Kundenmeinungen
Bei jedem mal Hören wurde sie immer besser...., 2. Januar 2003
Am Anfang war ich fast enttäuscht. Ja, richtige Knaller ganbs auf dieser Scheibe auch: "Castles in the air", "Reach Out" und "Rivers runnin' black" gehören - keine Frage - sicherlich zu den großartigen Songs, die man von Incognito gewohnt ist. Und die anderen Songs? An die musste ich mich gewöhnen. Und doch jetzt stelle ich immer mehr fest: Die Scheibe ist super. Man hatte die alte Incognitomusik erwartet und bekommen ein reiferes Werk - heisst: Die Grooves sind erdiger, die Melodien grader, die Stimmen mehr im Vordergrund, die Bläser mehr im Hintergrund. Eine super Ergänzung zu den bisherigen Alben! Ich bin schon auf das nächste gespannt!!!
Durchhalten bis zum Schluss, 1. September 2001
Ich gebe zu, ich habe die CD blind gekauft. Aber bei Bluey, der solche Juwelen wie "100° and rising" geschaffen hat, kann man doch eigentlich nicht falsch liegen. Und dann die Enttäuschung : ein souliger Klangbrei voller Beliebigkeit. Nach den großspurigen Tönen der Plattenfirma soll Jean-Paul Maunick eines Nachts im Taxi beschlossen haben, das gesamte Material der fertigen CD einzustampfen und mit größerer Besetzung komplett neu einzuspielen. Viel schlimmer kann es wohl kaum geklungen haben. Wo sind die Ohrwürmer wie "Good love" oder "Roots" wegen derer man um 4 Uhr morgens aufsteht, um sich die Gehörgänge frei spülen zu lassen ? Und als ich schon darüber nachdachte, welchem meiner Lieblingsfeinde ich diese CD zum Geburtstag schenken soll, geschah das Wunder dann doch noch. Es kündigte sich mit Track 9 "Reach out" an, setzte sich über "Rivers runnin' back" fort und bei der letzten Nummer "On the road" wollte ich gar nicht mehr aufhören. Fette Bläser, Popjazzsoul relaxed wie nach 5 Caipirinhas und eine laue Sommernacht, alles drin. Also, durchhalten bis zum Schluss. Bluey kanns doch noch !
Routinierter Rückschritt, 27. Juni 2001
Wer das letzte reguläre Studio-Album von Incognito ,"No Time Like The Future", noch im Ohr hat, wird vom neuesten Streich von „Bluey" Maunick doch etwas enttäuscht sein. Zwar besticht „Life, Stranger Than Fiction" einmal mehr durch eine perfekte Produktion und handwerklich einwandfreie Kompositionen, aber es lässt die Experimentierfreudigkeit und die ganz eigene und fesselnde Atmosphäre des Vorgängers aus dem Jahre 1999 vermissen. Entwickelte „No Time Like The Future" nach kurzer Zeit das berüchtigte Suchtpotential, plätschert die aktuelle Scheibe auch nach mehrmaligem Auflegen eine Spur zu routiniert durch die Gehörgänge - ohne große Spuren zu hinterlassen. Die ausgefeilten und originellen Jazz-Harmonien und -Sounds der drei letzten Alben sind über weite Strecken einem deutlich verstärkten Funk-Einfluss gewichen, der viele Songs auswechselbar klingen lässt - ein spürbarer Rückschritt, wenn auch auf hohem Niveau. Als Trostpflaster sei das Solowerk „All My Life" der ehemaligen Incognito-Sängerin Maysa Leak aus dem Vorjahr empfohlen. Es ist das entschieden bessere „neue Incognito-Album".
Überraschend, genial, funky..., 24. Juni 2001
Wenn man die letzten Alben von Incognito verfolgt hat, hat man immer wieder eine musikalische Veränderung und Weiterentwicklung gesehen. Waren die früheren Alben noch sehr Jazz-Funk orientiert, "100° and risin'" sehr erdiger Soul-Jazz, "Beneath the Surface" sehr soulig und "No Time Like The Future" experimentell mit vielen Elektro-Anleihen wird man auf "Life, Stranger Than Fiction" ähnlich wie auf "100°" Soul-Funk vom feinsten überrascht. Das ganze geht stellenweise sehr in die Richtung amerikanischer NuSoul-Stars wie D'Angelo, Jill Scott oder Erykah Badu, Incognito hat es aber geschafft ihren unverkennbaren Sound mit den genialen Horn- und Streicherarrangements einzuarbeiten. Bluey, der Bandleder, hat auf diesem Album nicht nur musikalisch einen Cut gemacht, er verpflichtete auch vier neue Vocalisten: Dianna Joseph, Kellie Sae, Sarah Brown und Xavier Barnett deren Stimmen perfekt zur Musik passen. Sicher werden einige alte Incognito-Fans enttäuscht sein die ein Album erwartet haben, was nahtlos an die letzten anschließt oder die die Leadsängerin Maysa Leak vermissen aber Incognito sind nicht die Bee Gees, man bekommt auf ihnen nicht auf jeder Platte das selbe vorgesetzt sondern man muß immer auf positive Überraschungen gefasst sein.
Wieder zurück: Icognito, 22. Juni 2001
Sie sind wieder da. Wieder etwas anders als ihr letztes Album, aber sie haben dennoch nichts von Ihren fantastischen Sound eingebüst. Castles in the Air hat das Zeug zur ersten Single Auskopplung, aber nichts desto trotz sind alle anderen Stücke mindestens gleichwertig. So wirklich bekannt ist Icognito in Deutschland nie geworden, vielleicht ändert sich das jetzt endlich mal, denn sie haben es mehr als verdient. Sie sind im Moment auch auf Tour und wer die Chance hat sie zu sehen, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Einfach schöne Musik, die eigentlich in jede Lebenslage passt.
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