Kundenmeinungen
Aufregende Hörerlebnisse, 7. März 2007
Von Mozarts Klavierkonzerten existieren auf dem Tonträgermarkt unzählige Aufnahmen, zu denen fast täglich noch neue hinzukommen. Die auf der vorliegenden CD zusammengefaßten beiden Konzerte Nr. 23 K. 488 und Nr. 26 K. 537 gehören zudem noch zu den Werken, die sich der besonderen Gunst des Publikums und damit auch der Plattenindustrie erfreuen. Trotzdem muß ich bekennen, daß die Interpretationen von Friedrich Gulda und Nikolaus Harnoncourt aus dem September 1983 bis heute unerreicht und unübertroffen geblieben sind, obwohl sie inzwischen auch schon "in die Jahre" gekommen sind. Für mich sind es praktisch die schönsten Aufnahmen Mozart'scher Klavierkonzerte überhaupt. So feinsinnig und gleichzeitig dramatisch, elegant, schlank und locker, mit stets wachem Verstand sind diese Werke sonst nirgends zu hören. Man hat an vielen Stellen den Eindruck, diese Musik von Grund auf neu zu entdecken. Das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester spielt fast kammermusikalisch und mit einer geradezu beglückenden Spontaneität, die man von einem Symphonie-Orchester dieser Größe eigentlich gar nicht erwarten könnte. Dazu kommt eine Akkuratesse sondergleichen sowohl beim Solisten als auch beim Orchester, daß man von wirklich aufregenden Hörerlebnissen sprechen kann. Wir werden zu Zeugen einer der ganz seltenen Sternstunden klassischer Musik auf Schallplatten. Das "enfant terrible" Friedrich Gulda ordnet sich ganz der Musik unter und liefert uns weitere überzeugende Beweise seiner musikalischen Genialität. Selten hat man die Konzerte mit solch starker Ausdruckskraft und doch so schlank und temperamentvoll erlebt. Schade, daß der allzeit unberechenbare und exzentrische Pianist sich schon weniger später (aus nicht nachvollziehbaren Gründen) zu Harnoncourt auf Distanz begab und damit keine weiteren Aufnahmen von diesem Kaliber entstehen konnten. Umso dankbarer wollen wir sein, daß wir diese hier besitzen dürfen.Der digitale Klang ist klar und sehr räumlich, es gibt nicht die geringste Schwachstelle. Der moderate Preis der CD wird mit einer recht dürftigen Textbeilage erkauft. Ansonsten: Unbedingt empfehlenswert!
Mozart von feinsten - im frühen Digitalsound, 8. November 2006
Musikalisch gibt es nichts zu bekritteln. Ich bin allerdings der Ansicht, dass die CD klanglich der Aufnahme mit Abbado/Wiener Philharmoniker unterlegen ist - daher der Punktabzug. Der frühe Digitalsound ist einfach zu clean, dünn, und leblos, und diese CD leidet darunter. Dennoch bleibt die Musik genial, und das Spiel von Gulda unnachahmlich. Die CD ist ein Muss für den Mozartliebhaber, neben der genannten Doppel CD mit den Wienern.
Mein Klassiker, 11. Dezember 2002
Mein Klassiker ist die Aufnahme der Mozart-Klavierkonzerte Nr. 26 und 23 aus dem Jahr 1983 mit Friedrich Gulda und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Nikolaus Harnoncourt. Die beiden Konzerte gehören sicher zu den absoluten Glanzstücken unter den Klavierkonzerten, sind unzählige Male aufgenommen worden und alte Bekannte in jedem Konzertsaal. Daß ich mich trotzdem an dieser CD nie satt hören konnte macht sie für mich zum Klassiker.Friedrich Gulda spielt einen klaren Ton der mit brillianter Eleganz aus dem Orchesterklang des wunderbar schlank und doch mit Gefühl und starker Ausdruckskraft begleitenden Concertgebouw Orchesters hervortritt. Alle Tempi sind so glücklich gewählt, daß weder die Gefühlsduselei so manchen "traditionellen" Mozartspiels noch die zu befürchtende Hektik "historischer" Interpretation entstehen kann. Mozart erklingt hier in einer Schlichtheit, die in beglückender Weise zu Herzen geht. Speziell das Adagio des A-Dur Konzerts (No. 23) das so oft wie eine Trauermusik gespielt wird erreicht bei Friedrich Gulda und Nikolaus Harnoncourt ganz neue Sphären.Die Künstler führen ihre Zuhörer scheinbar beiläufig und mit Gelassenheit durch diese beiden Konzerte und lassen so Mozarts Musik für sich sprechen - die bekanntlich süchtig machen kann.
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