Kundenmeinungen
Reise ins Mittelalter, 24. Oktober 2008
Der ehemalige Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore widmet sich seit 1998 ganz den mittelalterlichen Klängen. Seine Partnerin Candice Night veredelt dabei mit ihrer wunderbaren Stimme die Kompositionen, bei denen sich der Saitenvirtuose nur mehr ganz selten auf der elektrischen Gitarren austobt. Akustische Zupfinstrumente spielen bei Blackmore seitdem die erste Geige. Nach dem imposanten Debüt "Shadow Of The Moon" unter dem Namen Blackmore's Night und dem nicht minder exzellenten Nachfolgealbum "Under A Violet Moon" legte das auch privat liierte Paar mit "Fires At Midnight" eine Scheibe vor, die Fans vollauf begeisterte. Nach dem Midtempo-Opener "Written in the Stars", bei dem Blackmore seiner elektrischen Sechssaitigen zarte Töne entlockt, zeigt schon das Cover "The Times they are a Changing" das unglaubliche Gefühl des kongenialen Paares für filigranen Folk. Selbst Bob Dylan dürfte von dieser Adaption begeistert sein. Das herzhafte "I still remember" stellt die perfekte Symbiose aus Rock und Folk dar. "Home Again" plätschert knappe vier Minuten vor sich hin, doch wenn der hymnische Refrain einsetzt, fühlt sich der Hörer in eine feierliche Ritterrunde versetzt. Schließlich nahm Blackmore's Night mit dem Titeltrack wohl das absolute Album-Highlight auf. Man muss vor Ritchie Blackmore für seine exquisiten Kompositionen wieder einmal den Hut ziehen. Und durch die richtige Song-Aneinanderreihung kommt bei "Fires At Midnight" nie Langeweile, sondern nur Lust auf den nächsten Burgbesuch auf. (Melomane)
In den Sternen steht es geschrieben, 23. Mai 2008
2001 erschien das 3. Album von Blackmore`s Night namens "Fires at Midnight". Wieder wurde es von Pat Regan und Ritchie himself produziert. Wieder stammen fast alle Songs von Ritchie und die Texte von Candice Night. Nur `Times they are a-changing` ist ein Bob Dylan-Cover. Diesmal hat Ritchie weider deutlich öfter die E-Gitarre eingesetzt, als noch auf dem Vorgänger "Under a Violet Moon". Daher erscheint "Fires at Midnight" zumindestens am Anfang etwas rockiger. Mit `Written in the stars` und `Fires at midnight` sind richtige Juwelen enthalten. Auch `Home again` gefällt mir sehr gut und wird häufig live gespielt. Ich weiß aber, dass viele Fans des `Rainbow-Ritchie` mit solchen Schunkel- und Gute Laune-Liedern nichts anfangen können. Allerdings ist der Grat, auf welchem die beiden Liebenden wandeln, hier schon ein bißchen schmal. Hier auf "Fires at Midnight" finde ich die Mischung aber noch gelungen. `Village in the sand` gehört für mich auch noch zu den high lights. Die anderen Songs sind durchaus gut, aber auch nicht weltbewegend. Insgesamt kann die Klasse von "Shadow ot the Moon" und "Under a Violet Moon" nicht ganz gehalten werden. Aber das Album macht schon Spaß und so Nachts am Lagerfeuer kommt sicher auch die besondere Stimmung auf. 4 Sterne von mir.
Volkstümliche MIttelalterparade, 27. Oktober 2007
Ich versuche mir gerade vorzustellen, warum Ritchie Blackmore und seine Nachtigall Candice Night den Ruf mittelalterlicher Rockmusik genießen. Im Prinzip versucht Blackmore alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Gitarre, Bass und Hammond-Orgel ergeben halt kein mittelalterliches Flair. Im Studio wie auch live habe ich noch kein historisches Instrument gehört, außer vielleicht mal einen gesampelten Sound aus dem Synthie. So spielt er wie eh und jeh in der gleichen musikalischen Besetzung wie zu Zeiten von Deep Purple oder Rainbow. In die Jahre gekommen ist er offensichtlich etwas ruhiger geworden und versucht sich mit aufgepeppten alten Trink- und Volkslieder wieder eine Bedeutung zu geben. Die Musik ist für Kenner nicht ernst zu nehmen. Andere, die vielleicht Kommerz lieben, weil sie nicht wissen, was es außerdem noch gibt und vor allem mitgröhlen wollen, gefällt diese Platte bestimmt. Nach einem Konzertbesuch habe alle CD's von Blackmore verkauft.
Musik mit Instrumenten !, 14. Juli 2006
Es wird in der heutigen Zeit viel elektronischer Müll irrtümlich als "Musik" bezeichnet. Ritchie Blackmore macht richtige Musik ! Und mit Candice Night an seiner Seite wird diese noch perfekter. Für mich ist diese Band einfach grandios und weit ab von gewöhlichem Gedudel.
Grausam, 17. Juni 2006
Als Fan von Deep Purple wollte ich mich nun doch einmal darüber schlau machen, was es mit Blackmore'S Night so auf sich hat.Um es kurz zu machen: Ich finde diese CD stinklangweilig. Die Songs dümplen irgendwie vor sich hin, ohne einen einzigen Höhepunkt zu erreichen. Ein Song klingt wie der andere. Der Gesang ist vollkommen leidenschaftslos. Und wenn ich nicht wüsste, dass Ritchie Blackmore die Gitarre spielt, so würde ich annehmen, dass hier ein anonymer Session-Musiker am Werk ist.
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