Beschreibung
Nein, dieser Film ist keine schnell gedrehte Fortsetzung, die gleich auf Video erscheint und sich an den Erfolg des 1977 entstandenen Erfolgsfilms über heldenhafte Mäuse, Bernhard und Bianca -- Die Mäusepolizei, anhängen will, sondern eine filmische Leistung in voller Blüte. Dieses Mal will Bernhard (im Original gesprochen von Bob Newhart, In and Out) gerade die alles entscheidende Frage an Bianca (gesprochen von Eva Gabor, Gigi)stellen, als beide nach Australien abberufen werden. Dort wurde ein kleiner Junge von einem blassen, graugesichtigen Wilddieb entführt, der nicht nur wie George C. Scott (Patton, Dr. Seltsam) aussieht, sondern auch in der Originalfassung des Films von diesem synchronisiert wird. Wilbur, eine Quasselstrippe von einem Albatros (im Original von John Candy, Space Balls gesprochen, der damit den Orville des ersten Teils ersetzt, der im Englischen von Jim Jordan, im Deutschen von Harald Juhnke verkörpert wurde) und Jake (Tristan Rogers, Night Eyes), eine Kängurumaus -- auf die Bernhard eifersüchtig ist, weil der Nager allzu flott daherkommt -- helfen der Mäusepolizei bei ihrem Auftrag. Alles geht gut aus und ganz nebenbei wird auch noch eine umweltschützerische Botschaft vermittelt. Der Film beginnt mit einer absolut atemberaubenden Flugsequenz -- die zu jener Zeit entstand, als die Disney Studios ihre großen Zeichentrickfilme wiederbelebten --, die so eindrucksvoll ist, dass es mit der eigentlichen Geschichte tatsächlich nur noch abwärts gehen könnte. Aber dennoch gibt es im Anschluss viele clevere Späße, hervorragende Animationen und ausgelassene Abenteuer. Also warum bloß ist dieser Film nicht besser bekannt? Er hatte leider das Pech, im Jahr 1990 zur gleichen Zeit in den Kinos anzulaufen wie ein anderer Kinderfilm: Kevin -- Allein zu Haus. --David Kronke
|
Kundenmeinungen
Disney hats einfach drauf!, 31. Juli 2008
Dieser Film gehört zu Recht zu den Meisterwerken aus dem Hause Disney.Besonders auffällig sind 3 Charaktere, die einfach nur zum wegschmeißen sind. Da haben zum einen die Echse Johanna vom Wilderer McLeach, den verrückten Frank (mit der Synchronstimme vom "Kinderstar" Spongebob) und natürlich Wilbur, den Albatrosnachfolger. Das besondere an Wilbur ist (für alle dies interessiert), dass Allstar Joachim Kemmer (starb 2001) den witzigen Piloten seine Stimme leiht und damit "Bernhard & Bianca im Kängeruland" zur ultimativen "Joachim-Kemmer-DVD-Box" gehört...
Geheimtipp!, 21. April 2008
Natürlich ist man diesem Film gegenüber zunächst sehr skeptisch, besonders, wenn man den ersten Film von den beiden Mäusen Bernard und Bianca kennt. Doch man wird wahrhaftig überrascht. Der Film überzeugt! Am allermeisten tut er das durch die grandiosen australischen Bilder. Ein wundervoll gezeichneter Film, mit Liebe zum Detail, wie man das von Disney gewohnt ist. Die Musik von Bruce Broughton (--> Moonwalker!) ist berauschend und passt zur exotischen Atmosphäre. Und die Charaktere sind auch mehr als gelungen - nicht überzeichnet und doch etwas Besonderes. Der kleine Junge Cody, der einfach zum knuddeln ist, der tollpatschige Albatros Wilbur, der Wilderer Percival C. McLeach mit seiner an einer "Eierpassion" leidenden Echse Joanna, die australische Maus Jake und natürlich nicht zu vergessen Bernard und Bianca. Die beiden letzteren Charaktere entwickeln sich zudem in dieser Episode hervorragend weiter und man kann sie besser kennenlernen.Die Handlung selbst besteht aus dem Jungen Cody, der das Riesenadlerweibchen Marahute aus einer Jägerfalle befreit und von ihr eine goldene Feder geschenkt bekommt. Als Cody selbst in eine Falle des Wilderers McLeach fällt, entdeckt der Schurke die goldene Feder und nimmt Cody gefangen, um von ihm den Nistort des kostbaren Adlers zu erfahren. Eine Springmaus beobachtet die Entführung und schickt eine Meldung nach New York zur Rettungshilfsvereinigung, die Benard und Bianca beauftragt, Cody zu helfen. Also fliegen die beiden mutigen Mäuse nach Australien, um genau dies zu tun. In diese Geschichte wird die Liebesgeschichte zwischen Bernard und Bianca verworben. Bernard will Bianca einen Heiratsantrag machen, doch immer wieder kommt etwas dazwischen. Die Schwäche des Films ist ein grober Fehler in der Handlung. Cody wird von McLeach zu diversen Tieren gesperrt, die er verkaufen will. Cody flieht, doch man erfährt nie, was mit den gefangenen Tieren passiert ist. So etwas kann und darf nicht passieren. Zudem vermisst man Lieder, die die Gefühle der Charaktere besser herausarbeiten. Deshalb nur vier Sterne.Alles in Allem jedoch ein sehenswerter Film mit der Qualität eines 90er-Disney-Films, obwohl er so unbekannt ist. Ich kann nur zum Kauf raten.
