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B. H. McCampbell: Rio Bravo

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Rio Bravo

von B. H. McCampbell

mit John Wayne Dean Martin Ricky Nelson

Regie: Howard Hawks

Warner Home Video - DVD

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Beschreibung

DVD Video




Kundenmeinungen

produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ich kam spät rein!, 6. Dezember 2007

Ich kam in den Film spät rein. Lag es an mir, oder am Film? Die erste
Stunde ist eigentlich recht langweilig gewesen, dann aber wurde es
interessanter und ich kam endlich im Film rein. Die Witze wurden auch
besser und es gab endlich mal richtig was zu lachen. Auf jeden Fall ist
dies einer der coolsten John Wayne Filme die ich bis jetzt gesehen habe!
Die restliche Spielzeit des Films hat auf jeden Fall 5 Sterne verdient!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Der Beste Western überhaubt, 26. November 2007

Rio Bravo ist meiner Meinung nach der beste Western überhaupt.
John Wayne, Dean Martin und Ricky Nelson brillierten in ihren Rollen!
Ein echter Western Fan kommt an dem Film nicht vorbei!


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Ein Western-Klassiker, den man gesehen haben muss!, 25. August 2007

John Wayne ist der raubeinige Sheriff Chance, dem der Säufer Dude (im Entzug überzeugend gespielt von Dean Martin) und ein hinkender alter Mann (Walter Brennon mit überraschendem Witz) zur Seite stehen, als er den Mörder Joe Burdette festsetzt und dem Gericht überantworten will. Joes Bruder Nathan tritt als reicher und mächtiger Mann auf, der mit Geld und Gewalt seinen Bruder aus dem Gefängnis befreien und dem Urteil des Gerichts entziehen will.

Daraus entwickelt sich eine spannende und leichengesäumte Geschichte, in der die Männerbeziehungen im Vordergund stehen. Zwar lehnt John Wayne jegliche Hilfe ab, obwohl sie ihm vielfach angeboten wird, es wird aber bald klar, dass er ohne die ihm gegenübergebrachte tatkräftige Freundschaft auf völlig verlorenem Posten stünde. Ins Herz gehend, aber nicht mehr ganz zeitgemäß ist die Szene, in der Dean Martin und Ricky Nelson zusammen singen, das ist beste Pfadfinderromantik.

Auch eine Liebesgeschichte fehlt natürlich nicht, zwischen dem Sheriff und einer Kartenspielerin. Man hat zwar zuweilen eher den Eindruck, dass die beiden von ihrer Generationenzugehörigkeit nicht so recht zusammen passen wollen. Aber auch dies ist pfiffig dargestellt, so dass die Geschichte insgesamt glaubwürdig bleibt, indem John Wayne als Sheriff angesichts der Direktheit der Lady ziemlich hilflos wirkt.

Schön ist die Szene mit dem Blumentopf, an der sich die Story später ein Stück weit entlang hangelt.

Der Film hat also alles, was ein guter Männerfilm und Western braucht. Wenn überhaupt Western, dann muss dieser auf jeden Fall dabei sein.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Howard Hawks und ich: Keine Liebe, aber er kann was - Rio Bravo überzeugt, wenn auch nicht komplett, 1. August 2007

