Kundenmeinungen
KLASSE!, 11. Juni 2006
In dem Film "Die Vögel" verwandeln sich die harmlosen und scheuen Vögel in kürzester Zeit zu angriffslustigen, gehässigen und erbarmungslosen Bestien, die auf alles einhacken, was sich bewegt. Sie reißen vor dem Menschen nicht mehr aus, sondern greifen ihn bewusst an. Der Film zeigt die Rache der Natur am Menschen und weist eine düstere Schreckensvision auf. Spielt die Natur verrückt, ist ihr der Mensch hilflos ausgeliefert. Geräuschlos, wie von Geisterhand, verteilen sich die hinterlistigen Bestien vor ihren Angriffen unbemerkt in der ganzen Stadt. Soeben sind es nur zwei Vögel, im nächsten Augenblick sind es bereits tausend, die auf den Dächern, Bäumen und Straßen sitzen. Die Massen von tiefschwarzen Krähen, Raben und Dohlen strahlen etwas melancholisches, todbringendes aus. Von überall ertönt ein Kreischen, das einem durch Mark und Bein fährt und für eine unheimliche Stimmung sorgt. Die Menschen in Bodega Bay fühlen sich beim Anblick der vielen Vögel bedroht und eingeengt, weil die Bestien so intelligent, überlegen und hinterlistig erscheinen. Sie spüren, wie die Vögel immer mehr und mehr ihr Leben einschränken und bestimmen. Die Leute müssen unbemerkt an den Tieren vorbeilaufen, weil schon die kleinste Bewegung oder das minimalste Geräusch einen grausamen Angriff zur Folge haben könnte. Doch vor lauter Panik rennen sie los. Plötzlich greifen die Vögel von oben, aus allen Richtungen und in riesigen Scharen an. Sie kommen mit fürchterlichen Flügelschlägen und einem lauten Kreischen auf ihre Opfer zu, hacken von allen Seiten auf die Menschen ein und hören nicht mehr auf zu kreischen, zu flattern und zu picken. Der Kampf gegen die Bestien ist eine höllische Qual. Die Menschen sind in Panik, in Todesangst und schreien verzweifelt. Sie versuchen sich mit Händen und Füßen aus dem mörderischen Getöse zu befreien, doch sie sind den Bestien hilflos ausgeliefert. Die Vögel hacken immer und immer wieder hartnäckig auf die Leute ein, bis sie bewusstlos oder sogar tot zu Boden fallen. Übrig bleiben grauenvoll verstümmelte, blutüberströmte Leichen. Die Vögel werden von Tag zu Tag gefährlicher, morden immer brutaler und lauern förmlich darauf, dass sich die Menschen bewegen, um sie zu attackieren. Das Böse ist überall Das Leben wird in Bodega Bay zu einem einzigen Alptraum. Die Leute müssen die Fenster, Türen und die winzigsten Ritze vernageln, um sich vor den Bestien zu schützen. Sie werden drastisch in ihrem Leben und Handeln eingeschränkt, dürfen sich fast nicht mehr bewegen, um überhaupt überleben zu können. Die Bewohner werden in dem von der Umwelt abgeschnittenen Städtchen zu Gefangenen der Bestien, zu Opfern des Terrors. Die Vögel übernehmen die Macht, der Mensch muss sich ihnen unterordnen. Das ursprünglich idyllische, reizende, lichtüberflutete Bodega Bay verändert sich zu einem geflügelten Inferno voller Dunkelheit, Erschütterung und Grauen. Der Zuschauer ist vertieft und gefangen an einem Ort des Schreckens. Er wird von der bedrückenden Atmosphäre, der nervenzerreißenden Spannung, den spektakulären Angriffsszenen und den unvergesslichen Schockeffekten so erschüttert, dass er sich selbst bedroht fühlt und vor Angst erstarrt. Er zuckt schon zusammen, wenn die Vögel auch nur einen Flügel bewegen.
