das Bestimmungsrecht über die Brücke behält. Pierce Brosnan verschleudert sein Talent, denn er spielt die Rolle eines sexbesessenen britischen Agenten, der wirklich nichts anderes im Kopf zu haben scheint, was ich äußerst langweilig und wenig ansprechend finde.




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