Kundenmeinungen
Der Rohdiamant, 12. September 2006
In meiner rückwärts laufenden Kaufgeschichte was Dredg anbelangt bin ich nun endlich bei Album drei, chronologisch also Album eins angekommen. Ein ungewöhnlicher Weg, aber ein eben solcher war es auch wie ich zu dieser Band gekommen bin. Je länger ich ich ihre Alben höre, in ihre Liedgeschichten versinke, desto mehr strahlt und beeindruckt mich diese Band. Betrachtet man die drei Alben, ist Leitmotif als Debütalbum sicher das experimentellere Werk, wobei alle drei Alben ihre einzigartigen Charakterzüge besitzen.Schon der Opener "symbol song", der sich rauschend und kratzig aufbaut und dann in einen Mix aus Dynamik und Melodik mündet zeigt in welche Richtung "Leitmotif" geht. Schon hier ist die Klasse dieser Band spührbar. Im Vergleich zu "El cielo" ist Leitmotif an vielen stellen sehr rau, manchmal sogar schrammelig. Es werden diverse Instrumente, Klänge und Töne eingebaut. Doch unter dieser rauhen Oberfläche und nach mehrmaligem Hören offenbart das Album dem Hörer seine Schönheit.Besonders gelungen sind die fließenden Übergänge und diese Dynamik die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Es gibt ruhigere Phasen, z.B. das sehr stimmig beginndende "Lechium", doch selten verliert das Album an Tempo und Kraft. Ich muss zugeben, dass Leitmotif gegen Ende etwas schächer wird, da oftmals diese Härte hervorbricht und die Melodik etwas darunter leidet. Doch das ist nur ein verhältnismäßig kleiner Kritikpunkt. Es überwiegt der Eindruck, dass Dredg schon zu Beginn ihrer Karriere das gewisse Etwas hatten und heute zu einer der außergewöhnlichsten Alternative Rock Bands (eine genaue Kategorisierung ist hier eigentlich nicht möglich) zählen.
Eine musikalische Offenbarung, 17. Mai 2005
Der Erstling von Dredg ist wirklich Independent. So was bezeichne ich als eigenständig, außergewöhnlich, eben nicht kommerziell. Musikalisch ist die Platte eine Offenbarung. Über den Gesang lässt sich streiten. Grundsätzlich läßt sich festhalten ein sehr gelungenes Album das ich als Geheimtipp bezeichnen würde.An alle Liebhaber ausgefallener Musik (einen Vergleich mit Tool möchte ich vermeiden) "absolute Kaufempfehlung".Leider fehlen dem Nachfolger diese Attribute komplett!
Dredg Dredg Dredg, 11. Februar 2004
Wie schon in den anderen Rezensionen gesagt wurde. Diese Band ist der Wahnsinn, die Cd ist es auch und El Cielo ist mindestens genauso gut!Man kann kaum glauben, dass die Band noch so jung ist, so reif weise ausgearbeitet und gefühlvoll ist ihre Musik! Nicht nur für Freunde des Rocks etwas sondern für alle die vom Virus Musik infiziert sind...Unbedingt reinhören!!
Auf zu neuen Horizonten..., 8. September 2003
Während eine orientierungslose Generation von Audiokonsumenten Anno 1998 begann, dem seelenlosen Gott Nu-Metal zu huldigen, konzentrierten sich unterdessen 4 ambitionierte Musiker darauf, ihren intensiven, ungewöhnlichen und doch melodiösen Sound zu kreieren. Das in Eigenregie produzierte Ergebnis ihrer Bemühungen bildete den Übergang zwischen dem brachial-wütenden Sound der "Orph EP" und dem sphärisch-filigranen Nachfolger von Leitmotif "El Cielo". Thematisch nimmt dieses Werk den Hörer mit auf eine spirituelle Reise des lyrischen Ichs, das die verschiedenen Erdteile durchstreift, um seine innere Glaubenskrise zu überwinden.
Zusätzlich zur normalen Bandbesetzung kommen auf Leitmotif rockuntypische Elemente wie Cello, Klavier, Xylophon und Perkussion Instrumente hinzu, was stilistisch angelehnt an das Konzept, als Realisierung der unterschiedlichen musikalischen bzw. kulturellen Einflüsse aufgefasst werden kann. Trotz des dichten Sounds wurden bei der Aufnahme keine Audiosamples, sondern nur real existierende Instrumente und Geräusche genutzt. Leider schlägt sich diesbezüglich die Aufnahme "im Bandkeller" auch in der Soundqualität nieder, was der musikalischen Versiertheit und den atemberaubend gezeichneten Klangbildern jedoch keinen Abbruch tut. Wütende Rhythmen und harmonisch-melancholische Melodien, verzerrte Gitarren und feinfühlige Akustikeinlagen befinden sich im ständigen Wechsel. Alles beginnt mit dem "Symbol-Song" und diesem undefinierbaren Motorengeräusch, welches schnell in ein dynamisches Zusammenspiel aus heftigen Riffs und sauber gezupften Tönen umschlägt. Der Gesang von Gavin Hayes ist noch bei weitem nicht so ausdrucksstark und geschult, wie später auf El Cielo, jedoch in seinem Wechsel zwischen wütenden Schreien, Sprechpassagen und Gesangsansätzen auch nicht zu verachten. Der Spannungsbogen wird im Folgenden geschickt vom entspannt-akustischen, "Traveling Through The Arctic Cold..." über das heftig treibende "Penguins in the Desert" bis zum überwältigenden Finale in Form des emotionalen "Yatahase" gezogen, bis dem Hörer im abrundenden "90 Hour Sleep" endlich die Chance gegeben wird, dieses überwältigende Debüt zu verdauen.
Hype oder Highlight?!?, 26. Februar 2003
Für mich ganz klar ein Highlight in der Musiklandschaft, denn was Dredg hier für komplexe und doch eingängige Songs erschaffen ist einfach nur wunderschön. Die Platte ist auf der einen Seite dazu prädestiniert, dass man sie komplett anhört (am besten bei Kerzenlicht und in entspannter Umgebung) und auf der anderen Seite kann man ohne Probleme mal einzelne Songs anhören. Der Sound orientiert sich an Bands wie Tool, jedoch ist die Sound und die Stimmung die Dredg schaffen sehr eigen. Die Individualität wird durch die markante Stimme des Sängers hervorgehoben, jedoch wirkt sie sehr schwach und geht in der Dominanz der Instrumente ein wenig unter. Was Dredg hier geschaffen haben, sind wunderschöne Songs die zeitlos wirken. So muß moderene progressive Musik meiner Meinung nach klingen. Kaufen ist dringend empfohlen oder wollt ihr, dass irgendwann nur noch Müll produziert wird, weil die WAHREN Musiker keine Unterstützung mehr bekommen?
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