Klasse Hitchkock Thriller in Priginal-Qualität !, 31. Mai 2006
Einer der bekanntesten Hitchkock-Werke in Original Qualität, dazu gutes Bonusmaterial und eine schöne DVD-Aufmachung. Wer alte Thriller mag wird diesen Streifen lieben ! Empfehlung:KAUFEN !
Alle Vögel sind schon da..., 20. Mai 2006
In "Die Vögel", einem der bekanntesten Filme des Meisters der Suspense, Alfred Hitchock, greifen Vogelscharen den Küstenort Bodega Bay an. Diesen besucht zufällig zur selben Zeit Melanie Daniels, die infolge eines kleinen Streiches zwei Papageien zum Haus des Anwalts Mitch Brenner fährt, dessen Tochter sich die Vögel zum Geburtstag gewünscht hat.Dienen die Vögel anfangs bei besagtem Streich, der in einer Tierhandlung spielt, noch zur Belustigung, werden sie im weiteren Verlauf des Films langsam, aber sicher, zur ernstzunehmenden Bedrohung. Nach noch recht harmlosen Angriffen einzelner Vögel scharen sie sich bald zusammen, töten Menschen, greifen große Gruppen an und übernehmen nach und nach die Kontrolle über den Ort, bis sie alle Menschen vertrieben haben. Ob das anrückende Militär Bodega Bay zurückerobern kann, bleibt unklar.Normalerweise stört es mich bei Filmen, wenn zentrale Punkte der Handlung nicht erklärt werden. Hier jedoch denke ich, dass jede Erklärung der Angriffe dem Film einen Großteil seiner Qualität geraubt hätte. Das völlig Alltägliche und Banale wird plötzlich zur großen Gefahr, und gerade diese "Banalität des Bösen" macht es so erschreckend. Denn anders als Zombies, Vampire und Werwölfe, mit denen moderne Splatter-Horrorfilme aufzuwarten pflegen, sind die Vögel nicht "einfach so" böse. Es muss einen Grund geben, aber wir Menschen kennen ihn nicht.Dass wir uns nicht erklären können, wie es zu den Angriffen kommt, nutzt Hitchcock, um diesem Film echten Tiefgang zu verleihen, indem er die Ansicht des modernen Menschen, mittels Wissenschaft und Technik alles erklären und beherrschen zu können, als Hybris erscheinen lässt.Spielplätze, also Orte die wie kaum andere für Sorglosigkeit und Unbekümmertheit stehen, werden von den Schwärmen zu Aufmarschgebieten umfunktioniert; ausgerechnet Errungenschaften der modernen Technik wie etwa das Benzin verleihen den Angriffen der Vögel eine viel höhere Schlagkraft, als ihre eigenen Schnäbel und Krallen es vermocht hätten; und einer Vogelkundlerin mit ausgezeichneten wissenschaftlichen Kenntnissen fällt diesmal die Rolle zu, in der heute in der Regel besonders strikte Religionsvertreter auftreten, nämlich die Rolle der verblendeten Ideologin, die sich nicht einmal von den Fakten auf der anderen Seite des Fensters beeindrucken lässt, wenn es darum geht, ihre Lehre zu vertreten. Und schließlich sind die Vertreiber der Menschen in Gestalt der Vögel gerade die Lebewesen, die am Anfang noch als käufliche Ware präsentiert worden sind. Hochmut kommt vor dem Fall.Sowohl die Unerklärlichkeit als auch das offene Ende sind also keine Schwächen des Films, sondern zwingend notwendig, um den tieferen Sinn dahinter erscheinen lassen.In der Komposition der Szenen braucht der Film sich auch hinter heutigen Meisterwerken nicht zu verstecken. Im Gegenteil, er wartet mit einigen der beeindruckendsten Szenen auf, die ich bislang gesehen habe. Das Formieren des Vogelheeres, während eine Schulklasse ein fröhliches Kinderlied singt oder das nächtliche Schleichen durch ein still und starr am Boden sitzendes Vogelheer, wenn jede kleinste Bewegung eines Zaunkönigs das Signal zum tödlichen Großangriff sein kann, vermitteln eine sehr bedrückende und leise Spannung, die dadurch viel intensiver und eindringlicher wirkt als kurze, heftige Schockeffekte.Die Vögel ist, um zu einem abschließenden Resümee zu kommen, ein gleichzeitig spannender wie auch tiefgründiger Horrorfilm von einer Art, wie sie - und das sage ich als 18-Jähriger - heute leider nicht mehr gemacht werden. Mag sein, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist, aber wenn er das ist, dann ist er eine Krone, die auch vom Haupt des Königs fallen kann. So erhält der Film 5 Sterne und Sie die Empfehlung, sich diesen Film anzusehen, denn: "Was sie uns verkünden nun, nehmen wir zu Herzen."
