Beschreibung
Wenn diese Kamera eine Brille wäre, wäre sie eines dieser Modelle, das keine Krankenkasse zahlt. Eines dieser Designerstücke von Gucci, Armani oder F. A. Porsche. Mit einem superdünnen Glas von Zeiss. Also so eine Brille, die man gerne trägt: leicht, schick, mit perfekter Optik. Die Nikon Pronea S besticht tatsächlich in allererster Linie durch ihre Optik. Innen wie außen. Und sie trägt sich so leicht, dass man sie gerne überall hin mitnimmt. Die innere Optik, mit ihrem außergewöhnlich feinen Fokus, sorgt für scharfe, gute Fotos -- und die äußere Optik sorgt für neidische Blicke. Wie schneidet die schöne Pronea im Praxistest ab? "Gut, gut, gut" -- und nochmals "gut". Autofokus, Belichtung, Sucher und Handhabung: Von der Stiftung Warentest bekam die Pronea in allen Disziplinen eine 2. Die Tester vom Foto Magazin gaben ihr sogar ein glattes "sehr gut". Ein bisschen viel der Ehre. Vielleicht haben sich die Tester von der silbernen Anmut den Blick trüben lassen. Zwar lässt sich die Kamera auch außerordentlich leicht bedienen -- wieder fast wie eine Brille, die man bloß auf die Nase setzen muss. Aber sie hat Schwächen in der Ausstattung. Vor allem beim Objektiv: Mit 30 - 60 mm ist die Brennweite schwach auf der Brust, so gerade noch im Bereich des Erträglichen. Zwar kann man bessere Objektive draufschrauben, sogar Objektive herkömmlicher Spiegelreflexkameras. Aber dann bringt die Nikon Pronea S mehr Gramm auf die Waage. Und sieht nicht mehr so schick aus. Eine Designerbrille mit dicken Gläsern -- wer will das schon? Auch kreative Möglichkeiten verbieten sich, die der exzellente Fokus eigentlich locker erlauben würde. Warum kann man keine Serienbilder schießen, warum fehlt die Mehrfachbelichtung? Wahrscheinlich, weil die schöne Silberne gar nicht für Foto-Freaks gedacht ist. Sondern für Leute, die eine hübsche Begleiterin suchen -- die in jeder Hinsicht optisch anspricht und so schlank gebaut ist, dass man sie gerne zur Schau stellt. --Frank Rosenbauer
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