Beschreibung
Sie fühlt sich an wie eine F5, sieht aus wie die F5 und hat das hervorragende Autofokus-System der F5. Aber sie ist kleiner und leichter -- und kostet 1500 Mark weniger als Nikons Spitzenmodell, von dem so viele Hobbyfotografen träumen. Was halten Profis davon? "Die F-100", sagt Stern-Fotograf Harald Schmitt, "ist schnell und vielseitig wie eine Große, und dabei doch handlich klein." Auch die Kleine hat technische Leckerbissen, zum Beispiel die intelligente Spotmessung, die auf einer Datenbank mit über 30.000 Motivdaten basiert. Worauf muss man dann im Vergleich zum Spitzenmodell verzichten? Profis vermissen Wechselsucher, die manuelle Film-Rückspulkurbel und richtige Wechselmattscheiben. Im Übrigen berücksichtigt die F-100 nicht die Motivfarbe bei der 3D-Matrixmessung. Auch ein Okularverschluss fehlt -- Daumen draufhalten kann diesen Mangel allerdings beheben. Ihr Motor hat eine Flüsterschaltung, transportiert den Film aber ein bisschen langsamer als die F-5. Die F-100 schafft in dieser Professionell-Version fast 5 Bilder. Das liegt an dem zusätzlichen Batterieteil, einem Akkublock mit Ladegerät, getrenntem Auslöser, AF-Start-Taste sowie Einstellrädern für Hochaufnahmen. Der Akkublock dient zudem als Griff und läuft mit üblichen Batterien (LR6) oder Mignonzellen auf Lithiumbasis (FR6). In der Normalversion fehlt der Akkublock, kann aber nachgekauft werden. Empfehlenswert ist er auf jeden Fall, denn die F-100 ist -- genau wie die Große -- ein Stromfresser. In einigen Punkten ist die kleinere Nikon überlegen. Am wichtigsten: Der Autofokus ist gekoppelt mit der Matrix-Belichtungsmessung (10 Messfelder). Bei Belichtungsreihen kann man automatisch maximal drei Aufnahmen mit verschiedener Überbelichtung einstellen. Zudem hat sie 21 Individualfunktionen. So kann man beispielsweise einen Belichtungswert speichern, indem man den Auslöser leicht drückt -- und später mit diesem Wert die Aufnahme machen, ohne dass man ständig den Auslöser halb gedrückt halten muss. Unter dem Strich: Wer nicht höchste Profiansprüche hat und auf den Nimbus der F5 verzichten kann, der wird die F-100 nehmen. Sie ist preisgünstiger und trotzdem sehr gut. --Frank Rosenbauer Pro: - Preisgünstiges Profigerät
- Akkublock mit Ladegerät
- Autofokus mit Belichtungsmessung gekoppelt
Kontra:- Keine manuelle Rückspulkurbel
- Wechselsucher nicht vorhanden
- Keine richtigen Wechselmattscheiben
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