Kundenmeinungen
Flieger sind Sieger........, 8. Mai 2008
........jedenfalls solange sie im Krieg nicht abgeschossen werden !So etwa ab 1954 begann die deutschsprachige Filmindustrie damit, dass Thema 'Drittes Reich' aufzuarbeiten und mit den damals populären Heimat- und Heile-Welt-Filmen zu konkurrieren. Es entstanden mehr oder minder erfolgreiche Produktion wie DER 20.JULI, ES GESCHAH AM 20. JULI, DER LETZTE AKT, CANARIS, DER FUCHS VON PARIS, DIE FEUERROTE BARONESS, ROMMEL RUFT KAIRO, KRIEGSGERICHT, HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN, 08/15, U-47 KAPITÄNLEUTNANT PRIEN, DIE BRÜCKE, DES TEUFELS GENERAL, um nur einige zu nennen. Eine exakte oder objektive Betrachtung der historischen Geschehenisse wird den Zuschauer allerdings in den seltensten Fällen erwarten.So wirkt auch DER STERN VON AFRIKA auf mich wie ein Werbefilm für die damals neugegründete Bundeswehr. Schon die Titelmelodie, ein lasziver Rumba der in verschiedenen Variationen im Film auftaucht, lässt erahnen, dass hier keine realistische Geschichtsaufarbeitung stattfinden wird, sondern eher eine fröhliche Flugshow im Stile der 50er Jahre. Bei den Erfolgsorgien von Rommels Fliegertruppe wird dann anfangs auch bei amerikanischer Jazzmusik gefeiert, die allerdings in Wirklichkeit erst in der nachfolgenden Wirtschaftswunderzeit musikalisch einige Jahre die Szene dominierte. Das Drehbuch zum STERN VON AFIKA hat u.a. Herbert Reinecker 'verbrochen', der später als Fernsehautor von Kriminalserien des ZDF berühmt werden sollte. Hier bei einer seiner frühen Fingerübungen legte er einem Fliegerkameraden von Marseille die folgenden Worte in den Mund : "Wir schiessen die ab, die schiessen uns ab - ein schönes Spiel !". Nee, lieber Herbert, war es eben nicht. Du als Kriegsteilnehmer hättest es besser wissen sollen ! Marseille selbst, der ja leider nur 22 Jahre alt wurde, wird als strahlender Draufgänger und Frauenliebling mit Vorbildklischee präsentiert. Dabei verkörpert ihn der vergleichsweise ältere Schauspieler Joachim Hansen schon etwas zurückhaltender als er in Wirklichkeit gewesen sein dürfte. Obwohl Marseille im Laufe seines Afrikaeinsatzes in der Luft immer mehr Kameraden verliert und ihm in lauen italienischen Nächten in den Armen seiner neuen Freundin gewisse Bedenken kommen, obsiegen am Ende doch seine jugendliche Unbekümmertheit, sein Tatendrang und sein Pflichtbewusstsein. Tja, nur so können Kriege eben geführt werden, mit jungen, tapferen, unbekümmerten und unternehmungslustigen Menschen. In der Realität angekommen stellt sich ein Kriegseinsatz weder als Wunschkonzert noch als Zuckerschlecken heraus. Zudem wird Marseille (im Film) moralisch noch zusätzlich von seiner treudeutsch dargestellten Bilderbuchfamilie unterstützt, die sich sichtlich im Lichte seiner Popularität sonnt.Joachim Hansen berichtet als Zeitzeuge in einem Interview, dass im Bonusteil der DVD enthalten ist, dass Regisseur Alfred Weidenmann einen seriösen und guten Film beabsichtigt hatte. Meineserachtens ist ihm das mit gekünstelter Flieger- und Italienromantik nicht gelungen. Historisch und biografisch betrachtet ist der Streifen oberflächlich und befasst sich weder ausreichend mit der Sinnlosigkeit des Krieges noch mit den Problemen, die der eigensinnige Marseille mit diversen seine Vorgesetzten gehabt hatte. Auch als Unterhaltungsfilm überzeugt DER STERN VON AFRIKA nur mässig, vor allem der Mittelteil (Marseilles Kurzurlaub in Berlin mit anschliessendem Italien-Aufenthalt zwecks Ordenverleihung) ist etwas zu lang geraten.Immerhin kommt der Zuschauer in den Genuss, Roberto Blanco in seiner ersten Filmrolle zu bewundern. Als tunesischer Küchenbulle Mathias legt er bei den Siegesfeiern das Handtuch beiseite und unterhält die Fliegertruppe als Eintänzer mit exstatischen Twisteinlagen auf dem Tisch des Hauses. Wie konnte man bei diesem tollen Personal nur den Krieg verlieren ?
Naja, 24. August 2005
Also, direkt schlecht fand ich den Film nicht. Aber wenn man sich ein bißchen mit dem Leben und der militärischen "Karriere" von Hans-Joachim Marseille befaßt, dann fallen einem im Film schon ein paar Ungereimtheiten auf. Warum zum Beispiel dürfte nur Marseille er selber bleiben, während man die Namen sämtlicher Kameraden, des Geschwaderkommandanten und sogar den seiner Verlobten geändert hat? Was HJM selbst betrifft, hat man sich die größte Mühe gegeben, ihn als humorvollen, draufgängerischen und absolut unmilitärischen jungen Flieger darzustellen, was er ja auch tatsächlich war. Aber daß er beispielsweise bei einem Übungsflug die Orientierung verliert, sein Flugzeug auf einer Autobahn landet und einen Bauern, der neben der Straße auf seinem Feld arbeitet, nach dem Weg fragt, finde ich dann doch ein bißchen übertrieben. Ich meine, wurde diese Szene im Film nur verwendet, weil sie seinen ungezwungenen Charakter widerspiegelt, oder ist so etwas tatsächlich passiert?Ansonsten aber finde ich den Film ganz in Ordnung (ein bißchen kitschig vielleicht!) Lobenswert ist, daß er ohne allzuviel Brutalität auskommt und es trotzdem schafft, dem Zuschauer den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit des Krieges zu vermitteln.
Picture on Romance & Luftwaffe, done in fifties-style, 29. Juni 2005
The story shows the career of a once famous german flyer nobody remembers today... After ww2, these guys, who were styled to be the pop stars of the third reich, still were quite popular. People didn't think of them as nazis or war criminals, but as young men with a noble profession: Pilots of the german luftwaffe. The picture has a lot of air fights, a love affair and oldfashioned acting in it. If that is something you like, take a closer look at the video that is still available in germany.
Besser als Hollywood, 8. Oktober 2003
Tolle Kulisse, hervoragende Schauspieler. Die orginalen Me 109 die von der Spanischen Luftwaffe zur Verfügung standen, sind schon das sehen des Filmes Wert. Positiv hervorzuheben ist auch, das es sich um einen Film handelt der zwar die wichtige Botschaft hinterläßt wie grausam Krieg ist, aber darauf verzichtet Deutschland kollektiv schlecht zu machen.
Die Geschichte ist mehr oder weniger die kurze Lebensgeschichte des Brilliantenträgers Hans-Joachim Marseille, der von Experten als der beste Jagdtflieger des 2. Weltkrieges bezeichnet wird.
Wirklich sehenswert, 9. April 2003
Ein Kriegsfilm der sich wohltuend von amerikanischen 08/15 Produktionen abhebt.Ähnlich wie "Das Boot" wird hier auf finstere Propaganda verzichtet, sondern eine relativ objektive und realitischeDarstellung der Ereignisse geliefert.Die Besetzung ist mit Joachim Hansen auch sehr gut gelungen. Insofern - klare Empfehlung.
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