Klasse Fortsetzung, 5. Februar 2008
Ich fand damals Bernard und Bianca schon toll und habe lange auf eine Fortsetzung gewartet. Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht und liebe die beiden Mäuse genauso wie damals. Zu Recht ein Meisterwerk.
Eindeutig die beste Disney-Fortsetzung, 20. September 2007
Dieser Film lohnt sich wirklich, und es ist mir ein ziemliches Rätsel, wie er an der Kinokasse so floppen konnte. Zum Zeichenstil: Man hat sich unglaubliche Mühe geben, die Weiten von Austraulien einzufangen. Auch wenn man es dann ab und an mal in den Dimensionen ein wenig übertrieben hat. Dies war übrigens der erste Zeichentrickfilm, der komplett am computer coloriert wurde.Zur Musik: Gibts nicht! Es wird nicht gesungen. Dafür werden aber viele sehr glaubwürdige "Outback-Geräusche" eingespielt. Zu den Charakteren: Wer Bernard und Bianca im ersten Film geliebt hat, der wird sie nun erst Recht zum knuddeln finden. Aber auch die neuen Charaktere haben ihren Charm. Besonders der Charakter von der Beutelmaus Jack ist sehr gelungen. Man kann ihn einfach nur hassen (dieser arrogante Schnösel! Wie kann er es wagen, Bernard in die Quere zu kommen) und lieben (gut, gut, er ist eine aufrichtige, ehrenhafte Heldenmaus *grummel*). Und der Bösewicht ist wundervoll hassenswert.Zur Synchro: Nein, man hat es nicht geschafft noch mal dieselben Synchro-Sprecher heranzuholen. Aber die neuen klingen so ähnlich, dass es einem gar nicht auffällt. (im original sind es übrigens noch dieselben...und da die Sprecherin von Bianca inzwischen verstoben ist, wird es wohl keine weiteren Fortsetzungen mehr geben. Schade). Zur Story: Es fängt großartig an! Gleich zu Beginn des Filmes wird ein Junge entführt, und natürlich wird die Rettungshilfsgesellschaft (die mal eine Vereinigung war, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein) um Hilfe geben. Die schicken natürlich ihre Trouble-Shouter aka Bernard und Bianca. Was Bernard gar nicht in den Kram passt, denn eigentlich will er gerade um Biancas Hand anhalten. Aber die Pflicht geht nun einmal vor. Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis die beiden zu ihrem Ziel vordringen können. Und so folgt der Film nicht (wie im ersten Teil) fast ausschließlich den Abenteuern der Mäuse, auch Codys erlebnisse in seiner Gefangenschaft nehmen viel Raum ein. So richtig zum Einsatz kommen die beiden Mäuse erst am Schluss des Films. Der leider bei weitem nicht so gelungen ist, wie der Anfang. Es bleiben einfach viel zu viele lose Handlungsstränge übrig. Wenn der Abspann läuft, dann glaubt Codys Mutter immer noch, er wäre tot und es sitzen immer noch duzende Tiere in den Käfigen des Wilderers. So bleibt man ein wenig unbefriedigt zurück. Deswegen gibt es den einen Punkt abzug. Außerdem finde ich nicht so gelungen, dass der Bösewicht am Ende stirbt. Einen Wassefall herunterzustürzen ist vielleicht kein irrsinnig dramatische Anblick, aber trotzdem nicht die Ideallösung in einem sonst so kindgerechten Film. Zur DVD: Völlig in Ordnung. Gute Qualität, einige nette extras. Alles in allem ist das ein witziger, kurzweiliger Film, den man sich gut ins Regal stellen kann.
Wunderschöne Fortsetzung mit viel Charme und Humor!, 14. Juni 2007
Die zweite Mission des liebenswerten Mäuseduos führt sie diesmal nach Australien, wo ein kleiner Bub von einem geldgierigen, grausamen Wilderer entführt worden ist. Doch der größere kleine Held der Geschichte lässt sich weder von einem strohdummen Wilderer, noch von seiner tolpatschigen Kumpanin Joanna, einem Leguan, dazu bringen, ein sehr wichtiges, wohlgehütetes Geheimnis preiszugeben.Unterstützt von dem verlässlichen, obgleich etwas überdrehten Albatros Wilbur, der die Albatros-Air von seinem Bruder Orville (siehe erster Film) übernommen hat, und einem etwas unterforderten, australischen Buschmann, in Gestalt einer Springmaus, treten die beiden Hauptakteure die abenteuerliche Mission an. Wie bei allen Disney-Filmen nimmt die Geschichte natürlich ein gutes Ende, obwohl die Situation kurz vor Schluss noch hoffnungslos erscheint.Wenn man den ersten Film "Bernard & Bianca - Die Mäusepolizei" positiv bewertet, wird man den zweiten Film ebenso, wenn nicht noch mehr lieben.Es muss aber gesagt werden, dass der ganze Charme der Darsteller, der Humor und Wortwitz nur in der englischen Originalfassung den besten Effekt erzielen. Das größte Problem der deutschen Fassung ist das übliche, nichtsdestotrotz dämliche Siezen, das die Beziehungen der Charaktere untereinander sehr kalt und unpersönlich macht. Im Englischen wirkt das Ganze sehr viel freundlicher und herzlicher, da sich jeder mit "you" anspricht.Wenn man sich einen Ruck gibt und den Film auch auf Englisch ansieht, dann bekommt so ein unscheinbarer "Kinderfilm" eine ungemein lehrreiche Note. Sehr zu empfehlen um seine Englischkenntnisse zu erweitern.Die beste Bewertung - Fünf Sterne für den Film.
|