Eine DVD wie man sie mag, 1. Januar 2006
Zum Film schreib ich nix, der ist allgemeines Kulturgut und eingegangen ins kollektive Gedächtnis des Abendlands.
Zur DVD: Die ist absolut vorbildlich. Das Making of, das so lang ist wie der Film selbst, lässt einen staunen: Über die unglaubliche Akribie, mit der die Effekte gebastelt wurden, über die Genauigkeit, mit der am Drehbuch gearbeitet wurde, aber auch über den Spaß (und den Stress), den es am Drehort gab. Allein dieser Film von 1999 hebt diese DVD aufs 5-Sterne-Niveau. Und die anderen Extras sind genauso großartig. Besonderer Tipp: Der Trailer, der so gar nichts mit dem zu tun hat, was man heutzutage als Trailern zu sehen bekommt.
Guter Hitchcock-Film!, 13. Dezember 2005
Kurz zur Handlung:Nachdem die wunderhübsche Tochter eines Zeitungsverlegers in einer Tierhandlung auf einen Anwalt trifft, fährt sie ihm interessiert in sein Ferienhaus nach und schenkt seiner Schwester ein paar Papageien. Auf dem Rückweg wird sie von einer Möwe angegriffen und verletzt - fälschlicherweise nimmt zunächst niemand die Sache ernst...
Man muss zunächst anerkennen, dass die Trickeffekte für den über 40 Jahre alten Film unglaublich perfekt sind. Da es sich größtenteils um echte Vögel handelt, die auf die Menschen herabstürzen, wirken die Angriffsszenen um so beeindruckender. Zunächst ist der Zuschauer aber eher gespannt, wie sich die Beziehung der beiden grandios aufspielenden Hauptdarsteller (Tippi Hedren, Rod Taylor) entwickelt. Obwohl sie ihm kilometerweit nachreist, tut sie zunächst so, als interessiere er sie gar nicht, und wirkt ziemlich zickig. Das macht das Ganze aber um so interessanter. Was mir an dem Film leider nicht so gefallen hat, war der abrupte Schluss, weswegen ich auch einen Stern Abzug gebe. Er lässt viele wichtige Fragen unbeantwortet:a) Warum waren die Vögel so aggressiv?b) Was wird später aus dem verwüsteten Städtchen Botego Bay?c) Hat eine Spezialeinheit ein Mittel gefunden, um die Vögel zu bekämpfen?d) Was entwickelt sich aus der Romanze der Hauptdarsteller? Hätte Hitchcock sich noch ne Viertelstunde Zeit gelassen, um wenigstens ein paar dieser Fragen zu beantworten, wären es bestimmt fünf Sterne geworden. Für mich bleiben "Das Fenster zum Hof", "Vertigo" sowie "Der Mann der zuviel wusste" die größten Meisterwerke des Regiekünstlers.Trotzdem sei auch dieser Film jedem zu empfehlen, der großes Kino der alten Zeit dem neuen Hollywood-Ramsch vorziehen möchte.
|