Howard Hawks macht zum Teil gute Unterhaltung, zum Teil nervt er in völlig überdrehten Werken, seinen hervorragenden Ruf halte ich ganz klar für übertrieben. Nun habe ich es mal wieder versucht, da doch "Rio Bravo" ein ach so genialer Western sein soll, und ich habe noch nicht meine Neugier aufgegeben! Das Ergebnis? Wer Western mag, wird hier sehr gut bedient, wer sie nicht sooo sehr mag, kann auch noch halbwegs zufrieden sein, und wer sie gar nicht mag, wird sich durch "Rio Bravo" kaum eines besseren belehren lassen.
Der Film ist ein Western durch und durch, mit dem handelsüblichen Westernpersonal, ein paar knalligen Actionszenen, einem im wahrsten Sinne des Wortes krachenden Finale, und doch ist er mindestens oberer Durchschnitt. Hawks gelingt es, den üblichen Mythen noch neue Akzente anzugewinnen. Er dekonstruiert das Genre zwar nicht, bürstet es nicht gegen den Strich, aber holt aus dem Konventionen recht viel heraus, gewinnt ihnen zum Teil ungewöhnliche Akzente ab, freilich ohne sie zu sprengen. John Wayne beeindruckt durch seine schiere Präsenz und spielt den Haudegen, der sichtlich Spaß daran hat, den Säufer-Kumpan wieder auf den rechten Weg zu bringen, überzeugend. Sein Gang, sein Blick, sein Leid, sein Glück, da ist einer Sheriff durch und durch, er braucht nicht immer viele Worte und wir können auch in seinem Gesicht Bände lesen. Also, was anderes als den Westerner, das kann er nicht, aber den Westerner, den kann er wirklich (und man muss das nur mal mit, sagen wir mal, Ronnie Reagan vergleichen, um zu sehen, dass das nicht als vergiftetes Kompliment gemeint ist).
Eine echte Überraschung ist Dean Martin(i?) als ständig von der Rückfälligkeit bedrohter Schluckspecht, der variiert mühelos vom abgewrackten Typen zum Dean-Martin-Strahlemann und wieder zurück, er hat einen ganzen Sack voll starker Szenen, aber leider auch eine ganz, ganz schwache, die die gesamte Konstruktion gewaltig ins Trudeln bringt. Der Mann hat jahrelang an der Pulle gehangen, und dann genügt es, dass er hört, wie die Gangster eine bekannte "Todesmelodie" spielen, ihn damit verhöhnen, und schwuppdiwupp hören die Hände auf zu zittern und er ist wieder der ultracoole Fighter??? Also bitte... wir befinden uns im Jahre 1959, 14 Jahre nach "Das verlorene Wochenende", 4 Jahre nach "Der Mann mit dem goldenen Arm", um nur mal zwei Meilensteine des Hollywoodfilms über Sucht zu nennen. Und hinter den Kulissen ging ja auch so einiges ab, also der Hawks, der hätte das Thema Alkoholsucht schon ein bisschen ernster nehmen können. Genauso unlogisch ist, dass der John Wayne (angeblich doch durch und durch Profi, weil Hawks ein Gegenstück zu dem aus seiner Sicht unprofessionellen Gary Cooper aus "High Noon" schaffen wollte) dem Dean Martin nach nur kurzer Zeit des Entzuges wieder vertraut, ihm sogar seine alten Pistolen wiedergibt, obwohl er ansonsten jede Hilfe ablehnt von Leuten, die dabei eher unprofessionell und hinderlich sein könnten.
Nun denn, damit muss man leben, und es überrascht auch nicht wirklich, wenn man den insoweit ähnlichen "El Dorado" (1966) von Hawks kennt. Was ist sonst noch? Angie Dickinson als schöne und erfreulich taffe Frau, Schnulzensänger Ricky Nelson als grüner, aber treffsicherer Junge und der typische komische Alte als Sidekick. Ganz interessant war, dass diese zusammen mit Wayne und Martin am Ende nur als Team bestehen können, d.h. nicht "der stärkste am mächtigsten allein" ist wie in vielen anderen Western. Schwach hingegen die Gesangseinlage, die keinen inhaltlichen Grund hat, bereits akustisch viel zu gut für ein improvisiertes Lied in der Hütte klingt und bei der man das Gefühl nicht los wird, das musste halt sein, weil Dean Martin und Ricky Nelson mitspielen. Schade, denn ansonsten ist die Filmmusik durchaus streckenweise ungewöhnlich, beinahe avantgardistisch, und ein hübscher Einfall ist die Idee, dass man gelegentlich einen Moment lang im Unklaren darüber gelassen wird, ob die erwähnte "Todesmelodie" gerade tatsächlich von jemandem gespielt wird oder ob es eine Hintergrundmusik ist, die in der Filmhandlung nicht vorkommt.
Und die Optik? Das mag meine sehr persönliche Meinung sein, aber wer interessante Kameraeinstellungen, Perspektiven, Bildkompositionen, Kadrierungen, Personen- und Gegenstandsanordnungen im Bild liebt, ist bei Howard Hawks eindeutig falsch, der muss zu William Wyler, Orson Welles, Alfred Hitchcock, John Ford oder Raoul Walsh greifen, um nur einige visuell sehr interessante Regisseure zu nennen. Bei Hawks heißt es Kamera stumpf druff und Auslöser gedrückt. Der Mann hat sich sogar mal damit gebrüstet, die Kamera immer auf Augenhöhe zu haben, und wenn es in "Rio Bravo" eine einzige markante Ausnahme hiervon gibt, so ist diese zwar inhaltlich nahezu zwingend (man spürt, dass der Hawks wohl nicht wollte, aber der Inhalt der Szene keine andere Lösung zuließ: Ein Attentäter zielt von der Empore des Saloons auf Dean Martin), aber wirkt wie ein brutaler Fremdkörper in einem ansonsten schlicht gefilmten Western. Gegen Schlichtheit per se ist nix zu sagen, aber beim Hawks habe ich immer das Gefühl, er verschenkt damit viel, da es aus Faulheit geschieht. Okay, zu manierierte Kameramätzchen sind ebenfalls nix, aber am genialsten sind noch die, denen es gelingt, kunstvolle Arrangements unauffällig wirken zu lassen, und das vermag ich bei dem Hawks nicht zu sehen.
Unterm Strich ein sehr unterhaltsamer, dann doch weit überdurchschnittlicher Western, gemessen an seinem Ruf, obergenial zu sein, aber enttäuschend, wenn auch nur ein bisschen.


produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung produkt bewertung  Klassisches vom Großen Fluß, 22. Juli 2007

Wenn das Blut des Deperados vom Saloon-Dachboden nach unten ins Bierglas auf der Theke platscht, wenn Dude (der richtige - nicht The Great Lebowski, obwohl: auch ein Top-Film) dann mit einer glatten Bewegung den Sechsschüsser zückt und feuert --- dann erleben wir einen klassischen Moment der Kino-Geschichte.

Rio Bravo. Das ist ein an der Tex-Mex-Grenze übliches Synonym für den Grenzfluß Rio Grande del Norte.

Der Film spielt zwar in Texas, doch entstand er nicht dortselbst, sondern in den Old Tucson Studios. Und die liegen bekanntermaßen bei Tucson in Arizona, ein paar Meter entfernt von Texas.

Geschrieben hat das Ganze auch jemand: Die Grundidee stammt von B.H. McCampbell, das eigentliche Drehbuch kommt von Jules Furthman und Leigh Brackett (letzteres ist kein Mann, sondern war eine Dame, die harte Stoffe sehr gut umsetzen und verfassen konnte; von ihr stammt u.a. ein hervorragender Roman über den farbigen US-Trapper Jim Beckwourth).

Die Story? Vier höchst unterschiedliche Wildwest-Typen sorgen dafür, dass ein Mörder gegen alle Widerstände seines reichen Bruders und seiner Gang zurecht im Jail bleibt und der nächst höheren Instanz ausgeliefert werden kann.

Die Sänger Dean Martin und Ricky Nelson singen -- diese Szenen stören nicht, sondern sind mit Bedacht in den Film integriert und spielen eine wichtige Rolle beim Rhythmus des Gesamtwerks. Überhaupt spielt Musik eine wichtige Rolle; die Banditen kommunizieren mit den Gesetzeshütern, indem sie ein paar Mariachis den "Degüello" spielen lassen, eine aus dem Maurischen stammende, spanische Musik. Das Wort Degüello selber bezieht sich aufs Enthaupten, später stand es für eine Gefechtsmusik, mit der man dem Gegner signalisierte, dass kein Erbarmen gegeben werde. Diese Töne erklangen auch 1836 während des Texanischen Unabhängigkeitskriegs, als die mexikanische Armee unter Antonio Lopez de Santa Anna die Klosterfestung Alamo in San Antonio de Bexar belagerte.

Dean Martin als trunksüchtiger Dude --- eine Meisterleistung. Wenn Martin sonst nichts gespielt hätte, diese Rolle allein hätte ihn schon in den Olymp der Hollywood-Heroen befördert.

Walter Brennan als Stumpy Anderson: Noch eine Meisterleistung - normalerweise sind solche komischen Käuze in Western nichts als komische Käuze (a la Fuzzy oder Gabby), aber Stumpy ist ein anderes Kaliber: Er treibt die Handlung vorwärts (vor allem zum Schluß, wenn er die Idee mit dem Dynamit hat), er agiert natürlich selbstbewußt, er ist menschlich und nimmt Anteil am Schicksal von Dude und wird von allen anderen auch als gleichwertig angesehen. Brennan war auf solche Rollen abonniert und war darin ein Meister (ob mit oder ohne seine dritten Zähne): Nicht umsonst hat er vier Oscars bekommen (das hat, glaube ich, bis dato kaum ein Schauspieler toppen können).

Ricky Nelson: Meiner Meinung nach bricht auch die von ihm gespielte Figur ein Klischee. Üblicherweise charakterisierte man solche jugendlichen Revolverhelden in Western bis dato meist als unkontrollierbare Hitzköpfe. Doch dieser Junge, Colorado Ryan, der bricht aus dem Klischee aus: Er ist lernfähig und dazu in der Lage, sich in ein Team zu integrieren. Er ist willens, seine Professionalität zu zeigen. (Professionalität = ein immer wiederkehrendes Thema bei Regisseur Howard Winchester Hawks, der hat das selber in einigen Interviews betont).

Es geht übrigens das Gerücht, ursprünglich habe man Elvis Aaron Presley für die Rolle des Colorado im Visier gehabt. Nun, das hätte angesichts des Schicksals vom King of Rock'n Roll den Film sicher noch kultiger gemacht - Elvis hätte nicht jenseits seiner Möglichkeiten spielen müssen (dass er mehr als nur Leichtes konnte, zeigte er als Kiowa-Halbblut Pacer in "Flammender Stern"). Die Leistung des damals sehr populären Ricky Nelson schmälert das aber nicht im mindesten -- doch allein die Vorstellung, die hat was ...

John Wayne als Sheriff John T. Chance --- auch eine Meisterleistung. Der Duke wusste genau, dass er zwar die Hauptfigur spielt, dass aber die schauspielerisch richtig starken Teile bei Martin und Brennan liegen. Ehrgeizige Schauspieler, zumal Stars, neigen nun aus ungebremster Eitelkeit dazu, gegen so etwas anzuspielen, um ihrer Figur mehr Gewicht zu verleihen; "scene stealing" nennt sich das (nein, ich sag' jetzt nicht Errol Flynn oder Mel Gibson...). Der Duke tut das nicht. Er lässt dem Duo seinen Raum und hält sich dem Film dienend zurück.

Seine Liebesgeschichte mit Sexy-Angie ist enorm -- bis er es endlich mal kapiert hat, das ist schon sehenswert. Diese Mann-Frau-Konstellation und der amüsierte Blick darauf waren typisch für den Regisseur Hawks, der ließ so etwas immer gern in seine Bücher schreiben oder ließ gleich ganze Drehbücher um dieses Thema stricken ("Ein Goldfisch an der Leine", "Leoparden küsst man nicht", "Ich war eine männliche Kriegsbraut"). Warum aber aus der nach ihrer Federboa als "Feathers" benannten Figur von Angie Dickinson in der deutschen Synchro "Francis" wurde, das wissen nur die Götter des "dubbing".

John Wayne spielt John Wayne -- IMHO nicht richtig: Marion Michael Morrison (oder Robert Marion Morrison, je nach Quelle lautet so der bürgerliche Name des Duke) spielt John Wayne. Ein kleiner Unterschied. Der Schauspieler Morrison bediente natürlich eine Erwartungshaltung; die richtete sich aber stets an die Kunstfigur John Wayne, nicht an den wirklichen Menschen. So gesehen immer eine "Doppelrolle": Morrison spielt Wayne spielt Sheriff Chance (in dem Fall).

Die Rolle des John T. Chance und ihre Charakterisierung ist jedoch nicht ihm anzulasten, das gab das Drehbuch vor. Doch was der Duke daraus gemacht, das ist seine Leistung: Er ist in seiner Zurückhaltung gegenüber den anderen Akteuren, seiner professionellen Ruhe und seinem privaten Gefühlsleben schlicht sensationell.

Ach ja: Dies ist der Film, der mir den Western überhaupt erschlossen hat. Ich habe ihn noch in Schwarz-Weiß als Zwölfjähriger zusammen mit meinem Vater gesehen und mich mit ihm köstlich amüsiert. Und ich weiß noch, wie erstaunt ich war, dass die Nebenfiguren in diesem Film eigenständig und intelligent handeln und nicht bloß die üblichen Klischees bedienen (alte Knacker = komisch, junge Frauen = schön, junge Männer = Heißsporne).

Ich glaube, es ist schon klar geworden, dass ich diesen Film zu den besten überhaupt zähle: Er ist äußerst unterhaltsam, intelligent, spannend und zudem auch familientauglich.

Hollywood at it's best.






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